Autor Thema: Political LowLights  (Gelesen 139270 mal)

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Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #1515 am: 14. Januar 2018, 20:09:29 »
Die Abgeltungssteuer ist legalisierte Steuerhinterziehung. Ein Gesetz von Kriminellen für Kriminelle.

Die Abgeltungssteuer wird schon von der Bank einbehalten. Hinterziehung geht gar nicht.

Offline Yossarian

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Re: Political LowLights
« Antwort #1516 am: 16. Januar 2018, 12:00:17 »
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Hameel

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Re: Political LowLights
« Antwort #1517 am: 17. Januar 2018, 09:57:31 »
Die Abgeltungssteuer wird schon von der Bank einbehalten. Hinterziehung geht gar nicht.
Da die Abgeltungsteuer in vielen Fällen deutlich niedrige ist, als der jeweils fällige Einkommenssteuersatz, IST das Verfahren "Abgeltungssteuer" eine Legalisierung der Steuerhinterziehung.
"Legalisierung" heißt, dass es jetzt legal ist. Weil die Steuerkriminellen sich mal wieder ein Gesetz gekauft haben.

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #1518 am: 17. Januar 2018, 11:00:28 »
Da die Abgeltungsteuer in vielen Fällen deutlich niedrige ist, als der jeweils fällige Einkommenssteuersatz, IST das Verfahren "Abgeltungssteuer" eine Legalisierung der Steuerhinterziehung.

Mit Verlaub, du hast keine Ahnung. Die Abgeltungsteuer ist eine Besteuerung der Gewinne von Unternehmen, an denen man Anteile hält. Dort wird schon Körperschaftsteuer abgeführt. Die Summe liegt in etwa beim Spitzensteuersatz. Weil das eine Doppelbesteuerung ist und Doppelbesteuerung eigentlich nicht erlaubt ist, gab es früher mal eine Körperschaftsteuererstattung. Die wurde abgeschafft und durch das Halbeinkünfteverfahren ersetzt, bei dem als Ausgleich zur Doppelbesteuerung nur die Hälfte der Einkünfte besteuert wurde. Das wurde ebenfalls abgeschafft und nun wird mit 25% pauschal besteuert, was eine Doppelbesteuerung ist. Das war vom Erstattungsverfahren über das HEV zur AGSt. eine kontinuierliche Verschlechterung. Lediglich Besitzer von Rentenpapieren stehen heute besser, aber da die EZB zur Stützung unserer südeuropäischen Nachbarn Zinsen de facto abgeschafft hat, ist das vernachlässigbar.

Ich weiß, daß das es gerade in der Linken eine populäre Polemik ist, daß Kapitaleinkünfte niedriger besteuert würden als Einkommen. Die meisten wissen es wahrscheinlich einfach nicht besser, denn wenn sie keine solchen intellektuellen Dünnbrettbohrer wären, wären sie keine Linken - und Menschen wie Frau Wagenknecht, die es mit Sicherheit besser wissen, verschweigen einfach die Hälfte der Wahrheit. Eine komplette Erfassung von Kapitaleinkünften in der Einkommensteuer würde auch eine unbeschränkte horizontale Verlustverrechnung mit anderen Einkommensarten bedeuten. Das scheut der Finanzminister wie das der Teufel das Weihwasser. Man stelle sich mal vor, sämtliche Verluste mit Wertpapieren wären von der Einkommensteuer absetzbar. Ich fände es super, der FM bestimmt nicht. Also sollte man bei solchen Forderungen vielleicht mal weiter als 2 cm denken.

Und selbst wenn das alles nicht so wäre, wäre es keine Steuerhinterziehung. Wenn man deiner Schwachsinnsargumentation folgen würde, wären auch Dieselfaher Steuerhinterzieher, weil sie weniger Steuern zahlen als Benzinkäufer.
« Letzte Änderung: 17. Januar 2018, 11:09:00 von Araxes »

Offline Yossarian

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Re: Political LowLights
« Antwort #1519 am: 17. Januar 2018, 11:17:27 »
Wenn man deiner Schwachsinnsargumentation folgen würde, wären auch Dieselfaher Steuerhinterzieher, weil sie weniger Steuern zahlen als Benzinkäufer.

Klar, und weil auf Diesel weniger Mineralösteuer erhoben wird als auf Benzin, zahlt der Dieselfahrer nicht etwa Mineralölsteuer, sondern sein Sprit wird sogar "subventioniert".  :evil

Es gibt nichts Verlogeneres als die Politik. Naja, Religion vielleicht noch.
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Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #1520 am: 17. Januar 2018, 11:42:38 »
Ich verstehe auch nicht, warum man unbedingt den Vermögensaufbau höher besteuern will. Wir müssen alle viel mehr selber vorsorgen als die Generationen vor uns. Warum will man das erschweren? Wenn man findet, daß Steuern auf Kapital so hoch sein sollen wie Steuern auf Arbeit, dann soll man die Steuern auf Arbeit niedriger machen. Das kann man dann gerne mit einer Erbschaftsteuer finanzieren. Die trifft nämlich wirklich die Vermögenden und praktischerweise erst, wenn sie tot sind.

P.S. Der Sparerfreibetrag lag mal bei 6000 DM. Wahrscheinlich haben sich da auch die "Steuerkriminellen" eine Herabsetzung auf 801 Euro gekauft. Das ist nur noch ein Viertel und inflationsbereinigt noch viel weniger. Besser ganz abschaffen als so ein Feigenblatt behalten.

Hier kann man sich über die Besteuerung in anderen Ländern informieren: Höchstsätze auf private Zinserträge in anderen Ländern laut Bundesfinanzministerium

Die meisten liegen unter 25%. Griechenland bei 10%. na super.

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #1521 am: 21. Januar 2018, 22:38:49 »
In der Sondierung wurde vereinbart, Zinsen künftig mit dem Einkommenssteuersatz zu besteuern. Das ist eine ordentliche Steuererhöhung für alle, die Einnahmen aus Renten, Riester, Anleihen usw. haben. Da gibt's keine Doppelbesteuerung, deshalb kann man es da rechtlich leichter machen. Eine Anrechnung von Verlusten müsste dann auch möglich sein, aber bei Renten gibt es Verluste meist nur dann, wenn man vor Ablauf verkauft und die Zinsen inzwischen gestiegen sind. Wenn die Niedrigzinsphase irgendwann mal zuende geht, wird der eine oder andere feststellen, daß seine Staatspapiere im Wert fallen. Die muß man dann bis zum Ende halten oder muß die Verluste hinnehmen, wenn man in höher verzinste Papiere umschichten will. Da wird's dann spannend, ob man diese Verluste mit der normalen Einkommensteuer verrechnen kann. Ich schätze manl, darüber haben sich die Verhandler keine Gedanken gemacht.

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #1522 am: 03. Februar 2018, 13:51:49 »
Da die Abgeltungsteuer in vielen Fällen deutlich niedrige ist, als der jeweils fällige Einkommenssteuersatz, IST das Verfahren "Abgeltungssteuer" eine Legalisierung der Steuerhinterziehung.
"Legalisierung" heißt, dass es jetzt legal ist. Weil die Steuerkriminellen sich mal wieder ein Gesetz gekauft haben.

Hier können sich die Unwissenden noch mal informieren: Reform der Abgeltungsteuer: Geld anlegen - und einfach Steuern zahlen

Allen, die sich darüber beschweren, daß auf Kapitalerträge nicht die Einkommensteuer angewendet wird, sei - neben der Problematik mit der Anrechnung von Verlusten - noch mal gesagt, daß der Einkommensteuersatz individuell festgestellt wird und die Steuer dann nicht mehr bei der Bank einbehalten werden kann. Dann kommt's wieder darauf an, daß jeder bei der Steuererklärung eine Erträgnisaufstellung vorlegt. Wer das "vergißt", wird nur erwischt, wenn die Banken die Erträge irgendwo melden, möglliicherweise an das Bundeszentralamt für Steuern, und das Finanzamt seine Daten mit dem Bundeszentralamt für Steuern abgleicht. Die Abgeltungsteuer hatte das überflüssig gemacht.

Der Artikel zeigt auch schön, wie der Staat da über die letzten Jahrzehnte immmer mehr abgegriffen hat - ganz entgegen dem Vorurteil, da würde heute irgendwie niedriger besteuert als damals.

Der Artikel ist allerdings auch wieder nicht korrekt: "Für Besserverdienende lag die neue Steuerquote deutlich niedriger als die persönliche Einkommensteuer auf Zinsen und Dividenden, die sie zuvor bezahlt hatten."

nein, stimmt nicht für Dividenden: 25% ist mehr als 21%.

Mit der Vorabpauschale sind Fonds für mich dann auch ein no-go. Buchgewinne versteuern und dann am Ende vielleicht sogar auf Verlusten und zu viel gezahlten Ssteuern sitzenbleiben? Was soll denn der Quatsch?
« Letzte Änderung: 03. Februar 2018, 14:13:59 von Araxes »

Offline Yossarian

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Wen soll Jörg Sator wählen?
« Antwort #1523 am: 01. März 2018, 15:52:01 »
Die FAZ zur verlogenen Kritik an Jörg Sator, dem Chef der Essener Tafel.

En Artikel, bei dem sich sämtliche Nackenhaare aufstellen. Keiner unserer Politzombies und medienaktiven Gutmenschen kommt darin ungeschoren davon, und das ist gut so.

Ich kann jeden Satz in diesem Artikel unterschreiben.

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Offline Johnbob

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Re: Political LowLights
« Antwort #1524 am: 01. März 2018, 16:28:52 »
Danke für den Link!
Der Bericht könnte auch in das Thema "nett geschrieben - nett zu lesen" passen.
Wenn du glaubst es wär nicht schwer, kommt von irgendwo ein Lump daher.

Offline Yossarian

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Re: Political LowLights
« Antwort #1525 am: 01. März 2018, 17:05:36 »
Da hast Du Recht. Ich war mir nicht sicher, wohin damit.
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Offline Nikibo

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Re: Political LowLights
« Antwort #1526 am: 01. März 2018, 17:08:35 »
Sehr gut.
Der Mann tut mir sowas von leid.


Die Hayali ist ein Kotzbrocken hoch3. Die konnte ich noch nie leiden.
Guck mich nicht in diesem Ton an!

Offline grashopper

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Re: Political LowLights
« Antwort #1527 am: 01. März 2018, 19:47:45 »
Ich habe Respekt vor Jörg Sator. Hut ab!

Und zu dem Rest von wegen Kritik an ihm.....war ja klar. Und keiner hat den Arsch in der Hose, sich das vor Ort selbst mal anzusehen, wie die Hilfe der Tafel ausgenutzt wird und unsere eigenen bedürftigen Landsleute verdrängt werden, weil sie sich nicht mehr zur Tafel trauen.

Auch für die ehrenamtlichen Helfer der Tafel, die ja alles live mitbekommen, ist das eine nicht hinnehmbare Belastung. Mir würde da die Freude am Helfen auch vergehen...                                                                                                                                                                       
"draußen nur Kännchen" - Bodo

Offline Yossarian

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Re: Political LowLights
« Antwort #1528 am: 01. März 2018, 20:30:24 »
Ich habe Respekt vor Jörg Sator. Hut ab!

Vor dem muß man auch Respekt haben. Besonders, weil er nach dieser dämlichen Kritik nicht den Bettel hingeworfen hat, sondern weitermacht.

Noch ein Artikel zum Thema.
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— Jack Kerouac

Offline maxim

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Re: Political LowLights
« Antwort #1529 am: 02. März 2018, 12:14:44 »
Sator hält dagegen.

Weit und breit kein einziger, der diese Kanzlerin nicht peinlich findet, vielleicht mit Ausnahme der Antifa.
wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht