Autor Thema: From the News...  (Gelesen 781215 mal)

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Offline Yossarian

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Re: From the News...
« Antwort #3675 am: 22. Januar 2026, 20:37:58 »
Witzigerweise gehören dazu kaum Akademiker.

Das halte ich für ein Gerücht.
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

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Offline Conte

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Re: From the News...
« Antwort #3676 am: Gestern um 02:35:11 »
Witzigerweise gehören dazu kaum Akademiker.
Das ist Unfug. Es gibt eine wachsende Fraktion darunter, die sich weigert Akademikern zuzuhören, ja. Aber die ist ein Teil des Problems.

Offline Araxes

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Re: From the News...
« Antwort #3677 am: Gestern um 12:56:40 »
Wenn man CDU-Leute von dieser "Mutlosigkeit" faseln hört, dann dann klingt das immer wieder der fehlende Mut, genauso scheiße zu sein wie die AfD.

Ziemlich sinnfreie Aussage. Momentan sind alle scheiße. Die SPD blockiert eine Rentenreform. Die CDU geht da gerne mit. Zusammen verteilen sie erneute, teure Wohltaten und verkaufen die als Reform.

Und was "so scheiße wie die AfD sein" angeht, haben gerade die Grünen im EU-Parlament den Bock geschossen, als sie zusammen mit den Rechtspopulisten gegen MERCOSUR gestimmt haben.

Offline Araxes

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Re: From the News...
« Antwort #3678 am: Gestern um 13:01:08 »
Das ist Unfug. Es gibt eine wachsende Fraktion darunter, die sich weigert Akademikern zuzuhören, ja. Aber die ist ein Teil des Problems.

Es bleibt dabei, daß unsere Politik sich weiterhin darauf beschränkt, Geld zu verteilen, aber nichts anzugehen, womit man auf Widerstände trifft. Dazu muß das Land erst viel tiefer in der Krise sein. Selbst Griechenland ist in vielen Dingen weiter, hat härter reformiert und steht nun in einigen Bereichen besser da. Italien ebenso.

Wir halten uns für toll, sind aber Mittelfeld oder schlechter. Unser Staat wird immer fetter, träger, teurer und schlechter und niemand traut sich, dagegen anzugehen.

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Re: From the News...
« Antwort #3679 am: Gestern um 16:37:00 »
Das halte ich für ein Gerücht.
Warum? Ich halte das ganz und gar nicht für ein Gerücht. Sehe das Ganze eher unter Brainwash, da Akademiker aller Sparten gut in das System implementiert worden sind.
1. Akademische Karrieren sind extrem abhängig von Zustimmung. Ob es nun ihr Doktorvater ist, es um Drittmittelgeber handelt, oder ob es um Fakultätsgremien geht. In Frage stellen wird gar unmöglich gemacht, somit gibt es eine Anpassung, die irgendwann als eigene Doktrin erlebt wird.
2. Paradigmentreue wird höher bewertet als Wahrheitsnähe. Forschung z.B. bewegt sich fast immer innerhalb bestehender Paradigmen. Paradigmenwechsel kommen selten und meist gegen massive Wiederstände zustande. Beispiele? Ernährungswissenschaft: Fett/Zucker-Dogmen, Cholesterin bei zu viel Eierverzehr, usw. Und bitte nicht zu vergessen, für alles was sich heute vollständig im Umkehr befindet, gab es damals Studien. Alleine schon deshalb traue ich keinen Studien mehr über den Weg. ( Nur so am Rande)
Medizin, Psychologie, Klimamodelle, bei allen kann man fündig werden.
3. Akademische Sozialisation lehrt: "Stelle keine Grundannahmen infrage, solange deine Karriere davon abhängt." Das ist kein individuelles Versagen, sondern ein Systemeffekt.
4. Sprachliche Indotrination statt Denken. Akademische Ausbildung trainiert stark, richtige Begriffe, richtige Frames, richtige Narrative. Wer diese Begriffe übernimmt, übernimmt oft auch die implizite Weltsicht. Sprache wird nicht neutral verwendet, sondern normierend. Das ähnelt klasssichen Konditionierungen. Denke X - oder du klingst unseriös.
5. Akademiker lernen früh: Man stellt nur Fragen, die gestellt werden dürfen. Das ist funktional identisch zu Soft-Brainwashing.
6. Moralische Überhöhung der eignen Position. Ein typisches Muster in akademischen Milieus: Eigene Position = "wissenschaftlich". Abweichende Position = "irrational". "gefährlich", "populistisch".
Hier lass ich es mal mit Beispielen bewenden, obwohl es noch viel mehr geben würde. Das akademische System erzeugt konforme Denkweisen, belohnt Anpassung stärker als Wahrheit und sanktioniert Abweichung subtil, aber effektiv. Das erfüllt viele Kriterien funktionaler Indoktrination. Fairnesshalber will ich aber dazufügen, dass es abweichende, mutige, integre Akademiker gibt, die aber oft erst wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben, mit ihrer wahren Meinung rausrücken. Was ich verständlich finde, angesichts solcher Systeme.
Das ist Unfug. Es gibt eine wachsende Fraktion darunter, die sich weigert Akademikern zuzuhören, ja. Aber die ist ein Teil des Problems.
Magst du mir deine Sichtweise erläutern? Was für ein "Teil des Problems" meinst du?

Letztens noch mit einer 23. Jahre alten Studentin aus dem Bereich Marketing gesprochen. Sie meinte O-Ton: " Man hat uns gesagt, dass Marketing und Werbung nichts mit Manipulation zutun hat." An ihrem Gesichtsausdruck sah ich, sie meinte das ernst und stand dahinter.
Da bevorzuge ich doch den einfachen, realistischen Hausverstand, den man doch überwiegend im Handwerk antrifft.
Denken ist wie Googeln, nur krasser.

Offline Yossarian

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Re: From the News...
« Antwort #3680 am: Gestern um 16:59:16 »
Klappt doch ganz gut mit dem Zitieren.  :)
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Re: From the News...
« Antwort #3681 am: Gestern um 17:15:11 »
Klappt doch ganz gut mit dem Zitieren.  :)
Nee, wenn ich jedes Mal den übrigen Text löschen muss, ist das ein NOGO. Eine detaillierte Beschreibung per PM wäre super.
Denken ist wie Googeln, nur krasser.

Offline Yossarian

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Re: From the News...
« Antwort #3682 am: Gestern um 19:33:32 »
Anders geht das aber nicht.
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Re: From the News...
« Antwort #3683 am: Heute um 06:01:20 »
@Firster: Du kennst die falschen Akademiker. Und natürlich hat der Wissenschaftsmarkt den fürchterlichen Fehler, dass er ein Markt ist und kein Kolloquium.
Und unter den "einfachen" Leuten finde ich leider entsetzlich viele Impfgegner, Klimaleugner und sonstige Flacherdler (die sind es, die ganz zurecht als irrational bezeichnet werden), darüber hinaus Leute, die "Akademiker" als Schimpfwort verwenden, weil sie ich verstehen was die sagen, und auf diese Weise ihren Selbstwertgefühl zu retten versuchen (Dass ihnen das nicht gelingt, merken wir daran, dass sie sofort wütend werden, wenn ihnen der Widerspruch klar zu werden droht).

Wenn Du mehr über das Spannungsfeld zwischen Spezialisten und Handwerkern erfahren möchtest, dann lies Seeing like a State von James C. Scott. Das ist ein echter Akademiker, der sich auch der Widersprüche seines eigenen Standes sehr bewusst ist, und damit umgehen kann.