Autor Thema: Was mir wegen Corona auf den Keks geht  (Gelesen 54553 mal)

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Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1020 am: 12. November 2020, 11:43:43 »
Das hör ich nicht zum ersten Mal.

Das Geld, das erst vor ein paar Wochen großherzig verteilt wurde, wird jetzt wieder zurückgefordert. Mit fadenscheinigen Argumenten oder auch ganz ohne.

Da hilft nur der Gang zu Verwaltungsgericht.
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Offline PacPac

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1021 am: 13. November 2020, 11:00:05 »
Naja wenn es eben eine Grenze gibt, dann gilt die ob man jetzt 200€ drüber ist oder 2000€. Da kann man jetzt gerne Argumentieren, ist ja eh nicht so viel. Aber wenn ich es jetzt einmal durchgehen lasse, ist es Willkür. Und wenn ich es dem falschen durchgehen lasse, regen sich erst wieder alle auf.
Daher regt mich eigentlich schon mehr auf, dass da jeden Tag wieder irgendwelche Beschwerden kommen. Im Ernstfall trifft es eben sehr viele Menschen und dies eben auch nicht immer im gleichen Maße. Irgendwann muss ich aber selbst auch einen Ausweg suchen für mich und darf nicht warten bis das für mich entschieden wird oder ich eventuell irgendwann man vielleicht Hilfe bekomme.

Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1022 am: 13. November 2020, 11:44:55 »
Naja wenn es eben eine Grenze gibt, dann gilt die ob man jetzt 200€ drüber ist oder 2000€. Da kann man jetzt gerne Argumentieren, ist ja eh nicht so viel. Aber wenn ich es jetzt einmal durchgehen lasse, ist es Willkür.

Das ist nicht der Punkt.

Die Kohle wurde gießkannenartig verteilt, und keiner kannte wirklich die Kriterien. Das bedeutet, daß diejenigen, die Zuschüsse bekommen haben, darauf vertraut haben, daß ihnen das Geld auch zusteht. Wie hätten sie die Bewilligungsbescheide auch selbst überprüfen können?

Wenn jetzt plötzlich die Behörde kommt und die Kohle zurückhaben will, dann doch wohl nur, weil diese selbst im Bewilligungsverfahren Murks gebaut hat.
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Offline grashopper

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1023 am: 13. November 2020, 12:07:16 »
Das ist nicht der Punkt.

Die Kohle wurde gießkannenartig verteilt, und keiner kannte wirklich die Kriterien. Das bedeutet, daß diejenigen, die Zuschüsse bekommen haben, darauf vertraut haben, daß ihnen das Geld auch zusteht. Wie hätten sie die Bewilligungsbescheide auch selbst überprüfen können?

Wenn jetzt plötzlich die Behörde kommt und die Kohle zurückhaben will, dann doch wohl nur, weil diese selbst im Bewilligungsverfahren Murks gebaut hat.

Genauso ist es. Der Umsatz vom 4. Quartal 2019 stand ja schon fest beim Antrag.
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Offline DieFrau

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1024 am: 13. November 2020, 13:17:46 »
Wenn jetzt plötzlich die Behörde kommt und die Kohle zurückhaben will, dann doch wohl nur, weil diese selbst im Bewilligungsverfahren Murks gebaut hat.

Die Kohle heißt "Entschädigung". Nun ist die Frage, war der Begriff juristisch bedeutet.
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Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1025 am: 13. November 2020, 13:32:46 »
Nun ist die Frage, war der Begriff juristisch bedeutet.

Das ist in dem Zuammenhang doch völlig wurscht.

Ich unterstelle, daß bei Antragstellung korrekte Angaben gemacht wurden.

Sowohl das Antragsverfahren, als auch die Vergabekriterien waren völlig intransparent. Man hätte also als Empfänger der Kohle / Entschädigung / Weihnachtsgeschenke / beliebiger Begriff einfügen also nicht mal, wenn man es hätte wollen, nachprüfen können, ob die Behörde bei der Auszahlung einen Fehler gemacht hat.
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Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1026 am: 16. November 2020, 09:31:12 »
Der neue Maßnahmenkatalog erlaubt private Treffen nur noch mit vier zauberhaften Schwestern oder drei Männern und einem Baby oder zwei Himmelhunden auf dem Weg zur Hölle oder einem Mann, den sie Pferd nannten.
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Offline DieFrau

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1027 am: 16. November 2020, 09:34:27 »
Diese lächerliche halben Sachen.
Sie sollen einmal komplett dicht machen und gut ist. Schrecken ohne Ende  :.)
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Offline phoenix

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1028 am: 16. November 2020, 09:58:14 »
Diese lächerliche halben Sachen.
Sie sollen einmal komplett dicht machen und gut ist. Schrecken ohne Ende  :.)
Die haben doch echt schon viel zu lange gewartet mit dem nur "Teil-Lockdown".
Wieso auf 20.000  Infektionen warten, das habe ich eh nicht verstanden.


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Offline simplemachine

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1029 am: 16. November 2020, 19:40:03 »
Die haben doch echt schon viel zu lange gewartet mit dem nur "Teil-Lockdown".
Wieso auf 20.000  Infektionen warten, das habe ich eh nicht verstanden.

Weil selbst der Lockdown light 10 - 20 Milliarden nur für 1 Monat kostet.

Offline phoenix

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1030 am: 16. November 2020, 19:46:08 »
Weil selbst der Lockdown light 10 - 20 Milliarden nur für 1 Monat kostet.

Wie gut, das Krankenhauspersonal, Krankenhausbetriebsmittel,Medizin und Bestattungskosten und das Ganze drumherum kostenlos sind...
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Online Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1031 am: 16. November 2020, 20:54:16 »
Wie gut, das Krankenhauspersonal, Krankenhausbetriebsmittel,Medizin und Bestattungskosten und das Ganze drumherum kostenlos sind...

Tatsächlich wesentlich billiger. Die Leute vergessen bei dieser Betrachtung, daß Kosten-Nutzen in der Medizin schon immer eine Rolle spielt - und nicht nur da, aber bei Corona soll das plötzlich nicht mehr gelten. Man sollte sich mal hier einlesen: Qualitätskorrigiertes Lebensjahr

Oder mal plakativer: Wenn man einem 35jährigen die berufliche Existenz zerstört, hat man u.U. mehr Schaden angerichtet als wenn ein 85jähriger wegen Corona 2 Jahre früher stirbt. Da kann man nun den moralisch Empörten machen, aber jemand muß das entscheiden. Momentan geht es in Richtung Infektionsschutz, weil ein belegtes Krankenhausbett in den Medien mehr Eindruck macht als ein Antrag auf Insolvenz.

Und man sollte nicht so tun als stünde diese Entscheidung nicht an oder als könnte man sie beliebig mit Geld lösen.

Und das sind nur die Folgen bei uns. Wir wissen jetzt schon, daß weltweit wesentlich mehr Menschen an ausbleibenden Impfungen sterben werden, daß mehr Menschen Analphabeten bleiben und daß in Entwicklungsländern wegen Armut größer wird. Das ist aber eben auch alles viel abstrakter als das belegte Krankenhausbett und weiter weg.
« Letzte Änderung: 16. November 2020, 20:57:21 von Araxes »

Offline phoenix

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1032 am: 16. November 2020, 21:05:55 »
Tatsächlich wesentlich billiger. Die Leute vergessen bei dieser Betrachtung, daß Kosten-Nutzen in der Medizin schon immer eine Rolle spielt - und nicht nur da, aber bei Corona soll das plötzlich nicht mehr gelten. Man sollte sich mal hier einlesen: Qualitätskorrigiertes Lebensjahr
Wenn man einem 35jährigen die berufliche Existenz zerstört, 

Die berufliche Existenz zerstört man ggf auch, wenn er anstatt 4 Wochen im Lockdown stattdessen monatelang im Krankenhaus an der Beatmungsmaschine liegt. Chronische Langezeitschäden können auch nicht umsonst therapiert werden.
« Letzte Änderung: 16. November 2020, 21:09:25 von phoenix »
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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1033 am: 17. November 2020, 01:34:37 »
Oder mal plakativer: Wenn man einem 35jährigen die berufliche Existenz zerstört, hat man u.U. mehr Schaden angerichtet als wenn ein 85jähriger wegen Corona 2 Jahre früher stirbt. Da kann man nun den moralisch Empörten machen, aber jemand muß das entscheiden.

Das konkurriert doch aktuell in D überhaupt nicht. Die Krankenversicherungssysteme können die Behandlungkosten von Corona-Patienten mühelos schultern, zumal andere klinische Behandlungen und Eingriffe zur Zeit vielfach aufgeschoben werden. Und was heißt denn "berufliche Existenz zerstört", dasselbe sagen die ausgewanderten Cafebetreiber auf Ballermann auch, als hätten sie ein Daueranrecht darauf, dass ihr Erwerbsmodell in allen Lebenslagen gut läuft. Für den exemplarisch angeführten 35-jährigen werden sich jedenfalls sicher noch eine andere Erwerbstätigkeiten finden lassen.

Online Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1034 am: 17. November 2020, 13:29:31 »
Die berufliche Existenz zerstört man ggf auch, wenn er anstatt 4 Wochen im Lockdown stattdessen monatelang im Krankenhaus an der Beatmungsmaschine liegt. Chronische Langezeitschäden können auch nicht umsonst therapiert werden.

Die Zahlen sind aber sehr unterschiedlich. Es gibt viel mehr Insolvenzen als Beatmungsfälle. Man muß sowas schon richtig vergleichen. Abgesehen davon kann das Geschäft vielleicht auch dann offen bleiben, wenn der Besitzer im Krankenhaus ist. Aber wie gesagt: das Beispiel ist falsch konstruiert. Die Intensivfälle gibt es vor allem bei Rentnern.

Am Ende führt das immer wieder dahin, daß die Lasten viel zu ungleich verteilt sind. Rentner bekommen +4% Rente und Jüngere kriegen Arbeitslosigkeit oder Insolvenz und dazu noch die Staatsschulden für die Zukunft. Die Diskussion muß geführt werden.