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Small Talk / Re: Weisheit des Tages
« Letzter Beitrag von Araxes am Gestern um 12:40:34 »Das ist genauso eine dämliche Verallgemeinerung, wie das alte Vorurteil, Anwälte, Ärzte und Zahnärzte seien reich.
Die Statistik zeigt das. Natürlich heißt das nicht, daß jeder einzelne reich ist, aber im Durchschnitt eben wohlhabender als andere Altersgruppen. Zeigt sich auch an der geringen Grundsicherungsquote.
Zitat
Ich bin z.B. ein nicht vermögender Boomer, und die meisten Altersgenossen, die ich kenne, sind ebenfalls nicht vermögend.
Das ist anektdotisch. Mein Vater bekommt mit Witwerrente, Zusatrenten und Kaptalerträgen etwa 4500 Euro netto im Monat. Das freut mich für ihn, ist aber eigentlich zu viel. Und dann gab es dieses Jahr wieder 4,2% Rentenerhöhung. Das kostet alleine 740 Mio Euro dieses Jahr, aber eine weit günstigere Erhöhung des Bafög geht nicht. Wurde jetzt immerhin für 2027 beschlossen.
Vermögensvergleich nach Altersgruppen:
https://www.iwkoeln.de/studien/judith-niehues-maximilian-stockhausen-ein-vermoegensvergleich-nach-altersgruppen.html
Zitat
Altersgruppen als solche zu diffamieren, nur weil ein höherer Anteil unter ihnen als unter anderen Personengruppen vermögend sind, ist einfach dumm und vor allen Dingen kontraproduktiv, denn es dient nur dazu, Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen.
Fakten zu nennen ist keine Diffamierung. Das ist die übliche Rhetorik. Dann wird von "gegeneinander ausspielen" geredet, wenn man sich einfach mal die Zahlen anguckt und einfordert, daß die Erkenntnisse daraus sich in politischen Eintscheidungen wiederfinden. Vielleicht soll das damit abgewehrt werden, damit das Narrativ von der Altersarmut nicht angekratzt wird.
Zitat
"Die" haben genau das gezahlt, was ihnen von ihrem Lohn davon angenommen worden ist. In die Rentenkasse haben andere gegriffen.
Wie wäre es, wenn sie genau das an Rente bekommen, was aktuell durch Beiträge reinkommt? Wäre doch vernünftig. Natürlich unter Gegenrechnung der versicherungsfremden Leistungen. Die müssen aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Die größte davon ist die Witwenrente. Die ist naturgemäß auch zugunsten der Alten. Genauso wie der riesige Steuerzuschuss.
Zitat
Das ist bitter und ungerecht, keine Frage, aber Politik und Wirtschaft wissen seit 40 Jahren, daß unser Rentensystem so, wie es ist, nicht langfristig überlebensfähig ist.
...und wollen nichts daran ändern, weil sie damit den Rentner auf die Füße treten. Der demographische Faktor wurde eingeführt und dann wieder abgeschafft. Eine Sünde an den Jüngeren.
Zitat
Man kann dem Durchschnittsbürger aber nicht wirklich vorwerfen, daß er sich von Sprüchen wie "Eins ist sicher: Die Rente" hat einlullen lassen.
Doch, kann man, denn ein bisschen selber denken kann jeder.
Lies mal das hier:
„Die Auswanderer müssen uns zu denken geben“
Die Abstimmung mit den Füßen läuft schon. 25% der Jungen mit konkreten Auswanderungsplänen. Überrascht hat mich, daß auch die integrierte Osteuropäer netto wieder auswandern. Das ist eine dramatische Entwicklung, über die kaum geredet wird. Was hilft es denn, so zu tun als wäre nichts und als könnte man immer so weitermachen? Es wird einfach irgendwann nicht mehr gehen.
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