Ich kann das Bashing noch konkreter machen: die Vermögen der beiden vermögendsten Altersgruppen (Boomer und Rentner)
Das ist genauso eine dämliche Verallgemeinerung, wie das alte Vorurteil, Anwälte, Ärzte und Zahnärzte seien reich.
Ich bin z.B. ein nicht vermögender Boomer, und die meisten Altersgenossen, die ich kenne, sind ebenfalls nicht vermögend. Einige krebsen nach einer Scheidung rum und hoffen, ihren Blagen irgendwann nicht mehr unterhaltspflichtig zu sein, andere haben bereits eine Insolvenz hinter sich.
Ich kenne auch mehr Rentner, die am Existenzminimum herumkrebsen als solche, die vermögend sind.
Altersgruppen als solche zu diffamieren, nur weil ein höherer Anteil unter ihnen als unter anderen Personengruppen vermögend sind, ist einfach dumm und vor allen Dingen kontraproduktiv, denn es dient nur dazu, Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen.
Die hätten selber viel mehr in kapitalgestützte Vorsorge in gesetzlicher Rente, KV und PV zahlen müssen
"Die" haben genau das gezahlt, was ihnen von ihrem Lohn davon angenommen worden ist. In die Rentenkasse haben andere gegriffen.
Die Jungen müssen das finanzieren und gleichzeitig noch viel mehr für sich selbst vorsorgen als die jetzigen und baldigen Rentner.
Das ist bitter und ungerecht, keine Frage, aber Politik und Wirtschaft wissen seit 40 Jahren, daß unser Rentensystem so, wie es ist, nicht langfristig überlebensfähig ist. Man kann dem Durchschnittsbürger aber nicht wirklich vorwerfen, daß er sich von Sprüchen wie "Eins ist sicher: Die Rente" hat einlullen lassen.