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Literatur und Musik / Re: Handmade Pictures
« Letzter Beitrag von DieFrau am Heute um 05:41:18 »
Sehr schönes Foto  ;)
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gesellschaftliche Aspekte / Re: Political LowLights
« Letzter Beitrag von Araxes am Gestern um 23:53:54 »
Faktisch haben wir auf niedrigem Niveau heute schon das Grundeinkommen, aber das traut sich keiner politisch offen zu kommunizieren.

Das BGE verlangt aber nicht, erst mal seine Ersparnisse zu verbrauchen. Für jemanden, der keine hat, mag das ALG2 wie ein BGE sein. Das erzeugt aber noch eine zweite Ebene der Unfairness, denn wer sich keine Mühe gibt, selber mal so viel zu verdienen, daß man was sparen kann, wird auch nie zum Sozialstaat beitragen. Der verliert dann aber seine Akzeptanz. Der Sozialstaat fußt auf dem Einverständnis, daß Sozialleistungen bei Bedürftigkeit gezahlt werden und man dafür eben auch Einkommen in Form von Steuern abgibt.
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gesellschaftliche Aspekte / Re: Political LowLights
« Letzter Beitrag von Araxes am Gestern um 23:49:08 »

Das ist doch längst Geschichte, heute geht es nicht mehr um die Reduzierung von Arbeitslosigkeit. Heute herrscht ganz im Gegenteil Fachkräftemangel, der zum Teil gerade mit noch Menschen aus anderen Ländern ausgeglichen werden kann.

Hartz4 und Fachkräfte sind aber zwei verschiedene Dinge und den Grund hast du selber genannt, wenn du mal drüber nachdenkts.

Zitat
Die Antwort ist einfach und sie lautet: Ja.

Darüber kann man geteilter Meinung sein.

Warum gibt es wohl die zunehmenden Vorstöße dahingehend, die ganze Leistungsverwaltung pauschal durch ein Bürgergeld, Grundeinkommen oder wie man es nun nennen will, zu ersetzen. Faktisch haben wir das schon und die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Unzulässigkeit von massiven Kürzungen bei Hartz IV stützt das.

Zitat
...dass sie sich nicht zeitlebens alternativenlos in einem Hamsterrad drehen müssen, was zumeist nur der Bereicherung einiger weniger in der Gesellschaft...

Diese Einstellung trifft man oft paarweise mit der darüber genannten, also Arbeit ist Ausbeutung, macht nur andere reich und Daueralementierung kratzt kein bißchen am Ego. Das sind dann aber genau die Leute, wegen denen es die Sanktionen gibt.

Zitat
..., aber nicht der optimalen Entfaltung des Einzelnen oder der Gesellschaft als Ganzes dient.

Für manch einen beginnt Entfaltung bei der Selbstachtung, für sich selber zu sorgen, selbst wenn man damit nicht reicht wird.

Zitat
Hier wurde eben noch nicht verstanden, dass der aufgrund der Ausstattung mit einem garantierten Existenzminimum nichts mit seinem Leben beruflich sonst noch anfangen wollende Bürger ein Menschenbild ist, was längst veraltet ist.

Du widersprichst dir gerade selber.

Zitat
Die wohl allermeisten wollen aus eigenem Antrieb mehr als das Minimum. Eine gleichwohl für gewisse Lebensphasen dennoch garantierte Grundversorgung zu haben (was faktisch schon heute der Fall ist, aber durch Drangsalierung der Bürger mit Zwangsmaßnahmen und Kürzungen noch mühsam verdeckt wird) wäre mit Sicherheit ein großer Fortschritt für eine moderne Gesellschaft.

Gibt eben jedem ein Recht auf 2 Jahre BGE im Leben und streiche im Gegenzug das ALG2 komplett. Mal sehen, was bei rauskommt. Vermutlich eine ziemlich niedrige Arbeitslosigkeit.
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Literatur und Musik / Re: Handmade Pictures
« Letzter Beitrag von Druide am Gestern um 23:07:26 »


...und auch heute startete ich mit einem Abendspaziergang in das Wochenende  :) - sehr angenehme, frische Luft nach den letzten Regentagen,... - angenehm duftende Sträucher und Gräser,... - Vogelgezwitscher,... - eigenartige, ruhige und beruhigende Stimmung in der Natur,... - "afoch scheeen"   :)




LG v. Druiden
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gesellschaftliche Aspekte / Re: Political LowLights
« Letzter Beitrag von simplemachine am Gestern um 20:59:35 »
Hartz4 ist eben kein bedingungsloses Grundeinkommen. Und Bedingungen müssen eben mit Sanktionen verknüpft werden, sonst sind es keine Bedingungen.

Den Sanktionen wurde durch das BVerfG die meisten Zähne gezogen und Hartz entwickelt sich demnach fast von selbst zu einem nahezu bedingungsloses Grundeinkommen. Wenn die Sanktion nur noch sein kann, vllt. 10 % zu kürzen, dann ist das ein ziemlich stumpfes Schwert. Faktisch haben wir auf niedrigem Niveau heute schon das Grundeinkommen, aber das traut sich keiner politisch offen zu kommunizieren. Quasi jeder in D könnte von heute auf morgen aufhören zu arbeiten, Leistungen beantragen, an nichts mitwirken und die wenigen noch in Frage kommenden Kürzungen dafür hinnehmen. Was dann über bleibt ist schon heute im Prinzip das bedingungslose - weil nicht weiter kürzbare - Grundeinkommen. Der Fortschritt insoweit ist also durch die Hintertür der Rechtsprechung bereits gemacht.
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gesellschaftliche Aspekte / Re: Political LowLights
« Letzter Beitrag von maxim am Gestern um 20:47:38 »
Daran ist überhaupt nichts richtig. Nicht ohne Grund musste sich die Bundesregierung gerade erst von unserem Bundesverfassungsgericht darüber belehren lassen, dass man von einem angeblich "menschenwürdigen Existenzminimum" nicht mal eben noch bis 30 % kürzen darf, um die Leute neben anderen völlig untragbaren Folgen teillweise in die Obdachlosigkeit zu bringen. Menschenwürde ist, wenn der Begriff etwas gelten soll, eben Menschenwürde und daher das Minimum genau das, was es heißt - ein Minimum.
Hartz4 ist eben kein bedingungsloses Grundeinkommen. Und Bedingungen müssen eben mit Sanktionen verknüpft werden, sonst sind es keine Bedingungen. Das darf man als Steuerzahler verlangen und es ist Schröders Verdienst, das durchgesetzt zu haben.
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gesellschaftliche Aspekte / Re: Political LowLights
« Letzter Beitrag von simplemachine am Gestern um 20:44:42 »
Das ist ja nur die eine Seite. Die andere ist, daß die Hartz-Reformen Bewegung ins Land gebracht haben.


Das ist doch längst Geschichte, heute geht es nicht mehr um die Reduzierung von Arbeitslosigkeit. Heute herrscht ganz im Gegenteil Fachkräftemangel, der zum Teil gerade mit noch Menschen aus anderen Ländern ausgeglichen werden kann.


Bedingungsloses, dauerhaftes Alimentieren? Verschafft das Menschenwürde?


Die Antwort ist einfach und sie lautet: Ja.

Warum gibt es wohl die zunehmenden Vorstöße dahingehend, die ganze Leistungsverwaltung pauschal durch ein Bürgergeld, Grundeinkommen oder wie man es nun nennen will, zu ersetzen. Faktisch haben wir das schon und die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Unzulässigkeit von massiven Kürzungen bei Hartz IV stützt das.

Es herrscht nur eine große politische Angst, das offen einzuräumen, weil man befürchtet, dass Leute nur noch faul in der Hängematte rumhängen würden, wenn man erstmals offen kommuniziert, dass sie sich nicht zeitlebens alternativenlos in einem Hamsterrad drehen müssen, was zumeist nur der Bereicherung einiger weniger in der Gesellschaft, aber nicht der optimalen Entfaltung des Einzelnen oder der Gesellschaft als Ganzes dient. Hier wurde eben noch nicht verstanden, dass der aufgrund der Ausstattung mit einem garantierten Existenzminimum nichts mit seinem Leben beruflich sonst noch anfangen wollende Bürger ein Menschenbild ist, was längst veraltet ist. Die wohl allermeisten wollen aus eigenem Antrieb mehr als das Minimum. Eine gleichwohl für gewisse Lebensphasen dennoch garantierte Grundversorgung zu haben (was faktisch schon heute der Fall ist, aber durch Drangsalierung der Bürger mit Zwangsmaßnahmen und Kürzungen noch mühsam verdeckt wird) wäre mit Sicherheit ein großer Fortschritt für eine moderne Gesellschaft.
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gesellschaftliche Aspekte / Re: Political LowLights
« Letzter Beitrag von nigel48 am Gestern um 05:18:31 »
https://ogy.de/wy1i

Der frühere Fraktionschef der Grünen, Rezzo Schlauch, schaltet sich in das Parteiausschlussverfahren von Boris Palmer ein.

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vor 5-6 jahren , nachdem chef sich wiederholt gewaltig im ton vergriffen hatte, ich zu ihm : sie sind zwar mein arbeitgeber, aber ich bin nicht ihr persönlicher bimbo.
war mei letzter arbeitstag, weil ich rassist sei....
genauso gaga ist die geschichte.
uns fehlt ein kopschüttel-smiley...
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gesellschaftliche Aspekte / Re: Political LowLights
« Letzter Beitrag von nigel48 am Gestern um 04:23:30 »
( Es kribbelt mir in den Fingern,.....  Absurdistan muß man bloßstellen.


in den 70ern verwandelte jeder regenguß einen berliner schulhof in wadentiefes gewässer und niemand kam trockenen fusse...- ein dutzend anträge zur sanierung wurden ignoriert. -als der schulleiter 2 rote schlauchboote beantragte. war nach 3 tagen der bautrupp da.


die sonderschullehrer einer keistadt sollten wochenberichte schreiben. klassenbuchihnhalt als aufsatz... proteste nützten nichts. einer schrieb in jeden bericht, er beantrage ein rosa schaukelpferd für den klassenraum. drei monate lang. danach untätigkeitsbeschwerde weil keine antwort.... nach 3 tagen...)
ich kenne die beiden "eulenspiegel" persönlich. true stories.



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gesellschaftliche Aspekte / Re: Political LowLights
« Letzter Beitrag von Araxes am 13. Mai 2021, 23:57:16 »
Daran ist überhaupt nichts richtig. Nicht ohne Grund musste sich die Bundesregierung gerade erst von unserem Bundesverfassungsgericht darüber belehren lassen, dass man von einem angeblich "menschenwürdigen Existenzminimum" nicht mal eben noch bis 30 % kürzen darf, um die Leute neben anderen völlig untragbaren Folgen teillweise in die Obdachlosigkeit zu bringen. Menschenwürde ist, wenn der Begriff etwas gelten soll, eben Menschenwürde und daher das Minimum genau das, was es heißt - ein Minimum.

Das ist ja nur die eine Seite. Die andere ist, daß die Hartz-Reformen Bewegung ins Land gebracht haben. Die Arbeitslosigkeit hat sich halbiert. Hätten Frankreich und Italien ähnliche Reformen gemacht, wäre die EU heute in einem weit besseren Zustand. Wir hätten dann vielleicht auch keine Nullzinsen mit all den Folgen. Die Frage der Höhe und Schonvermögen, Sanktionen usw. sind Stellschrauben. An denen kann man drehen.

Es ging damals einfach nicht weiter und man sieht in Frankreich, Italien und Spanien, daß deren Probleme sich immer weiter aufbauen. Riesige Jugendarbeitslosigkeit.

Wer da "Menschenwürde" sagt, muß mir mal erklären, wieso die alte Solzialhilfe in der Hinsicht besser war und was man denn nun eigentlich will? Bedingungsloses, dauerhaftes Alimentieren? Verschafft das Menschenwürde?

Ich halte es auch nicht für plausibel, daß Hartz4 in die Obdachlosigkeit führt, ohne daß noch andere gravierende Faktoren dazukommen. Und dann ist die Frage, ob die Leute nicht auch mit der alten Sozialhilfe auf der Straße landen würden.

Meine Zustimmung galt aber allgemein der Bemerkung, daß Schröder besser gewesen wäre. Merkel sitzt nur aus und tut nichts. Das geht mal 4 Jahre, aber über den langen Zeitraum ist das eine Katastrophe. Wir verlieren den Anschluß auf mehreren Gebieten. Wir waren mal ein innovatives Land. Sind wir immer noch: siehe Biontech. Aber da, wo der Staat etwas hinkriegen muß, klappt fast gar nichts. Es gibt nicht mal ein einheitliches Portal für die Anmeldung zur Impfung. Das wäre kein riesiges Projekt. Sowas dauert 6-8 Wochen für eine erste Version und die baut man dann aus. Jetzt gibt es einige private Projekte, die in die Lücke springen (impfstoff.link zusammen mit Doctolib.de oder sofort-impfen.de). Das wäre aber wirklich etwas, was von Staat angeboten werden muß, weil nur der die Durchführung reglementieren kann, also:
o wer bekommt Termine nach welchen Kriterien in welcher Reihenfolge
o wer bekommt welchen Impfstoff
o wo werden die Leute hingeschickt: ins Impfzentrum oder zum Hausarzt?
o wer wohnt wo und ist wie erreichbar (Meldeämter)

Sowas läßt sich zentral viel besser lösen. Aber dieser Lahmarschstaat kriegt nicht mal sowas hin und es wäre wirklich nicht schwer.

Und warum kriegt er das nicht hin? Weil er nicht muss! Die können alle auch so ihren Arsch breitsitzen und auf ihre Pension warten. Da ist doch keiner wegen Corona arbeitslos geworden oder mußte sein Vermögen aufbrauchen, um sein Geschäft zu retten.

Mittlerweile haben wir ein Land, in dem man als Bürger besser versucht, die Dinge alleine zu regeln.

Ich habe in der Bundesbehörde, in der ich bin, gestern eine Mail bekommen: darin ein kompliziert verschwurbelter Beamtentext, der mir erklärt, daß mein ins Vorschlagswesen eingebrachter Vorschlag als "nicht neu" eingestuft und deshalb nach Durchführungsverordnung xyz abgelehnt wird. Und jetzt kommt die Pointe: ich hatte vor 2,5 Jahren vorgeschlagen, auf den Arbeitsplatzrechnen einen aktuellen Acrobat-Reader zu installieren statt des 8 Jahre alten Teils. Vorher hatte ich damals den Menschen kontaktiert, der die Softwareversionen für die Arbeitsplätze verwaltet. Der hatte mich schon abgebügelt mit der Ausrede, eine neuere Version geht nicht, denn die sei nicht Teil des Standardarbeitsplatzes. Auch so eine faule Flitzpiepe.

Die haben 2,5 Jahre gebraucht, um den Vorschlag abzulehnen? whatthefuck? Unhaltbare Zustände. Die können froh sein, daß der Normalbürger wenig davon weiß. Da muß man mit dem eisernen Besen durchfegen und ein Drittel der Leute rauskanten. Meinetwegen können die dann auch in Höhe der alten Sozialhilfe alimentiert werden, um deren Menschenwürde nicht zu verletzen.

Es kribbelt mir in den Fingern, ins Vorschlagswesen den Vorschlag einzubringen, das Vorschlagswesen abzuschaffen, weil da seit mehren Jahren kein einziger Vorschlag mehr akzeptiert wurde und man so die Zeit der Mitarbeiter, die trotzdem welche eingeben, nicht weiter verplempert wird. Aber vermutlich wird auch dieser Vorschlag abgelehnt, denn daran hängt irgendein Job von irgendwem, der dann was anderes machen müsste und das geht natürlich gar nicht.

Wenn Menschen ohne konkrete Leistungsvorgaben und ohne Überprüfung arbeiten, kommt zwangsläufig sowas raus. Wobei die Erfassung und Vergleich der Leistung in Deutschland ja noch nicht mal erlaubt ist. Die wissen schon, warum.
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