Das halte ich für ein Gerücht.
Warum? Ich halte das ganz und gar nicht für ein Gerücht. Sehe das Ganze eher unter Brainwash, da Akademiker aller Sparten gut in das System implementiert worden sind.
1. Akademische Karrieren sind extrem abhängig von Zustimmung. Ob es nun ihr Doktorvater ist, es um Drittmittelgeber handelt, oder ob es um Fakultätsgremien geht. In Frage stellen wird gar unmöglich gemacht, somit gibt es eine Anpassung, die irgendwann als eigene Doktrin erlebt wird.
2. Paradigmentreue wird höher bewertet als Wahrheitsnähe. Forschung z.B. bewegt sich fast immer innerhalb bestehender Paradigmen. Paradigmenwechsel kommen selten und meist gegen massive Wiederstände zustande. Beispiele? Ernährungswissenschaft: Fett/Zucker-Dogmen, Cholesterin bei zu viel Eierverzehr, usw. Und bitte nicht zu vergessen, für alles was sich heute vollständig im Umkehr befindet, gab es damals Studien. Alleine schon deshalb traue ich keinen Studien mehr über den Weg. ( Nur so am Rande)
Medizin, Psychologie, Klimamodelle, bei allen kann man fündig werden.
3. Akademische Sozialisation lehrt: "Stelle keine Grundannahmen infrage, solange deine Karriere davon abhängt." Das ist kein individuelles Versagen, sondern ein Systemeffekt.
4. Sprachliche Indotrination statt Denken. Akademische Ausbildung trainiert stark, richtige Begriffe, richtige Frames, richtige Narrative. Wer diese Begriffe übernimmt, übernimmt oft auch die implizite Weltsicht. Sprache wird nicht neutral verwendet, sondern normierend. Das ähnelt klasssichen Konditionierungen. Denke X - oder du klingst unseriös.
5. Akademiker lernen früh: Man stellt nur Fragen, die gestellt werden dürfen. Das ist funktional identisch zu Soft-Brainwashing.
6. Moralische Überhöhung der eignen Position. Ein typisches Muster in akademischen Milieus: Eigene Position = "wissenschaftlich". Abweichende Position = "irrational". "gefährlich", "populistisch".
Hier lass ich es mal mit Beispielen bewenden, obwohl es noch viel mehr geben würde. Das akademische System erzeugt konforme Denkweisen, belohnt Anpassung stärker als Wahrheit und sanktioniert Abweichung subtil, aber effektiv. Das erfüllt viele Kriterien funktionaler Indoktrination. Fairnesshalber will ich aber dazufügen, dass es abweichende, mutige, integre Akademiker gibt, die aber oft erst wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben, mit ihrer wahren Meinung rausrücken. Was ich verständlich finde, angesichts solcher Systeme.
Das ist Unfug. Es gibt eine wachsende Fraktion darunter, die sich weigert Akademikern zuzuhören, ja. Aber die ist ein Teil des Problems.
Magst du mir deine Sichtweise erläutern? Was für ein "Teil des Problems" meinst du?
Letztens noch mit einer 23. Jahre alten Studentin aus dem Bereich Marketing gesprochen. Sie meinte O-Ton: " Man hat uns gesagt, dass Marketing und Werbung nichts mit Manipulation zutun hat." An ihrem Gesichtsausdruck sah ich, sie meinte das ernst und stand dahinter.
Da bevorzuge ich doch den einfachen, realistischen Hausverstand, den man doch überwiegend im Handwerk antrifft.