Autor Thema: negative Beeinflussung in den Medien - mobbing  (Gelesen 8379 mal)

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Nikibo

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #30 am: 27. August 2011, 22:23:43 »
@Murks
Wo Du Dich überall herumtreibst *g*

Mich interessiert nur eins - Wie bist Du die 6 kg losgeworden?

Offline fidibus

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #31 am: 28. August 2011, 08:12:10 »
Und: mir geht sexistische Darstellung egal welchen Geschlechts mindestens ebenso auf den Zeiger wie Dir.
Bloß: Jahrhundertelang waren die Frauen "die Dummen", jetzt trifft es auch mal das Männerbild.

Das ist vermutlich richtig. (Ich schreibe das einschränkende "vermutlich", weil ich mir da nicht ganz sicher bin. Unsere Sicht auf vergangene Jahrhunderte ist doch oft sehr "gefiltert". Man erkennt oft nur, was man erkennen möchte. Und es ist schwer, es wirklich zu beurteilen, wie Menschen in vergangenen Jahrhunderten wirklich gedacht und empfunden haben. Man lebt ja nicht wirklich in dieser Zeit, man er-lebt es nicht wirklich.)
Aber grundsätzlich spricht ja viel dafür, dass Entwicklungen oft einer Pedelbewegung folgen. Mal schlägt das Pendel in die eine Richtung aus, bis zu einem bestimmenten Extrempunkt. Der dann Rückstellkräfte erzeugt, die wiederum zu dem entgegengesetzen Extrem führen. Das ist ja sehr plausibel.

Aber wenn ich dich recht verstehe, dann sagst du: Früher wurden Frauen überwiegend abwertend in Medien und öffentlicher/veröffentlichter Meinung dargestellt. Und jetzt sind eben die Männer dran. Das ist ausgleichende Gerechtigkeit.
Und dieses Arguement hört man ja häufig. Ich möchte dagegen einwenden: Wenn wir hier über längere geschichtliche Zeiträume reden, wo der einzelne lebende Mensch also immer nur die eine Seite der Pendelbewegung überhaupt lebensgeschichtlich mitbekommt, finde ich es mitunter auch etwas zynisch, ihm auf eine Beschwerde hin, die da lautet: "Hier werde ich diskriminiert / benachteiligt / marginalisiert" zu antworten: "Das ist einfach der gerechte Ausgleich dafür, dass deine Vorfahren es andersherum praktiziert haben."

Von dieser Praxis in der Vergangenheit - so es sie denn wirklich gegeben haben sollte - hat der jetzt lebende Mensch nix. Ihm, dem jetzt lebendem Menschen ist also auch keine "Ausgleich" für die Vergangenheit abzufordern.
Meiner Ansicht nach hat das oft reflexartige Argument "in früheren Jahrhunderten / Jahrtausenden war es aber andersherum" oft vor allem eine Funktion: Es dient dem Vermeiden der wirklichen Kenntnisnahme und Anerkenntnis derzeitiger, aktueller Schieflagen.

Zitat
Auch empörend, ich weiß, aber daraus gleich Vergleiche mit "rassistischer" Diskriminierung abzuleiten finde ich ein bißchen an den Haaren herbeigezogen, ebenso wie die "Botschaften", die Du aus diversen Zeitungsartikeln herauszulesen meinst.

Also, ich kann den Impetus des Fadenerstellers schon nachvollziehen.

Ich nehme einmal pars pro toto das Phänomen, dass ich hier unter "Penis abschneiden ist lustig" schon einmal angeführt habe:
http://maennerboard.de/index.php?topic=366.msg35693#msg35693

Es ist mitnichten an den Haaren herbeigezogen, so etwas als ziemlich ekelhaft und Menschen-/Männerverachtend zu empfinden. Und mit umgekehrten geschlechtlichen Vorzeichen wäre es schlicht nicht denkbar. Es wäre nicht denkbar, dass so etwas gesendet würde, es wäre nicht einmal denkbar, dass so etwas überhaupt produziert würde als Sendung. Und dieser Unterschied ist signifikant, nicht bloß von Sensibelchen empfunden oder eingebildet.

Weißt du - ich persönliche messe Reaktionen von Frauen auf solche Dinge (wie die Penis-Abschneide-Belustigung), wenn sie denn einmal zur Sprache kommen ganz schlicht daran: Ist eine Frau in der Lage, ganz schlicht zu sagen: "Das ist einfach eine ekelhafte Haltung, welche diese Damen hier zur Schau stellen." Und Punkt. Oder muss immer sofort eine Relativierung drangehangen werden in der Form "aber in früheren Jahrhunderten haben Männer doch auch ... uns sogar noch viel schlimmer ... usw. usf."

Du merkst den Unterschied?
"Nach jedem Verbrechen muß jemand bestraft werden. Um so erfreulicher, wenn es der Täter ist."
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Offline Mother Bates

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #32 am: 28. August 2011, 10:03:35 »
@fidibus:

Ich habe geschrieben "Beides ist empörend", damit meine ich: Ich lehne beides ab. Nirgendwo habe ich etwas von "ausgleichender Gerechtigkeit" geschrieben oder auch nur gemeint. Du hast mich also nicht recht verstanden!

Ich bin eine Frau des vergangenen Jahrtausends. Ich habe männliche Gewalt erfahren und erst recht Chancenungleichheit, weil ich ein Mädchen war! Mein Pendel schlägt nach nirgendwohin aus. Ich liebe meinen Sohn, meinen Freund und meine männlichen Verwandten und Freunde ebenso wie meine Töchter und alle Frauen die mir nahe stehen.  Die männliche Gewalt waren Einzelvorkommnisse, die Chancenungleichheit und Diskriminierung gesellschaftlich abgesegnet und gut geheißen.
Deinen Thread über "Penisabschneiden ist lustig" habe ich jetzt erst gelesen, das Video nicht angeschaut, weil ich mir so einen Dreck grundsätzlich nicht anschaue. Hätte ich auch nicht, wenn da "Brüste abschneiden ist lustig" gestanden hätte. Ich bin nicht willens, Publikum für jeden im Internet veröffentlichten Scheiß zu sein (damit meine ich das video, nicht deinen thread). Sowas findet jede(r), die halbwegs bei Verstand ist, nicht lustig, sondern widerlich und kriminell.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass es Männer gibt, die mehr als willig auf den Zug aufspringen "jetzt auch mal Opfer zu sein". Und dann aus der Lektüre von Artikeln in einer Frauenzeitschrift, die - siehe da - auch noch von einem Mann geleitet wird - Botschaften herauslesen, die sie zum Opfer machen.

Man ist sicherlich mehr sensibilisiert, wenn es um die eigene Gruppe geht. Werbung, in der eine Frauen sich in Gesprächen darüber austauschen, wie die andere gerade die Wäsche oder den Kaffee so gut hingekriegt hat, finde ich auch frauenfeindlich, meinen Freund juckt das nicht die Bohne! Was so mancher - auch heute noch hochgehaltene - Literat an frauenfeindlichem Schmonzes publiziert hat, geht auch niemandem so wirklich unter die Haut.

Wer also suchen will, der findet auch, in beiden Lagern. Und dann kommt es zu den von Capsaicin geschilderten "blööök-gack" Scharmützeln, ohne dass irgend jemand sein Verhalten ändert.

Wer aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit Diskriminierung erfährt, soll das öffentlich machen und dabei Ross und Reiter nennen. Das ist ein Thema, das wert ist, sich darüber zu ereifern. Aber ich bin sicher, wenn wir anfangen, Frauenzeitschriften auf ihre Geschlechterdiskriminierung zu untersuchen, kommen Männer dabei noch vergleichsweise gut weg. Aufzuschreiben, dass es Dinge gibt, die Frauen ebenso gut können wie Männer, ist keine Diskriminierung (auch wenn man daraus die Botschaft "Männer sind überflüssig" herauslesen könnte).















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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #33 am: 28. August 2011, 10:14:32 »
Ich muss da nicht alles lesen, mir reicht son kurzer Ausschnitt: "....in beiden Lagern..." ....
Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

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Offline Mother Bates

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #34 am: 28. August 2011, 11:12:43 »
Zitat
Ich muss da nicht alles lesen

Dass DU damit überfordert bist, ist mir klar! Deine substantiierten Beiträge zu jedem wie auch immer gearteten Thema sind wirklich ein wahrer Quell an Vorurteilsbestätigung!
« Letzte Änderung: 28. August 2011, 11:42:14 von Mother Bates »

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #35 am: 28. August 2011, 11:35:45 »
Ich habe mir mein Leben lang gewünscht, dass dieser idiotische Machtkampf zwischen Männlein und Weiblein endlich aufhört. Das man zuerst den Menschen sieht, entscheidet ob er/sie einem sympathisch ist oder nicht auf Grund von Verhalten, Charakter,
Hirn. Und dass man dann, erst DANN wahrnimmt: Mann oder Frau.

Geht aber nicht. Gibts nicht.

Solange der Mensch das Bedürfnis hat andere klein zu machen damit er sich größer vorkommen kann. Solange es eine Hackordnung gibt und die gibt es immer. Unter Männern, unter Frauen, unter Kindern, unter Alten und Jungen, Inländern, Ausländern, Dörflern und Städtern, Akademikern und Nichtakademikern, Arm und Reich, Schön und Häßlich etc. pp.

Wir werden die Unsicherheit, die daraus resultierende Angst und die wiederum daraus entstehende Ablehnung und den Hass und den Neid nicht loswerden. Nie.

Schade eigentlich.


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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #36 am: 28. August 2011, 11:58:32 »

Geht aber nicht. Gibts nicht.


Aber natürlich geht das, man fängt damit an das man sich selbst zurück nimmt, dann setzt man alle als Gleichwertig an, egal ob Mann oder Frau Lackiert oder unlackiert, selbst Nazis muss man als Mensch sehen können, dann gehts. Fehler sucht man vom Grundsatz her nur bei sich selbst (andere suchen ja auch jur bei sich und so wird jeder reichlich fündig).

Hier lese ich nur immer von den bösen anderen...das ist der grundsätzlich falsche Ansatz.

Nehmen wir nur das Bsp. : Gewalt gegen das andere Geschlecht scheinbar sind die meisten Hühner hier dagegen...üben sie aber dauernd selbst aus (Fallbeispiel akut:
Dass DU damit überfordert bist, ist mir klar! Deine substantiierten Beiträge zu jedem wie auch immer gearteten Thema sind wirklich ein wahrer Quell an Vorurteilsbestätigung!
)

Und ich möchte darauf Wetten das hier gleich das grosse Aufstöhnen kommt: das ist doch keine Gewalt...wie kann man nur soooo blöde rumdefinieren...und so weiter und so fort oder so ähnlich.

Und eben wer solches nicht erkennt hat seine eigenen Fehler NOCH nicht gefunden, und solange man die nicht findet sollte man nicht bei anderen suchen.
Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

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Lars1971

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #37 am: 28. August 2011, 12:35:37 »
Jede andere Meinung aber als Unsinn abzukanzeln, zeugt nicht wirklich vom Gedanken an Gleichwertigkeit. Allein die Worte von Dir: dass man sich selbst zurücknimmt, erinnert an den Blinden, der dir Farben erklären will.

Offline Missovercover

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #38 am: 28. August 2011, 12:39:18 »
selbst Nazis muss man als Mensch sehen können,
Bist Du bescheuert?

Offline cmyk61

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #39 am: 28. August 2011, 12:49:15 »
Mich interessiert nur eins - Wie bist Du die 6 kg losgeworden?


? welche 6 Kg ?

Erkläre mir doch bitte mal genauer was Du meinst, gerne auch als PM. Ich steht anscheinend etwas auf der Leitung.

Gruß

Offline Unikum

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #40 am: 28. August 2011, 12:50:50 »
Bist Du bescheuert?
Siehst du, du setzt dich nicht mit der Problematik ins Vernehmen. Genau das was die praktizieren, nämlich sich selbst aufgrund welcher Auswahlkriterien auch immer über andere zu stellen ist das was mich an ihnen stört, wenn ich mich nun von ihnen abgrenze, mich über sie stelle, aufgrund des Auswahlkriteriums "der is nen Nazi", wo bitte bin ich dann anders? und genau das ist eins dieser Beispiele die sehr plakativ wirken und eigentlich jedem sofort eingehen sollten.

Jede andere Meinung aber als Unsinn abzukanzeln, zeugt nicht wirklich vom Gedanken an Gleichwertigkeit. Allein die Worte von Dir: dass man sich selbst zurücknimmt, erinnert an den Blinden, der dir Farben erklären will.
Aber natürlich zeugt sie, ALLE Meinungen sind Unsinn...gibts etwas Gleichwertigeres?

Wo hätte ich je behauptet das meine Meinung die einzige reale Tatsache darstellt? Ich schreibe lediglich MEINE Meinung...sonst nix, die ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genau so ein Unfug wie alle anderen Meinungen auch, eigene Meinung wird IMMER geprägt von eigenem Erlebten...eigenen Erfahrungen...und da diese IMMER unterschiedlich sind MÜSSEN alle Meinungen, wenn auch nur en Detail variieren, deine Meinung über mich z.B. halte ich nun wieder für hahnebüchenen Quatsch, und warum? weil wir beide zu meiner Person einen völlig unterschiedlichen Kenntnisstand haben.

Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

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Offline cmyk61

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #41 am: 28. August 2011, 13:13:05 »

Wusstet ihr eigentlich, dass die Chefredaktion von der Frauenzeitschrift *Brigitte* ein MANN inne hat und Andreas Lebert heißt?
Selbst in einer popeligen Frauenzeitschrift zieht ein Mann die Strippen...


Hallo Pustblume,

ich habe hier nicht gesagt dass ich der Meinung bin, dass ausschließlich Frauen für all die Veröffentlichungen in den Medien wie zielgerichteten Zeitschriften, TV- und sonstige Werbung verantwortlich sind.
Das Problem liegt vielmehr darin, dass all die Verantwortlichen auf "Auflage" aus sind. Ihnen sind die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen völlig schnurz. Auch der von mir aufgeführte öffentlich-rechtliche Radiosender hat einen männlichen Intendanten.
Das Problem liegt eben in der Tatsache, dass die Zielgruppen auf eine Weise bedient werden, die zu jenen Problemen führen, die ich bemängelte.
Der von Dir benannte Herr hat die Auflage, ^^seine Zeitschrift weiter auf Erfolgskurs zu halten. Und all die Exemplare seiner 650.000er Auflage erreicht in etwa 3.600.000 Frauen im Alter ab 14 Jahren.
Nun gibt es nicht nur Brigitte sondern dutzende anderer, Zielgruppe: Frau-Zeitschriften. In vielen werden mehr oder weniger heftig all jene Klischees bedient an denen ich mich so reibe.
Mag sein, dass viele dieser Klischees lächerlich wirken, aber, und das ist nunmal das Ziel von Werbung, sie bleiben haften und werden, aufgrund des mannigfaltigen Erwähnens, nach und nach verinnerlicht. (Vergleich: Klimakatastrophe).
Ich strebe ja nicht danach, jegliche, dümmliche Werbung zu sanktionieren. Aber ich halte es für wichtig, diesem Trend der Verunglimpfung von Menschengruppen entgegen zu wirken. Und da ist (leider) unser Gesetzgeber gefordert. Denn eine freiwillige Selbstkontrolle wird sich in der Medienwelt kaum durchsetzen können. Zu groß ist der Wunsch, die Gier zwecks Auflagensteigerung und Auflagenerhaltung auf dieser Welle der pseudo-political-correctness mitzuschwimmen. Oder auch eine QUotensteigerung in den TV-Medien oder wo auch immer.

Ich muss auch geltenlassen, dass umgekehrte Verunglimpfungen ab jenem, festzulegenden Punkt zu unterlassen sind.

Was viele Frauen natürlich auf die Palme bringt, ist die interpretierbare Verallgemeinerung: alle Frauen lassen sich beeinflussen. Das ist natürlich ebenso falsch wie jegliche andere Verallgemeinerung.
Aber die Ausnahmen bestätigen eben die Regel. Es ist sehr löblich wenn sich Menschen (und ich denkem dass ich gerade hier solche finde) gegen diese Art der medialen (manchmal sicher auch politischen und gesellschaftlichen beeinflussung) zur Wehr setzen.
Darum kann ich es nicht so ganz nachvollziehen, wie hier so manche Poster aufeinander losgehen.
Mein Vater hätte hierzu den Spruch gebracht: der getroffene Hund bellt.
Oder um es mit (mir nicht mehr nahen) christlichen Worten zu sagen: wer hier ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

Oder für die Spassvögel unter uns: JEHOVA JEHOVA - steinigt sie, steinigt sie - ähh steinigt ihn, steinigt ihn

Gruß

CMYK61

« Letzte Änderung: 28. August 2011, 13:15:53 von cmyk61 »

Offline Missovercover

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #42 am: 28. August 2011, 13:40:35 »
Siehst du, du setzt dich nicht mit der Problematik ins Vernehmen. Genau das was die praktizieren, nämlich sich selbst aufgrund welcher Auswahlkriterien auch immer über andere zu stellen ist das was mich an ihnen stört, wenn ich mich nun von ihnen abgrenze, mich über sie stelle, aufgrund des Auswahlkriteriums "der is nen Nazi", wo bitte bin ich dann anders?
Besser ist das,Unikum.

Offline cmyk61

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #43 am: 28. August 2011, 14:03:56 »
Das ist vermutlich richtig. (Ich schreibe das einschränkende "vermutlich", weil ich mir da nicht ganz sicher bin. Unsere Sicht auf vergangene Jahrhunderte ist doch oft sehr "gefiltert". Man erkennt oft nur, was man erkennen möchte. Und es ist schwer, es wirklich zu beurteilen, wie Menschen in vergangenen Jahrhunderten wirklich gedacht und empfunden haben. Man lebt ja nicht wirklich in dieser Zeit, man er-lebt es nicht wirklich.)
...
Aber wenn ich dich recht verstehe, dann sagst du: Früher wurden Frauen überwiegend abwertend in Medien und öffentlicher/veröffentlichter Meinung dargestellt.

Wenn wir schon von "früher" reden - dann sollten wir auch das gleiche "früher" meinen.

1600: kein TV, keine Brigitte
1650: kein TV, keine Brigitte
1700: kein TV, keine Brigitte
1750: kein TV, keine Brigitte
1800: kein TV, keine Brigitte
1850: kein TV, keine Brigitte
1900: kein TV, keine Brigitte
1950:        TV, keine Brigitte (erst ab 1954)
2000:        TV,          Brigitte

Reden wir nun über die abwertende Darstellung der Frauen in den letzten 50 Jahren oder der letzten 5 Jahrhunderte die radikal-emanzipatorische Damen gesühnt wissen wollen?

Und in welchen Medien des zB 17.  Jahrhunderts wurden Frauen allgemein abwertend dargestellt?
"Jungfrollein Birgit von der Vögelweide"
Die Zeitung für die holde Maid von heute

Leitthemen:
- wie bekomme ich die Rostflecken aus seiner verbeulten Rüstung
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- Knechte - das notwendige Übel?
- neue Modetrends: Wassereimer und Kochlöffel aus Leichtholz

Offline cmyk61

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Re:negative Beeinflussung in den Medien - mobbing
« Antwort #44 am: 28. August 2011, 14:06:40 »

Von dieser Praxis in der Vergangenheit - so es sie denn wirklich gegeben haben sollte - hat der jetzt lebende Mensch nix. Ihm, dem jetzt lebendem Menschen ist also auch keine "Ausgleich" für die Vergangenheit abzufordern.
Meiner Ansicht nach hat das oft reflexartige Argument "in früheren Jahrhunderten / Jahrtausenden war es aber andersherum" oft vor allem eine Funktion: Es dient dem Vermeiden der wirklichen Kenntnisnahme und Anerkenntnis derzeitiger, aktueller Schieflagen.


EXAKT fidibus. Den Spiegel vorgehalten zu bekommen, das ist extrem unangenehm. Und man zerschlägt doch besser selbigen getreu dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung