Autor Thema: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier  (Gelesen 4035 mal)

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Offline ganter

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #15 am: 17. Oktober 2016, 01:55:08 »
Der Knicke hat von frauen genauso viel Ahnung gehabt, wie ein Fisch vom Fahrrad fahren.
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

Online Araxes

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #16 am: 17. Oktober 2016, 03:08:09 »
Einfach gesagt sind die paarweisen Begriffe: Mann / Weib und Herr / Frau. Mann / Frau paßt eigentlich nicht zusammen.

Offline DieFrau

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #17 am: 17. Oktober 2016, 09:17:44 »
Mann / Frau paßt eigentlich nicht zusammen.

Tut es auch nicht....meistens  ;D
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline Conte Palmieri

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #18 am: 17. Oktober 2016, 09:36:08 »
Was den Menschen von heute das Verständnis eines Textes aus dem 18. Jahrhundert meistens unmöglich macht, ist in der Tat die mangelnde Lektüre klassischer Texte.

Offline schnorchel

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #19 am: 17. Oktober 2016, 16:22:45 »
Einfach gesagt sind die paarweisen Begriffe: Mann / Weib und Herr / Frau. Mann / Frau paßt eigentlich nicht zusammen.
Meiner Auffassung nach sind die paarweisen Begriffe: Mann / Weib, Herr / Dame und Fron (vgl. Fronleichnam) / Frau.

Offline Conte Palmieri

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #20 am: 17. Oktober 2016, 16:53:58 »
Die Begriffe haben sich im Lauf der Zeit verändert und Sprache folgt auch keiner mathematischen Logik.
Wichtig zu wissen ist, dass das Wort "Weib" im 18. Jahrhundert keine abwertende Bedeutung hatte. Es war einfach der allgemeine Ausdruck für "erwachsenes weibliches Menschenwesen".

Offline marple

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #21 am: 19. Oktober 2016, 15:54:44 »
Ich hab nichts dagegen, ein Weib zu sein.

Teilmenge von "DIE Weiber" zu sein, stört mich dagegen erheblich.

Müsste andersrum ähnlich sein - mit dem Begriff Kerl.

Dazu muss man kein Sprachwissenschaftler sein.

Offline Conte Palmieri

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #22 am: 19. Oktober 2016, 21:24:26 »
Teilmenge von "DIE Weiber" zu sein, stört mich dagegen erheblich.
Wäre es mit "DIE Damen" wesentlich anders?

Offline marple

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #23 am: 19. Oktober 2016, 21:31:28 »
Wäre es mit "DIE Damen" wesentlich anders?

Nö. Auch nicht bei "die Frauen".

Aber es ging um das Wort Weib. Das hat allein für sich gestellt immer noch keinen schlechten Ruf.

Wenn es für mich persönlich ein eher schwächliches Wort für weibliche Wesen gibt, dann ist es Fräulein.

Wobei es auch hier um den Kontext geht - wenn einer meiner Eltern mich mit "Frollein Marple!" oder (Steigerungsstufe) "Frolleinchen!" rief, war Alarmstufe Rot.

Online Araxes

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #24 am: 19. Oktober 2016, 22:53:33 »
Meiner Auffassung nach sind die paarweisen Begriffe: Mann / Weib, Herr / Dame und Fron (vgl. Fronleichnam) / Frau.

Nicht ganz. Althochdeutsch frouwa ist das Gegenstück zu althochdeutsch frô (Herr). Dame kommt von lateinisch Domina. Dazu paßt Dominus.

Online Araxes

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #25 am: 19. Oktober 2016, 22:56:48 »
Die Begriffe haben sich im Lauf der Zeit verändert und Sprache folgt auch keiner mathematischen Logik.

Daß du dich da mal nicht irrst.

Offline Conte Palmieri

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #26 am: 20. Oktober 2016, 09:06:52 »
Dann erkläre mir mal mit mathematischen Begriffen den Wechsel von

frô - fruowa

über

Herr - Frau

zu

Herr - Dame.

Online Araxes

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #27 am: 21. Oktober 2016, 18:19:57 »
Kann ich nicht, was ich dir aber erklären kann, ist die Tatsache, daß Mathematiker, Informatiker und Linguisten sich seit langem um formale Beschreibungen menschlicher Sprache bemühen. Die Behauptung "Sprache folgt auch keiner mathematischen Logik" ist schlicht falsch. Richtig wäre: "Sprache folgt nicht vollständig mathematischer Logik."

Grammatiken sind mathematische Logik: Die Wunderformeln der Grammatik

Da können sich die Literaturwissenschaftler und Linguisten noch so sehr sträuben, daß man ihre schöne, schwammige Welt mit mathematischen Methoden angeht.

Zitat
"Linguisten halten sich gerne für Naturwissenschaftler." Dann sollten sie sich auch so verhalten und "nicht nur auf die Partys der Naturwissenschaftler gehen"

 :P

Zitat
"Die Literaturleute mit ihrer Kritik an der formalen Arbeit treffen den Punkt nicht", sagt er. Sie zeigten damit nur, dass sie sich nicht mit Syntax beschäftigen wollen. Syntax ist die Lehre von den Regeln, wie sich Wörter zu Sätzen verketten. Und diese Regeln ließen sich formal beschreiben. Die mathematische Logik, wie sie besonders in den vierziger Jahren entwickelt wurde, sei ein hervorragendes Mittel, um die Menge der Sätze zu bestimmen, die zu einer Sprache gehören.

Die Literaturwissenschaftler und Linguisten gehen das Risiko ein, daß ihnen andere Disziplinen auf ihrem Feld den Rang ablaufen, wenn sie diese Methoden ablehnen. Das ist vielleicht ein bißchen wie bei den frühen Medizinern, die Medizin rein philosophisch betrieben haben, aber ohne jemals einen Körper zu öffnen. Das war niederes Bader-Handwerk.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2016, 18:32:11 von Araxes »

Offline nigel48

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #28 am: 22. Oktober 2016, 02:40:55 »
die formal logik in der linguistik ist so neu nicht.
gib mal bitte bei wikipedia : Präsupposition  ein. (der link will hier nicht eingefügt werden.)
Vater unten auf der lit.-liste hat anfang der 70er schon dran gearbeitet..

oder kinesthetische phonetik - wo wird wie welcher laut erzeugt. erst mal rein analytische arbeit. ...mit deren ergebnissen können dann sprechstörungen behoben werden.

die generative transformationsgrammatik ist ebenfalls analyse. - dessen was tatsächlich gesprochen wird.


pullum oder Annette Lessmoellmann vermatschen mit "maria haut hans" die gramatische struktur mit den logischen und pragmatischen präsuppositionen.


"kühe essen gern schnitzel." ist grammatikalisch korrekt. die logische präsup. kühe und schnitzel existieren ist auch erfüllt, die pragmatische - kühe seien carnivoren - ist falsch. daher ist essen + gern sinnlos.
mal ganz kurz und simpel beschrieben.


gleichzeitig ist sprache situationsbezogen.
" butter?" - "schreib auf" / "ist hier" /"nein, danke." - schon hast du 3 szenen im kopf, ohne formal richtige sätze.


der oben erwähnte Vater hat promoviert über "wörter, die welten schaffen."
traum , märchen, si-fi , roman. > wie sieht das universum des märchens aus?


ethnolinguisten sagen dir nach dem du ein paar sätze gesprochen hast, wo du geboren bist, in welchem alter du wo gelebt hast, mit wem aus welcher gegend du lange zusammengelebt hast und evtl woher deine eltern stammen.


DIE linguistik gibt es so wie DIE pysik. die leute die damit arbeiten beherrschen eine nische einer nische einer nische....




noch kurz zum spracherwerb kleiner kinder. die fähigkeit im großhirn synapsen zu bilden ist genetisch. wie die ohren und die "sprechwerkzeuge". die fähigkeit gehörtes zu diskriminiern, und entsprechende nervenbahnen im hirn anzulegen ist ein prozess, nee sind mehrere prozesse...
durch wiederholung bilden sich "trampelpfade"=nervenbahnen. je mehr input, desto mehr verzweigte und vernetzte nervenbahnen.
je nach häufigkeit und diversizität der gehörten laute hat man dann 4 jährige mit selbst entwickeltem abbild der "muttersprache" im hirn oder halt rudimentäre lautgebung und wort+satzfindung. der eine erzählt dir dann, wie der elefant frißt (zoobesuch) der andere " eis geeßt." ( gibt relativ alte beobachtungen von getrennt aufgewachsenen eineiigen zwillingen.)

« Letzte Änderung: 22. Oktober 2016, 02:43:10 von nigel48 »
I`M EASY, SO EASY....

Offline Conte Palmieri

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Re: Weiber kapieren und durchschauen ist recht einfach, siehe hier
« Antwort #29 am: 23. Oktober 2016, 12:40:06 »
Alles, was über die Mathematik herausgeht, als "schwammig" zu beschreiben ist auch lediglich ein Zeugnis der eigenen kognitiven Grenzen. Die Mathematik ist auch nur eine von vielen möglichen Sprachen.