Autor Thema: Was mir wegen Corona auf den Keks geht  (Gelesen 49694 mal)

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Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #555 am: 15. Mai 2020, 13:38:09 »
dann ist Tempo 90 vielleicht doch besser

Innerorts?  ;)
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Alte Männer sind gefährlich. Sie haben keine Angst vor der Zukunft.

Offline DieFrau

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #556 am: 15. Mai 2020, 14:53:09 »
Wem interessiert das Tempo?
So lange eine Blitzer App läuft, ist es egal 8)
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline phoenix

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #557 am: 15. Mai 2020, 15:10:27 »
Im Nachhinein hätten wir wohl nicht so hart durchgreifen müssen. Und denoch ist das Virus da draußen.
Ich finde solche Aussagen rückblickend auf Epidemien und Pandemien  immer wieder putzig.

"Es war alles nicht so schlimm, das hätten wir auch weniger hart erreicht".

Nochmal, nur weil wir so hart durchgegriffen haben, sind wir höchstwahrscheinlich so glimpflich davongekommen.

Wir reden darüber nochmal, falls ein Flächenbrand mit einer weiteren Welle kommen sollte und wir italienische Verhältnisse haben.
Mal sehen ob dieser Spruch dann nochmal kommt.
« Letzte Änderung: 15. Mai 2020, 15:12:43 von phoenix »
Was im Internet die unerwünschten Ads sind, sind im Real Life die politischen Ankündigungen von  Corona Gegenmaßnahmen. Ich hätte bitte meinen Real Life Corona Ankündigungblocker.

"Typical. Just when you're getting ahead, someone changes the odds." - MacGyver (Pegasus)

Offline Korinthenkackerin

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #558 am: 15. Mai 2020, 15:24:27 »
Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt!
(Elbert Hubbard)

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
(Alexander Freiherr von Humboldt)

Offline Conte Palmieri

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #559 am: 15. Mai 2020, 16:21:27 »
"Entweder sind Sie sich des chaotischen Zustands der Welt bewußt, oder Sie schlafen nur, leben in einer Phantasiewelt, einer Illusion." - Jiddu Krishnamurti

Offline simplemachine

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #560 am: 15. Mai 2020, 19:34:16 »
Sei versichert, daß jemand, der sich eine Existenz aufgebaut hat, erst sämtliche Reserven ausschöpft und sich komplett überschuldet, bevor er die Sache aufgibt.

Was nützt das, wenn die Gewinne in guten Zeiten immer gleich aus dem Unternehmen rausgezogen werden und der Alltagsbetrieb, wie oft, auf Kreditlinie läuft. Die Verschuldung ist ja selbst bei prosperierender Wirtschaft schon normal und Reserven werden kaum gebildet. Bis zur Überschuldung ist es dann eben nur noch ein kurzer Weg. Das gilt für Private genauso: billiger Hauskredit ist super, auch ohne nennenswertes Eigenkapital, große Autos auf Leasing, Iphones auf teuere Monatsratenverträge, Urlaube auf Konsumkredit, sogar Aktien werden auf Kredit gekauft, weil der Schuldenzinssatz ja so schön günstig ist und die Rendite auf Pump verlockend erscheint. Solche Kartenhäuser fallen nun mal schnell zusammen.


Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #561 am: 15. Mai 2020, 20:53:48 »
Ob die Richter Papierakten oder elektronische Akten bearbeiten, ist da piepegal.

Es kommt mir nicht so egal vor. Vor Corona war schon die "Vorschrift", daß keine Aktien eleoktonisch übermittelt werden, weil das unsicher sei. Stattdessen wurden die Akten per Post verschickt. Sicherer? Ach was. Und jetzt gilt die Devise, daß die Post unsicher ist und die Richter sich die Akten persönlich abholen müssen. Das ist einfach unglaublich rückständig.

Zitat
Richter haben keine Anwesenheitspflicht; viele von denen arbeiten seit Jahren im Homeoffice und schauen außerhalb ihrer Sitzungstage nur bei Gericht rein, um abgearbeitete Akten in den Schreibdienst zu bringen, neue Akten auf der Geschäftsstelle zu holen und ein, zwei Stunden Dezernatsarbeit zu machen.

Und keiner kann ihnen vorschreiben, wie viel sie tun sollen. Mein Richter-Onkel in Hamburg kam jeden Mittag nach Hause für den Mittagsschlaf und der war noch einer von den fleissigen.

Zitat
Es gibt gerade in so einem abgesoffenen Laden wie Berlin auch ohne mündliche Verhandlungen mehr als genug zu tun, um mal ein paar Rückstände aufzuarbeiten.

Dazu kommt der Trojaner im Kammergericht. Die IT war für Wochen nicht verfügbar. T-Systems hatte in einem Gutachten davor gewarnt und die verwendete Software kritisiert. Es war sogar noch eine Textverarbeitung von 1995 im Einsatz. Das ist behördentypisch. Keiner muß, keiner will, keiner verlangt was.
« Letzte Änderung: 15. Mai 2020, 21:08:35 von Araxes »

Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #562 am: 15. Mai 2020, 20:58:03 »
Denn Unterschied zwischen einer konstanten Gefährdung und einer, die exponentiell hochgeht, wenn sie ignoriert wird, kennst du?

Für dich gibt es nur Extreme. Wer lockern will, ignoriert gleich oder wie? Abgesehen davon hast du selber die Latte so hochgelegt, daß es mich wundert, dass das nun plötzlich ein Kriterium sein soll. Ich habe dein "so lange wie notwendig" so verstanden, daß erst gelockert werden darf, wenn es das Virus nicht mehr gibt. Falls du was anderes gemeint hast, dann erkläre es doch mal. Ich fürchte aber, du müsstest am Ende doch etwas mehr abwägen, denn das Virus wird nicht verschwinden. Ab wann darf man wie lockern und wie viel Schaden ist akzeptabel?

Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #563 am: 15. Mai 2020, 20:59:02 »
Bei höherer  Geschwindigkeit steigt die Gefährung auf jeden Fall quadratisch und damit auch nicht linear und ist auch nicht konstant.

Stimmt allerdings. Der Bremsweg wird exponentiell länger. Und beim Autofahren gibt es auch Regeln, unter denen man das Fahren erlaubt und eine gewisse Zahl Tote und Verletzte in Kauf nimmt. Keiner hat das je hinterfragt
« Letzte Änderung: 15. Mai 2020, 21:15:22 von Araxes »

Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #564 am: 15. Mai 2020, 21:00:26 »
Nochmal, nur weil wir so hart durchgegriffen haben, sind wir höchstwahrscheinlich so glimpflich davongekommen.

Trotzdem war nicht jede Maßnahme nötig. Grenzschließungen sind immer noch totaler Quatsch. Und warum sogar Golf verboten wurde, weiß wohl keiner so richtig.

Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #565 am: 15. Mai 2020, 21:08:05 »
Was nützt das, wenn die Gewinne in guten Zeiten immer gleich aus dem Unternehmen rausgezogen werden und der Alltagsbetrieb, wie oft, auf Kreditlinie läuft.

Den schlauen Spruch vom "Gewinne rausziehen", kannst du demnächst mal im Restaurant bringen. Mal sehen, ob du noch bedient wirst.

Zitat
Die Verschuldung ist ja selbst bei prosperierender Wirtschaft schon normal und Reserven werden kaum gebildet.

Das stimmt nicht. Deutsche Unternehmen sind eher niedrig verschuldet. Davon abgesehen ist das Arbeiten mit Fremdkapital normal. Die Annahme ist, daß das Unternehmen eine Rendite macht, die höher ist als die Frenmdkapitalkosten, also Kreditzinsen, Anleihezinsen etc. Dann ist Verschuldung sinnvoll. Wenn das nicht so wäre, gäbe es gar keine Motivation, überhaupt als Unternehmen tätig zu sein. Dann wäre es sinnvoll, sofort zu schließen und höchstens noch sein Eigenkapital zu verleihen. Interessanterweise ist das die Denkweise von etwa 87,5% der Deutschen, die sich dann über niedrig verzinste Kapitallebensversicherungen beklagen.

Offline maxim

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #566 am: 15. Mai 2020, 21:32:49 »
Stimmt allerdings. Der Bremsweg wird exponentiell länger.
Du bist echt so ahnungslos.
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Offline maxim

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #567 am: 15. Mai 2020, 21:44:14 »
Einige haben es richtig eilig, ihre Umsatzeinbußen schnell wieder reinzuholen. Haarschnitt 15 EU statt bisher 10. Von Restaurants hört man ähnliches. Das sind wohl schon die Vorboten der Inflation.
wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht

Offline maxim

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #568 am: 15. Mai 2020, 21:59:07 »
Dann wäre es sinnvoll, sofort zu schließen und höchstens noch sein Eigenkapital zu verleihen. Interessanterweise ist das die Denkweise von etwa 87,5% der Deutschen, die sich dann über niedrig verzinste Kapitallebensversicherungen beklagen.

 87,5 % der Deutschen haben eine Kapitallebensversicherung ? Darüber will ich Belege sehen !

Ich hab schon seit Jahren keine Werbung für diese Anlageform vernommen.
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Offline simplemachine

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #569 am: 15. Mai 2020, 22:58:01 »
Das stimmt nicht. Deutsche Unternehmen sind eher niedrig verschuldet.

Warum sind sie denn in langen Wohlstandsphasen überhaupt verschuldet, wenn man soliden Gewinn macht. Außer für besondere Investitionen vielleicht.


Davon abgesehen ist das Arbeiten mit Fremdkapital normal. Die Annahme ist, daß das Unternehmen eine Rendite macht, die höher ist als die Frenmdkapitalkosten, also Kreditzinsen, Anleihezinsen etc. Dann ist Verschuldung sinnvoll.

Verschuldung bedeutet immer, die Macht über das Geschehen zu einem signifikanten Teil an Gläubiger abzugeben. Solange man die Verbindlichkeiten bezahlen kann, klappt das, aber danach ist sofort die Krise da. Das gilt für Unternehmen, wie für Private gleichermaßen. Das ist im Prinzip genau die Logik der Aktienkäufer auf Kredit. Man kauft etwas, für das man das Geld nicht hat, auf Pump und denkt, aus der Nummer mit Gewinn rauszukommen. Alle Krisen der letzten Zeit beruhen darauf, dass Leute solche Luftblasen generieren, denen es an innerer wertmäßiger Substanz fehlt.

Wenn das nicht so wäre, gäbe es gar keine Motivation, überhaupt als Unternehmen tätig zu sein.

Ist zwar Old School, aber Gewinnerzielung auf Guthabenbasis war mal Standard. Da waren der Fuhrpark und das Betriebesgrundstück noch abbezahlt. Ebenso, wie die Anschaffungen der Privaten. Schulden zu machen, war nicht immer cool.