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« Letzter Beitrag von Firster am Gestern um 19:12:25 »
Hier geht es doch nicht um Betrügereien und Hintergehungen, wie meine Vorposter den Threadinhalt interpretieren. Es geht um junge Männer, die es heutzutage schwer haben, zu einem Mann mit männlichen Eigenschaften zu werden und darin Bestätigung zu finden. Sich als Mann zu fühlen, aufzutreten und sich als solchen erkannt zu wissen und das ohne ein schlechtes Gewissen eingeredet zu bekommen. Im Mainstream hört man von "toxischer Männlichkeit". Davon, das Mannsein auf rigide Rollenbilder reduziert wird, wenn sie versuchen, sich als Mann zu zeigen, zu fühlen, zu denken und sich als solchen in ihrer Identität zu begreifen.
Hier hat doch ein jahrzehntelanger Prozess sein Unwesen getrieben. Ein Konglomerat aus veränderten Erziehungsmethoden, eine Umdeutung von männlichen Eigenschaften, tiefgreifender Feminismus, der beiden Geschlechtern arg zugesetzt hat und ein Nicht-Zurückfinden zu alten Werten und Normen, dass das Mannsein ausmacht.
Das Mannsein, wie im Eröffnungsthread darauf hingewiesen wird, auf eine ausgedehnte Kampfszenerie zu reduzieren, indem er seine Frau und sein Kind schützen will / muss, ist zwar Heutzutage eher anzutreffen als noch vor Jahrzehnten, aber lediglich nur ein winziger Teilaspekt, den ein Mann ausmacht.
Der Weg zum Mann ist lang und benötigt männliche Unterstützung. Man(n) lernt vom Vater und dieser lernte von seinem Vater und wenn man(n) Glück hat, lernt der junge Mann auch noch von seinem Großvater. Dieser Prozess war einst normal, weil alle unter einem Dach wohnten und lebten. Mehrere Generationen zusammen, wobei die Ältesten ihr Wissen an die Jüngeren weitergaben. All dass, gibt es so gut wie nicht mehr.
Heute übernehmen Institutionen und Organisationen, Schulen und Unis die Erziehung und weisen damit jungen Männern einen Weg, der aus ihnen alles macht, nur nicht einen Mann. Und wenn man versucht dort und da mal einzugreifen, wird sich garantiert einer finden, der einen aushebelt und junge Männer ad absurdum führt. Ist es da nicht verständlich, wenn sie an sich zweifeln? Nichts anderes passiert mit jungen Frauen. Somit schafft man ein Gegeneinander und das einst weibliche und männliche, das zusammengehört um eine Einheit zu bilden, eine Familie zu gründen, wird nicht mehr zueinander finden. Eine Paarbildung, die auf archetypischen Strukturen aufgebaut wurde, vermittelt Sinn und Selbsterkenntnis. Angesichts der heutigen ver-rückten Sichtweisen, die Männern sowie Frauen aufgezwungen werden, ist es nicht verwunderlich, wenn sie sich in ihren Rollen, sich in ihr naturgegebenes Element nicht mehr einfinden können.
Es wäre den jungen Männern von heute zu wünschen, dass sie wenigstens Väter an ihrer Seite wüssten, die ihnen Werte und Ziele, Durchsetzungsfähigkeit, mentale Stärke, Charakter und Wehrhaftigkeit lehren würden, aber leider sind bereits viele von diesen Vätern schon keine Männer mehr. Die Jungs tun mir leid, da es somit noch schwieriger geworden ist, den Weg zu finden, der aus ihnen Männern macht und dass sie für Frauen eine tragende Säule in ihrem Leben sind. Umgekehrt selbstverständlich auch, aber auch Frauen begreifen kaum noch ihre Rolle in ihrer weiblichen Natur, obwohl sie alle eine Mutter haben / hatten.
Mein Vater hat mir nicht gesagt, wie ich leben soll. Er hat gelebt und mich dabei zusehen lassen.