Autor Thema: Kampf um Liebe?  (Gelesen 1516 mal)

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Offline Mattieu

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #30 am: 26. November 2020, 10:48:31 »
Denn in völlig intakte Beziehungen kann man gar nicht "einbrechen", weil es keine geeignete Resonanz von irgendwem gibt.

Ich sehe das theoretisch auch so. Aber der Realist in mir möchte ergänzen, dass völlig intakte Beziehungen Utopie sind.
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline Mattieu

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #31 am: 26. November 2020, 10:51:14 »
Warum muß man sich partout jemanden rauspicken, der gebunden ist?

Weil der den Alltags-Scheiß einer Beziehung nicht bei mir ablädt.
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline Yossarian

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #32 am: 26. November 2020, 20:41:30 »
Klingt, wie ein weiterer Programmsatz aus dem Gutmenschenknigge.

Oder aus den 10 Geboten. War da nicht irgendwas mit Deines nächsten Weib und so? Nach welcher Maxime lebst Du eigentlich, Du komischer Christ?
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

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Offline simplemachine

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #33 am: 26. November 2020, 20:51:19 »
Man sieht von außen nicht, wie intakt eine Beziehung ist. Um das herauszufinden, muß man den Versuch unternehmen, in die Beziehung einzudringen.

Mit welcher konkreten Handlung erreicht ein Mann denn überhaupt das Stadium des moralisch verwerflichen "Versuchs in die Beziehung einzudringen". Es ist ja nun nicht so, dass man sich heutzutage Frauen im Alltag ohne zu fragen über die Schulter und sogleich ins nächste freie Bett werfen könnte. Da gehen eine Menge erwiderter Signale erstmal voraus und die spielen sich schon "außen" ab. Völlig einseitige moralische Modelle, in denen Frauen die Eigenverantwortung für ihr Handeln abgesprochen wird, sind mir ohnehin suspekt. Denn dass eine Frau sich irgendwem quasi willenlos im Rausch der Gefühle hingegeben hätte, ist der Stoff, aus dem die Kitschromane sind. Normal wird eine Frau es schon hinkriegen, mitzuentscheiden, mit wem sie in der Kiste landet und dann gibt es auch Gründe, die in ihrer Sphäre zu verorten sind. 

Offline grashopper

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #34 am: 26. November 2020, 21:10:44 »
Mit welcher konkreten Handlung erreicht ein Mann denn überhaupt das Stadium des moralisch verwerflichen "Versuchs in die Beziehung einzudringen". Es ist ja nun nicht so, dass man sich heutzutage Frauen im Alltag ohne zu fragen über die Schulter und sogleich ins nächste freie Bett werfen könnte. Da gehen eine Menge erwiderter Signale erstmal voraus und die spielen sich schon "außen" ab. Völlig einseitige moralische Modelle, in denen Frauen die Eigenverantwortung für ihr Handeln abgesprochen wird, sind mir ohnehin suspekt. Denn dass eine Frau sich irgendwem quasi willenlos im Rausch der Gefühle hingegeben hätte, ist der Stoff, aus dem die Kitschromane sind. Normal wird eine Frau es schon hinkriegen, mitzuentscheiden, mit wem sie in der Kiste landet und dann gibt es auch Gründe, die in ihrer Sphäre zu verorten sind.

Stimmt, Simple.Da muss ich Dir Recht geben. Mit dem Zweck von "gemeinsam in der Kiste landen" besteht noch keine Beziehung Und es geht wohl oft schief bzw. scheitert. Ob es nun an Frau oder Mann liegt, und diese sagen "Nö, passt mir nicht". Weil dies und das dann wieder nicht den eigenen Ansprüchen gefällt.

Ist eben so.
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Offline Yossarian

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #35 am: 26. November 2020, 21:57:50 »
Mit welcher konkreten Handlung erreicht ein Mann denn überhaupt das Stadium des moralisch verwerflichen "Versuchs in die Beziehung einzudringen".

Mit der, daß er eine Frau anbaggert, von der er weiß, daß sie ineiner Beziehung ist, Herr Christ.
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Offline Nikibo

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #36 am: 26. November 2020, 22:16:26 »
Dass ich das noch erleben darf - eine Aussage von Simple, die meiner Meinung entspricht  :evil ;D .
Das sollte Dir ernsthaft zu denken geben  :evil

Genauso sehe ich das auch.
Ich weiß. Der, soweit ich das bis heute sagen kann, der einzige Punkt, in dem wir uns ab "irgendwann" nicht einig waren.




Doch, ich halte es für ein Tabu. Zumindest sollte es eines sein. Wenn man nicht glücklich ist in seiner Beziehung kann man sich trennen. Wozu braucht es denn ein Sprungbrett in Form eines neuen Partners?
Ist es nicht auch eine Binsenweisheit, dass diese neuen Bindungen meistens nicht lange halten? Warum wohl? Vertrauen, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit - das sind doch die Verhaltensweisen/Eigenschaften, die man sich immer von einem Partner wünscht. Und die bringt der Fremdgeher mit? Halte ich für naives Wunschdenken.


Es kann gut gehen, ja. Aber ich halte das für selten.




Zum Threadtitel:
Drama pur. Zuviel Konsalik gelesen, was? Im Eröffnungstext ist nicht mal von Gefühlen die Rede. Aber so sind sie, die Narzissten. Immer auffallen, immer im Mittelpunkt stehen.


Das Mädel sollte rennen.




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Offline grashopper

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #37 am: 27. November 2020, 00:51:19 »
Stimmt schon, Ibo. Der Titel "Kampf um Liebe" hat was Konsalisches. Gerade bei einem Narissten.

Ich muss zugeben, dass ich auch mal vor zig Jahren in eine Beziehung "getreten" bin.
Aber nicht von mir aus gedrängt, sondern von ihm aus.

Er wollte sogar seine Familie verlassen, weil ihn seine Frau nervte. Ich bekam da schon etwas Angst, weil er schon ein Hallodri war und wahrscheinlich immer noch ist. Weiß ich nicht, aber wir sind nicht im Bösen auseinander gegangen und hatten danach noch virtuellen Kontakt. Ich weiß selbst nicht, wieso mein Verstand und die Moral mich damals verlassen hat.

Es war Job-Verlust angesagt. Sowie Jobsuche, die erfolgreich war, aber mit deutlich örtlichen Umzug vom Norden nach Südwesten.
Und seine Frau wie Kinder waren sofort bereit, mirzuziehen.
Das hat ihm wohl wieder bewusst gemacht, was er hat.

Bis heute. Wir sind noch immer in Kontakt, aber eben fteundschaftlisch. Aber auf sowas nochmal einlassen würde ich mich nicht. Bin jetzt sowieso fernab von Gut und Böse😎

Keinen Bock mehr auf Beziehumgsgedöns.
"draußen nur Kännchen" - Bodo

Offline simplemachine

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #38 am: 27. November 2020, 02:26:21 »
Wenn man nicht glücklich ist in seiner Beziehung kann man sich trennen. Wozu braucht es denn ein Sprungbrett in Form eines neuen Partners?

Weil man nicht unbedingt gerne ins Nichts kündigt. Viele können einfach nicht - auch nicht übergangsweise - alleine sein, zudem bestehen inbes. bei Frauen häufig starke wirtschaftliche Abhängigkeiten. Dann wird es in der Beziehung eben so gemacht, wie bei einer unliebsamen Arbeitsstelle, man bewirbt sich im Hintergrund und wechselt, wenn man woanders eine belastbare Zusage hat, statt ggf. erstmal mit Hartz IV ein eine Minibude zu ziehen und im Übrigen emotional erstmal ganz ohne was dazustehen. 


Ist es nicht auch eine Binsenweisheit, dass diese neuen Bindungen meistens nicht lange halten?

Das ist ja auch gar nicht unbedingt bei jedem in jedem Lebensabschnitt der Anspruch. Nicht jede Beziehung gründet sich auf dem Maximalanspruch dauerhaften harmonischen Zusammenseins. Viele wollen nach Jahren und Jahrzehnten einer emotionslos gewordenen Beziehung oder Ehe einfach erstmal wieder richtig was erleben und fühlen. Wenns dann für ein paar Monate oder 1 Jahr zwar flüchtig, aber intensiv war, mag das ja durchaus den Zwischenstopp für die nächste unspektakulärere, aber längerfristige Beziehung bilden.

Offline maxim

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #39 am: 27. November 2020, 08:49:53 »
Mit der, daß er eine Frau anbaggert, von der er weiß, daß sie ineiner Beziehung ist, Herr Christ.
In der Bibel steht kein Wort über Beziehungen.
Es geht lediglich um das Begehren des Weibes deines Nächsten.  Das kann man nun verschieden deuten.
Erstens könnte damit die eheliche Verbindung (Besitzanspruch!) gemeint sein.
Zweitens ist damit das Begehren des Weibes eines Fremden nicht ausgeschlossen.


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Offline Yossarian

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #40 am: 27. November 2020, 08:54:12 »
Es geht lediglich um das Begehren des Weibes deines Nächsten.  Das kann man nun verschieden deuten.

Kann man das?

Zitat
Erstens könnte damit die eheliche Verbindung (Besitzanspruch!) gemeint sein.

Ich gehe davon aus, daß das und nichts anderes gemeint ist.

Zitat
Zweitens ist damit das Begehren des Weibes eines Fremden nicht ausgeschlossen.

Hört, hört! Gewagte These.
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Offline maxim

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #41 am: 27. November 2020, 18:11:50 »
Ich gehe davon aus, daß das und nichts anderes gemeint ist.
Dann ist folglich das, was man 'Beziehung' nennt, von dem Gebot befreit.   

Davon abgesehen, leuchtet es nicht ein, warum die 'Beziehung' unantastbar sein sollte. Etwa weil sich jemand verletzt fühlen würde ?
Kaum. Wenn jemand den warmen Wechsel präferiert, ist es für den Verlassenen einfacher sich damit abzufinden.

Zitat
Hört, hört! Gewagte These.

Nichts dergleichen. Eine simple Schlußfolgerung, denn es heißt ja 'das Weib deines Nächsten' und nicht 'das Weib eines Anderen'.
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Offline nigel48

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #42 am: 27. November 2020, 23:59:49 »
wenn eine/r charakterlos ist, nützen diese wortklaubereien nichts.
fremde paare sind tabu für aktive bewerbung von aussen,
wer die hände voll hat, dem hält man die tür auf,
fällt jemand hin, hilft man ihm hoch, (statt zu fotografieren).
usw.
aber : be a gentle man, kapieren affenhirne nicht.
Man fährt an den See, um zu schwimmen - nicht wegen der Mücken, oder? - Lemmy Kilminster

Offline simplemachine

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #43 am: 28. November 2020, 01:37:21 »
Kann man das?

Auf schlüssige Aussagesätze des Vorposters nur rhetorische Fragen zu bringen, obwohl gerade im Vorbeitrag exakt die Antwort schon geliefert wurde, wirkt irgendwie doch etwas unbeholfen und bringt argumentativ auch nichts voran. Derartige "Ist das wirklich so" - Fragen lassen doch vielmehr ein Bild des selbst in der Sache offenbar meinungsmäßig unorientierten Zweiflers zurück.

Offline Nikibo

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Re: Kampf um Liebe?
« Antwort #44 am: 28. November 2020, 02:31:32 »
Weil man nicht unbedingt gerne ins Nichts kündigt. Viele können einfach nicht - auch nicht übergangsweise - alleine sein,
Keine gute Voraussetzung für irgendeine Beziehung. Wer mit sich selbst nicht allein sein kann, ist (meine ganz persönliche Meinung) nicht sehr tauglich für eine Beziehung, zumindest aber eine Belastung für den Partner.

Das ist ja auch gar nicht unbedingt bei jedem in jedem Lebensabschnitt der Anspruch. Nicht jede Beziehung gründet sich auf dem Maximalanspruch dauerhaften harmonischen Zusammenseins. Viele wollen nach Jahren und Jahrzehnten einer emotionslos gewordenen Beziehung oder Ehe einfach erstmal wieder richtig was erleben und fühlen. Wenns dann für ein paar Monate oder 1 Jahr zwar flüchtig, aber intensiv war, mag das ja durchaus den Zwischenstopp für die nächste unspektakulärere, aber längerfristige Beziehung bilden.
Und für den Kick zerstört man eine Beziehung? Was, wenn Kinder daran hängen? Wie verantwortungslos!

Wenn man schon das Objekt der Begierde aus einer Beziehung reißen will, sollte man wenigstens den Anspruch an sich selbst haben, das um einer dauerhaften Beziehung willens zu tun. Alles andere ist Vögelei um jeden Preis, egal, welche Opfer den Weg säumen.

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