Autor Thema: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?  (Gelesen 1554 mal)

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Offline lookcool

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@PacPac: Was du da über persönliche Gespräche sagst, trifft tief. Diese Form des Austauschs – ungefiltert, spontan, direkt – geht echt verloren. Und gerade beim Schreiben, wo so vieles allein im Kopf passiert, ist es Gold wert, wenn man mit jemandem reden kann, der nicht gleich in Ratgeber-Floskeln abdriftet.

Deine Beobachtung zu Sprache und Ausdruck heutiger Generationen ist zwar hart, aber ehrlich – viele haben kein Gefühl mehr dafür, was ein gut gesetzter Satz oder ein echtes Gespräch auslösen kann. Und wenn sich niemand mehr traut, diese Gespräche überhaupt zu ermöglichen, bleibt man tatsächlich in der eigenen Blase. Pluralismus? Schwierig.

Dass du an Verlage bisher kaum gedacht hast, ist kein Problem – du gehst das Ganze reflektiert an. Gerade weil du sagst: „Ich will nicht vom Schreiben leben, sondern einfach erleben, was nach dem Schreiben kommt“, nimmst du dir den Druck raus und öffnest dir Optionen. Genau das macht’s stark. Du willst verstehen, wie der Weg aussieht – nicht, um sofort vorne mitzulaufen, sondern um nicht blind loszurennen. Und das ist wahrscheinlich der nachhaltigste Einstieg, den man haben kann.

@Conte: Dein Hinweis aufs Marketing ist nicht zu unterschätzen – und wird von so vielen (verständlicherweise) erst dann erkannt, wenn das Buch schon fertig im Netz steht und... nichts passiert. Die Medienwelt ist eben doch ein bisschen ein Club – und ohne Verlag sitzt man da schnell auf der Warteliste, ganz hinten. Ich finde auch spannend, wie du das nochmal ins Verhältnis setzt zu dieser romantisierten Idee vom großen Durchbruch nach 27 Absagen. Schön, wenn’s passiert – aber sicher kein Geschäftsmodell. Und auch kein Plan A.

@LeonCas: Was für ein Rundumschlag. Du hast wirklich alles einmal durchlebt und dann in voller Klarheit auf den Tisch gelegt. Was mir besonders hängen bleibt, ist deine Idee, mit einem „Schrottauto“ zu üben, bevor man den Ferrari rausholt. Extrem guter Vergleich. Viele machen sich selbst zu viel Druck, gleich beim ersten Buch alles perfekt machen zu wollen. Und dann scheitern sie nicht, weil sie schlecht sind – sondern weil sie keinen Probelauf hatten. Dass du dein erstes Projekt bewusst als „Generalprobe“ behandelt hast, finde ich richtig smart.

Und ja, die Selfpublisher-Szene hat... sagen wir mal, Ecken und Kanten. Man muss sich durchwühlen, und manchmal wird’s schräg. Aber wenn man das weiß und trotzdem weitermacht, wird man auch immuner gegen Blender und Glitzerfassaden. Auch das mit dem Software-Thema – volle Zustimmung. Die Tools werden oft so verkauft, als wäre damit der Roman schon halb geschrieben. In Wahrheit muss man sich durch Bugs, unlogische UI und fragwürdigen Support durchbeißen – am besten mit Sicherheitskopien und viel Geduld.

Auch dein Tipp zum Nachweis eigener Arbeit im Zeitalter von KI – wichtiger Punkt. Klingt erstmal nach Overkill, aber wenn’s hart auf hart kommt, bist du der Einzige, der zeigen kann, wo das Werk herkommt. Und ja, 3 GB sind vielleicht ein bisschen viel – aber wahrscheinlich beruhigt’s auch, zu wissen, dass du alles dokumentiert hast.

Offline PacPac

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Ich habe mir jetzt einmal ca. 20 Verlage herausgesucht, die mein Genre veröffentlichen und/oder aus der Region sind. Wenn ich zufrieden bin mit meinen Manuskript, schicke ich es an die Verlage. Einen Versuch ist es wert.
Selfpublishing ist natürlich verlockend aber es schreckt mich ab, mich um alles kümmern zu müssen. Dazu müsste man ja auch wissen was man alles benötigt. Das würde wieder langes Recherchieren im Internet mit sich bringen. Ich würde es mir schon zutrauen wenn man jemanden an der Seite hätte, der einem sagt, welchen Punkt man als nächstes abzuarbeiten hat. Es scheitert da gar nicht daran, dass ich glaube ich könnte es nicht, eher ich weiß nicht was alles zu machen ist.
Aber so wie ich es mitbekommen habe, hat man eh viel Zeit zwischen den Abschicken der Manuskripte und dem Eintreffen der ersten antwortschrieben. Ich werde mich in der Zeit wohl mehr mit dem Selfpublishing etc. befassen.

Offline LeonCas

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #17 am: 04. August 2025, 21:06:12 »
Naja, Du solltest meinen Beitrag schon mal lesen, bevor Du Fragen stellst, denn die sind darin beantwortet.
So hab ich mir für Umme die Mühe gemacht und das finde ich schon ein wenig respektlos von Dir.
Ich habe vor 2-3 Tagen eine Autorin auf YouTube gesehen, die hat etwa 10 Bücher auf dem Markt und bei einer Lesung mal eben 5.000 Bücher signiert, kann aber trotzdem nicht davon leben. Ach ja, sie wird natürlich von einem Verlag unterstützt. Finde den Fehler!
Noch dazu muss man erstmal einen Verlag FINDEN.
Ich konnte schön früher mit Word, Photoshop & Co "umgehen", aber für ein Buch wird dann doch etwas mehr verlangt. Also heißt es LERNEN.
Klar, Du kannst Dir LibreOffice runterladen, damit Dein Buch schreiben, mit Gimp (oder Canva) erstellst Du Dein Cover, und dann auf Amazon hochladen... aber exakt so wird es dann auch aussehen.
Ich habe mir diverse Programme gekauft und mich darin eingearbeitet. Manche hab ich in die Tonne getreten, andere nutze ich für meinen WorkFlow.
Noch immer lerne ich jeden Tag dazu, fuchse mich in die Programme ein, optimiere mich selbst, und ich bereue nicht eine Minute von diesen zwei Jahren, die ich mittlerweile dransitze.
DU, und NUR DU allein kannst wissen, was Dir Dein Buch wert ist.
Du kannst auch alles in einen Texteditor tippen und Dir für den Rest Leute suchen, die das für kleines Geld übernehmen. Sogar extrem günstige Ghostwriter gibt es auf Facebook & Co.
Wenn Du ein sehr geniales, sehr günstiges Programm für Autoren suchst, welches Dich sogar an die Hand nimmt, dann schau Dir BIBISCO an. Wenn Du da am Ende auf "Druck" klickst, hast Du ein richtig gutes E-Book erstellt, mit dem man sich sehen lassen kann. Der Quellcode ist ein Tram (im Gegensatz zu vielen anderen Programmen!)
Lass auf jeden Fall die Finger von "Papyrus" und "Seite1"!!!!!!!!!!!!!!!!!

Viel Spaß und Erfolg!

Offline lookcool

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #18 am: 08. August 2025, 12:27:29 »
@PacPac: Dass du dir gleich 20 passende Verlage rausgesucht hast, ist schon mal ein richtig solider Start – viele stolpern erst Wochen später an diesen Punkt. Und ja, die Wartezeit zwischen Einsenden und erster Antwort ist oft zäh, aber sie ist Gold wert, um parallel das Selfpublishing zu erkunden. Vielleicht packst du dir in dieser Zeit wirklich so eine Art „Mini-Fahrplan“ zusammen – nicht im Sinne von „streng abarbeiten“, sondern eher als grobe Orientierung: Lektorat, Cover, Satz, ISBN, Vertrieb, Marketing. Dann siehst du schnell, wo du dir Unterstützung suchen würdest. Klingt so, als wärst du nicht unsicher, ob du’s kannst – nur eben, dass dir jemand mit Erfahrung den Weg zeigen soll. Das ist eigentlich die beste Ausgangslage, weil du weder in Schockstarre noch im Blindflug bist.

@LeonCas: Dein „DU, und nur DU“ hat schon Wucht – und trifft den Kern. Man kann sich alle Tipps der Welt reinziehen, am Ende steht man trotzdem selbst davor, zu entscheiden, wie viel Herzblut, Zeit und Geld man investiert. Dein Workflow-Ansatz klingt, als hättest du dir das über die Jahre richtig zusammengebaut – ein Mix aus Tools, Erfahrung und Lernschleifen. Bibisco klingt spannend, gerade weil es anscheinend strukturiert und gleichzeitig schlank ist. Interessiert mich: Hattest du das schon beim ersten Buch oder ist das erst später in deinen Werkzeugkasten gewandert? Und bei Papyrus/Seite1 klingt’s, als hättest du da nicht nur technische, sondern auch konzeptionelle Bauchschmerzen gehabt – was war der Moment, wo du gesagt hast „weg damit“?

Offline LeonCas

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #19 am: 10. August 2025, 01:52:53 »
Hallo lookcool!

Ich hab keine Ahnung, wieso ich Deinen Beitrag vom 20. Juli übersehen habe.
SEHR kompetentes Feedback, und Danke für die Blumen!

Bis vor einem Jahr gab es die AutorenApp Patchwork.
Schon in ca 2015 hatte das Forum ein unterirdisches Design, mit Schreibpapier und Federkiel im Hintergrund und vielen Flecken auf dem Papier, was das Lesen der Beiträge fast unmöglich machte.
Diesen Punkt im Forum angesprochen brachte mir einen gigantischen Shitstorm der User und er "Entwickler" ein, und den Rausschmiss vom Boss.
Kurze Zeit später wurde das Design geändert.
Im November kaufte ich mir das Programm und meldete mich erneut im Forum an (früher hatte ich einen anderen Namen).
Das Programm interessierte mich, weil es den Duden eingebaut hat. Was den rest angeht, so solperte ich von Minute zu Minute über neue Unlogiken und Merkwürdigkeiten. So war das Design ungefähr wie ein zerbombtes Disneyland. Die Usability gar nicht erst vorhanden. Der Inhaber löschte wichtige Beiträge, schrieb mir merkwürdige E-Mails, und Kritik hat er kleingeredet. So zB war der "FocusMode" mit Spielereien und Grafiken vollbeladen. Von ablenkungsfreiem Schreiben war da nichts zu spüren. Ein Einsehen des Entwicklers? Fehlanzeige! Die Community war natürlich immer hinter ihrem GOTT, weshalb es auch da keinerlei Einsehen gab.
Ich erklärte öffentlich, dass es kein Team hinter Patchwork gibt, sondern der Chef alleine vor sich hinwuselt, sich nicht weitergebildet hat (die IT-Welt steht nicht still) und nun den Anschluss zu moderen Techniken verpasst hat. Außerdem beanstandete ich das Dateiformat, welches propietär ist, und mit keinem anderen Programm gelesen werden kann. Hat die Festplate Husten oder wird das Programm eingestellt, kann man sein Werk in die Tonne treten. Die Reaktion auf meine Kritik: Umgehender Rausschmiss aus dem Forum, Verweigerung von Updates vom Entwickler und richtig böse Mails von ihm.
Das Löschen der Beiträge und die Emails sind einzig und allein seinem Alkoholkonsum zuzuschreiben, der natürlich auch abgestritten wurde.
Das war im Dezember 23 und im Mai 24 startete ein innerer Fackelzug in mir, der ein paar Monate anhielt denn der Entwickler war tot und ich behielt in allen Punkten recht. Damit nicht genug, wurden die User von der Erbengemeinschaft vertröstet, dass es bald weitergeht etc. Ich schrieb in einem anderen Forum, in dem die Diskussion gestartet wurde, dass es keine Erbengemeinschaft gibt und es nur eine hinhaltetaktik ist, und wurde mit einem Rausschmiss belohnt.
Exakt ein Jahr später erschien auf der alten Website eine Nachricht, dass Patchwork nicht weitergeführt wird und alle Ansprüche nun verjährt sind, es kriegt also niemand Geld zurück. Und mein innerer Fackelzug nahm wieder fahrt auf!

DAS ist nun die Erfahrung mit EINEM Programm.
Diese Gefahr besteht ebenso bei "Papyrus" als auch bei "Seite 1". Noch dazu ist das Design bei S1 Schulnote 6, bei Papyrus Schulnote 5, und die Usability ebenso grottig.
Bei Papyrus kommt hinzu, dass ich das Programm etwa seit 2012 im Fadenkreuz habe, deren MarketingMaschen durchschaut habe, und einfach nur davor warnen kann. Man sollte sich einfach mal fragen, wieso es darüber keine negativen Bewertungen gibt? Wieso wird so etwas in allen Foren und Gruppen sofort gelöscht? In 2012 und etwas später gab es noch jede Menge ehrliche Bewertungen, die eine Menge Probleme mit dieser App aufgedeckt haben. Aber die sind ALLE verschwunden. Merkwürdig! Auch gab es in einigen Foren Hinweise, dass da wohl Geld und kostenlose Versionen über den Tisch gehen, also für Admins und Kommentatoren, aber auch diese sind verschwunden. Sehr rätselhaft!

Bibisco hingegen setzt auf XML als Dateiformat, wie zB auch Scrivener, und das kannst Du mit jedem Texteditor öffnen und bearbeiten, also notfalls.
Auf Bibisco kam ich erst später. Für Romanautoren ist das wirklich SEHR empfehlenswert.
Im Moment arbeite ich jedoch mit Scrivener, weil ich eine Art Sachbuch schreibe und mein "Top-Projekt" hatte ich schon mit Scrivener begonnen und bin da nun so tief drin, dass sich ein Wechsel nicht mehr lohnt.

Gruß!

Leon

Offline lookcool

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #20 am: 15. August 2025, 22:04:40 »
Deine Patchwork-Odyssee liest sich wie ein eigenes Kapitel im „Survival-Guide für Autoren-Software“ – allein der Punkt mit dem proprietären Format ist ein echter Augenöffner. Das Risiko, dass Jahre Arbeit in einer unlesbaren Datei enden, ist ja real, und genau da haben Bibisco oder Scrivener mit XML einen massiven Vorteil. Auch dein Hinweis, dass Support- und Communitykultur oft mehr über ein Tool verraten als Hochglanz-Features, sitzt.

Spannend finde ich, dass du Bibisco so lobst, aber dann bei Scrivener gelandet bist – war das eher, weil das Sachbuch-Setup komplexer ist, oder weil du mitten im Projekt gemerkt hast, dass ein Wechsel jetzt keinen Sinn mehr macht? Dein Abriss zu Papyrus und Seite1 klingt nach einer Mischung aus technischer Ernüchterung und toxischer Forenkultur. Gerade der Aspekt, dass kritische Stimmen gelöscht werden und damit ein falsches Bild entsteht, macht’s doppelt heikel.

Auch interessant: Deine Langzeitbeobachtung zu Papyrus seit 2012 – so was hat ja fast schon investigativen Charakter. Mich würde echt noch interessieren, ob du beim Umstieg von Patchwork bewusst gleich auf offene Formate geachtet hast oder ob das erst durch den Frust gewachsen ist.

Offline LeonCas

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #21 am: 16. August 2025, 00:55:38 »
Zunächst ganz wichtig: Frust habe ich nicht - ich bin völlig tiefenentspannt!
Meine "Patchwork-Odyssee" ist ja nur ein Teil von etwa 15 Jahren SelfPublisherSzene.
So ziemlich jeden Tag gibt es Gejammer in den Foren, dass mal wieder die Festplatte gelöscht wurde, das Programm herumzickt oder alle Daten den Bach runter sind.
Dann fragt man nach den Dateinamen, und schon geht die Pöbelei los: Wozu den Dateinamen? Der hat damit gar nichts zu tun! etc pp...
Dann kommen (mit viel Glück) dann doch die Namen und man sieht Dinger wie ">Ich bin ja soooo glücklich!<.docx"
und ich sehe 8 markante Fehler im Namen, mit dem nicht jedes Programm klarkommt: >    ü!< also die Klammern, Anführungszeichen, Leerzeichen, Umlaut. Da werden Bilderchen gebastelt, Smileys eingebaut, und, und, und.
Da gab es schon Fälle, in denen die User dann mich privat angeschrieben haben, wir haben das dann per E-Mail umgeändert und schon lief das Programm problemlos. Aber selbst die Entwickler flippten völlig aus, weil ich so einen "Schwachsinn" im Forum schrieb.
Oder das Thema "Backup" und "Sicherungskopien". Eine Sache von 5 Minuten, das einzurichten, und schon ist man auf der sicheren Seite. Aber glaub mal nicht, dass da einer dran Interesse hat. Lieber demnächst jammern, weil alle Daten weg sind.
Oder aber sie machen Kopien... auf C:!!!
Und natürlich...: Ich Klugshycer habe natürlich keine Ahnung ;-)
Ich habe dem übrigens drei Kapitel der näheren Erlärung in meinem Buch Frau_*:/-Innen gewidmet. Falls Du eine kostenlose Version haben möchtest... gib Bescheid oder schau in den anderen Thread zum Thema.
Ungefähr seit 15 Jahren gibt es Selfpublishing und ungefähr seit dem gibt es dazu Videos auf YouTube. Alle beinhalten nur oberflächlies Wissen, hochgradig unprofessionell gedreht, Verlegenheitslacher ohne Ende, aber !!! NICHT EINES !!! beinhaltet wirklich Techniken wie Backup oder Sicherheitskopien oder gar propietäre Dateiformate, obwohl die im Zusammenhang mit Hilferufen geradezu jeden Tag in den Foren erscheinen!!!!
Ich war in Scrivener schon tief drin, als ich Bibisco entdeckte. Da noch zu wechseln, wäre zu aufwändig gewesen.
Aber für "Frau_*:/-Innen" hätte das gut gepasst, hätte ich damit noch nicht angefangen.
Wenn man auch da die vielen Probleme der Selfpublisher und Autoren liest, vor allem mit den ach so tollen Autoren-Apps, dann wäre das ganz sicher ein Ding, über das viele glücklich wären, denn es ist wirklich SEHR einfach und nimmt alle an die Hand.
Mein jetziges "Fast-Sachbuch" ist für Scrivener Overkill, da dort Charaktere eingegeben werden und die Timeline gefüttert werden wollen. Mein "TryOutDive" ist mit so minimaler Timeline und unwichtigen Charakteren, dass ich das sogar mit einem Texteditor runterrattern könnte.
Auf die offenen Formate habe ich schon immer geachtet. Ich arbeite seit Anfang der 80er mit Computern, bin also kein kleiner dummer Junge, und habe als Tauchlehrer schon 1998 meine Bewerbungen in Form einer Website als Bewerbung verschickt, was damals wirklich noch ein WOUW war.
Word mit seinem Docx, LibreOffice mit ODT und RTF sind kein wirkliches Problem, denn es sind lediglich gepackte XML-Dateien (ganz grob erklärt), bei denen man immer an seine Text kommt, wenn auch mit etwas bis viel Arbeit.
Bei Patchwork, Papyrus und Seite 1 zB ist das nicht der Fall.
Patchwork hatte ich nur wegen des Dudens gekauft.
Da ich Websites basteln kann, weiß ich auch, wie HTML & Co aussehen, und somit wie ein E-Pub "Backstage" aussieht. Und da schneiden Libre Office und Patchwork GANZ schlecht ab, denn deren Quellcode für E-Books ist eíne einzige Müllhalde.
Spitzenreiter sind da... Überraschung!... Papyrus und Bibisco, deren Code kristallklar ist. Erst danach kommt Scrivener.
Seite 1: Geh mal bitte auf https://www.seite1.info/
und schau Dir nur die obere Leiste an. Erkennst Du da etwas? Ich nicht viel!
Auf https://www.seite1.info/preise%20und%20shop.htm
ist das Layout schon den Bach runter. Der Text ist mit dem Stempel des Verbands deckungsgleich, und Google-Chrome zeigt auch keine Buttons mehr an.
Das Design der App ist keinen Deut besser. RIESIGE Schaltflächen, die nicht wenig Platz wegnehmen.
Der Entwickler? Ebenso wie der von Patchwork und Papyrus, beharrt auf sein "Fachwissen" und sein Programm ist makellos und perfekt!
Das "Altpapier" hab ich eigentlich nur so lange beobachtet, weil es ja geradezu ein Krimi im Internet ist. Was die da machen, ist definitiv kriminell. Das ist Nepp, Bauernfängerei, Betrug! Und da sich so viele daran bewusst und aktiv beteiligen, würde ich sogar von "großem Stil" sprechen. Schade, dass unsere Behörden aktuell mit Gendern und dem Pflanzen von Regenbögen völlig ausgelastet sind, denn das wäre mal ein Fall für die.

Offline LeonCas

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #22 am: 16. August 2025, 04:18:26 »
Edit:
Zum Altpapier ist mir noch eingefallen, dass das Forum bis etwa 2018-19 so knallhart reguliert war, dass zunächst die E-Mailadresse zur Kontoerstellung überprüft wurde. War die ok, wurde das Konto freigeschaltet, was schonmal Wochen  dauern konnte. Dann wurde JEDER Beitrag erst überprüft, bevor er freigeschaltet wurde. Kritik wurde gar nicht erst veröffentlicht. Später wurde das gelockert, dass Beiträge ohne Überprüfung (von bekannten Usern) freigeschaltet wurden, aber später wurde auf jeden Fall Kritik gelöscht.
Ähnliches bei der Demo-Version, die noch dazu derart kastriert wurde, dass damit eigentlich gar nichts möglich war.
Ich denke wir sind uns einig, wenn ich einfach eine gewaltige psychische Störung in den Raum stelle, ohne gleich beleidigend zu sein.
Dazu gibt es auch nicht wenige Meinungen ehemaliger Entwickler die dort angestellt waren, und deren Berichte er wohl nicht so einfach löschen kann.
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass das Ding lediglich auf Libre-Office aufgebaut wurde?
Und ein nettes Feature ist auch die Online-Überprüfung in unregelmässigen Abständen. Biss Du gerade nicht online, wie zB im Funkloch, auf einer Insel oder im Flugzeug, lässt sich das "Altpapier" nicht starten. Auch da gibt es Berichte von SEHR ärgerlichen Nutzern, die weder an ihr Manuskript kamen, noch weiterarbeiten konnten, und einen Abgabetermin hatten.
Die Frage dazu ist aber: WIESO ist das so?
Ok, eine extrem ausufernde Form von Paranoia haben wir ja schon diagnostiziert, aber weiter?
Das Programm wird installiert, online freigeschaltet und gut ist. Ich kenne KEIN anderes Programm, welches später nochmals "nach Hause telefonieren" will. Nicht "Final Draft", nicht "Scrivener", nicht "Affinity".
Ich habe diese ganzen Erfahrungen in meinem Buch verarbeitet und einen Krimi draus gebastelt. Dort spionieren die Entwickler der Autoren-App "TypeWritersHeaven" den Computer des Autoren aus und senden alle Inhalte an die Entwickler, die sich die Ideen klauen  und selber vermarkten wollen. Was natürlich völlig spinnertes Zeug ist, und in der Realität ganz bestimmt gar nicht möglich ist, und niemals jemand machen würde! ;-)
Aber schon interessant, dass die Firma vor einiger Zeit wohl auf eine ausländische "Steuer-Insel" gezogen ist, dort nun auch den Firmensitz hat, hier nur eine Anschrift und eine weitere in Florida. Und der Namen der Firma wurde auch geändert. Nachtigal, ick hör Dir...
Aber ich bin ja mit Scrivener eh gut aufgestellt, also was solls mich kümmern.

Offline PacPac

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #23 am: 21. August 2025, 10:32:18 »
DU, und NUR DU allein kannst wissen, was Dir Dein Buch wert ist.
Du kannst auch alles in einen Texteditor tippen und Dir für den Rest Leute suchen, die das für kleines Geld übernehmen. Sogar extrem günstige Ghostwriter gibt es auf Facebook & Co.
Das ist aber dann auch eine Frage was man möchte. Will man etwas Veröffentlichen nur wegen der Veröffentlichung oder will man sich mal all, es genau ansehen, was da nötig ist und was eben die nächsten Schritte sind. Ich will jetzt nicht irgendwas raushauen, nur damit ich sagen kann, ich habe mal etwas veröffentlicht. Mich interessiert da zu sehr der weitere Ablauf, will wissen, was alles auf einen zukommt. Schnell mal etwas als PDF ins Netz stellen, kann man machen, ist aber nicht mein Plan oder meine Vorstellung einer Veröffentlichung. Ich sage aber auch nicht, nur ein gedrucktes Buch ist ein echtes Buch, dafür haben sich die Zeiten geändert.
Aus dem Grund kommen auch Ghostwriter etc. für mich nicht in Frage, höchstens jemand der mir Hilft die ganzen weiteren Schritte zu durchlaufen und mir Tipps geben kann. Aber es soll immer noch mein Projekt bleiben. Wie lange das dann dauert, spielt nur eine untergeordnete Rolle, habe keinen Zeitdruck.

@PacPac: Dass du dir gleich 20 passende Verlage rausgesucht hast, ist schon mal ein richtig solider Start – viele stolpern erst Wochen später an diesen Punkt. Und ja, die Wartezeit zwischen Einsenden und erster Antwort ist oft zäh, aber sie ist Gold wert, um parallel das Selfpublishing zu erkunden. Vielleicht packst du dir in dieser Zeit wirklich so eine Art „Mini-Fahrplan“ zusammen – nicht im Sinne von „streng abarbeiten“, sondern eher als grobe Orientierung: Lektorat, Cover, Satz, ISBN, Vertrieb, Marketing. Dann siehst du schnell, wo du dir Unterstützung suchen würdest. Klingt so, als wärst du nicht unsicher, ob du’s kannst – nur eben, dass dir jemand mit Erfahrung den Weg zeigen soll. Das ist eigentlich die beste Ausgangslage, weil du weder in Schockstarre noch im Blindflug bist.
So in die Richtung habe ich es mir auch vorgestellt. Zeit nutzen um sich da wirklich zu informieren und sich alles rauszusuchen, was da auf einem zukommt. Plan wird es da bestimmt brauchen, sehe auch gerne schwarz auf weiß was ich zu tun habe und brauche einen Plan. Da ist dann ja auch ein großteil der kreativen Arbeit getan, da ist es für mich dann schon ein abarbeiten der einzelnen Punkte. Die Punkte muss man einfach machen.
Können schon aber ob die Zeit reicht. Ich habe auch noch einen Job, eine Familie und einen Haushalt. Wie gesagt, ich habe keinen Zeitdruck aber irgendwann will man da Fortschritte sehen, sonst geht das auch auf die Motivation. Wäre es meine einzige Aufgabe und ich hätte mehr Zeit, würd eich mir das ohne Weiteres zutrauen.

Offline LeonCas

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #24 am: 23. August 2025, 05:59:41 »
Aber es soll immer noch mein Projekt bleiben. Wie lange das dann dauert, spielt nur eine untergeordnete Rolle, habe keinen Zeitdruck.

Naja, dafür hab ich alles Wichtige bereits genannt.
Ich hab mich die letzten Tage in "Affinity-Publisher" eingearbeitet, um das Taschenbuch zu basteln. Nicht wirklich einfach, aber auch keine Raketenwissenschaft und ich habe 24-7 Zeit.
Auch habe ich mir 20 neue Schriftarten runtergeladen, weil die, auf die ich gesetzt habe, ein Problem mit "kursiv" hat. Ja, da gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen kursiv mit MS-Word auf dem Monitor und dem kursiv für ein Buch aus Papier.
Also alle 20 neuen Schriftarten auf Herz und Nieren testen, und schon wieder geht die Zeit dahin.

Such auf Wiki nach dem "Paretoprinzip" und verinnerliche das. Es besagt, dass Du mit lediglich 20% Einsatz 80% der Arbeit schaffst. Du musst also von MS-Word nicht 100% können - 20% reicht aus.

Lade Dir von Affinity die Demo runter und schau Dir die Apps an. Alternativen: Adobe (sehr teuer) und Canva (rechtlich umstritten).
Manuals dazu gibt es bei Amazon als Papier oder auf YouTube als Video.
Ebenso lade Dir die Demos von "Bibisco" und "Scrivener" runter und probiere damit herum. Anleitungen auf YouTube (Gian).
Willst Du einen Zeitstrahl, Charakterbögen etc? Dann gibt es nichts Besseres als Excel (LibreOffice, OnlyOffice, WPS).
Als Datenbank für ALLES (Notizen, ToDo, Ideen, und, und...) ist Obsidian perfekt.
Rechtschreibung: Scribbr, QuillBot und LanguageTool. Vergiss den Duden, der ist Schrott!
Sehr hilfreich ist die Selfpublisherbibel, eine Website von Matthias Matting. Aber Vorsicht, denn auch der hat die Weisheit nicht mit der Kelle geschlürft, auch wenn er das denkt. Und versuch einfach nicht, mit dem in Kontakt zu treten, denn... lies einfach die Bewertungen seiner Bücher auf Amazon ;-)
 
Und nun leg einfach los. Viel Spaß und viel Erfolg!

Offline lookcool

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #25 am: 25. August 2025, 23:30:43 »
@LeonCas: Deine letzte Antwort liest sich fast wie ein Crashkurs quer durch die Selfpublisher-Werkzeugkiste – von Affinity-Publisher über Bibisco bis zu Obsidian. Spannend, dass du beim Schriftarten-Testen so ins Detail gehst, das zeigt, wie viel Kleinkram am Ende über die Qualität entscheidet. Paretoprinzip passt da gut, aber ich frag mich: wie vermeidest du, dich im 20%-Rest zu verlieren, der am meisten Zeit frisst? Und bei der „Selfpublisherbibel“ – würdest du sagen, die Inhalte lohnen sich trotzdem, auch wenn man die Person dahinter kritisch sieht?

@PacPac: Dieses „es bleibt mein Projekt, Zeitdruck egal“ klingt gesund – aber du sagst selbst, Motivation hängt oft am Fortschritt. Hast du dir schon überlegt, die großen To-dos wirklich mal schwarz auf weiß als Checkliste anzulegen? Dann kannst du Zwischenschritte feiern, auch wenn das Endziel noch weit weg ist. Und noch was: du hast ja betont, Ghostwriter etc. kommen für dich nicht infrage – aber wie siehst du es mit punktueller Hilfe, z. B. bei Layout oder Marketing? Wäre das für dich noch im Rahmen „mein Projekt“?

Offline LeonCas

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #26 am: 26. August 2025, 05:59:47 »
Zitat
Deine letzte Antwort liest sich fast wie ein Crashkurs quer durch die Selfpublisher-Werkzeugkiste – von Affinity-Publisher über Bibisco bis zu Obsidian.

Oh, das ist ungefähr so unmöglich, wie ein Crashkurs im Backen. Willst Du Kuchen? Brot? Pizza?
Was meinst Du, wie viele Autoren es gibt, die mit Word Schreiben, ihr Werk auf Amazon hochladen, noch eben deren CoverCreator ankurbeln, und gut ist. Auch so etwas wird verkauft und auch so etwas hat Erfolg.
Ich habe lediglich einen Crashkurs in MEINEM Workflow gegeben. Ob er dann mit Word schreibt oder doch einen Bleistift nimmt, kann und will ich nicht beeinflussen. Es ist ganz allein seine Sache. Ich zähle nur hier und da ein paar Fallstricke auf.
Zitat
Spannend, dass du beim Schriftarten-Testen so ins Detail gehst, das zeigt, wie viel Kleinkram am Ende über die Qualität entscheidet.

So etwas muss man aber auch erstmal sehen. Das war ja auch der Grund, weshalb ich zunächst eine "Generalprobe" erstellt habe.
Eigentlich würde ich sagen, dass die Jobs rund um das Buch intensive Lehrberufe sind, die schon ihre Berechtigung haben. Mal eben so einen Bildband erstellen, ist ganz gewiss nicht "mal eben" gemacht und erfordert garantiert viel Wissen. Andererseits sehe ich fast täglich, was mir die "Profis" von Suhrkamp & Co zumuten, und das kann ich besser.
Ich hatte neulich ein Büchlein von Reclam in der Hand, welches man nur noch als unleserlich bezeichnen konnte, solche woken Genderkreationen wurden da eingebaut. Aber auch Übersetzungsfehler sind mittlerweile nicht selten, bis hin zu total unlogischen Sätzen.

Zitat
Paretoprinzip passt da gut, aber ich frag mich: wie vermeidest du, dich im 20%-Rest zu verlieren, der am meisten Zeit frisst?

Bei der Recherche geht das sehr gut, man muss einfach ehrlich zu sich selbst sein, wenn man zB. bei Wikipedia eigentlich nur "Dienstgrad der Polizei" nachschlagen will und irgendwann bei "Waffen der spanischen Polizei" angekommen ist. Das geht dann schnell in den Bereich der Prokrastination.
Und lerne ich ein Programm wie Word, sieht man schon im Inhaltsverzeichnis des Manuals was ich brauche (Menüs der Oberfläche) und was ich getrost vernachlässigen kann (Serienbriefe). Auch reichen Tastaturbefehle für Copy und Paste, aber die, um die 120 betriebswirtschaftlichen Formeln anzuziegen, brauch ich garantiert nicht.
Und gänzlich vermeiden kann man das sowieso nicht, weil es auch viele Themen gibt, bei denen man keine Übersicht hat oder es andere Faktoren gibt, die das beeinflussen. Um beim Thema zu bleiben, nehme ich nochmals das Beispiel mit "Patchwork". Da ist das ganze Forum so Ahhh und Ohhh, alle hellauf begeistert. Dann hab ich mir das Ding gekauft und war alles andere als Ahhh und Ohhh, sondern eher Uuuaaahhh.
Da hab ich drei Monate dran gesessen und absolut NICHTS brauchbares geschaffen. Das musste aber an MIR liegen, denn die Fanboys im Forum sind ja hellauf begeistert.
Irgendwann hab ich halt kapiert, dass das nicht an mir lag, sondern diese Software wirklich völlig überholt, geradezu vorsintflutlich ist. Mitte der 90er wäre das der heiße Shyce gewesen, aber nicht 2020. Und ja, das Programm hat viele Funktionen, aber alle sind sie unlogisch und kompliziert und das Ergebnis ist teilweise geradezu grauenerregend. Ich habe auch nie einen Profi erlebt, der damit gearbeitet hat; alles nur so Hobbyschreiber.
Und in so einem Fall kannst Du Pareto leider nicht anwenden.

Zitat
Und bei der „Selfpublisherbibel“ – würdest du sagen, die Inhalte lohnen sich trotzdem, auch wenn man die Person dahinter kritisch sieht?

Ich sehe das wie bei Wikipedia: Verwenden, aber nicht drauf verlassen, schon gar nicht rechtlich.

@PacPac: Was für ein Buch willst Du eigentlich schreiben? Gibt es da schon etwas zu lesen?

Offline PacPac

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #27 am: 28. August 2025, 11:37:33 »
Deine Vorgehensweise schreckt mich dann schon eher ab:)
Mit all diesen Dingen wollte ich mich dabei eher nicht befassen aber ich schau mir das mal etwas genauer an und such mir raus, was ich eventuell gebrauchen kann.

@PacPac: Was für ein Buch willst Du eigentlich schreiben? Gibt es da schon etwas zu lesen?

Als ich gefragt wurde, musste ich kurz überlegen, weil das Projekt zwar noch im Entstehen ist, aber die Richtung schon ziemlich klar: Es soll ein Roman werden. Keine Kurzgeschichtensammlung, kein Bildband, sondern eine Geschichte, die man von Anfang bis Ende begleitet. Die Idee ist, die Bilder meiner Partnerin nicht einfach als Illustration zu nutzen, sondern sie wie kleine Spiegel oder Wegweiser in der Handlung auftauchen zu lassen. So, dass Text und Bild miteinander eine eigene Ebene bilden. Inhaltlich geht es um eine Hauptfigur, die sich auf eine Art innere Reise begibt, irgendwo zwischen Realität und Fantasie, und dabei mit Fragen von Identität, Verlust und Neuanfang konfrontiert wird. Zu lesen gibt es tatsächlich schon erste Kapitel und Szenen, die noch lose nebeneinanderstehen, aber schon jetzt das Gefühl geben, dass da eine zusammenhängende Welt wächst. Der Roman soll am Ende so sein, dass man beim Lesen ganz eintauchen kann. Aber gleichzeitig durch die Bilder auch immer wieder ins Innehalten und Weiterdenken kommt.

Offline LeonCas

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Re: Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?
« Antwort #28 am: 28. August 2025, 23:40:33 »
Zitat
Deine Vorgehensweise schreckt mich dann schon eher ab:)

Das ist absolut ok. Wie ich bereits erwähnte, gibt es nicht wenige Schreiber, die gerademal den Startbutton von Windows kennen, aber die sind damit happy.
Kleiner Seitenhieb am Rande: es sind allerdings genau die, die dann über zerstörte Daten und fehlende BackUps klagen.... aber das nun bitte nicht persönlich nehmen.
Es ist halt meine "Macke", dass ich so umfangreich ans Werk gehe. Ich schaue mir Videos auf YouTube an, als Beispiel Affinity-Publisher. Die Dame im Video erklärt die Grundlagen, und bietet ihre Arbeit nebenher auch noch für (nicht wenig) Geld an. Ich habe mich daran gewöhnt, dass meine Kommentare auf YT gelöscht werden, bzw erst gar nicht erscheinen, denn mir fallen stets viele Fehler auf, und das wollen die YTer gar nicht wissen.
Da wird zB ein weißes Rechteck über Text gelegt, der "nicht so richtig passt". Gut, in diesem Moment ist der Text verschwunden, aber... wenn später der Leser einen schwarzen oder aufgenfreundlichen Hintergrund wählt, hat es mitten im Text ein weißes Rechteck vor der Nase. Und für so etwas nimmt die Dame viel Geld? Sorry, das kann ich besser! Und NEIN, ich kann das nicht einmal nur halb so gut wie wirklich gelernte MedienProfis, aber für MICH reicht das. Und hier auch nochmals der Vergelcih zu teuren Produkten der renommierten Verlage, die mittlerweile auch nur mit der heißen Nadel erstellt werden, und nicht selten 25,- EUR für ein !!! EBOOK haben wollen.

Zitat
...und such mir raus, was ich eventuell gebrauchen kann.

PERFEKT! Genau darum geht es doch! Und wenn da NICHTS für Dich bei ist, dann ist das eben so.

Zitat
Die Idee ist, die Bilder meiner Partnerin...

Wouw, das hört sich ganz nach Michael Ende und die Bilder seines Vaters an, die er in diversen Büchern verarbeitet hat.
Gib auf jeden Fall Bescheid, wenn Du da was "lesbares" hast.