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Reisen / Re: Laos
« Letzter Beitrag von Firster am Heute um 17:13:04 »
@Conte, was für eine Beschreibung des Museums. Es ist sehr Schade, dass du keine Fotos machen konntest. Die hätten mich schon interessiert.
Zitat
Die letzten Gerüchte über den Verbleib der königlichen Familie von Laos kamen einige Jahre später aus einem kommunistischen Umerziehungslager.
Klingt übel. Gibt es noch Überlebende aus der königlichen Familie? Vielleicht im Exil? In dem Land herrscht ja immer noch der kommunistische Kurs fort. Also schön artig bleiben, hörst du....  ;)

Aus deiner Antwort zur Begleitung gehe ich davon aus, dass deine Frau eine Thailänderin ist und du somit natürlich auch noch eine Dolmetscherin und Kennerin des Landes an deiner Seite hast. Das nenne ich mal ein Rundumpaket an Führungsqualitäten. Besser kann es nicht sein!
Wie lange habt ihr geplant in Laos zu verbringen und macht ihr noch einen Abstecher nach Thailand? Würde sich ja anbieten. So schnell kommt man da ja nun auch wieder nicht hin.
Frage mich sowieso, wie lang so eine Aufenthaltsdauer sein muss/sollte, damit man auch was sieht. 3 Wochen scheint mir kaum auszureichen. 6 Wochen wären wohl ideal.
Wenn du in DE zurück bist, schreib doch mal, was man so beachten muss, gerade als Nicht-Globetrotter. Wie lange man benötigt um dort anzukommen. Zwischenlandung mit Übernachtung nötig? Nach Australien ist das unumgänglich, sonst kommst du völlig KO dort an.
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Auto, Sport und Heimwerken / Re: Auto Thread
« Letzter Beitrag von Yossarian am Heute um 11:42:08 »
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Reisen / Re: Laos
« Letzter Beitrag von Conte am Heute um 10:12:19 »
Ein überaus merkwürdiges Museum



Eigentlich erwarten wir von einem Museum, das es uns entweder eine Kunstsammlung zeigt um ihrer Schönheit willen und sie dann fachkundig erläutert, oder aber als ein hsitorisches Museum, uns die Geschichte einer Stadt, eines Region oder eines Landes erzählt. Das Nationalmuseum in in der Stadt Luang Prabang im schönen Norden Laos' tut freilich weder das eine noch das andere.
Auf den ersten Blick scheint es sich nur um den zur Besichtigung freigegebene Palast des letzten Königs von Laos und seiner Familie zu handeln. Die einzige Geschichte die hier erzählt wird, vermittelt durch die Räume fortfolgend aufgehängte naiv gezeichneter Bilder und Texttafeln, ist ein ungemein frommes buddhistisches Märchen von einem Prinzen, der alles weggegeben hat und am Ende dafür belohnt wurde (vom Buddha? vom Karma?), obwohl seine Eltern und seine Frau immer dagegen gewesen waren.
Aber schon die schlechte Beleuchtung der Räume schafft eine ganz eigenartige, unheimliche Atmosphäre, die nichts Gutes ahnen lässt. Wegen eines verhängten Photographierverbotes konnte ich das leider nicht dokumentieren. Die Räume - Empfangsaal, Thronsaal, Schlafzimmer der königlichen Familie - werden einfach so präsentiert, wie der König sie zuletzt zurückgelassen zu haben scheint, oberflächlich renoviert und  mit den dazugehörigen Möbeln und Repräsentationsgegenständen versehen. Irgendwelche Erläuterungen dazu gibt es kaum, nur die Herkunft der Objekte wird genannt. Wenn ich mir als Museumsbesucher einen Reim auf das Gesehene machen will, muss ich es selbst in mein mein Vorwissen einordnen und kann dieses dann mit der Kenntnis des Vorgefundenen erweitern. Anstatt Geschichtsdarstellung zu sein, wird das Museum so selbst zur Geschichtsquelle.
Und als solches gibt es Zeugnis zu einerüberaus bedrückenden Geschichte: Die Geschichte einer verzweifelten Monarchie, die sich gegen den unvermeidlichen und schnellen Untergang stemmte. Wir sehen hier, dass der König die Wände des Thronsaals in den sechziger Jahren mit einem aus sichtlich billigem Material hergestellten Glasmosaik hat bedecken lassen, die mit ihren Darstellungen laotischer Geschichte offensichtlich an sehr viel kunstfertigeren Wandmalereien der königlichen Tempel und Paläste anknüpfen sollen, dabei Grausamkeiten ganz bewusst nicht auslassen und zugleich ein rührend vergeblicher Versuch sind, mit Hilfe eines japanischen Künstlers an die dem Traditionellen abgewandte Weltkunst des 20. Jahrhunderts Anschluss zu finden.
Wie sehen große Möbel, Sänften und Elephantensättel, in überlieferter Form und Ausgestaltung und in königlichen Anspruch hergestellt, aber aus Holz grob geschnitzt und Goldbronze angestrichen wie Kulissen und Requisiten in europäischen Provinztheatern. Welch ein Gegensatz zu den Insignien, die Königin Sirikit als vorgebliche Arbeiten des traditionellen thailändischen Kunsthandwerkes aus kostbaren Metallen, Hölzern und Seidengeweben hat herstellen und in ihrem persönlichen Museum in der Nähe von Bang Pa In austellen lassen! Dort zeigt sich die thailändische Monarchie in unermesslichem Selbstbewusstsein als der Inbegriff einer Nation, hier hebt der Könogshof von Laos tapfer einen gichtigen Finger, damit man sehen möge, dass er auch noch da ist.
Es folgen Räume mit Geschenken, die das Königshaus von ausländischen Potentaten erhalten hat - bessere Reiseandenken. Aus Bangkok ein Bild eines goldenen Tempels, aus Frankreich als trotzige Erinnerung an die verlorene Kolonialherrschaft ein Säbel im napoleonischen Stil. Das bermerkenswerteste Stück ist sicher ein Bröckchen Mondgestein, das Richard Nixon 1973 hier gelassen hat, wohl eine Nebenerscheinung seiner Annäherung an die Volksrepublik China, bei der auch die kleinen Nachbarn nicht leer ausgehen sollten.
Den Abschluss bilden zwei Photographien. Die erste zeigt zwei junge laotische Tänzerinnen, die in züchtiger Hofkleidung mit zwei älteren Herren tanzen, deren einer der letzte König von Laos ist. Der andere ist Ho Chi Minh.
Das zweite Photo zeigt die letzte Königin. Sie sitzt in ganz unköniglicher Pose in ihrem Schlafzimmer auf der Bettkannte, nach der großbürgelichen Art Südostasiens gekleidet, und schaut mit weitgeöffneten Augen an der Kamera vorbei, als wurde sie einem unvorstellbaren Grauen entgegenschauen, an das sie noch nicht glauben und das sie dennoch schon sehen kann.
Die letzten Gerüchte über den Verbleib der königlichen Familie von Laos kamen einige Jahre später aus einem kommunistischen Umerziehungslager.
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Reisen / Re: Laos
« Letzter Beitrag von Conte am Heute um 10:08:43 »
Bist du mit deiner Frau dort zur Zeit? Meine würde das nicht mitmachen. Ihr fehlt das Reinliche...
Sicher ist sie dabei. Sie hat eine südostasiatische Auffassung von Reinlichkeit, die durchaus nicht zu unterschätzen ist. Ohne sie würde ich dort auch nicht so gut klarkommen. Die laotische Sprache ist der thailändischen so ähnlich, dass sie dort mit fast allen Leute zwanglos plaudern kann   ;)

Zitat
Hab schon mal überlegt, ob ich das nicht mit einigen meiner männlichen Freunde durchziehen sollte. Gespräch ist noch offen..
Bleib dran. Südostasien ist ein Universum. Manche Fragen könnte ich beantworten, wenn Du magst.
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Themendiskussionen / Re: Das Böse
« Letzter Beitrag von Yossarian am Heute um 08:34:35 »
Good point.
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Themendiskussionen / Re: From the News...
« Letzter Beitrag von Conte am Heute um 06:01:20 »
@Firster: Du kennst die falschen Akademiker. Und natürlich hat der Wissenschaftsmarkt den fürchterlichen Fehler, dass er ein Markt ist und kein Kolloquium.
Und unter den "einfachen" Leuten finde ich leider entsetzlich viele Impfgegner, Klimaleugner und sonstige Flacherdler (die sind es, die ganz zurecht als irrational bezeichnet werden), darüber hinaus Leute, die "Akademiker" als Schimpfwort verwenden, weil sie ich verstehen was die sagen, und auf diese Weise ihren Selbstwertgefühl zu retten versuchen (Dass ihnen das nicht gelingt, merken wir daran, dass sie sofort wütend werden, wenn ihnen der Widerspruch klar zu werden droht).

Wenn Du mehr über das Spannungsfeld zwischen Spezialisten und Handwerkern erfahren möchtest, dann lies Seeing like a State von James C. Scott. Das ist ein echter Akademiker, der sich auch der Widersprüche seines eigenen Standes sehr bewusst ist, und damit umgehen kann.
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Themendiskussionen / Re: Das Böse
« Letzter Beitrag von Conte am Heute um 05:48:41 »
Nochmal: Gut und Böse sind MORALISCHE Kriterien, sonst nichts. Sie sind dem Wandel der Moralvorstellungen entworfen. Es kann also nicht das objektiv Böse geben.
Objektivität ist ebenso ebenso ein Konzept des menschlichen Geistes wie Moral, und daher letztlich selbstreferentiell.
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Themendiskussionen / Re: Das Böse
« Letzter Beitrag von Yossarian am Gestern um 19:35:41 »
Nochmal: Gut und Böse sind MORALISCHE Kriterien, sonst nichts. Sie sind dem Wandel der Moralvorstellungen entworfen. Es kann also nicht das objektiv Böse geben.
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Themendiskussionen / Re: From the News...
« Letzter Beitrag von Yossarian am Gestern um 19:33:32 »
Anders geht das aber nicht.
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Themendiskussionen / Re: From the News...
« Letzter Beitrag von Firster am Gestern um 17:15:11 »
Klappt doch ganz gut mit dem Zitieren.  :)
Nee, wenn ich jedes Mal den übrigen Text löschen muss, ist das ein NOGO. Eine detaillierte Beschreibung per PM wäre super.
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