Autor Thema: Dieselgate  (Gelesen 2078 mal)

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Offline Araxes

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Re: Dieselgate
« Antwort #15 am: 02. August 2017, 21:55:02 »
Das Softwareupdate wird jedenfalls nicht viel bringen. Da wird nur auf Zeit gespielt. Damit können sie wieder ein Jahr überbrücken und in der Zwischenzeit werden etliche Fahrzeuge verschrottet.

Offline Mattieu

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Re: Dieselgate
« Antwort #16 am: 03. August 2017, 08:54:05 »
Das Softwareupdate wird jedenfalls nicht viel bringen.

Natürlich nicht. Der neue Audi A8 stößt bis zu 24 mal mehr Schadstoffe aus, als erlaubt. Das Softwareupdate soll bis zu 30%  Verringerung bringen können. Wenn es das schafft, was auch noch fraglich ist, wären es immer noch rund acht mal mehr als erlaubt. Ganz abgesehen von dem Treppenwitz, dass ein Neuwagen ein Update braucht.

Da wird nur auf Zeit gespielt. Damit können sie wieder ein Jahr überbrücken und in der Zwischenzeit werden etliche Fahrzeuge verschrottet.

Und es ist nach der Bundestagswahl.
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Offline Yossarian

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Re: Dieselgate
« Antwort #17 am: 03. August 2017, 16:37:41 »
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Offline nigel48

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Re: Dieselgate
« Antwort #18 am: 03. August 2017, 19:58:59 »
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/sion-von-sono-motors-preiswertes-elektroauto-mit-solartechnik-a-1153482.html

"Das ist keine Frage des Könnens, sondern des Willens", antwortet Jona Christians darauf. Das Geschäft mit den Verbrennungsmotoren läuft einfach noch zu gut." Aber die Zukunft, da ist der junge Entrepreneur überzeugt, gehöre den Elektroautos. Solchen wie dem Sion.

wenn jetzt noch alle hersteller sich auf einen akku einigen (bei usb, casetten und cds gings ja auch) könnte man für pendlervekehr normal laden und für langstecken tausch-zentren wie die schon vorhandenen tankstellen nutzen. 30 min schnell laden oder 2-minuten akkutausch..
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Online Kulle

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Re: Dieselgate
« Antwort #19 am: 03. August 2017, 21:12:52 »
....wenn jetzt noch alle hersteller sich auf einen akku einigen .....könnte man für ... und für langstecken tausch-zentren wie die schon vorhandenen tankstellen nutzen. ....oder 2-minuten akkutausch..
Das ist eine bescheuerte mechanische Denkart aus dem letzten Jahrtausend. Stell dir mal ein Viel-Langstreckenfahrer vor der fast jeden Tag den Akku tauschen muss. Das ist unpraktikabel indiskutabel. Die Technik für E-Autos braucht noch 10 bis .... Jahre. Solange werden wir mit Dieselautos leben müssen.

Offline Yossarian

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Re: Dieselgate
« Antwort #20 am: 03. August 2017, 21:31:31 »
Die schönsten Elektroautos nutzen nichts, wenn nicht der Strom, mit dem sie fahren, umweltverträglich hergestellt wird. Sonst wird das Problem nur verlagert.
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Re: Dieselgate
« Antwort #21 am: 03. August 2017, 21:41:12 »
Deshalb schrieb ich:
.... Die Technik für E-Autos braucht noch 10 bis .... Jahre. Solange werden wir mit Dieselautos leben müssen.
Da ist auch die Energieerzeugung gemeint.

Offline nigel48

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Re: Dieselgate
« Antwort #22 am: 04. August 2017, 00:42:15 »
die 10 jahre "brauchen" wir aber nicht für die technik, sondern die industrie stellt nicht eher um, bis die maschinen sich amortisiert haben.
die leute hier in den dörfern fahren morgens nach berlin oder cottbus oder... so 50-100 km pro strecke. da reicht ein kleiner e-wagen. tanken nachts zu hause, tagsüber in der firma. und urlaubsfahrten in die sächsische schweiz oder an die ostsee muss man halt anders takten, länger dauern die aber auch nicht .
die langstrecken-vertreter-protzkarren haben jetzt schon 500 km reichweite. und bei jedem halt wird halt getankt.
das ist eine organisationsfrage.
in 2 jahren könnte ein netz für e-tankstellen stehen. - wenn mann wollte. strom gibts auch genug.

NUR...wer ein interesse so ein netz zu bauen?
und wer hat ein interesse die alten sprit-tankstellen weiterzu betreiben und wer will weiterhin verbrennungsautos verkaufen und produzieren.

wer denkt langfristig und wer schaut auf quartalsgewinne. und wer davon hat wie viel einfluß?

wenn hier im lande nicht politik und industrie sofort vollgas geben werden uns china und demnächst indien bei den e.autos sowas von versägen...
in peking und shanghai erhalten e-autos eine sofortzulassung und die dürfen an allen tagen fahren.
zulassungen für spritwagen werden verlost und gelten für 4 tage in der woche...
für neue e-autos gibt es vom staat 6.000€ zuschuß, in peking und shanghai nochmal 6.000.
jede 4. neuzulassung ist ein e-auto. - und dass sind alles die fetten karren.
in der ersten industialisierungs-stufe waren fahrräder in china enorm wichtig. danach die mopedroller. die werden jetzt auch elektrifiziert. vor 2 jahren gab es 120 millionen e-zweiräder.

es gibt hier noch keine china-e-autos, weil die dort im land bleiben.

in 10 jahren brauchen wir gar nicht mehr anzufangen, marktreife e-autos zu bauen. der markt ist dann schon besetzt.
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Offline Yossarian

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Re: Dieselgate
« Antwort #23 am: 04. August 2017, 08:09:17 »
die 10 jahre "brauchen" wir aber nicht für die technik

Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, daß der Strom, mit dem die ganzen Autos aufgeladen werden müssen, nicht umweltverträglich produziert wird. Man verlagert das Problem also nur, wenn man jetzt auf Elektroantrieb umsteigt.
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Offline Mattieu

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Re: Dieselgate
« Antwort #24 am: 04. August 2017, 09:54:46 »
Das Problem ist, daß der Strom, mit dem die ganzen Autos aufgeladen werden müssen, nicht umweltverträglich produziert wird.

Das betrifft wohl nur Kohlekraftwerke, in Teilen noch Gaskraftwerke. Der Rest der Stromgewinnung ist ziemlich umweltverträglich, solange nicht wieder ein Atommeiler hochgeht. Und einzelne Kraftwerke lassen sich sicher günstiger und wirkungsvoller auf umweltverträglich trimmen als Millionen von dezentralen Verbrennungsmotoren in KFZ. Zudem stehen sie in der Regel nicht am Neckartor oder anderen problematischen Orten.
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Offline Mattieu

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Re: Dieselgate
« Antwort #25 am: 04. August 2017, 09:56:10 »
Stell dir mal ein Viel-Langstreckenfahrer vor der fast jeden Tag den Akku tauschen muss. Das ist unpraktikabel indiskutabel.

Der Langstreckenfahrer muss heute auch täglich tanken. Da macht ein zweiminütiger Akkutausch kaum einen Unterschied.
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Offline Yossarian

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Re: Dieselgate
« Antwort #26 am: 04. August 2017, 11:12:26 »
einzelne Kraftwerke lassen sich sicher günstiger und wirkungsvoller auf umweltverträglich trimmen als Millionen von dezentralen Verbrennungsmotoren in KFZ. Zudem stehen sie in der Regel nicht am Neckartor oder anderen problematischen Orten.

Natürlich. Trotzdem werden wir zuwenig Kraftwerke haben, wenn alle Welt mit Strom statt fossilem Kraftstoff fährt.

Der Langstreckenfahrer muss heute auch täglich tanken. Da macht ein zweiminütiger Akkutausch kaum einen Unterschied.

Wäre eine tolle Sache, wenn es standardisierte, schnell austauschbare Akkus gäbe.

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