Autor Thema: Political LowLights  (Gelesen 102280 mal)

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Offline Stachelhaut

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Re: Political LowLights
« Antwort #420 am: 04. Juli 2015, 12:57:25 »
Geldfälschen ist ganz normal durch das Strafrecht "sanktionsbewehrt".

In Griechenland? Woher willst Du das wissen? Ich zweifle auch an der Tatbestandsmä§igkeit, wenn die für den Druck zuständige Notenbank ECHTE Geldscheine herstellt.
The union is behind us, we shall not be moved.

Conte Palmieri

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Re: Political LowLights
« Antwort #421 am: 04. Juli 2015, 13:07:03 »
In Eurem überkochenden Griechenhass verliert ihr so langsam die Bodenhaftung.

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #422 am: 04. Juli 2015, 14:34:39 »
Varoufakis heute in "El Mundo": "Was sie mit Griechenland machen, hat einen Namen - Terrorismus" ... "Was Brüssel und die Troika heute wollen, ist, dass das Ja gewinnt, damit sie die Griechen weiter erniedrigen können"

Was will der mit solchen Aussagen eigentlich bezwecken? So ganz richtig tickt der nicht.

Conte Palmieri

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Re: Political LowLights
« Antwort #423 am: 04. Juli 2015, 14:40:24 »
Ist Dir das Zitat erst in dre verstümmelten Fassung zu Ohren gekommen, oder hast Du es selber verstümmelt?

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #424 am: 04. Juli 2015, 14:53:23 »
In Griechenland? Woher willst Du das wissen? Ich zweifle auch an der Tatbestandsmä§igkeit, wenn die für den Druck zuständige Notenbank ECHTE Geldscheine herstellt.

Geschichte wiederholt sich. Griechenland und Italien haben auf diese Weise schon die 1865 gegründete Lateinische Münzunion gesprengt.

Statt Münzen in Umlauf zu bringen wurde dort immer mehr Papiergeld gedruckt und dadurch eine Inflation in allen beteiligten Ländern ausgelöst.

Wenn man in die Geschichte Griechenlands schaut, sieht man, daß alles, was heute passiert, schon mal mehrmals passiert ist und eben keine einmaligen Unfälle sind, an denen irgendwer anderes Schuld ist, sondern einfach im traditionallen Nichtfunktionieren dieses Staates begründet sind.

Zitat
"Es ist schwierig, zu verstehen, warum der Beitritt Griechenlands zur Lateinischen Münzunion gewünscht oder erlaubt wurde."
...
"In keinem Fall ist Griechenland ein wünschenswertes Mitglied der Währungsunion...Das Land ist in einem bemitleidenswerten Zustand: wirtschaftlich unseriös, von politischen Streitereien gelähmt und finanziell verrottet."
Henry Parker Willis (1901)

Kommt einem irgendwie bekannt vor.

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #425 am: 04. Juli 2015, 14:54:18 »
In Griechenland? Woher willst Du das wissen? Ich zweifle auch an der Tatbestandsmä§igkeit, wenn die für den Druck zuständige Notenbank ECHTE Geldscheine herstellt.

Sie darf das nur im Rahmen des zugewiesenen Kontingents. Ob die Scheine dann trotzdem echt sind, ist eine interessante Frage.

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #426 am: 04. Juli 2015, 15:03:10 »
Ist Dir das Zitat erst in dre verstümmelten Fassung zu Ohren gekommen, oder hast Du es selber verstümmelt?

Lies selber: http://www.elmundo.es/economia/2015/07/04/5596f1b3ca47412d048b459e.html

P: Aunque no haya encuestas, en las calles de Atenas lo que se siente es que la gente cada día que pasa tiene más miedo.
R: Sí, así es. Lo que están haciendo con Grecia tiene un nombre: terrorismo.

P: ¿Y desconvocarían el referéndum?
R:  Me temo que ya es tarde para eso. Ahora lo que quiere Bruselas y la Troika es que gane el 'sí' para de ese modo poder humillar a los griegos. Pero no vamos a dejar que nos humillen, vamos a demostrar que no tenemos miedo al miedo.

Conte Palmieri

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Re: Political LowLights
« Antwort #427 am: 04. Juli 2015, 15:05:39 »
Na siehst Du.

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #428 am: 04. Juli 2015, 15:19:22 »
Man sieht an Varoufakis mal wieder, daß Pathos Substanz ersetzen soll.

Hat der eigentlich irgendwann mal so eine pathetische Rede an sein eigenes Volk adressiert? So eine richtig schöne "Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede": wir müssen jetzt das Land umkrempeln, Steuern zahlen, unsere Beamten und Ärzte nicht mehr bestechen, keine Schwarzbauten mehr machen und keine mehr nachträglich (oder sogar vorträglich) legalisieren, Quittungen ausgeben, keine Renten für Tote mehr beantragen, Gewinne korrekt ausweisen... usw. usf. und dann werden wir in ein paar Jahren die positiven Ergebnisse sehen.

Vielleicht hat es so eine Rede gegeben, aber ich weiß nichts davon.

Conte Palmieri

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Re: Political LowLights
« Antwort #429 am: 04. Juli 2015, 17:20:38 »

Yossarian

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Re: Political LowLights
« Antwort #430 am: 04. Juli 2015, 17:42:48 »
Ich zweifle auch an der Tatbestandsmä§igkeit, wenn die für den Druck zuständige Notenbank ECHTE Geldscheine herstellt.

Eben, genau das ist das Problem: Die griechische Notenbank stellt echte Geldscheine her.  :evil

Yossarian

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Re: Political LowLights
« Antwort #431 am: 04. Juli 2015, 18:01:37 »
Gregor Gysi: Man kann einen Kontinent nicht über Geld einen.

Gregor Gysi spricht am 23. April 1998 im Bundestag in der Debatte zur Euro-Einführung. Schon damals skizzierte er in großer Klarheit, welche Folgen der eingeschlagene Weg für Europa haben werde. Er sollte Recht behalten.

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #432 am: 04. Juli 2015, 18:42:00 »
Für die, die kein Spanisch lesen wollen.

"Wir forderten nur, dass die Austerität nicht die Armen, sondern die Reichen betrifft."


Das ist doch lächerlich und verlogen. Syriza hat NICHTS gemacht, um die Reichen ranzuziehen. Sie haben es nicht mal versucht. Im Gegenteil Steueramnestie für Reiche. Ein besonderes Goodie für Wohlhabende: EZB kritisiert griechisches Gesetz zur Zwangsräumung
Zitat
Das von der linken Regierung geplante Gesetz sieht vor, dass Erstwohnsitze mit einem Wert von bis zu 300.000 Euro bei einem Zahlungsverzug des Besitzers nicht zwangsweise geräumt werden dürfen. Dieser Schutz soll aber nur greifen, wenn die Schuldner ein maximales Jahreseinkommen von 50.000 Euro haben. Ihr Gesamtvermögen darf 500.000 Euro, ihr liquides Vermögen 50.000 Euro nicht überschreiten.

Das ist eine Einladung zum Betrug. Wer zahlt da noch seine Immobilie ab? Aber klar: "Wir forderten nur, dass die Austerität nicht die Armen, sondern die Reichen betrifft." Dummschwätzer, Lügner.


Und wir haben eine Restrukturierung der Schulden gefordert, um sie bezahlen zu können." Als Beispiel nannte er General Motors. Das Unternehmen sei pleite gegangen, man habe die Schulden restrukturiert, heute gehe es ihm wieder gut, es könne die Schulden zurückzahlen.

Und das ging ohne Einsparungen, Entlassungen, Verkäufe usw.?

Varoufakis gibt sich der Überzeugung, dass es seit Amtsantritt der linken Regierung den Plan gegeben habe, diese zu stürzen, wenn sie sich nicht dem "europäischen Establishment" unterwirft.

Das ist weinerlicher Unsinn.

Der Finanzminister erklärte, es sei ihm in der ersten Woche klar geworden, dass es eigentlich nur zwei Optionen gebe, die sich nun auch in dem Referendum spiegeln.

Ich lese mal wieder nichts davon, was Griechenland selber tun kann, um seine Situation zu verbessern. Der Finanzminister ist für die Finanzverwaltung zuständig. Dieser Dummschwätzer hatte ja schon zu Protokoll gegeben, daß Griechenlands Problem mit der Mehrwertsteuer nicht die Höhe ist, sondern daß der Staat nicht in der Lage ist, sie einzutreiben. Er ist dafür jetzt zuständig. Er soll was tun!

Die EU schätze die Demokratie nicht sehr, während sich Syriza am 15. Juni angesichts eines "unannehmbaren Vorschlags" entschiede habe, das Volk zu befragen, das der Souverän sei.

Blödsinn. Schäuble hatte schon vor Monaten vorgeschlagen, daß es in Griechenland eine Volksabstimmung geben soll.

Insgesamt also wieder viel dummes Zeug, viel mit dem Finger auf andere zeigen und null Willen zur eigenen Verantwortung.
« Letzte Änderung: 04. Juli 2015, 19:13:51 von Araxes »

Offline Araxes

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Re: Political LowLights
« Antwort #433 am: 04. Juli 2015, 19:07:40 »
Eben, genau das ist das Problem: Die griechische Notenbank stellt echte Geldscheine her.  :evil

Echte Geldscheine können trotzdem Falschgeld sein. Die EZB wird dann über die Scheine mit illegalen Seriennummern irgendwas rüberstempeln. Die gelten dann vielleicht noch in Griechenland, aber nirgendwo sonst.

Offline ganter

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Re: Political LowLights
« Antwort #434 am: 05. Juli 2015, 02:48:24 »
eigentlich ist die Giechenlandkrise ein Treppenwitz. Da streiten sich schwäbische Hausfrauen um sparen hier oder spenden dort, dem Alg2 Empfänger noch ein paar Euro spenden, oder ihm 100 EUR in die Hand drücken, damit er von selbst auf die Beine kommt. Und wenn nicht, dann eben nicht, dann schieben wir halt noch ein paar EUR hinterher.
schland hat Staatsschulden von z.Z. 2,2 Billionen EUR
http://www.staatsschuldenuhr.de/
selbst der letzte Depp in Europa oder in der Welt glaubt doch nicht ernsthaft, dass wir diese Schulden zurückzahlen. Wenn uns ein Sparpaket wie den Griechen auferlegt würde, um wenigsten eine Billion zurückzuzahlen, würde hier Massenarbeitslosigkeit, Hunger und Massensterblichkeit der Alten und Armen Einzug halten. Hatten wir alles schon mal, 1929.
Wenn mann die Demographen ernst nimmt, wird schland ein Einwanderungsland und die schlanden selbst sterben irgendwann aus. Als Einwanderer würd ich mich dagegen verwehren, für die Schulden der schlanden haftbar gemacht zu werden. Sollen die schlanden ihre Schulden doch selbst bezahlen. Also wird irgendwann der letzte schlande im Alter von 111 Jahren im Pflegeheim liegen und eine proKopf-Verschuldung von ca. 2,5 Billionen EUR aufweisen. Dank Schuldenbremse.

Bei dieser ganzen Diskussion gerät doch mal wieder die wirtschaftliche Sichtweise mit der politischen durcheinander. Europa ist zunächst erst mal eine politische Idee. Angehängt an eine wirtschaftliche Zussammenarbeit sollten die Erzfeinde FRA und schland ausgesöhnt werden. Hat ja geklappt. Dann wurde daraus ein mehr oder weniger friedvoller Kontinent, der sich zuvor jahrhundertelang bekriegt hat. Grenzkontrollen und Zölle sind weg, jeder Arbeitnehmer kann europaweit arbeiten und kann fast überall in EURO bezahlen. Das ist so selbstverständlich geworden, dass einige Rückwärtsgerichtete einige Vorteile wieder umkehren wollen. Die Dänen wollen wieder Grenzkontrollen, die Bayern eine Maut und weiß der Geier, auf was die nationalgestimmten Politiker sich sonst noch einfallen lassen.
Und nun sind die Griechen dran. Wahrscheinlich war es ein Fehler, die in den EURO zu lassen. Bis 2001 schwankte der Wechselkus, da hätten sie sich wirtschaftliche Vorteile verschaffen können. Ab 2001 sprudelte der EURO. Dass die Griechen geschummelt hatten, war bereits 2004 bekannt
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/euro-raum-griechenland-erschwindelte-euro-beitritt-1189739.html
FAZ vom 16.11.2004
Hat doch keinen interessiert.
Und nu wird auf einmal die große Welle gemacht. Warum? Die Angst vor dem Wahlvolk geht um. Dasselbe Wahlvolk, das Ausspähungen der NSA für irrelevant hält. Das die Abschaffung des Bargelds axelzuckend hinnimmt. Aber wenn sich am bayerischen Stammtisch im Gasthaus "Zur Sonne" drei Bayern über die Maut in Österreich beschweren, weshalb der Urlaub in Italien 10 EUR mehr kostet, dann springt Seehofer in die Bresche und Söder blamiert sich in seinem Auftrag.
Also lösen wir die Griechenkrise: Schiebt den Griechen die 300 Milliarden in den Arsch. Ob schland 2,2 Billionen oder 2,5 Billionen auf dem Deckel hat, ist irrelevant. Zahlen wir eh nicht zurück. Dann verhandeln wir über konkrete Reformen, ohne dass die Griechen das Gefühl haben müssen, wir würden sie nach 1941 noch einmal überfallen. Respektier deinen Verhandlungspartner! Und wenn sie in 30 Jahren noch mal 300 Milliarden brauchen, dann schieben wir die eben hinterher. Das ist alles Buchgeld, das kostet uns keinen Cent. Bislang hat gerade schland an der Griechenlandkrise etliche Milliarden verdient und nebenbei die eigenen Banken gerettet. Wir sanieren unseren Haushalt und unsere Banken auf Kosten der Griechen. Das muss mann sich mal geben.
In diesem Sinne...
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo