Autor Thema: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?  (Gelesen 7754 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline LeonCas

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 56
Sorry, ich dann doch nochmal!
Der Verlag hat sich bei mir gemeldet und mir einen Vertrag gesendet.
Im Vertrag steht das Buch mit 470 Seiten, und schon frage ich mich, wie die von 666 auf 470 kommen.
Dann wollen die das Buch auf Englisch übersetzen, was dann wirklich beweist, dass das dort keiner gelesen hat, denn das Buch ist nicht zu übersetzen, es macht wirklich keinen Sinn. Eigentlich ist das schon am Titel ersichtlich.
Man tritt alle Rechte, zB für Hörbuch und Film ab.
Für die ersten 500 Exemplare erhält man keine Provision.
Die wollen dafür knapp 14.000,- EUR (Vierzehntausend!!!). Sobald 1.000 Exemplare verkauft wurden, wird diese Zahlung zurückerstattet.

Offline ganter

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 16.602
Super Geschäft. Für die, nicht für Dich.
Kurze Nachfrage: Vie viele Exemplare beinhaltet die 1. Auflage?
« Letzte Änderung: Heute um 00:33:32 von ganter »
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

Offline Mattieu

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 5.190
  • Geschlecht: Männlich
Da tun sich ganz neue, mir bisher unbekannte Geschäftsfelder auf.

Sind das die, die die Mails von afrikanischen Vermögensverwaltern verbreiten?
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline LeonCas

  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 56
Zitat
Super Geschäft. Für die, nicht für Dich.

WÜRDEN sie es seriös betreiben, wäre das eventuell auch ein nettes Geschäft für mich, aber es sind viel zu viele Fallstricke eingebaut.

Zitat
Kurze Nachfrage: Vie viele Exemplare beinhaltet die 1. Auflage?

Davon ist nirgends was zu lesen. DIe werden auch auf Anfrage drucken.

Zitat
Sind das die, die die Mails von afrikanischen Vermögensverwaltern verbreiten?

Zumindest entfernte Verwandte.

Mir ist eingefallen, wieso die von 666 auf 470 kommen. So können sie einen Aufschlag verlangen, denn die Berechnung wurde ja mit 470 durchgeführt... entschuldigen Sie bitte, aber, Sie werden das verstehen.... und wer schon 14k zahlt, wird nun nicht auf läppische 2k ›Darfs noch ein bisschen mehr sein‹ achten.

Es wird was von ›ins Englische mit KI Übersetzung‹ gefaselt, was nun wirklich gehörig daneben gehen kann.
Positiv sind CoverGestaltung, ISBN und Eintrag ins VLB (Verzeichnis Lieferbarer Bücher). Ist aber auch selbst zu wuppen.

Totale Verarschung hingegen sind die Pressetexte für Medien, Blogger, Communitys, Radio, Magazine etc... denn das kann auch ich. Ich schreibe einfach RTL, FAZ, taz, Hugendubel, Thalia, Bibliotheken, Radio 1 & Co an, und somit ist meine Pflicht erfüllt. Steht ja nirgends, dass ich Kontakte dazu habe, oder etwas erreiche.

Es werden auch Werbemittel erstellt, und mir zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt. Auch höchst schwammig und eigentlich totale Verarsche.

Und von solchen Dingern ist der komplette Vertrag voll.

Die SP-Foren und -Communitys im Web und auf Facebook sind VOLL von potenziellen Opfern, schon weil deren Angebot bei knapp 5.000 EUR anfängt und sich auch per Raten zahlen lässt.

Zitat
Da tun sich ganz neue, mir bisher unbekannte Geschäftsfelder auf.

Ich bin mir zu 101% sicher, dass man das zu einem fairen Preis und sogar ohne Abzocke umsetzen könnte.
Würde ich nun nicht meinen zukünftigen Weltbestseller in Arbeit haben, würde ich das eventuell sogar in Angriff nehmen - geile Idee für Digitale Nomaden.