Autor Thema: Polizeigewalt in den USA  (Gelesen 9644 mal)

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Offline nigel48

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #210 am: 02. November 2020, 08:25:34 »
zeitungen ja, aber in bild würde ich nicht mal tote fische einwickel. die brennt nicht mal richtig gut. (ofensozialisation)
Man fährt an den See, um zu schwimmen - nicht wegen der Mücken, oder? - Lemmy Kilminster

Online Yossarian

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #211 am: 02. November 2020, 08:31:47 »
In Kriegszeiten mußte man sich schon mal mit der Bild dem Stürmer den Arsch abwischen, es gab ja nix anderes.
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #212 am: 02. November 2020, 08:33:58 »
Gibt es eigentlich einen gutmenschlichen Knigge, worin die Regeln verewigt sind, was "man" zu machen oder nicht zu machen hat.
Da mußt Du die linksgrün versifften Gutmenschen fragen.  :evil
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Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #213 am: 02. November 2020, 20:30:51 »
Gibt es eigentlich einen gutmenschlichen Knigge, worin die Regeln verewigt sind, was "man" zu machen oder nicht zu machen hat. Diese "man" Sätze hört man immer mal wieder, aber der mitschwingende Geltungsanspruch für die dargestellten Verhaltensweisen kann irgendwie nie begründet werden. Man ist jedenfalls gehalten, die realen Gegebenheiten zur Kenntnis zu nehmen:
Diese Dogmen wurden bei der Jugend in den 70-80ern etabliert. Friedensbewegung, Antiatomkraft etc.
Wenn man sich nicht mehr weiterentwickelt, behält man das bei und hinterfragt nie.
Du kennst vielleicht den Spruch von Churchill. Ungefähr so:
Wer mit 20 kein Linker ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch Linker ist, hat keinen Verstand.

Zitat
Diese Leserschaft ist also ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung und damit auch unseres demokratischen Systems. Außerdem hat das genannte "minderbemittelte Volk" vielleicht nicht unbedingt studiert, aber hat dafür eher mal Zugriff auf die bodenständige Gefühlssteuerung des einfachen Mannes, was auch ein Beitrag im pluralistischen politischen System ist.
Boulevardblätter greifen Stimmungen im Volk auf und darin sind sie verdammt gut. Nah am Puls des Volkes zu sein, ist durchaus von Vorteil auch für leitende Funktionen.
« Letzte Änderung: 02. November 2020, 20:39:24 von maxim »
wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht

Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #214 am: 02. November 2020, 20:34:04 »
zeitungen ja, aber in bild würde ich nicht mal tote fische einwickel. die brennt nicht mal richtig gut. (ofensozialisation)
Was für ein bizarrer Kult ist das, tote Fische einzuwickeln und zu verbrennen?
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Offline simplemachine

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #215 am: 02. November 2020, 21:02:12 »
Diese Dogmen wurden bei der Jugend in den 70-80ern etabliert. Friedensbewegung, Antiatomkraft etc.
Wenn man sich nicht mehr weiterentwickelt, behält man das bei und hinterfragt nie.

Das kann ich so nicht nachvollziehen. Gerade in den 70ern war doch bei den jungen Leuten die Ablehnung des Establishments (zu dem man schon gehörte, wenn man "zweimal mit der selben pennt") an der Tagesordnung. Hier stand doch vor allem die ausdrückliche Ablehnung vordefinierter Moralvorstellungen und die Neuinterpretation des gesamten Lebensstils im Raum, dies mit maximaler individueller Freiheit und (antikapitalistischer) Vielfalt. Davon würde ich mir eher heute wieder etwas wünschen, nur sind die Leute von damals leider weitestgehend vom nachfolgenden System geschluckt worden und haben ihre damaligen Werte für den größtmöglichen individuellen Wohlstand eingetauscht.


Du kennst vielleicht den Spruch von Churchill. Ungefähr so:
Wer mit 20 kein Linker ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch Linker ist, hat keinen Verstand.

Das ist heute noch genauso aktuell, denn wenn man junge Leute fragt, die noch nichts groß materielles haben, dann liegt der Fokus auf einer guten Zukunft für alle. Ab 30 raffen dann alle nur noch das monetär Bestmögliche für sich selbst zusammen. Eine altersbedingte Evolution der Werte sehe ich darin jedenfalls nicht, sondern einen Niedergang.
« Letzte Änderung: 02. November 2020, 21:15:35 von simplemachine »