Autor Thema: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...  (Gelesen 27329 mal)

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Offline simplemachine

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #225 am: 12. September 2018, 21:16:02 »
Mangels besserer Möglichkeiten zur Erklärung der Welt haben sich die Menschen von Anfang an irgendwelche Geschichten ausgedacht und die über Jahrtausende tradiert bis heute.

Das mag ja für irgendwelche Feuer-, Wasser-, Kriegsgötter etc. gelten, über die redet ja heute auch keiner mehr. Die großen monotheistischen Buchreligionen hingegen sind aber nicht "ausgedacht", sondern verfügen über umfangreiche schriftliche Zeugnisse einer Vielzahl von realen Personen, also ein starkes reales Fundament.

Es gab und gibt unzählige Religionen, die alle was anderes erzählen (und trotzdem immer wieder das selbe)

Wenn sie letzlich alle dasselbe erzählen, sind sie auf dem richtigen Weg, haben nur ihre eigene Erzählweise; ich sehe ich das eher als Bestätigung. Man kann aber nicht unbegrenzt abstrahieren, denn da, wo Inhalte völlig miteinander unvereinbar sind, muss man sich entschieden, wo man mitgehen will. Goldene Kälber und magische Einhörner scheiden daher aus.

Die Größe einer Religionsgemeinschaft oder wie lange sie existiert sagt überhaupt nichts aus über die Qualität ihrer Lehre.

Was sich jahrtausende hält und ein Exportschlager auf dem ganzen Globus ist, muss schon irgendwie ziemlich gut sein. Über die Götter der Ägypter, Germanen, Kelten, Indianer etc. redet hingegen heute keiner mehr. Es fällt doch auf, dass sich auf dem Globus aus einer antiken religiösen Vielzahl in die aufgeklärte Neuzeit nur sehr wenig durchgesetzt hat.

Ich seh da jede Menge. Lies für den Anfang die apokryphen Texte, und dann reden wir da noch mal drüber.

Ist doch gut, wenn es Bonusmaterial aus der Zeit gibt. Vieles wurde ja auch erst in der Neuzeit ausgegraben und vllt. gibt es noch mehr.

Und "das" neue Testament ist auch nicht vor 2.000 Jahren vom Himmel gefallen. Da wurde erst 300 Jahre dran rumgebastelt, bis man sich halbwegs auf eine Version einigen konnte.

Die Kanonisierung war ja nur die Zusammenstellung bereits vorhandener Texte, kein "Rumbasteln" an den Inhalten dieser Texte. Vorher waren das schlicht im Umlauf befindliche Einzeltexte, von denen es später halt nicht alle in die "Offizielle-Edition" geschafft haben. 

Außerdem hat sich beim Neuen Testament bekanntlich gerade erst 1880 entscheidendes Neues getan, oder willst Du das abstreiten?

Das scheint eine spezielle Mormonen-Freikirche zu betreffen.

Deshalb muß die Menschheit doch nicht an diesem Punkt stehenbleiben, wenn sie bessere Erkenntnismöglichkeiten hat. Man muß auch mal Ballast abwerfen, und die Religion ist einer der größten Hemmschuhe gewesen.

Welche besseren Erkenntnismöglichkeiten zur den heutigen zentralen Fragen von Religion gibt es denn? Und wo hemmt die Religion heute etwas, die Zweige der Wissenschaften können doch forschen, wie sie wollen. Urknall konkurriert beispielhaft aus meiner Sicht überhaupt nicht mit Schöpfung, zwei Begriffe für ein Geschehen. Nur dass die Religion noch eine Zusatzinformation dahingehend gibt, wer den Knall gezündet hat.
« Letzte Änderung: 12. September 2018, 21:24:45 von simplemachine »

Offline Yossarian

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #226 am: 13. September 2018, 10:13:14 »
Du weichst immer mehr vom Thema ab und drückst Dich vor Antworten. Das ist hier keine christliche Missionsveranstaltung.

Das mag ja für irgendwelche Feuer-, Wasser-, Kriegsgötter etc. gelten

Es gilt für alle Religionen. Die Menschen haben die Religion erfunden, weil sie angefangen haben, Fragen zu stellen, die sie mit ihrem damaligen Erkenntnishorizont und ihren Mitteln nicht beantworten konnten.

Zitat
über die redet ja heute auch keiner mehr.

Und das sagt jetzt ganz genau was aus über die Qualität dieser vergangenen Religionen oder die Richtigkeit ihrer Theorien?

Bildest Du Dir wirklich ernsthaft ein, daß das Christentum nicht irgendwann genauso verschwunden und vergessen sein wird wie alle anderen Religionen davor?

Zitat
Die großen monotheistischen Buchreligionen hingegen sind aber nicht "ausgedacht"

Ah, nein?  :.)

Zitat
sondern verfügen über umfangreiche schriftliche Zeugnisse einer Vielzahl von realen Personen, also ein starkes reales Fundament.

Wenn die Anzahl der schriftlichen Zeugnisse und deren Autoren ein Argument sein soll, dann hat es die Perry Rhodan-Reihe längst in den Olymp geschafft.  8)

Zitat
Wenn sie letzlich alle dasselbe erzählen, sind sie auf dem richtigen Weg

Weil Millionen scheißefressender Fliegen nicht irren können?  :.)

Zitat
ich sehe ich das eher als Bestätigung.

Für eine gewisse Einfallslosigkeit im Erfinden von Mythen?

Zitat
Man kann aber nicht unbegrenzt abstrahieren

Doch, man muß es sogar.

Zitat
da, wo Inhalte völlig miteinander unvereinbar sind, muss man sich entschieden, wo man mitgehen will.

Oder man geht nirgendwo mit.

Zitat
Goldene Kälber und magische Einhörner scheiden daher aus.

Weil?

Zitat
Was sich jahrtausende hält und ein Exportschlager auf dem ganzen Globus ist, muss schon irgendwie ziemlich gut sein.

Wie Coca Cola, nur noch ungesünder.

Zitat
Über die Götter der Ägypter, Germanen, Kelten, Indianer etc. redet hingegen heute keiner mehr.

Dafür gibt es viele Gründe. Einer ist, daß Religionen einfach sterben, wenn sie den gewandelten Bedürfnissen ihrer Anhänger nicht mehr entsprechen. Ein anderer ist, daß gerade Dein Christentum immense Energie aufgewandt hat, andere Religionen zu unterdrücken und auszurotten, so wie es auch sonst die Betätigung des Geistes unterbunden und ausgerottet hat, wo immer es die Möglichkeit dazu hatte.

Daß Europa im frühen Mittelalter zu einem geistigen Armenhaus geworden war, ist überwiegend das Verdienst Deines Vereins: Verbot aller nichtchristlichen Kulte, Verbot des Studiums der Mathematik durch einen Papst (müßte jetzt nachsehen, welcher das war; es war um 800 rum, meine ich mich zu erinnern), Schließung der Philosophenschule in Athen durch Theodosius bis hin zu solchen witzigen Details wie Ermordung der Philosophin Hypathia durch Bischof Kyrill höchstpersönlich und und und…

Dazu dann noch im frühen Mittelalter die Abschlachtung zigtausender Sachsen durch Karl den großen zum Zwecke der Christianisierung, die Kreuzzüge nach innen (Katharerverfolgung), Inquisition und so weiter.

Nein wirklich, wenn man mich zwingen würde, irgendeiner Religion beizutreten, wäre das Christentum die vorletzte gleich nach dem Islam.

Zitat
Es fällt doch auf, dass sich auf dem Globus aus einer antiken religiösen Vielzahl in die aufgeklärte Neuzeit nur sehr wenig durchgesetzt hat.

Eine Folge eines äußerst aggressiv vorgehenden Christentums und Islams; die beiden Religionen vergeben wich nichts bei der gewaltsamen Unterdrückung Andersgläubiger.

Zitat
Ist doch gut, wenn es Bonusmaterial aus der Zeit gibt. Vieles wurde ja auch erst in der Neuzeit ausgegraben und vllt. gibt es noch mehr.

Du willst wie immer nicht verstehen. Die Apokryphen sind kein "Bonusmaterial", sondern so alt und älter als das neue Testament. Irgendwelche Kirchenoberen haben auf diversen Konzilen beschlossen, was wahr ist und an was zu glauben ist. Ziemlich vermessen, findest Du nicht? Das Schlimmste, was der Kirche passieren kann, ist, daß Texte mit wesentlichen neuen Erkenntnissen aus der zeit auftauchen. Glaubst Du wirklich, die würden 1.700 Jahre alte Glaubensbekenntnisse umwerfen, nur weil ein Archäologe eine Schriftrolle gefunden hat, in der nachweisbar alles ganz anders dargestellt wird?

Zitat
Die Kanonisierung war ja nur die Zusammenstellung bereits vorhandener Texte, kein "Rumbasteln" an den Inhalten dieser Texte.

Ei doch. Die nicht aufgenommen Texte sind durch ihre Nichtaufnahme quasi häretisch geworden.

Zitat
Vorher waren das schlicht im Umlauf befindliche Einzeltexte, von denen es später halt nicht alle in die "Offizielle-Edition" geschafft haben.

Manchmal frage ich mich wirklich, ob Du (oder wer auch immer Deine letzten Beiträge in diesem Thread geschrieben hat) merk(s)t, was Du / er / sie da losläßt.  8)

Zitat
Das scheint eine spezielle Mormonen-Freikirche zu betreffen.

Vor allen Dingen neuere Erkenntnisse, an die Du Dich als Christ ja wohl dann halten müßtest.  :.)

Zitat
Welche besseren Erkenntnismöglichkeiten zur den heutigen zentralen Fragen von Religion gibt es denn?

Noch mal: Was sind die zentralen Fragen der Religion? Du darfst gerne Deine alte Antwort noch mal hier reinkopieren.

Zitat
Und wo hemmt die Religion heute etwas, die Zweige der Wissenschaften können doch forschen, wie sie wollen.


Das sehen viele islamische Obermuftis ganz anders, und auch die Kirche würde da gerne wieder mit rumverbieten, wenn sie wieder einen Zipfel mehr Macht bekäme. Wehret den Anfängen.

Zitat
Urknall konkurriert beispielhaft aus meiner Sicht überhaupt nicht mit Schöpfung, zwei Begriffe für ein Geschehen.


Nein. Das eine ist eine widerlegbare Theorie, das andere eine rotzfreche Behauptung.

Zitat
Nur dass die Religion noch eine Zusatzinformation dahingehend gibt, wer den Knall gezündet hat.

Sie gibt eben keine *Information*; Informationen sind verifizierbar bzw. falsifizierbar, religiöse Dogmen sind pure Behauptungen.

Unabhängig davon isses letztendlich wurscht, ob der Knall von irgendwen gezündet wurde oder nicht. Dadurch wird das Problem nur verlagert. Derjenige, der den Knall gezündet hat, muß ja auch irgendwo hergekommen sein. Also was war vor ihm?
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Offline simplemachine

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #227 am: 13. September 2018, 22:58:49 »
Es gilt für alle Religionen. Die Menschen haben die Religion erfunden, weil sie angefangen haben, Fragen zu stellen, die sie mit ihrem damaligen Erkenntnishorizont und ihren Mitteln nicht beantworten konnten.

Ich dachte, wir wären thematisch langsam schon weiter, genauer gesagt, in der Gegenwart. Warum geben sich nach dieser "Logik" Menschen heute mit den großen Religionen ab. Wo sie doch ihren heutigen Erkenntnishorizont haben.

Und das sagt jetzt ganz genau was aus über die Qualität dieser vergangenen Religionen oder die Richtigkeit ihrer Theorien?

Sie sind dem erweiterten Erkenntinshorizont der Neuzeit zum Opfer gefallen.   

Dazu dann noch im frühen Mittelalter die Abschlachtung zigtausender Sachsen durch Karl den großen zum Zwecke der Christianisierung, die Kreuzzüge nach innen (Katharerverfolgung), Inquisition und so weiter.

Das ist ja ein beliebtes Mittel beim Religions-Bashing: das Herauskramen von Dingen aus dem Mittelalter. Damals haben Menschen die Religion leider für alles mögliche - teilweise völlig entgegen der eigentlichen Inhalte und Botschaften - instrumentalisiert. Im NT wird nicht zu Kreuzzügen, Gewalt, Folter etc. aufgerufen, ganz im Gegenteil. 

Die Apokryphen sind kein "Bonusmaterial", sondern so alt und älter als das neue Testament. Irgendwelche Kirchenoberen haben auf diversen Konzilen beschlossen, was wahr ist und an was zu glauben ist. Ziemlich vermessen, findest Du nicht?

Irgendeine Qualitäts- bzw. Echtheitskontrolle muss es ja bei aufgefundenen Texten geben. Wenn viele Gelehrte damals darüber Konsens gefunden haben, ist der qualitative Maßstab ja schonmal hoch gesetzt. Und die Quellen sind ja auch heute noch einer Neubewertung zugänglich, falls nötig. 

Noch mal: Was sind die zentralen Fragen der Religion?


Hier muss ich vllt. klarstellen: Gemeint war, die Religion antwortet auf zentrale Fragen (der Menschen).   

Bildest Du Dir wirklich ernsthaft ein, daß das Christentum nicht irgendwann genauso verschwunden und vergessen sein wird wie alle anderen Religionen davor?


Ich sags mal so: Wenn das Christentum an der Börse wäre, würde ich Aktien kaufen.

Offline Yossarian

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #228 am: 14. September 2018, 10:51:38 »
Ich dachte, wir wären thematisch langsam schon weiter, genauer gesagt, in der Gegenwart.

Das Thema bleibt das selbe. Gestern, heute und morgen.

Zitat
Warum geben sich nach dieser "Logik" Menschen heute mit den großen Religionen ab. Wo sie doch ihren heutigen Erkenntnishorizont haben.

Erst einmal muß man sich vergegenwärtigen, daß der Erkenntnisstand der Wissenschaft nicht dem Erkenntnishorizont der Weltbevölkerung entspricht. Ein theoretischer Physiker bei CERN hat mit Sicherheit einen anderen Erkenntnishorizont als ein Gemüsebauer in Eritrea, der sich von seinem koptischen Dorfpfarrer seine Steuererklärung machen lassen muß. Man muß einfach akzeptieren, daß ein großer Teil der Weltbevölkerung einfach noch nicht so weit ist, sich bezüglich der letzten Fragen über eine andere Erklärung als eine religiöse Gedanken zu machen.

Dann wird man feststellen, daß in industrialisierten Regionen mit höherem Bildungsniveau die Religionen auf dem absteigenden Ast sind, eben weil die Menschen sich nicht mehr mit den großen Religionen abgeben. Vorübergehende kurzfristige Rollbacks gibt es immer wieder, aber die Tendenz ist deutlich absteigend. Die plötzliche "Religiosität" der Moslems zweiter und dritter Generation hat andere Ursachen; das Thema würde ich hier gerne erst einmal ausklammern.

Zitat
Sie sind dem erweiterten Erkenntinshorizont der Neuzeit zum Opfer gefallen.


Nice try. Erst alles verbieten, kaputt trampeln und ermorden, und sich dann hinstellen und behaupten, die paganen Kulte hätten mit den Anforderungen der Neuzeit nicht Schritt halten können. Hätte man sie mal am Leben gelassen, dann hätte man auch gesehen, ob sie sich überlebt hätten und von selbst gestorben wären, bzw. ob und wie sie in die heutige Zeit gepaßt hätten. Schon vergessen, daß es die frühen Christen waren, die in Europa jeglichen Erkenntnishorizont erst einmal gewaltsam eingedampft haben und jede Regung des Geistes als Häresie oder sonstigen Ungehorsam gegen den Glauben unter Strafe gestellt haben?

Dein Ghostwriter wird sich schon die Mühe machen müssen, meine Frage etwas detaillierter zu beantworten; dazu muß man sich erst einmal mit diesen Kulten auseinandersetzen.

Zitat
Das ist ja ein beliebtes Mittel beim Religions-Bashing: das Herauskramen von Dingen aus dem Mittelalter.

Ich kann´s doch nicht ändern. Deus lo vult!  :evil

Zitat
Damals haben Menschen die Religion leider für alles mögliche - teilweise völlig entgegen der eigentlichen Inhalte und Botschaften - instrumentalisiert.

So wie heute auch. Das ist ja das Schöne an der monotheistischen Religion: Sie ist eine Hure und läßt sich von jedem Ficken. Welcher Antichrist auch immer gerade auf dem Stuhl Petri sitzt, er bestimmt, was christlich ist. Denn schließlich ist der Papst ja unfehlbar, wie wir alle wissen.  8)  :evil

Zitat
Im NT wird nicht zu Kreuzzügen, Gewalt, Folter etc. aufgerufen, ganz im Gegenteil.

Was die Christen zu keinem Zeitpunkt davon abgehalten hat, Kreuzzüge gegen "Ungläubige" wie Mitchristen zu führen, Gewalt auszuüben und Menschen zu foltern. Das Christentum war von Anfang an (und gerade am Anfang, wo es ja noch am nähesten an seinen Ursprüngen hätte drangewesen sein sollen!) eine der gewalttätigsten und blutrünstigsten Glaubensgemeinschaften. Die Vandalen, die das bereits christianisierte Rom geplündert und verwüstet haben, waren selbst ebenfalls Christen. Sehr christlich, das alles.  :.)

Aber mach Dir nix draus, der Islam war von Anfang an auch nicht besser. Man muß ihm zugute halten, daß er Anfangs der Bildung sehr viel offener, ja begieriger gegenüberstand als das bildungsfeindliche Christentum. Viele pagane Intellektuelle sind spätestens nach Schließung der Philosophenschule in Athen in Scharen in den nahen Osten geflüchtet und dort aufgenommen worden; etliche antike Schriften mußten in der Renaissance aus dem Arabischen wieder rückübersetzt werden, weil die Kirche gründliche Arbeit in der Vernichtung alles Andersgläubigen geleistet hatte.

Zitat
Irgendeine Qualitäts- bzw. Echtheitskontrolle muss es ja bei aufgefundenen Texten geben.

Mit dem Ergebnis einer ISO 9001 zertifizierten Religion oder was? Mach dich nicht lächerlich.

Welche Qualitätskriterien wurden denn angewandt bei der Frage, welches Evangelium zur Aufnahme in das neue Testament taugt?

Was meinst du mit Echtheitskontrolle? Die Texte sind alle "echt"; was soll z.B. am Thomasevangelium "unecht" sein?

Zitat
Wenn viele Gelehrte damals darüber Konsens gefunden haben, ist der qualitative Maßstab ja schonmal hoch gesetzt.

Ja, und sie haben sich auch auf hohem qualitativen Niveau darüber gestritten, wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz haben.  :.)
Erläutere doch mal, welche qualitativen Maßstäbe dabei angesetzt wurden?

Zitat
Und die Quellen sind ja auch heute noch einer Neubewertung zugänglich, falls nötig.

Bitter nötig! Es macht nur keiner, schon gar nicht aus den Reihen der Kirche.

Zitat
Hier muss ich vllt. klarstellen: Gemeint war, die Religion antwortet auf zentrale Fragen (der Menschen).

Und welche *sind* die zentralen Fragen der Menschen?  :.)

Zitat
Ich sags mal so: Wenn das Christentum an der Börse wäre, würde ich Aktien kaufen.

Man kauft nicht in der Hausse.  8)

Wenn Dein Ghostwirter sich jetzt vielleicht mal herablassen könnte, die Fragen in meinen letzten Beiträgen zu beantworten und nicht immer nur abzulenken? Bei dem permanenten Versuch, den Thread hier in eine Propagandaveranstaltung für eine der blutrünstigsten Vereinigungen der Menschheitsgeschichte umzufunktionieren, spiele ich jedenfalls nicht mehr lange mit. Wenn ich das haben will, kann ich mir auch die Zeugen Jehovas zum Nachmittagskaffee ins Haus holen.
« Letzte Änderung: 14. September 2018, 18:46:50 von Yossarian »
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Offline simplemachine

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #229 am: 17. September 2018, 00:25:45 »
Erst einmal muß man sich vergegenwärtigen, daß der Erkenntnisstand der Wissenschaft nicht dem Erkenntnishorizont der Weltbevölkerung entspricht. Ein theoretischer Physiker bei CERN hat mit Sicherheit einen anderen Erkenntnishorizont als ein Gemüsebauer in Eritrea, der sich von seinem koptischen Dorfpfarrer seine Steuererklärung machen lassen muß.

Und warum gibt es dann religiöse Physiker und andere religiöse Naturwissenschaftler?

Man muß einfach akzeptieren, daß ein großer Teil der Weltbevölkerung einfach noch nicht so weit ist, sich bezüglich der letzten Fragen über eine andere Erklärung als eine religiöse Gedanken zu machen.

Ich habe nicht den Eindruck, dass die Europäer heutzutage deswegen religiös geprägt sind, weil sie geistig so rückständig sind.

Dann wird man feststellen, daß in industrialisierten Regionen mit höherem Bildungsniveau die Religionen auf dem absteigenden Ast sind, eben weil die Menschen sich nicht mehr mit den großen Religionen abgeben.

Ich denke, hier wird Religion mit Kirche verwechselt. Die Staatskirche mit ihren mittelalterlichen Bauten, harten Holzbänken und schwermütiger Orgelmusik trifft eben nicht mehr den Zeitgeist und erreicht in dieser Form immer weniger Leute. Deshalb gibt es offiziell mehr Konfessionslose, die zwar keine Staatskirche mehr benötigen, aber die zum überwiegenden Teil auch an etwas glauben, also durchaus religiös sind.

Erst alles verbieten, kaputt trampeln und ermorden, und sich dann hinstellen und behaupten, die paganen Kulte hätten mit den Anforderungen der Neuzeit nicht Schritt halten können.

Wenn jemand meint, bezüglich heidnischer Kulte wäre Bedarf für eine "Renaissance" da, kann er ja gerne versuchen, Anhänger in größerer Zahl dafür zu finden. Ein Youtube-Channel machts ja heute problemlos möglich, die ganze Welt zu erreichen.

Die Vandalen, die das bereits christianisierte Rom geplündert und verwüstet haben, waren selbst ebenfalls Christen.

Das Stöbern in der Mottenkiste einer längst vergangenen geschichtlichen Zeit bringt doch nichts für die aufgeklärte Neuzeit. Die Welt hat sich nun mal in allen Belangen weitergedreht.

Was meinst du mit Echtheitskontrolle? Die Texte sind alle "echt"; was soll z.B. am Thomasevangelium "unecht" sein?

Der Verfasser soll ja bereits zweifelhaft sein. Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Inhalte kommen nach Einschätzung der Wissenschaftler hinzu.

Und welche *sind* die zentralen Fragen der Menschen?

Ist die Frage rhetorisch?

Offline Yossarian

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #230 am: 17. September 2018, 09:33:11 »
Na, diesmal ohne Mentor selbst geantwortet?  :.)

Und warum gibt es dann religiöse Physiker und andere religiöse Naturwissenschaftler?

Weil sie es können. Mir wäre neu, daß man bei der Immatrikulation in einem naturwissenschaftlichen Fach jeglicher Religion abschwören muß. Schwarze Schafe gibt es überall.  ;)

Zitat
Ich habe nicht den Eindruck, dass die Europäer heutzutage deswegen religiös geprägt sind, weil sie geistig so rückständig sind.

Ich habe nicht den Eindruck, daß die Europäer heutzutage noch religiös geprägt wären.

Zitat
Ich denke, hier wird Religion mit Kirche verwechselt.

Das eine folgt aus dem anderen. Organisierter Glaube -> Religion -> Kirche.

Zitat
Die Staatskirche mit ihren mittelalterlichen Bauten, harten Holzbänken und schwermütiger Orgelmusik trifft eben nicht mehr den Zeitgeist und erreicht in dieser Form immer weniger Leute.

Wenn ihre Inhalte "wahr" sind, braucht es keinen Zeitgeist, im Gegenteil. An Orgelmusik kann ich nichts schwermütiges erkennen; vielleicht solltest Du Dir mal ein Orgelkonzert geben in einer Kirche mit einer guten Akustik.

Zitat
Deshalb gibt es offiziell mehr Konfessionslose, die zwar keine Staatskirche mehr benötigen, aber die zum überwiegenden Teil auch an etwas glauben, also durchaus religiös sind.

Alles Häretiker! Laß das bloß keinen in der Inquisition im Heiligen Offizium in der Kongregation für die Glaubenslehre hören.  :evil

Zitat
Wenn jemand meint, bezüglich heidnischer Kulte wäre Bedarf für eine "Renaissance" da, kann er ja gerne versuchen, Anhänger in größerer Zahl dafür zu finden. Ein Youtube-Channel machts ja heute problemlos möglich, die ganze Welt zu erreichen.

Du bist ein Dummschwätzer. Die paganen Schriften sind verlorengegangen, rein mündlich tradierte Riten und "Wissen" unwiederbringlich verloren. Die heidnischen Kulte sind tot, dank deines Vereins. Daran ändern auch ein paar Komiker nichts, die zur Winter- und Sommersonnenwende in komischen Klamotten nach Stonehenge pilgern.

Zitat
Das Stöbern in der Mottenkiste einer längst vergangenen geschichtlichen Zeit bringt doch nichts für die aufgeklärte Neuzeit. Die Welt hat sich nun mal in allen Belangen weitergedreht.

Jagenau. Das erkennt man z.B. daran, daß sich in den beiden Weltkriegen auch Christen gegenseitig niedergemetzelt haben; genauso wie bei den Vandalen und Römern, nur mit moderneren Waffen - neuzeitlicher halt.  8)

Zitat
Der Verfasser soll ja bereits zweifelhaft sein. Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Inhalte kommen nach Einschätzung der Wissenschaftler hinzu.

Achwas. Der Verfasser ist nicht zweifelhafter als bei den anderen Evangelien auch. Welche Einschätzungen welcher Wissenschaftler meinst Du denn? Laß doch mal die Hosen runter und gib Deine Quellen bekannt.

Zitat
Ist die Frage rhetorisch?

Ganz und gar nicht. Die Frage ist mein heiliger Ernst.

Du schwächelst.  8)
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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #231 am: 18. September 2018, 02:01:16 »
Mir wäre neu, daß man bei der Immatrikulation in einem naturwissenschaftlichen Fach jeglicher Religion abschwören muß.

Muss man nicht, aber die Studenten beenden ihr Studium, gehen weiter, forschen und arbeiten. Und berichten oftmals, dass ihre wissenschaftliche Erkenntnisstufe sie mit Ehrfurcht vor dem erfüllt hat, was sie vorgefunden haben. Ihr kleiner Bereich wissenschaftlicher Erklärbarkeit hat ihnen überhaupt erst vergegenwärtigt, wie wenig sie von dem größeren Ganzen verstehen. So gesehen, sind Wissenschaft und Religion unschwer harmonisiert.

Wenn ihre Inhalte "wahr" sind, braucht es keinen Zeitgeist, im Gegenteil.

Ach, naja, man muss heute wirklich nicht mehr unbedingt in eine Kirche gehen, um religiöse Inhalte zu bekommen. Viele gucken bibel.tv von zuhause aus, andere besuchen Freikirchen, die modernere Konzepte der Bildung eines Gemeinwesens verfolgen. Andere schauen sich aufgezeichnete Inhalte in Internet an. Die Kommunikationswege haben sich eben modernisiert.

Welche Einschätzungen welcher Wissenschaftler meinst Du denn? Laß doch mal die Hosen runter und gib Deine Quellen bekannt.

Wikipedia.Thomasevangelium

Offline Yossarian

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #232 am: 18. September 2018, 09:59:56 »
Muss man nicht, aber die Studenten beenden ihr Studium, gehen weiter, forschen und arbeiten. Und berichten oftmals, dass ihre wissenschaftliche Erkenntnisstufe sie mit Ehrfurcht vor dem erfüllt hat, was sie vorgefunden haben. Ihr kleiner Bereich wissenschaftlicher Erklärbarkeit hat ihnen überhaupt erst vergegenwärtigt, wie wenig sie von dem größeren Ganzen verstehen.


Ja glaubst Du denn ernsthaft, die Religion hätte die Begriffe Ehrfurcht und Demut für sich gepachtet? Die sind ganz und gar unesoterisch und unmetaphysisch, sprich: unreligiös. Es ist völlig normal, daß einem seine eigene Nichtigkeit und die Beschränktheit der eigenen Erkenntnismöglichkeiten bewußt wird, je tiefer man in die Naturwissenschaften eindringt. Eine (vorläufige) Antwort wirft 10 neue Fragen auf. Sich hinzusetzen und zu behaupten oder zu glauben, der alte Mann mit dem Rauschebart hätte das alles zusammengebastelt, ist natürlich viel bequemer als sich der eigenen Nichtigkeit bewußt zu werden, sie anzunehmen und damit zu leben.

Zitat
So gesehen, sind Wissenschaft und Religion unschwer harmonisiert.

Nein, keineswegs. Es ist ein Irrglaube der Christen, ethische und moralische Begriffe erfunden zu haben und ausschließlich für sich selbst zu reklamieren. Es gibt keine originäre christliche Ethik und Moral; es ist alles zusammengestohlen, das meiste bei den Stoikern.

Und natürlich kann man nach 20 oder 30 oder mehr Jahren intensiver Beschäftigung mit Naturwissenschaften auf die Idee kommen, daß dahinter irgendein Wesen steckt, weil man sich mit seinem Hirn gar nicht vorstellen kann, daß das alles von selbst passiert sein kann. Irgendwann passiert ein intellektueller Overflow, der auch schon mal zum Kurzschluß in den Synapsen führen kann. Die einen nehmen dann eine Auszeit und gehen Angeln, andere fangen an zu saufen und wieder andere werden gläubig. Das sind alles nur Verdrängungsmechanismen, die jeder Psychologiestudent im dritten Semester in zwei Sätzen erklären kann.

Ich bin Agnostiker und das einzige, was ich weiß ist, daß ich nicht (ohne "s"!) wirklich wissen kann. Ich kann nicht völlig ausschließen, daß es den alten Mann mit dem Rauschebart gibt. Es ist so wenig beweisbar wie die Behauptung, es gäbe ihn. Also richte ich mich darauf ein, daß es ihn nicht gibt. Wenn jemand mal einen wirklichen Gottesbeweis liefert, den ich mit meinem bißchen Hirn nachvollziehen kann, dann will ich da gerne noch mal drüber nachdenken. Aber auch dann sind wir noch keinen Schritt weiter, weil dieser Gott (oder diese Götter) ja auch irgendwo hergekommen sein müssen. Freu Dich also auf Deinen Tod, denn wenn da drüben was ist, kannst Du mir ja ne Postkarte schreiben und sagen, daß Du Recht behalten hast.  ;)

Zitat
man muss heute wirklich nicht mehr unbedingt in eine Kirche gehen, um religiöse Inhalte zu bekommen.

Natürlich nicht.

Zitat
Viele gucken bibel.tv

Umgotteswillen! Das ist ja ekelhaft!  :evil

Zitat
andere besuchen Freikirchen

Häretiker!  :evil

Zitat
die modernere Konzepte der Bildung eines Gemeinwesens verfolgen.

Willst Du da wirklich eine Antwort drauf bzw. das Thema vertiefen?  :.)
Mein Verhältnis zu Freikirchen ist vielleicht etwas speziell.

Zitat
Die Kommunikationswege haben sich eben modernisiert.

Natürlich. Aber nicht die Inhalte.

Zitat
Wikipedia.Thomasevangelium

Ja, sehr nett, immerhin ein Anfang.

Und jetzt lies mal den englischen Wikipediaeintrag zu dem Stichwort. Merkst du was? Den deutschen Eintrag hat offensichtlich ein Katholik geschrieben, der stramm auf Linie ist.  ;)

Empfehlen kann ich zur Vertiefung diesen Text hier.

Und was ist jetzt damit:

Und welche *sind* die zentralen Fragen der Menschen?  :.)

Krieg ich noch eine Antwort?



« Letzte Änderung: 18. September 2018, 11:30:06 von Yossarian »
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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #233 am: 18. September 2018, 22:52:27 »
Und natürlich kann man nach 20 oder 30 oder mehr Jahren intensiver Beschäftigung mit Naturwissenschaften auf die Idee kommen, daß dahinter irgendein Wesen steckt, weil man sich mit seinem Hirn gar nicht vorstellen kann, daß das alles von selbst passiert sein kann.

Nichts anderes sage ich doch, Wissenschaft und Religion lassen sich super harmonisieren. Auch nach Jahrzehnten als Naturwissenschaftler - oder für einige vllt. gerade erst dann.

Die einen nehmen dann eine Auszeit und gehen Angeln, andere fangen an zu saufen und wieder andere werden gläubig.

Die Bewältigungsstrategien haben natürlich unterschiedliche Qualität. Aber Hauptsache, sie wachen irgendwann im Leben einmal auf und erkennen, dass ihr bisheriges Leben nicht dauerhaft so weitergehen muss.

Das sind alles nur Verdrängungsmechanismen

Das Gegenteil ist der Fall. Es ist ja vielmehr ein Erkenntnisprozess, wenn in einem gewissen Alter das eigene bisherige Leben kritisch gesehen und künftig an anderen Werten ausgerichtet wird. Die "Verdränger" haben keine Krise, die machen immer weiter und weiter.

Natürlich. Aber nicht die Inhalte.

Warum sollte sich etwas Universelles auch ständig ändern.

Krieg ich noch eine Antwort?


Welche zentralen Fragen stellen die Menschen an die Religion, ein weites Feld. Um nur einiges ganz Grundsätzliches spontan zu nennen: Wo kommt alles her, wer hat es gemacht, wie ist Stellung des Menschen in alledem, wie ist der Mensch beschaffen und wie und nach welchen Werten sollte er leben, wie soll er sich in der menschlichen Gemeinschaft gegenüber anderen verhalten, wie geht man mit eigenen und fremden menschlichen Fehlern um, wie findet man Ruhe, Trost, Vergebung, Gelassenheit, Zuversicht, Hoffnung, Mut und worin endet schließlich alles. 





Offline nigel48

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #234 am: 19. September 2018, 04:07:03 »
https://www.kinos.to/Stream/The_Man_from_Earth-1.html

8 menschen reden in einem zimmer über gott und die welt.
I`M EASY, SO EASY....

Offline nigel48

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #235 am: 19. September 2018, 04:08:42 »
der unterschied zwischen schöpfungsglaube und verkündigungaglaube wird sehr deutlich...
I`M EASY, SO EASY....

Offline Yossarian

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #236 am: 19. September 2018, 08:39:29 »
Nichts anderes sage ich doch, Wissenschaft und Religion lassen sich super harmonisieren.

Eben nicht. Schreibe ich in Kisuaheli?  :.)

Zitat
Das Gegenteil ist der Fall. Es ist ja vielmehr ein Erkenntnisprozess, wenn in einem gewissen Alter das eigene bisherige Leben kritisch gesehen und künftig an anderen Werten ausgerichtet wird. Die "Verdränger" haben keine Krise, die machen immer weiter und weiter.

Angeln gehen, Saufen und Religion *sind* die Verdrängungsmechanismen, mit denen viele auf Erkenntnis reagieren.

Zitat
Wo kommt alles her, wer hat es gemacht, wie ist Stellung des Menschen in alledem, wie ist der Mensch beschaffen und wie und nach welchen Werten sollte er leben, wie soll er sich in der menschlichen Gemeinschaft gegenüber anderen verhalten, wie geht man mit eigenen und fremden menschlichen Fehlern um, wie findet man Ruhe, Trost, Vergebung, Gelassenheit, Zuversicht, Hoffnung, Mut und worin endet schließlich alles.

Da ist nichts dabei, was mit Religion zu tun hätte. Außer der Religion als Verdrängungsmechanismus.
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Offline Yossarian

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #237 am: 19. September 2018, 09:13:38 »
https://www.kinos.to/Stream/The_Man_from_Earth-1.html

8 menschen reden in einem zimmer über gott und die welt.

Hier eine weniger fragwürdige Möglichkeit, den Film zu sehen:

The Man from Earth

Werde ich mir mal in Ruhe anschauen.
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— Jack Kerouac

Offline simplemachine

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #238 am: 19. September 2018, 19:54:54 »
Zitat von: Signatur
I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds

Klingt so ähnlich, wie angeln gehn  ;).

Offline Yossarian

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Re: Thema Religion allgemein und Religion in der Familie...
« Antwort #239 am: 19. September 2018, 20:48:01 »
So lange in meiner Signatur nicht steht "Gelobt sei Jesus Christus. In Ewigkeit Amen" mußt Du Dir keine Sorgen um mich machen.  8)
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

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