Autor Thema: finanzstrategischer Plan für Scheidung  (Gelesen 963 mal)

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Offline sailnbike

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finanzstrategischer Plan für Scheidung
« am: 13. Dezember 2021, 08:23:46 »
Hallo Männers,

ich bin  knapp 50, ca. 20 Jahre verheiratet, habe 2 Söhne (beide 16j) und meine Frau geht mir auf die Nerven. Ich werde 100% nicht meinen Lebensabend mit ihr verbringen wollen, daher plane ich eine Scheidung in den nächsten 5 Jahren.
Finanziell haben wir ein abbezahltes Haus (Wert ca. 500 TEUR) ein Aktiendepot (100TEUR) und 2 abbezahlte Autos. Zugewinn ist 500TEUR da ich 100TEUR mit in die Ehe gebracht habe
Monatlicher Verdienst bei Steuerklasse 3/5 ist bei mir ca. 6500.-, sie arbeitet 30% für 750.-.
Frage 1: Heißt das, mir stehen 100TEUR +  der halbe Zugewinn (250TEUR) = 350TEUR zu?
Frage 2: könnt ihr euch ein Modell vorstellen, bei der Sie in der Bude mit beiden Kindern wohnen bleibt? Also ich nehme die 100Teur Aktien, Sie nimmt auf die abbezahlte Bude 250TEUR Kredit auf und zahlt mich aus? - Meinen Unterhalt (ca. 1200 EUR für die Kids, ca. 1200 EUR für Sie) könnte dafür ja verwendet werden?
Frage 3: Wie lange zahlt man nach der Scheidung Unterhalt für die Ex (bei wie gesagt fast volljährigen Kids)
Frage 4: Wie kann man über die Jahre vor der Scheidung Geld bei Seite schaffen - ich habe ja Zeit - geht das nur über bar, da Kontoauszüge nachverfolgt werden? Oder mache ich mir in aller Seelenruhe ein Konto auf meinen Namen auf, von dem nur ich was weiß?

Danke für euren Input

Offline Yossarian

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #1 am: 13. Dezember 2021, 08:32:06 »
Ich könnte mir vorstellen, daß Deine Fragen kompetent beantwortet werden, wenn Du maximal € 190,-- plus Mehrwertsteuer in eine Erstberatung bei einem Fachanwalt für Familienrecht investierst.
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Offline Opiman

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #2 am: 14. Dezember 2021, 15:23:32 »
Vielleicht solltest Du erst einmal mit deiner Frau reden was Dir auf den Sack geht..
Denn es könnte ja auch umgekehrt sein.. Nach über 20 Jahren alles hin zu schmeißen,
die Kiddies da mit rein zu ziehen, überleg das mal in Ruhe.
Oder aber auch mal selbst den Vorschlag einbringen eine Paartherapie zu machen, wenn
das nicht funktioniert und reden auch nicht, kannst Du deinen Plan ja immer noch umsetzen.

Offline Mattieu

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #3 am: 14. Dezember 2021, 16:12:03 »
Neben dem Anwalt wäre ggf. ein Steuerberater auch vorteilhaft. Vorher.
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline Gianluca

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #4 am: 14. Dezember 2021, 16:37:18 »
Für Frage 4 brauchst Du einen zwielichtigen, schmierigen Winkeladvokaten oder jemanden, der ernsthaft die Frage stellt, was bei Dir schief gelaufen ist.

Offline Araxes

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #5 am: 14. Dezember 2021, 17:50:08 »
Schief gelaufen ist schon mal, daß sie nur 30% arbeitet. Das sollte sich mit 16jährigen Kindern langsam mal ändern und vielleicht hilft es der Beziehung, wenn sie mehr eigenes Leben hat und sie nicht so viel zu Hause hockt. Außerdem verbessert es die Zugewinnrechnung und die Unterhaltsforderungen werden geringer.

Offline Mattieu

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #6 am: 14. Dezember 2021, 18:01:35 »
Schief gelaufen ist schon mal, daß sie nur 30% arbeitet.

Die Forderung nach einer Erhöhung könnte allerdings die vorschnelle Scheidung von anderer Seite einbringen.
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline Gianluca

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #7 am: 14. Dezember 2021, 18:14:12 »
5-Jahresplan, hat irgendwie etwas...

Ob die 30% nicht eventuell auf einer gemeinsam getroffenen Entscheidung beruhen, wissen wir nicht. Hat aber offensichtlich 20 Jahre funktioniert.

Und was "nervt" so an Deiner Frau?
Nervst Du sie auch? Schon mal bei ihr nachgefragt?

Die Forderung nach einer Erhöhung könnte allerdings die vorschnelle Scheidung von anderer Seite einbringen.
Und damit der so perfekte 5-Jahresplan im Ar###  :.)

Offline simplemachine

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #8 am: 14. Dezember 2021, 21:35:38 »
Frage 2: könnt ihr euch ein Modell vorstellen, bei der Sie in der Bude mit beiden Kindern wohnen bleibt? Also ich nehme die 100Teur Aktien, Sie nimmt auf die abbezahlte Bude 250TEUR Kredit auf und zahlt mich aus? - Meinen Unterhalt (ca. 1200 EUR für die Kids, ca. 1200 EUR für Sie) könnte dafür ja verwendet werden?

Es empfiehlt sich - da es ja als nicht eilig beschrieben wird - erstmal die überschaubare Zeitspanne abzuwarten, bis die Söhne volljährig und mit der Schule fertig sind. Falls dann ein Studium anstehen sollte, wird eh zumeist ausgezogen, hierzu kann man ja auch noch besonders ermutigen bzw. finanzielle Anreize setzen, indem man ihnen ne Bude und einen monatlichen Obulus fürs Living freiwillig von sich aus anbietet. Sind sie erstmal volljährig und aus dem Haus, hat die Frau bezüglich der Kinder keine Machtmechanismen mehr und verwaltet auch nicht mehr deren eigenes Geld. Damit spielt auch das Haus praktisch keine Rolle mehr als Familienunterkunft und wird im Trennungsszenario höchstwahrscheinlich verkauft. Bloß auf ihren eigenen nachehelichen Unterhalt kriegt die Frau realistisch eh keinen T€ 250 Kredit, vermutlich auch sonst  altersbedingt kaum noch.

Offline DieFrau

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Re: finanzstrategischer Plan für Scheidung
« Antwort #9 am: 14. Dezember 2021, 23:00:57 »
5-Jahresplan, hat irgendwie etwas...

Allerdings.
Aber hey, mein Verflossener hatte einen "langfristigen Plan", der bisher bestens aufgegangen ist  ;D

Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein