Autor Thema: Weird Scenes Inside a Law Firm  (Gelesen 233136 mal)

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Offline nigel48

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2295 am: 07. Dezember 2019, 08:57:34 »
klingt evtl nach "früher war alles beser" ist aber nicht so gemeint.
die unsitte , dir freitags mist vor die füße zu kübeln und dann erstmal weg zu sein hat zugenommen.
am liebsten voe richtig langen wochenenden. oder 23.12. und dann bis 15.1. in urlaub.

briefe oder mails mit der bitte um sofortige rückmeldung. du meldest dich per tel., mail oder persönlich und der /die ****** ist mindestenst 14 tage im urlaub.

die direktwahl-tel-nr ist zentrale oder call-center und nach 30 minuten gräßlicher mugge und laber-schleife legt man wieder auf.

dann sitzte da mit wut im bauch und vekneiffst dir gersde so, die katze durchs zimmer zu kicken.

diese verarsche nimmt jahrlch zu.

und -überwiegend- trullas, die ab 12 feieraben haben und morgen ihren freien tag. und wenn du sie mal erwischt , haben sie keine ahnung, worum es geht, müssen erst die akte suchen und rufen in 15 min zurück. wenn du dann nach 30 minuten wieder anrufst, sind sie gerade nicht am platz. und am morgen im urlaub/fortbildung.. - eigentlich brauchst du nur einen antrag oder ein formblatt, die koll. am tel kann dir das nich schicken, weil nicht ihr fall oder nicht ihr bereich.
jugendamt, job-center, kk, versicherung.
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Offline Yossarian

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2296 am: 09. Dezember 2019, 08:43:06 »
Horrornachricht am Montagmorgen!

Ich betrete das Büro, und auf der Küchentheke liegt ein Zettel der Putzfrau: Kein Klopapier und keine Papiertücher!

Ich denke, ich sollte jetzt wieder nach Hause gehen und erst morgen, sicherheitshalber erst nächste Woche oder gar nächstes Jahr wiederkommen.  :evil
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2297 am: 17. Dezember 2019, 13:10:49 »
Eine Schlägerei unter Nachbarn wegen einer zum x-ten mal zugeparkten Garage. Man verklagt sich auf Schmerzensgeld und Schadenersatz. Wechselseitige Strafanzeigen haben nichts gebracht; in beiden Fällen hat die Staatsanwaltschaft die Anzeigeerstatter auf den Privatklageweg verwiesen, man empfand das Nichtausüben des staatlichen Strafmonopols da wohl nicht als "Verlust im Recht".

Heute Beweisaufnahme: Ehefrau Partei 1, langjährige Lebensgefährtin Partei 2, weiterer Nachbar, der erst durch das Geschrei der Weiber auf die Sache aufmerksam wurde und deshalb nicht so viel mitbekommen hat, wie die Parteien sich das erhofft hatten.

Ehefrau Partei 1: Etwas einfach strukturiert, deshalb nicht sehr eloquent, aber in ihrer Unvollkommenheit absolut glaubwürdig.

Langjährige Lebensgefährtin Partei 2: Sehr eloquent, gut eingeübte, flüssige Aussage

Beide bestätigen selbstverständlich die Einlassungen ihrer Partner

Weiterer Nachbar: Hat nicht viel gesehen, den wesentlichen Teil der Prügelei gar nicht; dafür allerdings, wie Partei 2 praktisch im Nachgang zum eigentlichen Geschehen der Partei 1 ins Gesicht schlägt. Als einziger neutraler Zeuge verschafft er so wenigstens Partei 1 Bonuspunkte in der B-Note und widerspricht ín dem Punkt der eloquenten, gut vortragenden Lebensgefährtin von Partei 2.

Anwalt Partei 2, älterer Dorfanwalt, nennen wir ihn Dr. Krampus, weil er tatsächlich so ähnlich heißt, plustert sich auf und versucht, Ehefrau Partei 1 mit ein paar doofen, aber aggressiv gestellten  Fragen aufs Glatteis zu führen. Ziemlich arme Vorstellung. Man kann Fragen so stellen, oder auch so, wenn man es nötig hat. Klappt vielleicht in dem Dorftennisverein, in dem der im Vorstand ist.

Nebenkriegsschauplatz: Partei 2 versucht, beim geltend gemachten Verdienstausfall zu betrügen und setzt heute noch einen drauf, indem jetzt auch Verdienstausfall aus einer Nebentätigkeit geltend gemacht wird. Note to self: Partei 2 ist im öffentlichen Dienst; gleich mal anrufen, ob die Nebentätigkeit genehmigt ist.

Angeblich gibt es noch eine weitere Zeugin, die heute erst benannt wurde. Die soll auch noch gehört werden.

Fortsetzung als im April.

Bin mal gespannt auf die "Neutralität und Gerechtigkeit" des Richters.
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2298 am: 17. Dezember 2019, 14:03:40 »
Man kann die mentalen Fähigkeiten der Kundschaft gar nicht gering genug einschätzen.

In der Post ein Umschlag ohne Absender. Darin drei unterschriebene Vollmachten; Unterschrift unleserlich.

Tolle Sache. Wo ist meine Kristallkugel?
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Offline Primus Flavius Fossa

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2299 am: 17. Dezember 2019, 17:15:17 »
Wo ist meine Kristallkugel?
Habt Ihr keine Referendarin?
facite imperium romanum magnum iterum

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2300 am: 17. Dezember 2019, 20:44:18 »
Einen Azubi und eine Praktikantin. Eine Pythia wäre nicht schlecht für das Problem.
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2301 am: 17. Dezember 2019, 23:22:57 »
Einen Azubi und eine Praktikantin.
Die sollen alle Mandanten abtelefonieren, von denen noch keine Vollmacht vorliegt.

Zitat
Eine Pythia wäre nicht schlecht für das Problem.
Ach was.
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Offline Yossarian

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Weihnachten in Zeiten der Datenschutzgrundverordnung
« Antwort #2302 am: 18. Dezember 2019, 09:59:38 »
Fiktion:

EU DPA intends to impose a £ 1 billion fine - equivalent to 4 % of Santa Claus’ annual worldwide turnover
Failure to provide transparency notices
Failure to establish a lawful basis
Special categories of data
Automated decision-making
Lack of a DPO
International transfers

https://privacylawblog.fieldfisher.com/2019/breaking-news-eu-dpa-to-fine-santa-4-of-annual-worldwide-turnover

via Prof. Dr. Thomas Hoeren

Realität:

"Wie sollten Unternehmen Weihnachtsgrüße datenschutzgerecht versenden?


Weihnachtspost als Form der Werbung liegt damit auch im berechtigten Interesse des Verantwortlichen und kann daher grundsätzlich auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DS-GVO gestützt werden.

Dann muss lediglich noch in der Weihnachtspost – wie bei jeder anderen Form der Werbung auch – auf die Möglichkeit hingewiesen werden, dass man dieser Kontaktaufnahme widersprechen kann. Dieser Hinweis ist erforderlich, auch wenn dies auf einer klassischen Weihnachtskarte vielleicht etwas sonderbar anmutet.
…"

https://www.datenschutz.rlp.de/de/themenfelder-themen/adventskalender/tuerchen-2/

Gefunden auf meiner Anwaltsmailingliste
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2019, 13:15:37 von Yossarian »
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2303 am: 19. Dezember 2019, 14:59:46 »
Mir wird gerade schlecht.

Brief an die Staatanwaltschaft:

Sehr geehrter Herr Dr. D.,
hiermit möchte ich Sie über folgende Entwicklung in Kenntnis setzen:
Die Anzeigeerstatterin hat sich im Rahmen einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung über die
fristlose Kündigung mit ihrem ehemaligen Mitarbeiter L. verglichen. Damit ist dieser
Vorgang aus Sicht der Anzeigeerstatterin als ehemalige Arbeitgeberin von L. beendet.
Von Seiten der Anzeigeerstatterin liegt daher bezüglich Herrn L. kein weiteres Strafverfolgungsinteresse
mehr vor.


Diese Ausgeburt reinen Dilettantentums stammt aus der hiesigen Filiale einer internationalen Großkanzlei. Um sich in eine bessere Position vor dem Arbeitsgericht zu bringen, hatten sie meinen Mandanten mal eben zum Spaß wegen Verdachts der Bestechung angezeigt. Nachdem man sich beim Arbeitsgericht geeinigt hatte, schrieb der Großkotzkollege aus der Schickimickibude die oben zitierten Zeilen und dachte wohl, mein Mandant, aber auch er bzw. seine Kundschaft, seien damit aus der Nummer raus.

Weit gefehlt! Heute früh kam ein Rollkommando mit blauer Reklamebeleuchtung auf den Autodächern und hat dem Mandanten die Bude auseinandergenommen. Der Mandant kotzt vor Wut, seine Frau hat einen Nervenzusammenbruch und die Kinder heulen nur noch verängstigt rum. Genau das, was man zu Weihnachten braucht.  :kotz

Jedes Erstsemester weiß, daß Bestechung ein Offizialdelikt ist, bei dem man nicht einfach die Anzeige zurücknehmen und sagen kann, war alles nur Spaß.  :kotz
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Offline Primus Flavius Fossa

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2304 am: 19. Dezember 2019, 15:18:19 »
Mir wird gerade schlecht.
Arbeitgeber eben.

Zitat
Jedes Erstsemester weiß, daß Bestechung ein Offizialdelikt ist, bei dem man nicht einfach die Anzeige zurücknehmen und sagen kann, war alles nur Spaß.  :kotz
DAS steht auch nicht in dem Schreiben. Und da es von einem Anwalt auch nbicht zu erwarten ist, halte ich das für eine subversive Mitteilung an die Staatsanwaltschaft, Dich und Deinen Mandaten, was für ein unglaubliches Vieh diese Arbeitgeberin ist.
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Offline Primus Flavius Fossa

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2305 am: 19. Dezember 2019, 16:01:30 »
Ich habe nochmal darüber nachgedacht.

Die renommierte Kanzlei hat durch eine vermutlich mündliche Mitteilung ihrer Mandantin erfahren, dass der Vorwurf der Bestechung falsch war und musste kotzen. Da es aber unter renommierten Kanzleien unüblich ist, jemandem direkt in den Ausschnitt zu kotzen und wahrscheinlich unzulässig, die Mandantschaft bei der Staatsanwaltschaft direkt anzuschwärzen, wurde dieser Weg gewählt, die Sache mitzuteilen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft einen anderen Zugang zu der Sache und musste ebenfalls kotzen, was sich darin geäußert hat, dass sie dir den Kram weitergeleitet hat. Jetzt könnt Ihr Euch nämlich überlegen, ob Ihr eine Verleumdungsklage starten wollt.
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2306 am: 19. Dezember 2019, 17:04:37 »
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2307 am: 10. Januar 2020, 12:39:20 »
In einer Hartz-IV-Sache hat sich das Jobcenter mal wieder verrechnet, und zwar über ca. zwei Jahre hinweg. Jetzt wollen die Kohle zurückhaben. Soweit okay, muß man prüfen, könnte ja stimmen. Oder auch nicht, das muß man dann sehen.

Die Bedarfsgemeinschaft besteht aus vier Personen, davon drei volljährig.

Die Bewilligungsabschnitte waren immer nur sechs Monate, dann gab es einen neuen Bewilligungsbescheid für das nächste halbe Jahr.

Es sind 12 Erstattungsbescheide ergangen, da jeder Volljährige seine eigenen Erstattungsbescheide bekommt, je einen pro Bewilligungszeitraum. Ich habe 12 Widersprüche eingelegt. Jetzt hätte man im Jobcenter vielleicht wach werden und die Angelegenheiten zusammenfassen können. Es sind aber 12 Widerspruchsbescheide ergangen.

Also habe ich gerade 12 Klagen erhoben, die das Gericht dann endlich zu einer Angelegenheit zusammenfassen wird. Bezahlt werde ich dann aber - so Prozeßkostenhilfe bewilligt wird - nicht für 12 Verfahren, sondern nur für eines.  :.)

Ein Hoch auf unsere Bürokratie.  :.)

Edit:

Bürokratieabbau hat hohen Stellenwert
Verkehr und digitale Infrastruktur/Antwort

Berlin: (hib/HAU) Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort (19/16254) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/15798) auf das vom Bundeskabinett am 12. Dezember 2018 beschlossene Arbeitsprogramm "Bessere Rechtsetzung und Bürokratieabbau". Das Programm habe einen hohen Stellenwert für die Bundesregierung insgesamt, heißt es zur Beantwortung der Frage, welchen Stellenwert das Thema Bürokratieabbau im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat. Im Rahmen der Umsetzung des Programms könnten sich die Fachreferate und der Geschäftsbereich des BMVI einbringen, schreibt die Regierung. In den einzelnen Abteilungen gebe es zusätzliche Ansprechpartner.


Aus: Heute im Bundestag.

Ich lach mich weg.  :evil
« Letzte Änderung: 10. Januar 2020, 13:59:05 von Yossarian »
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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2308 am: 17. Januar 2020, 22:33:34 »
Wissenschaftler haben herausgefunden wie lange die Seele braucht, um den menschlichen Körper zu verlassen.

Exakt 1 Jurastudium lang.
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Offline Nikibo

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Re: Weird Scenes Inside a Law Firm
« Antwort #2309 am: 17. Januar 2020, 22:49:33 »
😂😂😂😂
Hat mal einer die Telefonnummer von Schneewittchens Stiefmutter? Ich brauche dringend ein paar Äpfel!