Autor Thema: Das kostbare Gut namens Datenschutz  (Gelesen 843 mal)

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Offline Yossarian

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Re: Das kostbare Gut namens Datenschutz
« Antwort #15 am: 10. Januar 2022, 14:57:39 »
Wir akzeptieren ja bereist jetzt, das man jeden unserer Schritte mit einem Smartphone in der Tasche, auf Monate und sogar Jahre nachverfolgen kann.

Und das schon seit Jahren.
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Alte Männer sind gefährlich. Sie haben keine Angst vor der Zukunft.

Offline simplemachine

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Re: Das kostbare Gut namens Datenschutz
« Antwort #16 am: 10. Januar 2022, 22:17:21 »
Wenn Dir das so egal ist, warum trägst Du dann keine Laufschrift auf dem Rücken, die Deinen Tagesablauf jedem mitteilt?

Wenn man ein Jahres-Bewegungsdiagramm vom Durchschnittsbürger erstellen würde, dann könnte man sich daran im Prinzip nur zu Tode langweilen. Zuhause-Arbeit-Einkaufen-Freitzeitaktivität und dann erneut. Die Reichweite und Varianz des Menschen im Alltag ist äußerst gering. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Whatsapp oder anderen Messengern, ok, wahrt die Privatsphäre. Aber das meiste, was dort hin- und hergeschickt wird, ist sowieso einfach nur total belanglos.

Offline phoenix

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Re: Das kostbare Gut namens Datenschutz
« Antwort #17 am: 11. Januar 2022, 08:48:45 »
Wenn man ein Jahres-Bewegungsdiagramm vom Durchschnittsbürger erstellen würde, dann könnte man sich daran im Prinzip nur zu Tode langweilen. Zuhause-Arbeit-Einkaufen-Freitzeitaktivität und dann erneut. Die Reichweite und Varianz des Menschen im Alltag ist äußerst gering. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Whatsapp oder anderen Messengern, ok, wahrt die Privatsphäre. Aber das meiste, was dort hin- und hergeschickt wird, ist sowieso einfach nur total belanglos.

Das ist aber nicht der Punkt. Es geht um das Prinzip und nicht, dass der Inhalt langweilig ist.
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Albert Einstein)

Offline ganter

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Re: Das kostbare Gut namens Datenschutz
« Antwort #18 am: 12. Januar 2022, 00:15:06 »
...

Übersensibilität gilt es aber auch zu vermeiden. Wen interessiert schon, welche 21 Leute am  28. November in einer Mainzer Gaststätte waren.

Prinzipiell niemand. Außer die Betreffenden geraten ins Visier der schlanden Ermittler.
Hier zum Bleistift
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-polizei-drogen-skandal-anklagen-festnahme-1.5484104

wer einen kostenpflichtigen spiegelaccount hat kann auch hier
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/polizei-affaere-in-muenchen-wie-ermittlungen-zur-kokain-connection-entgleisten-a-5fe2937e-ab46-4d1b-bac6-72d231c3ed45
weiterlesen
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

Offline simplemachine

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Re: Das kostbare Gut namens Datenschutz
« Antwort #19 am: 12. Januar 2022, 00:20:31 »
Prinzipiell niemand. Außer die Betreffenden geraten ins Visier der schlanden Ermittler.
Hier zum Bleistift

So what, hat doch gut funktioniert. Freiheit muss für Sicherheit eingeschränkt werden, so war es immer schon.

Offline Yossarian

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« Letzte Änderung: 12. Januar 2022, 09:01:23 von Yossarian »
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Offline Yossarian

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Re: Das kostbare Gut namens Datenschutz
« Antwort #21 am: 12. Januar 2022, 10:16:02 »
Wo wir gerade dabei sind:

Extremistenbeschluss von 1972 thematisiert

Zitat
Berlin: (hib/STO) Den „Extremistenbeschluss“ vom 28. Januar 1972 thematisiert die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (20/369). Danach sollten mit dem von den Regierungschefs von Bund und Ländern vor 50 Jahren beschlossenen sogenannten Radikalenerlass „Personen, die nicht die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten“, aus dem öffentlichen Dienst ferngehalten beziehungsweise entlassen werden.

Wissen will die Fraktion, in wie vielen Fällen seit 1972 bei den Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder Regel- oder Bedarfsabfragen zu Bewerbern und Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes gestellt wurden. Auch erkundigt sie sich danach, wie viele Überprüfungen einen Verdacht auf fehlende Verfassungstreue aufgrund einer „rechtsradikalen“ oder einer „linksradikalen Bestrebung“, Einstellung, Aktivität oder Mitgliedschaft ergaben. Ferner fragt sie unter anderem, in wie vielen Fällen seit 1972 Bewerber auf Grundlage der genannten Abfragen nicht in den Öffentlichen Dienst des Bundes oder der Länder eingestellt beziehungsweise Beschäftigte aus diesem entlassen wurden.
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