Autor Thema: Andreas Altmann: Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter un  (Gelesen 2556 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline BärBernd

  • Volles Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 101
  • Geschlecht: Männlich
Buchvorstellung

Andreas Altmann
Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

Buchbeschreibung:
Eine Kindheit der Nachkriegszeit im idyllischen Wallfahrtsort Altötting. Doch die Geschichte, die Andreas Altmann erzählt, handelt weder von Gnade noch von Wundern, sondern von brutaler Gewalt und Schrecken ohne Ende. Schonungslos blickt Altmann zurück: auf einen Vater, der als psychisches Wrack aus dem Krieg kommt und den Sohn bis zur Bewusstlosigkeit prügelt, auf eine Mutter, die zu schwach ist, um den Sohn zu schützen, und auf ein Kind, das um sein Überleben kämpft. Erst als Jugendlichem gelingt Altmann die Flucht. Die schreckliche Erfahrung aber kann ihn nicht brechen. Sie wird vielmehr der Schlüssel für ein Leben jenseits des Opferstatus. Ein Leben, in dem er seine Bestimmung als Reporter findet: »Hätte ich eine liebliche Kindheit verbracht, ich hätte nie zu schreiben begonnen, nie die Welt umrundet.

Starker Tobak. Nein, es ist kein guter Start ins Leben, wenn man kurz nach der Geburt mit einem Kissen ins Gesicht gedrückt, ermordet werden soll. In dem Buch geht es um regelmäßige Demütigungen und Prügel, und es geht um die Scheinheiligkeit einer streng kirchlichen Erziehung. Es ist eine schonungslose Abrechnung, knüppelhart aufs Papier gebracht.

Offline Teppichporsche

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.329
  • Geschlecht: Männlich
Ich habe das Buch nicht gelesen, aber genau das

"Nein, es ist kein guter Start ins Leben, wenn man kurz nach der Geburt mit einem Kissen ins Gesicht gedrückt, ermordet werden soll. In dem Buch geht es um regelmäßige Demütigungen und Prügel, und es geht um die Scheinheiligkeit einer streng kirchlichen Erziehung. Es ist eine schonungslose Abrechnung, knüppelhart aufs Papier gebracht."

hört sich exakt nach

einem Leben im Opferstatus an.

Und darüber noch ein Buch zu schreiben bedeutet eindeutig, dass der Typ das nicht verwinden kann. Dass er das nicht begriffen hat. Dass er konkret nicht begriffen hat, dass er selber wahrscheinlich genauso wie sein Vater oder seine Mutter reagieren würde.

Das hört sich nach Angriff/Rache und damit Verletzung und nicht Erkenntnis an. Das ganze deutet auf ein schmerzhaftes Leben hin. Schade.

Edit: Und sowas braucht man nicht zu lesen. Das kennen wir alle zur Genüge.
Those are my principles, and if you don't like them... well, I have others.

Groucho Marx

Offline Mattieu

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4.391
  • Geschlecht: Männlich
Danke TP. Ganz meine Meinung.

Was für ein Quatsch, eine Situation als lebensbestimmend anzugeben, an die man sich gar nicht erinnern kann. Billiges Sensationsgegeifer.
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Franko

  • Gast
Hallo


Ich habe das Buch gelesen, und kann es nur empfehlen. Das schöne ist, ich komme aus dem gleichen Ort, wo dies alles im Buch geschieht, darum doppelt interessant für mich :musik