Autor Thema: Haiti - Drama und Hilfe  (Gelesen 4575 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Unikum

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.696
  • Geschlecht: Männlich
Haiti - Drama und Hilfe
« am: 22. Januar 2010, 15:07:23 »
Ich lasse den Haiti-Anteil hierher verschieben, die Aufarbeitung des Umganges mit dieser Katastrophe scheint mir zu wichtig als das es im Mediengedöns untergeht.
Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

Wer, wenn nicht ich?

marple

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #1 am: 22. Januar 2010, 15:40:54 »
Wie kann man bei solchen Umständen von Plünderung sprechen und diese auch noch "strafrechtlich" verfolgen, wenn Verhungernde GESCHÄFTE stürmen für Essen? Das ist doch etwas völlig anderes als sich Fernseher oder Schmuck oder Blabla aus Privathäusern zu holen.

Statt langwieriger Sammlungen sollten die Ladenbesitzer ausgezahlt und die Ware geregelt kostenlos verteilt werden. Sie ist ja schon im Land und muss nicht mühsam rangeflogen werden.

Tarzan

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #2 am: 18. März 2010, 21:52:56 »
Ich weiß nicht inwieweit das in diesem Forum kommuniziert wurde; der eigentliche Skandal waren die Lebensmittelverteilungen nur an Frauen.

Karmafee

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #3 am: 18. März 2010, 22:22:07 »
Ich weiß nicht inwieweit das in diesem Forum kommuniziert wurde;

Ich weiß  das auch nicht.

der eigentliche Skandal waren die Lebensmittelverteilungen nur an Frauen.

Ich weiß nur was ich im Radio gehört habe: Dass Frauen die ihre Kinder ernähren wollten, von LKWs weggeschlagen wurden und dem Einhalt geboten wurde.

Tarzan

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #4 am: 18. März 2010, 22:34:21 »
Die bewußte Verteilung nur an Frauen mit dem Effekt, daß an einer Verteilstelle mit "zufällig" anwesenden Westmedien "Plünderer" sich selbst bedienten, war der willkommene Anlaß, eine sexistische Lebensmittelverteilung vorzunehmen nach dem Motto: "Alle Männer sind lebensunwert".

Woher willst Du wissen daß diese "Plünderer" die Nahrung nicht für ihre Kinder besorgt haben?

Nach demselben Muster hätte auch eine rassistische Verteilung der Lebensmittel in Apartheids-Staaten funktioniert: Erst verteile ich nur an Weiße. Da Schwarze natürlich auch Hunger haben, von mir aber nichts kriegen, müssen sie zwangsläufig gegen Regeln verstoßen um nicht zu verhungern. Und diese Regelverstöße Einiger nehme ich dann zum Vorwand, generell allen Schwarzen nichts zu Essen zu geben - weil alle Schwarzen ja so kriminell sind wie alle Männer in Haiti.

Die NGOs haben bewußt den Geschlechterkampf in die haitianische Gesellschaft getragen, nicht zum ersten Mal nach einer Katastrophe übrigens.

redneb

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #5 am: 18. März 2010, 22:37:27 »
Mich interesseren bei sowas immer Quellenangaben.

redneb

Tarzan

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #6 am: 19. März 2010, 08:18:58 »
Du kannst davon ausgehen, daß in den meisten lateinamerikanischen Kulturen (und dazu zähle ich Haiti mal, obwohl es zuletzt französisch kolonialisiert wurde) der Machismus stark verbreitet ist. Falls jemand Haiti besser kennt und meint, daß das nicht so ist, auch gut. Das hieße dann wohl, daß der französische Einfluß den Unterschied macht.

Es ist aber völlig egal nach welchem gesellschaftlichen System ein Land lebt. Jedenfalls ist es nicht an uns Besserwessis, "denen da Unten" eine geschlechterhassende Ideologie aufzuzwingen, nur weil Einige hier offensichtlich keine glücklichen Familien sehen können. Wenn wir die anderen Völker angeblich auf Augenhöhe respektieren, dann geht uns deren Lebensmodell schlichtweg nichts an.

Die Beschädigung der Familienstrukturen unter dem Vorwand der "Emanzipation" ist kein "Wert" den es zu exportieren gilt. Daß Männer und Frauen gleiche Rechte haben müssen ist eine Sache, eine selbstverständliche, wie ich meine. Daß aber erwachsene Männer und Frauen das Recht haben, ihre Ehe und Familie so zu leben wie sie es für optimal erachten - also auch bei uns zumeist in Rollenverteilung um die Aufgaben besser zu bewältigen - das ist ihr gutes Recht und geht den Staat und die "Genderer" nichts, aber gar nichts an. Die Feministinnen in den NGOs sind die Kolonialherren des 21. Jahrhunderts.

Yossarian

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #7 am: 19. März 2010, 08:24:12 »
Mich interesseren bei sowas immer Quellenangaben.

Exakt. Mir war das jedenfalls neu, und so lange ich nicht weiß, woher diese Nachricht / Behauptung stammt, werde ich dazu auch nichts sagen können.

Tarzan

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #8 am: 19. März 2010, 08:40:44 »
Exakt. Mir war das jedenfalls neu, und so lange ich nicht weiß, woher diese Nachricht / Behauptung stammt, werde ich dazu auch nichts sagen können.
Dann frag mich doch mal höflich. Das ging deinem Vorredner nämlich ab.

Yossarian

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #9 am: 19. März 2010, 08:52:26 »
Dann frag mich doch mal höflich.

Gegenvorschlag: Leck mich doch am Arsch.

Wer Behauptungen aufstellt muß sie beweisen; wenn Du die Eier gekrault haben willst für Informationen, die für die Diskussion notwendig sind, dann kannst Du - zumindest mir - mitsamt Deinen Behauptungen den Buckel runterrutschen.

Conte Palmieri

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #10 am: 19. März 2010, 09:12:07 »
Ich denke, tendenziell hat Tarzan schon Recht, wenn er anmerkt, dass den Völkern der armen Ländern nichts Gutes getan wird, wenn gewisse NGOs ihnen das Genderättätättätäh aufzwingen wollen.

In wie weit sich das an diesem gräßlichen Chaos in Haiti belegen ließe, wäre eine andere Frage.

Offline Unikum

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.696
  • Geschlecht: Männlich
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #11 am: 19. März 2010, 09:20:41 »
Ich weiß nicht inwieweit das in diesem Forum kommuniziert wurde;

Ich weiß  das auch nicht.

der eigentliche Skandal waren die Lebensmittelverteilungen nur an Frauen.

Ich weiß nur was ich im Radio gehört habe: Dass Frauen die ihre Kinder ernähren wollten, von LKWs weggeschlagen wurden und dem Einhalt geboten wurde.
Hast du diese Frauen gefragt ob das Essen für ihre Kinder war? oder war das nicht vielmehr für sie selbst weil Frauen mit Kindern eher nicht in der ersten Reihe standen?

Ich habe nie und werde nie diese Unterscheidung "Frauen und Kinder zuerst" verstehen, kanns mir mal einer erklären? vor allem was die Hinterher ohne Männer veranstalten wollen? Schuhe shoppen gehen?
Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

Wer, wenn nicht ich?

Yossarian

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #12 am: 19. März 2010, 09:22:45 »
Ich denke, tendenziell hat Tarzan schon Recht, wenn er anmerkt, dass den Völkern der armen Ländern nichts Gutes getan wird, wenn gewisse NGOs ihnen das Genderättätättätäh aufzwingen wollen.

Möglich.

Zitat
In wie weit sich das an diesem gräßlichen Chaos in Haiti belegen ließe, wäre eine andere Frage.

Solange da diva- bzw. mädchenhaft mit der Preisgabe von Quellen umgegangen wird, werden wir möglicherweise dumm sterben müssen.

Yossarian

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #13 am: 19. März 2010, 09:27:07 »
"Frauen und Kinder zuerst"

Es heißt ja auch korrekt: "Frauen und der Herr Kapitän zuerst"  8)

Tarzan

  • Gast
Re:Haiti - Drama und Hilfe
« Antwort #14 am: 19. März 2010, 09:29:13 »
Hast du diese Frauen gefragt ob das Essen für ihre Kinder war? oder war das nicht vielmehr für sie selbst weil Frauen mit Kindern eher nicht in der ersten Reihe standen?

Gute Frage, Gegenfrage: Würdest Du als Frau mit Kindern, womöglich verletzt, nicht eher Deinen Mann zur Verteilungsstelle schicken um den 20-Kilo-Reissack abzuholen? Und muß es für eine Hilfsorganisation nicht selbstverständlich sein, allen Menschen zu helfen ohne Ansehen von Hautfarbe, Alter oder Geschlecht?

Insofern haben die NGOs den Vorfall, also die mediengerechte Plünderung einer Verteilstelle durch Männer(=> alle Männer sind Plünderer), heraufbeschworen, weil die Haitianer sich bisher nicht nach Männlein und Weiblein auseinanderdividieren ließen.

Es ist auch ein Familienvater, ein Tischler, von Hinten von den Milizen erschossen wurden, weil er für seine Familie einen Reissack unter dem Arm hatte. Als Mann war er damit ein "Plünderer".