Autor Thema: Warum ist alles so kompliziert.  (Gelesen 2972 mal)

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Offline maxim

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #30 am: 04. April 2017, 01:15:13 »
Wenn man die Aussicht auf ewige Unterhaltszahlungen an die Ex hat, drückt das ganz schön aufs Gemüt. Deine Möglichkeiten in der neuen Lebensphase sind arg begrenzt. Pommesbude statt guten restaurants, billige Weine, cafe im AWO cafe statt Rheinterassen, keine Teilhabe am kulturellen Leben trotz stressigem fulltime Job. Aussteigen aus der Mühle kam für mich nicht infrage - Kinder müssten im Asi-Stadtteil leben, verwahrloste Schulen besuchen mit Ghetto-Kids abhängen, kein Start, den man sich seinen Kindern wünscht. Und die neue Beziehung wird unter diesen Bedingungen bald die Puste ausgehen.
Man kann damit klarkommen, wenn die Partnerin unter Depressionen leidet. Entzieh dich diesen depressiven Attacken, geh arbeiten, joggen in die Kneipe oder ins Hotel.


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Offline Yossarian

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #31 am: 04. April 2017, 08:42:13 »
Du hast nur dieses eine Leben.

Das kann man in solchen Situationen nicht oft genug betonen.

Zitat
Materielle Dinge sind nicht wirklich wichtig, sie sind vergänglich und deshalb letztendlich bedeutungslos.

Völlig richtig, doch grau, mein Freund, ist alle Theorie. Bis diese Erkenntnis wirklich ankommt - wenn überhaupt - ist es ein langer Weg.

Zitat
Du wirst wahrscheinlich alles verlieren - Haus, Geld, Freunde und Verwandte.

Das halte ich für ein bißchen überzogen.

Zitat
Im Falle einer Scheidung wird man dir lebenslängliche Unterhaltspflicht für die Ex-Frau verpassen

Wenn sie psychisch krank ist, steht das zu befürchten.

Zitat
sichere dir wenigstend die Kinder. Die Chancen stehen nicht schlecht, da deine Frau krank ist und kaum mit sich selbst fertig werden wird. Wie soll sie sich da noch um zwei kleine Kinder kümmern? Sichere dir das Aufenthatsbestimmungsrecht und die Alleinsorge für die Kinder, und richte dir ein Leben ein in relativer Armut. Und sei deinen Kindern ein Vater, denn du hast nur diese eine Chance. Gibst du sie weg oder läßt du sie bei der Mutter, weil sie evtl. deinem neuen Glück im Wege stehen könnten, wirst du sie verlieren.

Dies hat erste Priorität.

Amen.

Zitat
Wenn deine (wie heißt sie eigentlich?) Liebe dieses Leben mit dir teilen will, ist sie willkommen. Wenn nicht, dann eben nicht.

So und nicht anders!

Zitat
Deutsche Familienrichter wägen nicht ab, sie entscheiden zugunsten der Frau und Mutter, auch wenn am Ende nur noch Sozialleistungsempfänger übrig bleiben. Das ist denen völlig egal.

Das ist so nicht (mehr) richtig. Im Familienrecht hat sich in den letzten paar Jahren einiges getan, insbesondere in den Köpfen der Richter(innen). Dennoch wird er der Unterhaltspflicht für eine psychisch Kranke höchstwahrscheinlich nicht entrinnen könne.

Zitat
Wenn dein Leben also, vom materiellen Aspekt her, bis auf Weiteres gelaufen ist, dann macht das Hamsterrad einfach keinen Sinn mehr. Den hiesigen Ureinwohnern sagt man folgende Lebensweisheit nach: "Wenn du merkst, daß du ein totes Pferd reitest, dann steig ab".
Fahr alles an die Wand, dreh den Spieß um und werde Vollzeit-Familienmanager.

Yep.
« Letzte Änderung: 04. April 2017, 09:08:59 von Yossarian »
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Offline Johnbob

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #32 am: 04. April 2017, 09:23:55 »
Die Seite Trennungsfaq.de ist eine echte Klatsche ins Gesicht für jeden Unterhaltszahler, aber leider wahr.
Jedoch rate ich jedem nur darin zu lesen, wenn ein Rechtsstreit unausweichlich ist und man nicht mehr weiß wo vorn und hinten ist.

Man wird nicht alles verlieren. Freunde werden "aussortiert", es bleiben die, die es wert sind. Muss nicht umbedingt was schlechtes sein.
Haus wird weg sein, Geld zum Großteil auch. Man wird dich so weit ausnehmen, bis dir der Mindestsatz bleibt.
Erstmal wirst du wohl ein Jahr Trennungsunterhalt bezahlen, das ist nicht wenig. Schau, dass die Kinder bei dir bleiben, so hast du was von deinen Kindern und ich fände es unverantwortlich wenn man sich einfach aus dem Staub macht.
Deine Chance die Kinder bei dir zu halten sind in deinem Falle recht hoch.
Der Unterhalt für zwei Kinder bleibt dir dann erspart. Den müsstest du "eigentlich" von der Mutter bekommen. Wie das mit ihrer Krankheit ausschaut, weiß ich nicht.
Die Ehefrau wird wohl in Zukunft von ihrer Mutter versorgt, du kannst davon ausgehen, dass ihre Eltern sicher die "Interessen" ihrer Tochter vertreten und da ein Auge drauf haben das Geld für sie reinkommt.
Wie ist das Verhältnis zu den Schwiegereltern?
Wenn du glaubst es wär nicht schwer, kommt von irgendwo ein Lump daher.

Offline Yossarian

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #33 am: 04. April 2017, 09:31:44 »
Wenn man die Aussicht auf ewige Unterhaltszahlungen an die Ex hat, drückt das ganz schön aufs Gemüt. Deine Möglichkeiten in der neuen Lebensphase sind arg begrenzt. Pommesbude statt guten restaurants, billige Weine, cafe im AWO cafe statt Rheinterassen, keine Teilhabe am kulturellen Leben trotz stressigem fulltime Job.

Das ist alles machbar, wenn man nicht allzu sehr fixiert ist aufs Materielle.

Zitat
Aussteigen aus der Mühle kam für mich nicht infrage - Kinder müssten im Asi-Stadtteil leben, verwahrloste Schulen besuchen mit Ghetto-Kids abhängen

Das sehe ich nicht. Es bedarf allerdings einer gewissen Planung, damit man nicht irgendwann vom Sozialamt in so eine Gegens hineingesteckt wird.

Zitat
Man kann damit klarkommen, wenn die Partnerin unter Depressionen leidet. Entzieh dich diesen depressiven Attacken, geh arbeiten, joggen in die Kneipe oder ins Hotel.

Das kann man nicht pauschal sagen, Depression ist nicht Depression, und wenn tatsächlich noch was aus der Autismus- / Aspergerecke dazukommt, kann es richtig hart werden.

Mein Vater war depressiv. Wenn der seine "Anfälle" hatte, konnte man das mit einiger Übung ignorieren und ihm aus dem Weg gehen. Meine Großmutter mütterlicherseits war auch depressiv. Sie gehörte allerdings zu der Sorte, die DieFrau beschrieben hat: Ichbezogen, fordernd, egoistisch. Sie war ein wandelndes schwarzes Loch, das ihrer nächsten Umgebung gnadenlos jegliche Energie ausgesaugt hat und den menschen, die sich um sie gekümmert haben, zum Dank noch eine aufs Maul gegeben hat. Bei aller Depression verstand sie es glänzend, sich in Szene zu setzen und ihre Mitmenschen gegeneinander auszuspielen. Mein Großvater hat sich dann folgerichtig auch irgendwann suizidiert. Solche Menschen kann man nur fliehen, die kann man auf Dauer nicht aushalten, ohne ernsthaften Schaden an der eigenen Gesundheit zu nehmen.
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Offline Yossarian

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #34 am: 04. April 2017, 09:33:48 »
Freunde werden "aussortiert", es bleiben die, die es wert sind. Muss nicht umbedingt was schlechtes sein.

Eben. Im Grunde das Beste, was einem passieren kann.

Zitat
Der Unterhalt für zwei Kinder bleibt dir dann erspart. Den müsstest du "eigentlich" von der Mutter bekommen.

Exakt. Ein Pfund, mit dem man im Scheidungskrieg wuchern kann.
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Offline Conte Palmieri

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #35 am: 04. April 2017, 10:05:30 »
... schlechtes Gewissen habe ich  genug gehabt. Ist komischerweise jetzt nicht mehr vorhanden  :o
Dann hast Du Dich  offenbar bereits entschieden.

Zitat
Ändert aber auch mein anderes Problem nicht. Ich weiss nicht was ich jetzt mit meiner Freundin machen soll. Habe echt Angst sie zu verlieren (bin ich ein Arsch?)
Wenn ich das jetzt richtig begriffen habe, ist es höchste Zeit, ihr Deine Entscheidung auch zu vermitteln.

Und ja, Du bist ein Arsch. Das Gefühl kenne ich. Das muss aber nicht in lebenslange Bußübungen ausarten. ("ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert..."

Offline Yossarian

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #36 am: 04. April 2017, 10:14:03 »
Und ja, Du bist ein Arsch. Das Gefühl kenne ich.

Man wird sich immer so fühlen, weil man glaubt, daß man jemanden Kranken "im Stich läßt".[/quote]

Zitat
Das muss aber nicht in lebenslange Bußübungen ausarten.

Die nebenbei bemerkt an der Situation als solcher auch nichts ändern könnten.
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Offline DieFrau

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #37 am: 04. April 2017, 10:30:11 »
Man wird sich immer so fühlen, weil man glaubt, daß man jemanden Kranken "im Stich läßt".

Die nebenbei bemerkt an der Situation als solcher auch nichts ändern könnten.

Das musste ich meine Freundin zwei Jahre lang täglich neu beibringen, weil Die Sorte kranke eifrig versuchen ihre Umgebung/ Mitmenschen zu manipulieren. Also wachsam bleiben und auf dich und die Kinder konzentrieren.
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline Conte Palmieri

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #38 am: 04. April 2017, 10:35:55 »
Was die Kranken tun, tun sie häufig aus Hilflosigkeit und Verzwiflung. Den Kranken irgendwelche Charakterfehler ("Manipulation") unterzujubeln, um mit dem eigenen Arsch-Sein besser klarzukommen, bringt auch nicht.

Das Leben bietet nicht immer die Option, zu überleben und gleichzeitig gut zu sein.

Offline Yossarian

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #39 am: 04. April 2017, 10:56:25 »
Was die Kranken tun, tun sie häufig aus Hilflosigkeit und Verzwiflung.

Meistens  ja, manchmal nein. Gerade in meinem Umfeld habe ich mehrere Depressive erleben dürfen, die sich in ihrer Depression sehr bequem eingerichtet hatten und sehr geschickt manipulieren konnten, um sich ihre Komfortzone zu erhalten, manchmal - siehe meine Großmutter - sind sie dabei über Leichen gegangen.

Zitat
Den Kranken irgendwelche Charakterfehler ("Manipulation") unterzujubeln, um mit dem eigenen Arsch-Sein besser klarzukommen, bringt auch nicht.

Da vermischst Du Dinge, die nicht zusammengehören.

Ein Verhalten hat, um mal wie ein Strafrechtler zu argumentieren, einen objektiven und einen subjektiven Teil.

Ein manipulierendes Verhalten als solches kann man durchaus objektiv feststellen.

Ob der / die Manipulierende dabei einen behebbaren Charakterfehler (was immer das sein mag) auslebt und somit "Schuld" auf sich lädt, oder ob er aus "Hilflosigkeit oder Verzweiflung" so handelt, gehört zum subjektiven Teil seines Handelns.

Im ersteren Fall funktioniert das auf Dauer nur, wenn der / die Depressive genug Co-Depressive um sich herumscharen kann. Der Vergleich mit Co-Alkoholikern ist durchaus so gewollt.

Zitat
Das Leben bietet nicht immer die Option, zu überleben und gleichzeitig gut zu sein.

Ein gesunder Selbstschutz macht einen nicht "schlecht". Wenn man sich einer Situation entzieht, die man nicht mehr aushalten kann, wird man nicht automatisch zum Arsch.
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Offline Conte Palmieri

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #40 am: 04. April 2017, 11:27:42 »
Mit der  "Sicht des Strafrechtlers" kannst Du niemandem seine Gewissensnot ausreden, Die bleibt, und mann muss damit leben. Aber das ist nicht zu vermeiden.
Die für solche Fälle zuständige Literaturgattung heißt "Tragödie".

Offline Yossarian

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #41 am: 04. April 2017, 11:55:58 »
Mit der  "Sicht des Strafrechtlers" kannst Du niemandem seine Gewissensnot ausreden, Die bleibt, und mann muss damit leben.


Mal drüber nachgedacht, daß die Gewissensnot ab einem bestimmten Punkt ebenfalls pathologischen Charakter annimmt? Da kann man sich dann richtig drin suhlen. Und einen Sachverhalt in einen objektiven und einen subjektiven Teil aufzudröseln, hilft oft ungemein bei der Bewältigung von echten und eingebildeten Gewissensnöten.

Meine Großmutter hatte es nach dem notwendigen Bruch binnen kurzer Zeit geschafft, das ganze Dorf gegen uns aufzubringen, weil wir (meine Eltern und ich) ja die bösen Drecksäcke waren, die die arme, kranke Frau im Stich gelassen hatten. Trotzdem war mir der jahrelange Spießrutenlauf immer noch lieber, als wenn meine Mutter und der Rest der Familie der miesen Ratte weiter den Büttel gemacht hätte.

Zitat
Die für solche Fälle zuständige Literaturgattung heißt "Tragödie".

Eher Hedwig Courths-Mahler  :.)
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Offline maxim

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #42 am: 04. April 2017, 13:18:48 »
Das ist alles machbar, wenn man nicht allzu sehr fixiert ist aufs Materielle.
Das Materielle würd ich mal nicht unterschätzen. Kennst du einmal nen guten Tropfen, wirst du dich nicht mit dem für 2,99 zufrieden geben.

Zitat
Das sehe ich nicht. Es bedarf allerdings einer gewissen Planung, damit man nicht irgendwann vom Sozialamt in so eine Gegens hineingesteckt wird.
Die schicken einen nirgends. Das passiert ganz organisch, wenn man mit kleinem Beutel loszieht für 'ne Wohnung.

Zitat
Das kann man nicht pauschal sagen, Depression ist nicht Depression, und wenn tatsächlich noch was aus der Autismus- / Aspergerecke dazukommt, kann es richtig hart werden.
Die Art von Depression, wo sie tagelang an die Wand starrt, ist sicher relativ pflegeleicht. Ich kenne auch die hard core Version mit Anschreien, verbal Abwerten, Fordern  etc. Da kann man sich auch entziehen. Wenn's losgeht, Abstand nehmen. Nur keine Diskussionen.
Im Übrigen sind praktisch alle Frauen depressiv. Weil sie keine Kinder haben. Weil sie Kinder haben. Weil sie keinen Partner haben. Weil sie einen Partner haben. Meine erste Frau war beruflich erfolgreich, kinderlos, hat sich kreativ verwirklicht, verfiel aber in unregelmäßigen Abständen in eine Art Starre, wo sie dann tatsächlich die Wand tagelang anstarrte. Konnte ich eigentlich mit leben.




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Offline DieFrau

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #43 am: 04. April 2017, 13:44:03 »
Was die Kranken tun, tun sie häufig aus Hilflosigkeit und Verzwiflung.

Nicht alle und nicht immer.

Zitat
Den Kranken irgendwelche Charakterfehler ("Manipulation") unterzujubeln, um mit dem eigenen Arsch-Sein besser klarzukommen, bringt auch nicht.

Manipulation ist der gemeinsamer Nenner der Depressiven, Narzisten, Bordeliner,....etc. pp. ein der vielen Überlebungsmechanismen, die auf Kosten ihrer Mitmenchen betreiben. Es ist ein Fakt und kein Vorwurf oder Abwertung, wie Yossis sagte, es gewährt ihnen das Verharren in ihrer gemütliche Ecke, verantwortungslos auf andere zu trampeln denn die armen sind ja "krank"
Ebenso gibt es immer welche die das mit sich machen lassen, ich auf jeden Fall nicht (nicht mehr!) und weil ich weiss wie bitter die Erfahrung ist, werde diejenigen helfen, die alleine nicht raus können.

Zitat
Das Leben bietet nicht immer die Option, zu überleben und gleichzeitig gut zu sein.
Aha, wie typisch  :.)

Aber ist auch gut, das gilt genauso für Austeiger, die müssen auch überleben.

« Letzte Änderung: 04. April 2017, 13:46:42 von DieFrau »
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline Conte Palmieri

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Re: Warum ist alles so kompliziert.
« Antwort #44 am: 04. April 2017, 15:02:15 »
Wer glaubt, die Ecke der depressiven wäre "gemütlich", hat wirklich keine Ahnung.