Autor Thema: Jungs wissen nicht mehr wie "Männer" so sein sollten.Und könnten. Oder?  (Gelesen 2042 mal)

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Offline Dudehh

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Ich schätze ganz generell die vielgescholtene "junge Generation" durchaus für so manches.
Einiges ist in den letzten Jahren in Bewegung gekommen. Ganz sicher nicht nur Schlechtes.

AAAAAaber.....(natürlich, was auch sonst;-):

Ich beobachte gern was wirklich IST. Was passiert. Nachrichten und sonstige Kanäle können ja einen Überblick über manches geben, aber eben auch oft in die Irre führen. Je nachdem wer sie gemacht hat und was derjenige will. Also: Augen auf und selbst "kucken" was so los ist.

Interessant finde ich die "Fortschritte" die es in meinem Umfeld, inklu bei meinen eigenen Söhnen und deren Bekanntenkreis so gibt. zB: Papi darf auch ruhig mal zu Hause bleiben und sich um Krempel kümmern, die sich 2 die zusammengehören nunmal auch wirklich teilen können. Wie Hausarbeit zB. Ebenso gut: Gefühle halbwegs "verbalisieren" zu können. Anders als die männlichen Generationen davor. Inklu meiner.

Nur warum scheitern sie immer häufiger daran, evulotionär/klassische männliche Aufgaben abzubilden? Wenn sie sich für Familie entschieden haben: Schützen. Nicht nur versorgen.

Konkret: Auch ohne in Texas zu leben wo so ziemlich jeder ne Knarre mit sich rumträgt, auch als hier wohl erzogener West-Europäer sich mal gradezumachen, wenn irgendwelche Hillibillys oder sonstwelche aufgebrachten, anders soziologisierte Fanatisten oder Extremisten auftreten? Damit meine ich nicht "Demos" oder "Strassenschlachten", sondern alltägliche Dinge. Wie kürzlich wieder, als ein jüngeres Pärchen mit Kinderwagen dabei in besserem Hamburger Wohnviertel spazieren geht, und gleich 3 deutlich mit Migrationshintergrund versehene Kollegas denen entgegengehen. Schmaler Fussweg, beide Parteien wären andeinander vorbeigekommen. In diesem Fall nicht. Die 3 bauen sich vor der Frau auf, schimpfen irgendwas auf Arabisch, pöbeln gestikulieren und zack......der junge Kerl sagt kein Wort. Nichts. Er lässt seine Partnerin bedrohen, er stellt sich nicht schützend davor, er unternimmt schlichtweg GARNICHTS. Ausser bedrückt und ängstlich in eine andere Richtung zu kucken.

Haben "wir" (also unsere Generation) ganz generell mit unserem ganzen "Ihr müsst dies und solltet das usw usw" -Getue irgendwie vergeigt haben denen vorzuleben was es AUCH ausmacht sich wie ein MAnn zu verhalten? Ich meine hier nicht losprügeln oder physische Auseinandersetzungen. Aber man darf sich doch wirklich bemühen seine family zu schützen oder nicht? Ist DAS nicht eine unserer essentiellen, männlichen Aufgaben?

Und falls wirs vergeigt haben: Was haben wir da konkret vergessen? Bn froh das meine beiden Jungs sich bei aller "wokeness" nicht so gebärden. Sie sind warm, freundlich, teilen sich mit der jeweiligen Partnerin alles mögliche, auch Hausarbeiten usw, aber sagen: Wenns drauf ankommt fackeln wir nicht lange. Dann gehts in die Schlacht. Für meine Familie. Große, pathetische Worte, aber haben sie schon ein paar mal bewiesen.

Nur so ganz allgemein: Warum können sich "Jungs" nicht mehr wehren wenns sein muß, oder mal grade machen? Was ist da passiert? Sollen das jetzt AUCH noch die Frauen übernehmen, oder wie sieht das die aufgeweckte Seite der männlichen Super-Feministen?(Die Bezeichnung ist nicht halb so abfällig gemeint wie sie ggf wirkt;-).

Mir persönlich geht das gegen den Strich. Wir leben als Väter doch den Jungs vor, wie Väter so sein können. Was haben wir da in der Breite vergessen?

Wenn Du nur auf dicke Hose machst, musst Du sie auch runterlassen wenns drauf ankommt.

Offline Deuces

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Zitat: "Nur warum scheitern sie immer häufiger daran, evulotionär/klassische männliche Aufgaben abzubilden? Wenn sie sich für Familie entschieden haben: Schützen. Nicht nur versorgen. "

Musste grad mal gucken, welches Jahr wir haben. Schützen. Nicht nur VERSORGEN?
Heisst also, wenn ich als Mann in Elternzeit bin, kann das mit dem Verhauen von Pöblern gerne die Frau übernehmen, weil Hauptversorgerin? Spass.

Im von dir genannten Beispiel bin ich vom beklommenen Familienvater nicht begeistert, aber ich kann seine Reaktion nachvollziehen, denn anders als bei einer klassischen Hauerei, spielst du schnell mit dem Leben, wenn du dich als gelernter Netzwerktechniker mit deinen drei Brusthaaren vor solchen Figuren aufbaust, um Sara-Jane und Finn-Alessio zu schützen. Mit Glück endest du mit gebrochenem Kiefer auf dem Asphalt, eher aber in der Gerichtsmedizin und um 21.15 im Brennpunkt.
Diese Art Mann abzubilden, die du beschreibst ist lebensgefährlich, wenn du nicht John Wick, the Equalizer usw. bist, sondern Joko Winterscheid.

Aber wo wir schon mal dabei sind: Ein beschützender Mann hat überall Augen, der hat den Ärger bereits gescheckt, da hat er nur das billige Aftershave der Idioten gewittert. Der greift den Arm seiner Frau und steuert den Kinderwagen auf die andere Strassenseite, hält das Smartphone ans Ohr, bereit den Notruf zu wählen.Auch so kann Schutz aussehen.

Zitat: "Ist DAS nicht eine unserer essentiellen, männlichen Aufgaben?"

Mir gefällt der Ausdruck menschliche Aufgaben besser, aber da es hier um das Männerbild geht:
Die essentiellen, männlichen Aufgaben bedeuten für mich die Frau zu schützen, indem du sie nicht verletzt.
In deiner Nähe braucht sie nichts fürchten. Weder körperlich noch seelisch noch mental.
Die 3 Affen auf der Strasse sind lediglich lästige Mitesser im Dasein einer Frau und nicht halb so bedrohlich wie der Feind in ihrem Bett, von dem sie nichts ahnt und ihm völlig arglos in die Augen schaut.
Die viel grössere Gefahr für sie geht von dem Mann aus, der ihre Snacks mit Petersilie garniert und glaubt, das rechtfertigt ihn dazu, am Abend ein bisschen GV mit einer anderen zu haben.
Den grössten Schaden kann der Mann, ihr Mann anrichten, ohne ein einziges Mal die Hand gegen sie zu erheben. Schaden, indem der sie belügt, betrügt, sie hintergeht, sie verleugnet und verleumdet bis sie glaubt wahnsinnig zu werden und anerkennen muss, dass sie all die Jahre in einer Simulation gelebt hat, während er sich konsumiert und ihr etwas genommen hat, was nie wiederkommt: Verdammte Lebenszeit.

Ein richtiger Mann so wie wir gerade über ihn reden, ist vor allem eins: Aufrichtig. Immer.
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Offline lookcool

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Was ihr beide schreibt, fühlt sich auf ganz verschiedene Arten richtig an. Und trotzdem spür ich beim Lesen diesen einen Punkt, der dazwischen liegt und kaum greifbar ist.

Ja, Schutz bedeutet heute mehr als einmal kräftig in den Boden zu stampfen. Kopf einschalten, Präsenz zeigen, notfalls den Kurs ändern, bevor’s knallt – vollkommen richtig. Und trotzdem … irgendwie fehlt mir oft der Mut zum Zeichen setzen. Nicht in den Straßenkampf ziehen, nicht der dicke Max, aber auch nicht einfach schweigend abducken und hoffen, dass sich alles von selbst erledigt.

Manchmal reicht schon ein Blick, eine Haltung, ein Schritt nach vorn – nicht, um den Helden zu spielen, sondern um klarzumachen: Bis hierhin und keinen Schritt weiter.

Dieses innere „Ich bin da, du kommst hier nicht einfach so durch“ fehlt mir oft bei den Jüngeren. Und ja, vielleicht haben wir genau das versäumt vorzuleben. Dieses stille, ruhige Stehenbleiben. Ohne Aggro, aber mit Rückgrat.

Offline Deuces

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Ja, spricht mir aus der Seele und genau dieses "kaum greifbar" ist inzwischen so weit verbreitet, dass es als Defizit, so wie ich es hier in diesem Thema verstehe als solches nicht (mehr?) wahrgenommen wird.
Die Konsequenzen der Opferhaltung scheinen eträglicher zu sein, als die des sich gerade machen und jemandem, der als Bedrohung wahrgenommen wird, die Stirn zu bieten bzw. Rückgrat zu zeigen.

Überlebender Feigling oder toter Held. Dazwischen scheint es aktuell nichts zu geben.
Und das meine ich durchaus auch metaphorisch.

Ich kenne einen Mann, der seinen Kids vorlebte der grosse Retter, Held, Kämpfer (also, so wie du es beschriebst) zu sein.
Doch es stellte sich heraus, dass er nur die Rolle bzw. den Applaus liebte, sein Interesse galt dem Echo des Publikums, nicht der Entwicklung seines Blutes.

Resultat: K1 unterhält ausschliesslich Beziehungen mit Frauen, die mental schwach und labil sind.
K2 ist psychisch zerrissen und bekommt den fürsorglicher Vaten mit dem psychopathischen Erzeuger nicht unter einen Hut.
Er schafft den Weg von der Wohnung zum Kiosk nur unter Medis.
Dass er das Vorbild eines Vaters spielte, das Rückgrat und Durchsetzungswillen simulierte, spürten die Kids intuitiv.
Darum konnten sie es für sich nicht übernehmen.
Böse Zungen würden nun behaupten, die Präsenz des Vaters war zu gross, als dass die Jungs hätten da mithalten können. Doch das trügt.
Das einzige, was ihr Vater ihnen mitgegegeben hat, sind ihre Nehmerqualitäten.
Statt aus seinen Söhnen aufrichtige, sich selbst bewusste Männer zu machen, erschuf er Zweifler, die den Weg des geringsten Widerstandes nehmen.
Wesen, die sich ängstlich ducken und weggucken, wenn's drauf ankommt.

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Offline lookcool

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Starker Beitrag. Was du schreibst, tut weh – genau deshalb trifft es. Weil das laute Heldentum eben oft nur Echo sucht, kein echtes Fundament hat. Und ja, Kinder spüren sowas. Instinktiv.

Ich glaube, dieser Zwischenraum, den du beschreibst – zwischen feigem Rückzug und blinder Eskalation – ist der Ort, an dem echte Stärke heute leben müsste. Nicht gespielt. Nicht gepostet. Sondern leise, unbequem und klar.

Ich frag mich oft, was passiert wäre, wenn der Vater deiner Story einfach mal nicht performt hätte, sondern sich in seiner Unsicherheit gezeigt hätte. Ob dann nicht wenigstens einer der Söhne gewusst hätte, dass man auch mit einem wackligen Bein Haltung zeigen kann. Nicht perfekt, aber menschlich.

Denn vielleicht ist genau das: aufrecht bleiben, ohne sich selbst was vorzumachen – das letzte echte Rückgrat.

Offline Deuces

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Ich frag mich oft, was passiert wäre, wenn der Vater deiner Story einfach mal nicht performt hätte, sondern sich in seiner Unsicherheit gezeigt hätte.

Nun, gemäss Dudes Eingangspost würde er vermutlich auch von seinen Nächsten hart gedisst werden. Auf die eine oder andere Weise.

Wir sprechen hier von Männern. Wenngleich ich den Mensch an sich anspreche, wenn ich sage: Der Mann an sich sehnt sich danach gesehen zu werden, was ihm die Sicherheit und die Kraft schenkt, seinen "Mann zu stehen" so wie wir es hier verstanden wissen wollen. Bestenfalls.
Was geschieht aber oft, wenn du als Partner oder naher Angehöriger diesen Mann erkennst? Also in all seiner moralischen Nacktheit bqr jeglichen Schutzes?
Statt sich erkannt, verstanden und geliebt zu fühlen, haut er dir in die Fresse, willens jegliches positive Gefühl in dir für ihn zu zermalmen.

Du darfst seine Knochen nicht lieben, wenn er sein Fleisch und das Gewand darum viel schöner findet.
So jemand zieht also in die Schlacht - weil es sich als Mann so gehört - und verdrängt welch Rüstung es sein kann sich um seiner Selbst geliebt zu fühlen.
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Offline Deuces

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"Es brach mir das Herz, es brach mir den Geist, es brach, was von mir noch übrig war.", so einst Maria Shriver über ihren emotionalen Zustand während und nach der Trennung von Schwarzenegger.

Nun habe ich mich weder mit ihrer Ehe noch mit ihrer Person jemals befasst, doch ihre Worte entsprechen ziemlich genau dem seelischen Bombeneinschlag, den ich erlitt, als ich dem Verrat durch meinen Ex ausgeliefert war. Mehr als eine Dekade lang. Ohne auch noch den Hauch
eines Verdachtes. Eine Tatsache für die er sich vermutlich täglich feiert.

Die Details erspare ich euch, aber bis auf direkte körperliche Gewalt u. Vergewaltigung war alles dabei. Und ich erfuhr davon Jahre später.
Ich habe die Unterstützung des weissen Rings und einiger anderen Institutionen angefragt mir dem Ziel, diese Person juristisch zu belangen, aber erstens sind die Systeme überlastet und zweitens sehe ich die Dringlichkeit von Gerichten & Co sich um deutlich schlimmere Fälle von häuslicher Gewalt zu kümmern. Jene Fälle, die oft in Femizid enden und/oder in erweitertem Suizid, dem Blut und den Tränen von Kindern.
Angesichts solchen Leids kann ich damit leben, Opfer einer perfiden Täuschung geworden zu sein, die mich fast mein Leben gekostet hat und möglicherweise eines Tages einem anderen Menschen das Leben kosten wird, die nicht über meine mentale Stärke verfügt oder deren Stärke schlicht aufgebraucht wurde von einer Person, die nicht ohne Stolz von sich selbst behauptet "eine dissoziative Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen Akzenten" zu haben, weil Mami einst die Brust verweigerte und Papi ein schlechtes Vorbild war.

So also resozialisiert sich ein abgrundtief schlechter Mensch: Mit der üblichen schlechten Kindheit.
Das ist etwas, an dem ich oft nage. Sie kommen damit durch. Eltern, Pertner, vermeintliche Vertrauenspersonen.
Mein Peiniger quält nun eine andere Person oder mehrere.

Mit allem wäre ich klar gekommen. Den Lügen, den Betrügereien, dem Fremdgehen, dem Verleumden und der Verleugnung.
Dass er jedoch machte, dass ich aufhörte ihn zu lieben - daran verzweifelte ich oft. Eine Zuneigung von der ich nie geglaubt hatte, dass
sie enden könnte - endete mit einem einzigen Wimpernschlag und nichts, das ich tat, änderte, dass der Mensch, den ich so unfassbar geliebt hatte, zu einer belanglosen Person wurde, die ich irgendwo im Vorbeifahren an einer Haltestelle gesehen hatte.

"Es brach mir das Herz, es brach mir den Geist, es brach, was von mir noch übrig war." Was gut so war.
Weil ich die Frau, die sich aus Resten und Fetzen zusammensetzte echt mag.
Weil sie lieben kann nach wie vor - ohne zu kontrollieren, ohne zu misstrauen.
Weil sie heute kein Opfer ist, sondern eine Überlebende.

Weil es nicht der MANN war, der all das Böse tat.

Es war DIESER Mann.





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Sorry, dass ich deine erste Antwort erst jetzt bewusst gesehen hab – hat mich echt berührt. Deine Worte zeigen, wie sehr Verrat und Täuschung zerstören können, und dass es nicht „der Mann“ war, sondern eben dieser Mann. Das ist ein Unterschied. Mich bewegt, woher du heute die Kraft nimmst, wieder Vertrauen zuzulassen.

Offline Deuces

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Zitat
Mich bewegt, woher du heute die Kraft nimmst, wieder Vertrauen zuzulassen.

Vertrauen ist nichts, das ich je aufhörte zuzulassen.
Dieser Erfahrung zum Trotz.

Nicht dieser Mann schreibt meine Geschichte, sondern ich.

Völlig blauäugig bin ich nicht, aber mal ernsthaft: Wenn Kontrolle das ist, was meinen Partner davon abhält, mich zu betrügen - ist das wirklich die Art Beziehung/Ehe, die ich führen will?
Bist du auf Geschäftsreise in Madrid, bist du in Madrid. Weder will ich Fotos deines Hotelzimmers noch ein Facetime mit dir im Hotelbett fürs letzte gutnächtle.
Bist du auf Grosstantes 94. in Bottrop-Kirchhellen, dann bist du dort. Ich benötige kein Foto der Torte und auch keins von Serways in Bottrop Süde, wo du mit deinem Auto liegengeblieben bist.
Wenn du allerdings stattdessen deinen Penis in die Körperöffnungen der jüngeren Version deiner Mutter steckst, und dies herauskommt, finde ich das eher so mittel.

Ich mag Männer. Mag es Spass mit ihnen zu haben. Damit meine ich nicht den Sex allein, sondern das Helle, das Sorglose, das Lachen, die Unbekümmertheit, das Bekloppte - kurz, die Freude am jeweils anderen. Und geht es tiefer:
Ihm - dem anderen - Gutes tun, ihm zur Freude.
Das mochte ich. Das gefällt mir.
Mir war es wichtig zu zeigen, DU bist wichtig, nicht das, was du zu vermeintlich zu geben oder zu leisten hast.
Vielleicht bin ich besser im lieben, als im geliebt zu werden.
Keine Ahnung, ob das ausschlaggebend ist für mein Schicksal bzw die böse Erfahrung, die er mir beibrachte.
In unzähligen Sternennächten erfand er das Leben unserer Träume. Zeitgleich führte er mich in den Keller meiner Seele.

Gemalte Blumen duften nicht.

Umso kurioser, dass ich heute fast so lebe wie wir einst malten. Ein wenig Glück, ein wenig Mühe...

Die Callas sagte einst:
“I would not kill my enemies, but I will make them get down on their knees. I will, I can, I must.”

Ich sehe das ähnlich, aber ich will ihn nicht knieend vor meinen Augen sehen - nur wissen, dass er sich kriechend in sein Grab begibt.






« Letzte Änderung: 26. August 2025, 14:41:00 von Deuces »
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