Autor Thema: Alkoholsucht ja oder nein  (Gelesen 12017 mal)

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Offline Mattieu

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #60 am: 24. Mai 2017, 11:33:06 »
Dass Personen, welche sich totstellen bzw. fliehen, "Weicheier" sind, dem stimme ich nicht zu; denn oft haben die Betroffenen keine andere Möglichkeit (um zu überleben).

Nicht, dass ich das in Frage stellen möchte, aber selbst, wenn - Was wäre an Weicheiern so schlimm?

Oder genauer, was ist schlimm daran, wenn Die Frau solche Menschen für Weicheier hält?
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline DieFrau

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #61 am: 24. Mai 2017, 11:43:04 »
@DieFrau: Noch ein Versuch  ;) - es geht um Deine Formulierung/Ansage:

"Kämpfen, sich totstellen und fliehen sind Urinstinkte" - ja, da stimme ich dir zu. Dass Personen, welche sich totstellen bzw. fliehen, "Weicheier" sind, dem stimme ich nicht zu; denn oft haben die Betroffenen keine andere Möglichkeit (um zu überleben).

LG v. Druiden

Ja, aber nur für eine begrenzte Zeit. Aber deswegen zum Alkohol oder sonst welchen Konsum zu zu greifen, desen schädigende Wirkung nachweislich bekannt ist, finde ich feige. Gemeint hier ist der dauernd exzessive Konsum, Nicht ein Bier oder Glas Wein nach einem strengen Ereignis.
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline DieFrau

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #62 am: 24. Mai 2017, 11:51:06 »
Oder genauer, was ist schlimm daran, wenn Die Frau solche Menschen für Weicheier hält?

Danke Mattieu!
Das wollte ich eigentlich nach den Beiträgen vom Nigel und Druiden klarstellen. Das ist meine persönliche Meinung, die auf keinen Fall von Betroffenen hier persönlich genommen werden soll.
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Offline Gilles1983

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #63 am: 24. Mai 2017, 11:54:56 »
Den Unterschied gab es schon zwischen DDR und BRD: In der DDR gab es nur halb so viel Allergien wie im Westen

In der DDR gab's kein Sagrotan, man hat sich im Kindergarten an anderen Kindern angesteckt und vielleicht auch mehr in Buddelkästen gespielt. Und es gab keine Geschmacksvertärker, kaum künstliche Aromen oder Fertigessen. Und die Eltern hatten andere Probleme als bei ihren Kindern nach Allergien zu suchen.

Dafür gab es in der DDR Asbest  ;D

Spaß beiseite...

Ich verstehe schon was du meinst. Wenn ich zurückblicke, was wir in unserer Kindheit alles gemacht haben. Wir waren nur draussen.
Und heute sind die Spielplätze leer. Man darf nur noch hoffen, dass an den elektronischen Geräten sämtliche Verbundfugen und Spalten größer werden, damit sich der Dreck dort besser hält.

Offline Druide

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #64 am: 24. Mai 2017, 12:00:14 »
Nehmen wir z. B. an, es gibt eine Naturkatastrophe oder Krieg und Kinder müssen hilflos mit ansehen, wie die Eltern vor ihren Augen auf grausame Art niedergemetzelt werden oder der Erdboden sie verschluckt. Sie - die Kinder - können "dies" im Moment des Geschehens nicht "verarbeiten" - sie sind machtlos überfordert. Deshalb sind sie - in meinen Augen - noch lange keine Weicheier.

LG v. Druiden



Hameel

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #65 am: 24. Mai 2017, 12:11:49 »
Ich kannte mal einen, der hat nach einer hoffnungslosen Krebsdiagnose aus Todesangst angefangen zu saufen. Ein Weichei?

Offline DieFrau

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #66 am: 24. Mai 2017, 12:12:56 »
Das ist was ganz anderes Druide. Hier geht es um Menschen im Erwachsenen Alter oder vielleicht Jugendliche mit einem Zugang zum Alkohol.

Das Beispiel im Zusammenhang mit der Theorie? der Retraumatisierung könnte dieses Trauma später reaktiviert werden, das "Kind" im Erwachsenenalter die Angst spürt und zum Konsum greift? ...ist das was du meinst?
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Offline Yossarian

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #67 am: 24. Mai 2017, 12:13:17 »
Nehmen wir z. B. an, es gibt eine Naturkatastrophe oder Krieg und Kinder müssen hilflos mit ansehen, wie die Eltern vor ihren Augen auf grausame Art niedergemetzelt werden oder der Erdboden sie verschluckt. Sie - die Kinder - können "dies" im Moment des Geschehens nicht "verarbeiten" - sie sind machtlos überfordert. Deshalb sind sie - in meinen Augen - noch lange keine Weicheier.

Natürlich nicht. Aber was hat das jetzt mit Suchterkrankungen zu tun?
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Offline Yossarian

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #68 am: 24. Mai 2017, 12:13:39 »
Ich kannte mal einen, der hat nach einer hoffnungslosen Krebsdiagnose aus Todesangst angefangen zu saufen. Ein Weichei?

Sicher nicht.
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Offline DieFrau

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #69 am: 24. Mai 2017, 12:13:48 »
Ich kannte mal einen, der hat nach einer hoffnungslosen Krebsdiagnose aus Todesangst angefangen zu saufen. Ein Weichei?

Für mich, ja.
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline Druide

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #70 am: 24. Mai 2017, 12:30:08 »
Und noch ein Versuch  :.): Es geht/ging mir lediglich um diesen Satz/diese Formulierung von DieFrau, welche(n) ich "in diesem Thread" gelesen habe; war/ist - vielleicht/anscheinend - missverständlich, da ich ihn aus dem "Ursprungsthema (Alkoholsucht ja oder nein) herausgepickt" habe.

LG v. Druiden




Offline DieFrau

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #71 am: 24. Mai 2017, 13:00:32 »
Und noch ein Versuch  :.): Es geht/ging mir lediglich um diesen Satz/diese Formulierung von DieFrau, welche(n) ich "in diesem Thread" gelesen habe; war/ist - vielleicht/anscheinend - missverständlich, da ich ihn aus dem "Ursprungsthema (Alkoholsucht ja oder nein) herausgepickt" habe.

LG v. Druiden

Ich denke, jetzt habe ich verstanden.
Angst zu haben ist menschlich, wie wir damit umgehen ist entscheidend.
Ich habe selbst lebenslang Prüfungsangst und weiss bis heute nicht, wann und was der Auslöser war. Ehrlich gesagt interessiert mich auch nicht mehr, weil ich sie zu einem gewissen Maß unter Kontrolle habe.

Die letzten Jahren bin ich ein ziemliche Weichei was Beziehung angeht, allerdings weiss ich hier wann und was der Auslöser war. Zurzeit, wenn ich ein Funken Verliebtheit verspüre, verkrieche ich mich in meinem "Schneckenhaus" und sehe mir zu wie mein Puls 24 Stunden in die Höhe geht, der Kopf ist kurz davor in Flammen aufzugehen, Zittern und Unruhe bestimmen  den Tag und schlaflose Nächte machen mir zu schaffen. Ich gebe mir eine Woche Zeit und lasse es zu, danach ist alles wieder "gut".

Mit eine Ausnahme, der Tango, habe aber weder wegen die eine noch die andere den Drang in irgendeine Sucht zu rutschen. Angeblich macht der Tango suchtig, meine Dosis ist mit der Zeit auf einem gesunden Maß  runtergegangen.
« Letzte Änderung: 24. Mai 2017, 13:06:02 von DieFrau »
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
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Offline Yossarian

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #72 am: 24. Mai 2017, 13:01:39 »
Für mich, ja.

Solltest Du - was der Himmel verhüten möge - jemals in seine Situation kommen, reden wir da noch mal drüber.
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Offline Yossarian

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #73 am: 24. Mai 2017, 13:04:02 »
Nicht, dass ich das in Frage stellen möchte, aber selbst, wenn - Was wäre an Weicheiern so schlimm?

Nichts.

Zitat
Oder genauer, was ist schlimm daran, wenn Die Frau solche Menschen für Weicheier hält?

Nichts.

Mit dem Mundwerk sind wir alle große Helden.
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— Jack Kerouac

Offline Yossarian

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Re: Alkoholsucht ja oder nein
« Antwort #74 am: 24. Mai 2017, 13:04:36 »
Angst zu haben ist menschlich, wie wir damit umgehen ist entscheidend.

Genau das ist der Punkt.
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