Autor Thema: Maskulines Manifest  (Gelesen 14931 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

whothefuckisalice

  • Gast
Maskulines Manifest
« am: 28. August 2010, 15:44:59 »
Ich sitze in einem Restaurant beim Essen. Ploetzlich geht die Tuere auf, drei Personen betreten das Lokal: eine junge Frau marschiert selbstsicher und zielstrebig wie ein Generalissimo vorneweg, gefolgt von zwei schicksalsergebenen Maennern.
Wie selbstverstaendlich sucht ‘Sie’ den Platz aus, ihre Begleiter leisten Folge.
Nachdem die Gruppe Platz genommen hat, entsteht ein Gespraech, wobei die Dame eher indifferent wirkt und ihren Blick umherschweifen laesst, waehrend die beiden Galane durch ihre Koerperhaltung und Mimik signalisieren, dass sie ‘ihr’ an den Lippen haengen und jedes Wort aus ihrem Munde aufsaugen.
Waehrend ‘Sie’ sich ihrer Wirkung auf die beiden Maenner voll bewusst ist, machen die Beiden eher einen unsicheren, ja eingeschuechterten Eindruck.
Dies ist eine Szene, wie sie sich so oder aehnlich tausendfach abspielt, und doch ist sie symptomatisch fuer eine eklatante Fehlentwicklung in unserer Gesellschaft:
Wir Maenner sind nicht mehr das Haupt der Frauen, sondern der Appendix, ein weniger unterhaltsames, als vielmehr nuetzliches Accessoir, ueber dessen Vor- und Nachteile Frauen untereinander aehnlich sprechen wie ueber ein neues Handy.
Der ‘Spiegel’ berichtet gar von einer amerikanischen Studie, wonach sinngemaess  “Frauen sich der postindustriellen Welt besser anpassen koennen als Maenner”.
Wie bitte? Sehen wir mit unserem brachialen Alphatier-Anspruch etwa alt aus gegen die vielbeschworenen “Soft Skills” des anderen Geschlechts? Sind wir Maenner ein Auslaufmodell, ein Anachronismus aus der Steinzeit, als es physischer Staerke bedurfte, um zu ueberleben? Sind Maenner wirklich die Verlierer im Wettrennen um die bessere ‘Verwertbarkeit’ des Menschen fuer die Wirtschaft?
Moment mal, ihr ganzen Kampfemanzen und Raedelsfuehrerinnen der Frauenbewegung: Ohne Maenner waeren die Frauen heute ebenso wenig ueberlebensfaehig wie vor tausend Jahren, kapiert? Denn das Essen kommt nicht vom Supermarkt und der Strom nicht aus der Steckdose (traurig eigentlich, dass man diese Binsenweisheit nicht nur Kindern, sondern auch den Feministinnen erklaeren muss!).
Wer ist es denn, der ackert und pfluegt, saeht und duengt, jaetet und erntet, um der Scholle ihre Fruechte abzutrotzen, die uns ernaehren?
Wer entreisst den Tiefen der Erde ihre Schaetze wie Erze, Kohle, Gas oder Oel, bei Stuermen, Gluthitze oder eisiger Kaelte, um unser Ueberleben zu sichern?
Oder wo sind die “Vollweiber”, die unsere Haeuser und Strassen bauen (ich meine nicht die Architektinnen!) und sich durch schaedliche Koerperhaltung oder das Einatmen von Asphaltdaempfen ein ganzes Arbeitsleben lang ihre Gesundheit ruinieren?
Wo sind sie denn, die Feministinnen, die in den Schlachthoefen im warmen Blut stehen, um das Vieh kuechenfertig zu zerteilen?
Oder wo sind die Toechter Evas, die unseren Muell entsorgen und unsere Abwasserkanaele saeubern?
Man zeige mir bitte auch die Soldatinnen, die unsere freiheitlich-demokratischen Werte (die eine Gleichberechtigung der Frauen erst ermoeglichten) an forderster Front im feindlichen Kugelhagel verteidigen wuerden (muss man dann in Zukunft von der ‘Frontsau’ sprechen statt vom ‘Frontschwein’?).
Nein, liebe Maenner: die Frauen lassen uns auch heute, wo eine Alice Schwarzer die Metamorphose von der Hassfigur zur moralischen Instanz der Republik vollzogen hat, noch immer allein mit der ganzen Drecksarbeit - ueberall dort, wo es gefaehrlich, ungesund oder auch nur ungemuetlich ist, fordert niemand Quoten fuer Frauen, dafuer jetz aber im Leitungskreis von Post und Telekom. Und formuliert wurde dieses Ziel sogar noch von den maennlichen Vorstandsvorsitzenden der jeweiligen Firma: schaemt Euch, ihr Laffen!
Kurz: ueberall dort, wo man sich wichtig vorkommen darf, wo man hofiert wird und was zu sagen hat (kommandieren tun Frauen von Herzen gerne, das ist Ihnen in die Wiege gelegt), wo man in endlosen ‘Meetings’ und mit ‘Letters of Intent ‘ oder ‘Memorandi of Understanding’seine Sozialkompetenz demonstrieren kann, da tummeln sie sich gern, die Frauen, da fuehlen sie sich wohl.

Liebe Schwestern, jetzt will ich Euch mal etwas sagen: so wenig, wie wir Maenner ohne Euch leben koennten (immerhin sind wir alle dem Leib einer Frau entsprungen), so sehr seid Ihr auf uns angewiesen.
Ohne den technologischen Wandel, den wir Maenner in den letzten zwei , drei Jahrhunderten angestossen und vorangetrieben haben, koenntet Ihr doch nicht nur Eure Interessen heute gar nicht artikulieren, geschweige denn durchsetzen – Ihr waert gar nicht darauf gekommen, dass Eure gesellschaftliche Rolle eine andere sein koennte, als die althergebrachte!
Euch Maennern da draussen sage ich Folgendes: schaut Euch mal um in unserem Land, wie viele eingeschuechterte, verhuschte Duckmaeuser da draussen rumlaufen, bei denen die jahrzentelange, subversive Strategie der
Emanzen offensichtlich aufgegangen ist: staendig besorgt, politically correct zu sein und niemandem auf die Fuesse zu treten, spueren sie dennoch eine Art Kollektivschuld, weil Maenner das ‘schwache Geschlecht’ ja angeblich jahrtausendelang ausgebeutet und benutzt haben und machen sich nun sogar zum Advokaten feministischer Anliegen oder haben zumindest Verstaendnis dafuer.
Dies ist auch kein Wunder, faengt doch die Indoktrination des Mannes durch feministisches Gedankengut schon im Kindergarten oder der Grundschule an, denn leider haben wir das wichtigste, was wir haben, fast zur Gaenze in die Haende von Frauen gelegt: unsere Kinder. Versucht ein Bub, seine Rolle auch mal in einer Rauferei zu behaupten (was kann es unter Buben Natuerlicheres geben), oder laesst er seinem angeborenen Bewegungsdrang freien Lauf, melden sich die Betreuerinnen/Lehrerinnen schnell mit der Diagnose zu Wort: Hyperaktivitaet, gesteigertes Agressionsverhalten und Gewaltbereitschaft, Unfaehigkeit zur Kommunikation und zum Dialog: ein Fall fuer die Sonderschule!
Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Maennergeneration von heute das maennliche Rollenverhalten ihrer Vaeter und Grossvaeter atavistisch und ueberholt vorkommt.
Nur ein Beispiel: welcher Mann traut sich heute schon noch, einer schoenen Frau hinterherzupfeiffen oder ihr einen Klaps auf den Hintern zu geben, wenn sie lasziv gekleidet ist? Dabei war das noch vor dreissig Jahren gang und gaebe und ist es auch heute noch in vielen Laendern, auch wenn letzteres, zugegeben, seltener und eher unter Alkoholeinfluss vorkommt.
Schneidet Euch da ruhig mal eine Scheibe ab von unseren “Mitbuergern mit Migrationshintergrund”, wie es so schoen heisst. Denn die sind meist voellig unbeleckt von feministischer Propaganda und Einschuechterungstaktik und treten den deutschen Frauen gegenueber entsprechen selbstsicher und forsch auf, oft genug mit Erfolg.
Denn wisst Ihr was? Wenn die Frauen den Mann nach Ihren Vorstellungen modellieren koennten und ihn dann in Fleisch und Blut vor sich haetten, dann wuerden sie sich gelangweilt von ihm abwenden, wie von einer Mode von gestern- er interessierte sie dann nicht mehr, weil ihm das Wilde, Unergruendliche, Unbeherrschbare, eben das Maennliche abhanden gekommen ist; er ist dann nichts anderes mehr als ein dressierter Fiffi. Und davon gibt es bei uns leider weiss Gott genug.
Also, Maenner: befreit Euch endlich von dem Joch, das Euch die Kampfemanzen aufgezwungen haben, geht wieder erhobenen Hauptes durchs Leben im Bewusstsein Eurer Staerke und Eurer Faehigkeiten und ihr werdet sehen, dass nicht nur Ihr gluecklicher damit seid, sondern am Ende auch die Frauen, auch wenn sie es nie zugeben wuerden!

[/size][/size][/size][/size]

Offline phoenix

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 2.632
  • Geschlecht: Männlich
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #1 am: 28. August 2010, 23:19:25 »
Sorry, aber ich les mir doch keinen Wolf!

Gehts nicht prägnanter und kürzer (So 2-3 Sätze)?
"Typical. Just when you're getting ahead, someone changes the odds." - MacGyver (Pegasus)
Matrix - 2017+xth  Iteration

Offline Unikum

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.696
  • Geschlecht: Männlich
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #2 am: 28. August 2010, 23:53:33 »
Also, Maenner: befreit Euch endlich von dem Joch, das Euch die Kampfemanzen aufgezwungen haben, geht wieder erhobenen Hauptes durchs Leben im Bewusstsein Eurer Staerke und Eurer Faehigkeiten und ihr werdet sehen, dass nicht nur Ihr gluecklicher damit seid, sondern am Ende auch die Frauen, auch wenn sie es nie zugeben wuerden!

[/size][/size][/size][/size]
könntest du mich bitte so durchs leben gehen lassen wie ICH das möchte? danke!
Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

Wer, wenn nicht ich?

Offline Mattieu

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.583
  • Geschlecht: Männlich
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #3 am: 29. August 2010, 10:41:55 »
[/size][/size][/size][/size]

Wollt ich auch grad dazu sagen...
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline Miss_Moneypenny

  • Neuling
  • *
  • Beiträge: 45
  • Geschlecht: Weiblich
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #4 am: 30. August 2010, 08:15:02 »
Hat der Themenstarter denn nicht recht? Ich würde sogar behaupten, dass der Ursprung für den Verfall unserer Gesellschaft im Zerfall der Familien und diesem wiederum die sogenannte "Emanzipation" zugrunde liegt.

Offline fidibus

  • Volles Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 168
  • Geschlecht: Männlich
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #5 am: 30. August 2010, 08:58:17 »
Hat der Themenstarter denn nicht recht?
Ist es wichtig, recht zu haben?

Ich weiß nicht, ob der OP "recht" hat. Was er sicherlich hat, ist Frust. DAS spricht aus seinem Posting.

Zitat
... dass der Ursprung für den Verfall unserer Gesellschaft ...
Ach Gottchen - Lamentos über den Verfall der Sitten, der Jugend und der Gesellschaft sind seit Sokrates schriftlich überliefert. Und die lesen sich ziemlich modern.

Ich denke ja auch, dass unsere spezifische Form von Kultur und Zivilisation, wie wir sie in Westeuropa und Nordamerika entwickelt haben, den Zenit überschritten hat. Sich in so fern im Verfall befindet. Aber das ist historisch etwas völlig Normales. Hochkulturen entstehen und verfallen auch wieder. (An ihren inneren Widersprüchen, würden in Dialektik geschulte Menschen vermuten ...)
Das ist alles nichts Schlimmes. Das ist kein Weltuntergang. Danach geht es weiter. Nur anders. (Nicht unbedingt besser ... aber vielleicht auch nicht in allem schlechter)

Zitat
im Zerfall der Familien und diesem wiederum die sogenannte "Emanzipation" zugrunde liegt.
Vielleicht ist dies alles auch nur wieder eine Folge von etwas anderem. Genau genommen gibt es nie eine Ur-Sache. Was auch immer du als Ur-Sache benennst, ist selbst wieder bedingt, ist Folge von etwas anderem.
Was wir vielleicht tatsächlich haben - das Ganze steht ja in der Abteilung "Kampf der Geschlechter" - ist ein gespanntes Verhältnis der Geschlechter. Und eine weit verbreitete Abwertung des Männlichen. Aber auch das dreht sich gerade. Es fängt - zaghaft - an, dass Männer sich nicht mehr jede Zumutung und jede herabsetzende Zuschreibung widerspruchslos gefallen lassen. Das Schweigen der Lämmer geht langsam zu Ende. Aber das dauert noch ein wenig, bis sich das wirklich entwickelt. Aber so ein paar kleine seismische Vorbeben meine ich erkennen zu können, wenn man sich z.B. einmal den Grundtrend der Kommentare zu diesem Artikel hier http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33084/1.html anschaut.

Das Pendel schwingt langsam zurück. Aber friedlich und harmonisch wird das auf absehbare Zeit nicht werden. Eher streit- und konfliktförmig.

Business as usual halt ...

Nix Neues, nix Besonderes. Nur halt das, was eben gerade ist. Wie immer.
"Nach jedem Verbrechen muß jemand bestraft werden. Um so erfreulicher, wenn es der Täter ist."
 Lord Vetinari, Patrizier von Ankh-Morpork

Yossarian

  • Gast
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #6 am: 30. August 2010, 09:27:48 »
Ist es wichtig, recht zu haben?

Für manche Menschen schon.

Zitat
Ich denke ja auch, dass unsere spezifische Form von Kultur und Zivilisation, wie wir sie in Westeuropa und Nordamerika entwickelt haben, den Zenit überschritten hat. Sich in so fern im Verfall befindet.


Wir leben in interessanten Zeiten, würde ein sich selbst zerfleischender Chinese mit Hang zum Selbsthaß das wahrscheinlich nennen.

Zitat
Das ist alles nichts Schlimmes. Das ist kein Weltuntergang. Danach geht es weiter. Nur anders. (Nicht unbedingt besser ... aber vielleicht auch nicht in allem schlechter)

Das Problem ist natürlich, daß es in Übergangsphasen drunter und drüber gehen kann; das ist nichts für Menschen, die nur geregelte Abläufe und insbesondere Lebensläufe kennen. Mich selbst schließe ich da durchaus nicht aus.

Zitat
Vielleicht ist dies alles auch nur wieder eine Folge von etwas anderem. Genau genommen gibt es nie eine Ur-Sache. Was auch immer du als Ur-Sache benennst, ist selbst wieder bedingt, ist Folge von etwas anderem.

Das wußten schon die Kyniker, als sie ihre Theorie der sich durchschneidenden Handlungsstränge formulierten.

Zitat
Was wir vielleicht tatsächlich haben - das Ganze steht ja in der Abteilung "Kampf der Geschlechter" - ist ein gespanntes Verhältnis der Geschlechter. Und eine weit verbreitete Abwertung des Männlichen.

Das haben wir nicht nur vielleicht, das ist Tatsache.

Ein großes Problem auf weiblicher Seite ist die Diskrepanz zwischen - zumindest geforderter - gesellschaftlicher Wirklichkeit und Evolution / Biologie. Die Sorte Männer, die angeblich "gewünscht" wird ist sexuell tatsächlich nicht attraktiv. Das führt - sehr stark vereinfacht - dazu, daß die hiesigen Männer komplett domestiziert und dadurch unattraktiv werden, die paarungswilligen Frauen sich von ihrem eigenen "Produkt" abwenden und sich dem erstbesten testosteronausdünstenden Proll in die Arme werfen.

Offline fidibus

  • Volles Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 168
  • Geschlecht: Männlich
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #7 am: 30. August 2010, 14:31:42 »
Ein großes Problem auf weiblicher Seite ist die Diskrepanz zwischen - zumindest geforderter - gesellschaftlicher Wirklichkeit und Evolution / Biologie. Die Sorte Männer, die angeblich "gewünscht" wird ist sexuell tatsächlich nicht attraktiv. Das führt - sehr stark vereinfacht - dazu, daß die hiesigen Männer komplett domestiziert und dadurch unattraktiv werden, die paarungswilligen Frauen sich von ihrem eigenen "Produkt" abwenden und sich dem erstbesten testosteronausdünstenden Proll in die Arme werfen.
Na ja - ist ja nicht bei allen so. Aber bei etlichen vermutlich schon. Das Problem ist dann aber noch vertrackter. Nicht nur, dass es diesen Widerspruch zwischen dem, was Frau bezüglich ihreres Beuteschemas ins Bewusstsein gelangen lässt und dem, worauf sie bezüglich Attraktivität wirklich abfährt, gibt. Das alleine wäre ja schon schizophren genug.
Aber wirklich dramatisch wird es dadurch, dass diese ... ähem Damen ... dann diesen eigenen inneren Widerspruch natürlich nicht ins Bewusstsein gelangen lassen wollen. Sondern gnadenlos projizieren. Dann wird eben die Insuffizienz der Männer belärmt, die es einfach nicht schaffen, diese einander ausschließenden Eigenschaften gleichzeitig aufzuweisen.

DAS ist das eigentliche Problem. Die Projektion eigener Widersprüche in den Ansprüchen auf den Mann. Der dann natürlich nur verlieren kann. Egal, was er macht oder wie er ist: Er ist einfach defizitär. Von irgendetwas immer nicht genug. Erst durch diese Projektion kommt das wirkliche Problem zwischen den Geschlechtern in die Welt. (Ansonsten wäre es ja nur ein Problem, was manche/viele Frauen eben mit sich selber haben. Und wo sie dann eben irgendwie mit sich selber damit klar kommen müssen. Aber um das zu vermeiden wurde der Frauendiskurs erfunden: "Sag mal, ist dein Kerl aus so scheiße wie meiner?")

PS:
Vor knapp zwanzig Jahren habe ich einmal eine Therapeuten, der u.a. auch Paartherapie machte, sagen gehört: "Das Programm der Frauen lautet: Hasse deinen Kerl für genau die Eigenschaften, wegen derer du ihn dir ausgesucht hast."
Damals habe ich das für Quatsch gehalten. Inzwischen beschleicht mich immer mehr der Verdacht, der Mann könnte recht gehabt haben.
"Nach jedem Verbrechen muß jemand bestraft werden. Um so erfreulicher, wenn es der Täter ist."
 Lord Vetinari, Patrizier von Ankh-Morpork

Yossarian

  • Gast
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #8 am: 30. August 2010, 14:57:20 »
Na ja - ist ja nicht bei allen so.

Hab ich auch nicht behauptet. Ich schrieb auch, daß meine Darstellung stark vereinfacht ist.

Zur Gnade des Alterns gehört es, daß man als 55jähriger Sack mit einer Frau von 45+ Jahren bei einem Bier zusammensitzen kann und sich mit gönnerhaft verständnisvollem Nicken durchaus auch mal ein "was war ich damals blöd" anhören darf. Späte Genugtuung, vielleicht. Aber nicht unamüsant.

Zitat
Das Problem ist dann aber noch vertrackter. Nicht nur, dass es diesen Widerspruch zwischen dem, was Frau bezüglich ihreres Beuteschemas ins Bewusstsein gelangen lässt und dem, worauf sie bezüglich Attraktivität wirklich abfährt, gibt. Das alleine wäre ja schon schizophren genug.
Aber wirklich dramatisch wird es dadurch, dass diese ... ähem Damen ... dann diesen eigenen inneren Widerspruch natürlich nicht ins Bewusstsein gelangen lassen wollen. Sondern gnadenlos projizieren. Dann wird eben die Insuffizienz der Männer belärmt, die es einfach nicht schaffen, diese einander ausschließenden Eigenschaften gleichzeitig aufzuweisen.

DAS ist das eigentliche Problem.

Das Grundproblem ist und bleibt der Widerspruch zwischen biologisch-hormonell bedingtem und gesellschaftlich-intellektuell wünschenswertem Beuteschema. Was Du schilderst ist, was Frauen daraus machen. Im Endeffekt isses aber auch egal.

Zitat
Inzwischen beschleicht mich immer mehr der Verdacht, der Mann könnte recht gehabt haben.

Natürlich hat er Recht.

Offline Unikum

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.696
  • Geschlecht: Männlich
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #9 am: 31. August 2010, 19:59:29 »
Es ging nie um Familie, nie um Gesellschaft.
Es geht immer nur um Arterhalt.

ER muss sich in vielen SIE verewigen.

SIE braucht IHN für Futter Wärme Höhle.

Mehr wars nie, mehr wirds nie sein.

Eine Einehe passt zwar in unsere Gesellschaft, nicht zum Instinkt.
Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

Wer, wenn nicht ich?

Offline fortune cookie

  • Supermann
  • Sr. Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 362
  • Geschlecht: Weiblich
  • Help! I'm being held prisoner in a Chinese bakery!
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #10 am: 31. August 2010, 20:11:53 »
 :kotz

Dionarap

  • Gast
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #11 am: 31. August 2010, 20:14:32 »
Zitat
Hetero, männlich, weiß, hurra - ich werd' nicht unterdrückt,
Auf jeden Fall nicht so wie die anderen. Nennt es Zufall oder Glück.
Und schlau genug, um am Leben zu sein,
Bezahlt dafür, dagegen zu sein.
Du sagst: ich soll nur einmal sagen, wofür ich bin.
Verdammt, sieh genauer hin.
....

Ich bin dafür, daß wir uns mehr als nur einmal verstehen,
Daß wir zusammen Charlie-Chaplin-Filme sehen.
Für einen Humor, der den Wahnsinn kompensiert,
Und dafür, daß Bayern zuhause verliert.

;)

Offline Missovercover

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 885
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #12 am: 31. August 2010, 21:33:06 »
SIE braucht IHN für Futter Wärme Höhle.
Und für'n Müll.

Dionarap

  • Gast
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #13 am: 31. August 2010, 21:41:00 »


etwa so?

Offline fortune cookie

  • Supermann
  • Sr. Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 362
  • Geschlecht: Weiblich
  • Help! I'm being held prisoner in a Chinese bakery!
Re:Maskulines Manifest
« Antwort #14 am: 31. August 2010, 22:09:52 »
Da fehlt der Container daneben. Aus paritätischen Gründen. Jedenfalls wenn man Unikum folgen will. Auf dem einen Container stünde dann togef*ckt und auf dem anderen totgeworfen.... :evil
« Letzte Änderung: 31. August 2010, 22:13:32 von fortune cookie »