Autor Thema: Was mir wegen Corona auf den Keks geht  (Gelesen 49715 mal)

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Offline Mattieu

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #405 am: 07. Mai 2020, 16:04:25 »
Ich bin Altruist, weil ich mich damit wohlfühle. Wem nutzt das wohl ?
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline maxim

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #406 am: 07. Mai 2020, 16:35:23 »
Dem Arbeitgeber schuldet man nur seine Arbeitsleistung, nicht das Selbstverbiegen der Charaktereigenschaften des Arbeitnehmers.
Daher: Persönliche Charaktereigenschaften zu kritisieren ist schlechter Führungsstil.
Es kommt aber auf das Verhältnis zum Vorgesetzten an. Ist dies vertrauensvoll, was häufiger der Fall ist, kann schon mal eine persönliche Kritik erlaubt sein.
wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht

Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #407 am: 07. Mai 2020, 16:49:29 »
Daher: Persönliche Charaktereigenschaften zu kritisieren ist schlechter Führungsstil.

Einem Untergebenen zu raten, nicht ins Helfersyndrom zu verfallen, kann durchaus Ausdruck der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers sein.

Um das noch mal ganz deutlich zu machen: Altruismus finde ich toll, aber er darf nicht ins Helfersyndrom kippen.

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Offline simplemachine

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #408 am: 07. Mai 2020, 18:45:25 »
Doch, das denke ich schon. Helfersyndrom gibt es auch bei Anwälten.

Das anwaltliche Helfersyndrom wird aber nur aus einer üppigen Honorarerwartung gespeist. Ist die nicht gegeben, wird das mittellose Opfer schnell wieder hinauskomplimentiert. 

Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #409 am: 07. Mai 2020, 19:02:18 »
Das anwaltliche Helfersyndrom wird aber nur aus einer üppigen Honorarerwartung gespeist. Ist die nicht gegeben, wird das mittellose Opfer schnell wieder hinauskomplimentiert.

Warum hältst Du nicht einfach mal Dein dummes Maul bei Sachen, von denen Du keinen Schimmer hast. Hast Du auch nur den Hauch einer Ahnung, was bei uns in der Kanzlei alles pro bono unterm Radar für lau mitläuft? Oft genug, ohne daß die Mandanten das überhaupt mitkriegen?

Hast Du eine auch nur ganz vage Idee, was z.B. eine auf Prozeßkostenhilfe durchgeführte Klage auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beim Sozialgericht dem Anwalt auf Stundenlohn runtergebrochen bringt? Da kannst Du von Mindestlohn nur träumen.

Du bist und bleibst ein armseliger Dummschwätzer.
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Offline simplemachine

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #410 am: 07. Mai 2020, 19:18:15 »
Dass gewisse Mandate aus prekären Bevölkerungskreisen mehr Arbeit machen, als man sich gedacht hätte, ist noch lange kein altruistisches "pro bono", sondern nur die übliche Lebenserfahrung. 


Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #411 am: 07. Mai 2020, 19:29:13 »
Viele Anwälte lehnen "gewisse Mandate aus prekären Bevölkerungskreisen" einfach ab.
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Offline simplemachine

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #412 am: 07. Mai 2020, 19:40:27 »
Warum nehmen andere sie dann an. Um auf eine bessere Welt hinzuarbeiten?

Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #413 am: 07. Mai 2020, 19:48:10 »
Wäre das so falsch?
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Offline Nikibo

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #414 am: 07. Mai 2020, 21:06:56 »
Aus meiner Berufserfahrung heraus: Chefs sind schnell mal dabei, einem ein Helfersyndrom zu unterstellen, nur weil man sich bei dem ein oder anderen Kunden etwas mehr Zeit als üblich nimmt. Vor allem dann, wenn der Tisch mangels ausreichender Besetzung sich vor Arbeit schon bog. Man kann aber auch schlecht einen Kunden, der Fragen hat, einfach so abwimmeln. Bei mir überwog immer das Interesse, einen Kunden so zu behandeln, dass er wiederkommt. Und da habe ich es auch auf einen Krach zwischen dem Boss und mir ankommen lassen.
« Letzte Änderung: 07. Mai 2020, 21:19:59 von Nikibo »
Sind des Schäfchens Locken braun, lehnt es am Elektrozaun.

Offline DieFrau

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #415 am: 07. Mai 2020, 21:33:06 »
Da arbeite ich in einem Paradies, in dem die Chefs die Engels sind  :)
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Offline Nikibo

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #416 am: 07. Mai 2020, 21:36:29 »
Beamte halt, da läuft es anders 😂🤡
Sind des Schäfchens Locken braun, lehnt es am Elektrozaun.

Offline DieFrau

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #417 am: 07. Mai 2020, 21:56:27 »
Ich weiß nicht, ob das mit Beamtentum zu tun hat. Aber die meisten Chefs hier sind entspannt.
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Offline grashopper

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #418 am: 07. Mai 2020, 21:56:42 »
Chefs sind fürsorglich und sagen, achten Sie auf Ihre Gesundheit. Nur wenn sie ihre eigenen "dringenden" Irrsinsaufträge sofort erledigt haben wollen, ist die Fürsorglichkeit dahin. Denn, alles Andere ist dann unwichtig.😎
"draußen nur Kännchen" - Bodo

Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #419 am: 07. Mai 2020, 22:36:23 »
Das hat mit verarschen und Schmarotzertum nichts zu tun. Das ist der Teil meiner Arbeit, den ich gerne tue.
Ich habe nun mal lieber mit Menschen zu tun als mit Computern.

Vielleicht kannst du noch Lehrer werden.