Autor Thema: Medienkultur  (Gelesen 15135 mal)

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Offline phoenix

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Re:Medienkultur
« Antwort #45 am: 18. Mai 2010, 00:46:22 »
Heute lief die Wiederholung von 3nach9. Da gab es eine bemerkenswerte Szene als ein Gast, mongolischer Stammeschef und Schamane mal so völlig aus dem Konzept dieser einstudierten Medien-Nabelschau herausfällt. Ich fand's herrlich, wie er die Moderatorin (Katrin Bauernfeind) völlig aus dem Konzept gebracht hat. Die war sichtlich genervt.

Wiederholung Mittwoch 19.05.2010     01:15 - 03:15     NDR FERNSEHEN

...gut, wenn man dasmit einem Mausklick aufzeichnen kann.

:)
"Typical. Just when you're getting ahead, someone changes the odds." - MacGyver (Pegasus)
Matrix - 2017+xth  Iteration

Yossarian

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Re:Medienkultur
« Antwort #46 am: 18. Mai 2010, 08:14:34 »
...gut, wenn man dasmit einem Mausklick aufzeichnen kann.

Schlecht, wenn man es nicht kann...

Offline Teppichporsche

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Re:Medienkultur
« Antwort #47 am: 18. Mai 2010, 10:42:34 »
Und ich setze noch einen drauf:
Wer jetzt in Gold einsteigt, ist selten dämlich.

Kann sein. Kann auch nicht sein. Der Goldpreis ist hoch, aber die Risiken in anderen Investitionen werden Momentan ebenfalls hoch eingeschätzt. Da ist Gold beliebtes Ausweichsinvestition.

Those are my principles, and if you don't like them... well, I have others.

Groucho Marx

Offline Teppichporsche

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Re:Medienkultur
« Antwort #48 am: 18. Mai 2010, 10:46:56 »
Und, nach Überlegung: Hey Moody, lösch mich bitte.

Warum? 90 % der Kanditaten hier habe ich noch nie auf einer Demo gesehen,
der Rest steht auf der Gegenseite ...

Du hast mindestens 90% noch nie gesehen. Aber dass hier 90% der Leute nicht für ihre Rechte oder gegen Rechte oder für sonstwas auf die Strasse gehen, würde ich so nicht behaupten wollen.

Was für eine Gegenseite?

Ist das der Grund (wir sind unpolitische Sesselpuper) für dein Abmelden?
« Letzte Änderung: 18. Mai 2010, 10:52:01 von Teppichporsche »
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Groucho Marx

cannafluss

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Re:Medienkultur
« Antwort #49 am: 27. Juli 2010, 13:39:34 »
Anhand der Berichterstattung über Schweinegrippe und Winterwetter mal die Frage in den Raum:
Fühlt man sich eigentlich noch angemessen Informiert?

Oder ist das ganze nur noch martschreierisch überzogene Panikmache?

Und gibts da Unterschiede zwischen einzelnen Mediensträngen? Tv/I-Net/Holznutzer?

Oder gar den einzelnen Verästelungen Gebühren/Werbefinanziert?

Wo informiert man sich rundweg am "objektivsten"?


Schwer zu sagen, da wird wohl jeder auf seine genutzten Quellen schwören . Prinzipiell gilt (für mich): Wen n mich ein Thema interessiert, so vioele unterschiedliche MEdien wie möglich nutzen, um nicht einseitig informiert zu werden.

Selber nutze ich die Junge Welt, DIE ZEIT, tagesschau.de und des Weiteren auch die knappen Informationen meines Emailadressenanbieters.



braten

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Re:Medienkultur
« Antwort #50 am: 09. September 2010, 11:01:59 »
Anhand der Berichterstattung über Schweinegrippe und Winterwetter mal die Frage in den Raum:
Fühlt man sich eigentlich noch angemessen Informiert?

Oder ist das ganze nur noch martschreierisch überzogene Panikmache?

Und gibts da Unterschiede zwischen einzelnen Mediensträngen? Tv/I-Net/Holznutzer?

Oder gar den einzelnen Verästelungen Gebühren/Werbefinanziert?

Wo informiert man sich rundweg am "objektivsten"?

Hm, ab objektivsten bleiben wirst du wahrscheinlich, wenn du so viele Quellen wie möglich nutzt ... was nicht heißt, dass du nicht auch durch zwanzig unterschiedliche Quellen noch immer in eine Richtung gelenkt wirst.
Anregungen sammeln, Fakten recherchieren (so weit möglich) und an deinen gesunden Menschenverstand glauben, und alles andere kritisch zu hinterfragen, überhaupt einfach kritisch bleiben.
Für mich hab ich "hart aber fair", die "junge Welt" und eben "tagesschau" als Erstinformationsquellen gefunden, weil ich die für immer noch am objektivsten bzw bei der "jungen Welt" am kritischsten finde.
Und sobald da ein Thema dabei ist, das mich wirklich sehr interessiert, nutze ich auch gern alle anderen Quellen, die für mich greifbar sind (Internet(tv), Zeitungen).

Yossarian

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Re:Medienkultur
« Antwort #51 am: 20. September 2010, 08:55:54 »
http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Polizei-sucht-nach-Motiv-fuer-Amoklauf_aid_908416.html

Bin mal gespannt, wann uns Alice den Einbruch in die bisherige Männerdomäne Amoklauf zum weiteren großartigen Sieg des Feminismus hochstilisiert...  :.)

marple

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Re:Medienkultur
« Antwort #52 am: 20. September 2010, 09:41:02 »
Bin mal gespannt, wann uns Alice den Einbruch in die bisherige Männerdomäne Amoklauf zum weiteren großartigen Sieg des Feminismus hochstilisiert...  :.)

 Immerhin wurden der Freund und der Sohn in der abgefackelten Wohnung zunächst fügsam als "tote Frau und totes Mädchen" bezeichnet. Da ist die Kopfvorarbeit doch schon erfolgt.

Offline Missovercover

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Re:Medienkultur
« Antwort #53 am: 20. September 2010, 12:37:34 »
Immerhin wurden der Freund und der Sohn in der abgefackelten Wohnung zunächst fügsam als "tote Frau und totes Mädchen" bezeichnet. Da ist die Kopfvorarbeit doch schon erfolgt.
Das LKA und fügsam?
Das wäre ja ein Skandal!

Offline fidibus

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Re:Medienkultur
« Antwort #54 am: 20. September 2010, 17:24:57 »
http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Polizei-sucht-nach-Motiv-fuer-Amoklauf_aid_908416.html

Bin mal gespannt, wann uns Alice den Einbruch in die bisherige Männerdomäne Amoklauf zum weiteren großartigen Sieg des Feminismus hochstilisiert...  :.)

Das läuft anders. Das wird als Beleg ausgelegt, warum es zu Katastrophen, Mord und Totschlag kommen muss, wenn man im Fall einer Trennung das Sorgerecht dem Vater überträgt.

Nein, aber mal ganz im Ernst: Es ist zwar nur ein Randaspekt in dieser ganzen Tragödie und eigentlich herzlich unwichtig, aber es ist schon auffällig, wie auch hier wieder reflexhaft versucht wird, das Muster "Mann - böse und gewaltätig ; Frau - Opfer, unschuldig, sanftmütig" zu bedienen und zu bekräftigen. Auch wenn es faktisch hier andersherum war.

Immerhin wurden der Freund und der Sohn in der abgefackelten Wohnung zunächst fügsam als "tote Frau und totes Mädchen" bezeichnet. Da ist die Kopfvorarbeit doch schon erfolgt.
Echt? Das wäre so ein Beispiel.

Was mir gerade im SPIGGL, dem ehemaligen Nachrichtenmagazin, auffiel: Es musste jetzt ganz schnell ein Artikel nachgeschoben werden, warum Frauen eigentlich so etwas gar nie-nicht tun und Gewalt eindeutig männlich ist und Gewalttäter halt männlich zu sein haben.

Man stelle sich das einmal andersherum vor. Das Delikt der Kindstötung ist z.B. eher mit weiblichen Tätern besetzt. Wenn es jetzt einen prominenten Fall gäbe, wo ein Mann sein Kind getötet hat: Würde man sich dann in den Redaktionen genötigt sehen, am Tag nach der Tat noch ganz schnell einen Grundsatzartikel nachzuschieben, dass Männer so etwas "eigentlich" ja nie tun und "eigentlich" das typische Täterprofil weiblich sei? Ich glaube nicht.
« Letzte Änderung: 20. September 2010, 17:28:15 von fidibus »
"Nach jedem Verbrechen muß jemand bestraft werden. Um so erfreulicher, wenn es der Täter ist."
 Lord Vetinari, Patrizier von Ankh-Morpork

Offline fidibus

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Re:Medienkultur
« Antwort #55 am: 20. September 2010, 17:26:24 »
Es wird sich sicherlich ein böser Mann finden, der die arme Frau zu dieser Tat getrieben hat. Dann ist Alice' Wunderland wieder in Ordnung...
Na, der ist doch schon gefunden. Der böse Kindsvater war es, der mit seiner Anmaßung, auch im Trennungsfall die Sorge für das gemeinsame Kind ausübern zu wollen, der Frau einfach gar keine andere Möglichkeit gelassen hat, als auzuticken.
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Offline fidibus

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Re:Medienkultur
« Antwort #56 am: 20. September 2010, 17:29:44 »
Das LKA und fügsam?
Wieso LKA?

DPA, AP und Konsorten. Und ja: Die sind "fügsam". Und wie!

Die wissen sehr wohl, wie sich eine Story verkauft. Die Leute sind Zwischenhändler von Sensationserlebnissen.
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Mockingbird

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Re:Medienkultur
« Antwort #57 am: 20. September 2010, 18:53:49 »
DPA, AP und Konsorten. Und ja: Die sind "fügsam". Und wie!

Die wissen sehr wohl, wie sich eine Story verkauft. Die Leute sind Zwischenhändler von Sensationserlebnissen.

Ich denke, die hatten einfach nur keine genaue Information, und die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter männlich ist, lag bei 95 % (diese Zahl habe ich  eben in den Nachrichten gehört). Und da es ja im Deutschen keine geschlechtsneutrale Formulierung gibt, wurde "der Täter" daraus gemacht.

Offline fidibus

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Re:Medienkultur
« Antwort #58 am: 20. September 2010, 19:10:23 »
Ich denke, die hatten einfach nur keine genaue Information, und die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter männlich ist, lag bei 95 % (diese Zahl habe ich  eben in den Nachrichten gehört). Und da es ja im Deutschen keine geschlechtsneutrale Formulierung gibt, wurde "der Täter" daraus gemacht.
Das erzählst du dann auch der nächsten Feministin, dass "Wir suchen einen Geschäftsführer" in einer Stellenausschreibung wunderbar geschlechtsneutral ist und so gar nicht Vorstellung erweckt, nur Männer wären angesprochen und kämen in Frage? Einfach weil die Mehrheit aller Geschäftsführerpositionen eben männlich besetzt sei. Und DESHALB sei es "geschlechtsneutral", ggf. auch eine Frau so anzusprechen.

Viel Glück. Du wirst es brauchen.
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Yossarian

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Re:Medienkultur
« Antwort #59 am: 20. September 2010, 19:15:24 »
Das erzählst du dann auch der nächsten Feministin, dass "Wir suchen einen Geschäftsführer" in einer Stellenausschreibung wunderbar geschlechtsneutral ist und so gar nicht Vorstellung erweckt, nur Männer wären angesprochen und kämen in Frage? Einfach weil die Mehrheit aller Geschäftsführerpositionen eben männlich besetzt sei. Und DESHALB sei es "geschlechtsneutral", ggf. auch eine Frau so anzusprechen.

Viel Glück. Du wirst es brauchen.

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