Autor Thema: Rassismus  (Gelesen 1115 mal)

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Offline DieFrau

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Re: Rassismus
« Antwort #15 am: 05. Januar 2021, 13:08:26 »
Auja, wann? Wo? (also den Ort, wo es stattfindet; nicht die Körperstelle) :evil ;D

So eine sexistische Anspielung habe ich von Dir nie erwartet  8)
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
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Online Conte Palmieri

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Re: Rassismus
« Antwort #16 am: 05. Januar 2021, 15:41:33 »
Sonst hat das nämlich ungefähr so viel Authentizität, wie wenn Greta T. einem zehnjährigen bolivianischen Minenarbeiter was von gestohlener Kindheit erzählt.
Normalerweise behalten diejenigen Recht, die dem Bolivianer die Kindheit gestohlen haben.
"Entweder sind Sie sich des chaotischen Zustands der Welt bewußt, oder Sie schlafen nur, leben in einer Phantasiewelt, einer Illusion." - Jiddu Krishnamurti

Offline simplemachine

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Re: Rassismus
« Antwort #17 am: 05. Januar 2021, 17:56:13 »
Während Michael Jackson noch Bleichmacher genommen hat, um heller auszusehen, gibt es jetzt das Gegenteil, das sog. "Blackfacing", wonach junge Girls sich mit allerlei kosmetischen Mitteln dunkler darstellen, um heute eher als - interessanter geltende - Person "of color" rüberzukommen:

https://ze.tt/blackfishing-warum-es-nicht-cool-ist-sich-dunkler-zu-schminken/

Das ist dann so eine Art umgekehrter Rassismus, denn man macht die den Unterschied bildenden Eigenschaften der anderen Gruppe nicht schlecht, sondern eignet sie sich an, weil sie cool sind.
« Letzte Änderung: 05. Januar 2021, 18:19:42 von simplemachine »

Offline Yossarian

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Re: Rassismus
« Antwort #18 am: 05. Januar 2021, 20:44:49 »
Normalerweise behalten diejenigen Recht, die dem Bolivianer die Kindheit gestohlen haben.

Das hat jetzt was genau mit dem Thema zu tun?

Das ist dann so eine Art umgekehrter Rassismus, denn man macht die den Unterschied bildenden Eigenschaften der anderen Gruppe nicht schlecht, sondern eignet sie sich an, weil sie cool sind.

Nicht notwendigerweise.
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

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Offline simplemachine

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Re: Rassismus
« Antwort #19 am: 06. Januar 2021, 00:28:03 »
Nicht notwendigerweise.

Da fehlt komplett der aktuelle zeitlliche Bezug. Es geht heute nicht mehr um die als Parodie mit Schuhcreme als Schwarze hingeschminkte Weiße der Stummfilmzeit.

Es geht um an sich Hellhäutige, die sich mit dem "Coolness-Faktor" der "mixed" people schmücken wollen.

Online Conte Palmieri

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Re: Rassismus
« Antwort #20 am: 06. Januar 2021, 08:35:43 »
Das hat jetzt was genau mit dem Thema zu tun?
Dass die sog. weißen Männer sich ihrer Identität so gewiss sind, dass sie dieselbe nicht mehr als kontingent wahrnehmen können und deshalb üüüüberhaupt nicht sehen, wo das Problem liegen könnte.
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Offline Yossarian

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Re: Rassismus
« Antwort #21 am: 06. Januar 2021, 08:41:30 »
Von welcher Identität redest du eigentlich?

Habgier ist universell, und eine schwarze Frau wird genauso eine unterdückerische Ausbeuterin werden wie ein weißer Mann, wenn sie die Gelegenheit dazu erhält. Es gab schon schwarze Sklavenhändlerinnen, und die berühmte Puffmutter führt nicht einfach nur ein Hotel, in dem sich Working Girls nach eigener (!) Lust und Laune austoben können.

Und die ganz überwiegende Zahl "sog. weißer Männer" wird selbst ausgebeutet.

Du springst auch mit aller Gewalt auf jeden Zug auf, was?
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Offline Yossarian

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Re: Rassismus
« Antwort #22 am: 06. Januar 2021, 08:42:30 »
Es geht um an sich Hellhäutige, die sich mit dem "Coolness-Faktor" der "mixed" people schmücken wollen.

Dann bemüh Dich um die korrekten Termini.
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Offline Yossarian

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Re: Rassismus
« Antwort #23 am: 06. Januar 2021, 08:43:49 »
Normalerweise behalten diejenigen Recht, die dem Bolivianer die Kindheit gestohlen haben.

Es geht nicht um "Recht", sondern um die Verlogenheit der politisch Korrekten.
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Re: Rassismus
« Antwort #24 am: 06. Januar 2021, 10:10:17 »
Habgier ist universell, und eine schwarze Frau wird genauso eine unterdückerische Ausbeuterin werden wie ein weißer Mann, wenn sie die Gelegenheit dazu erhält. Es gab schon schwarze Sklavenhändlerinnen, und die berühmte Puffmutter führt nicht einfach nur ein Hotel, in dem sich Working Girls nach eigener (!) Lust und Laune austoben können.
Korrekt.
Das Buch handelt aber nicht von Universalgeschichte, sondern von der Situation von Migrationshintergründlerinnen im Hier und Jetzt der BRD.
Und wenn dann eine Autorin, die ein Problem hat beschieden wird "Du hast hier garnichts zu sagen!", dann könnte sie das auch mit q.e.d bescheiden.
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Re: Rassismus
« Antwort #25 am: 06. Januar 2021, 10:41:02 »
Und wer hat ihr gesagt, daß sie hier gar nichts zu sagen hätte?
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Re: Rassismus
« Antwort #26 am: 06. Januar 2021, 10:45:33 »
Und wer hat ihr gesagt, daß sie hier gar nichts zu sagen hätte?
Ihre Aussagen werden pauschal abgelehnt von Leuten, die das Buch gerichtet ist, die es aber nicht gelesen haben.
Ich habe es auch nicht gelesen, weshalb ich mit inhaltlichen Stellungnahmen vorsichtig bin; indessen weiß ich, worauf sei im großen ganzen hinaus will, weil ich vor einigen Monaten ein Interview im Deutschlandfunk gehört habe.
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Offline Yossarian

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Re: Rassismus
« Antwort #27 am: 06. Januar 2021, 10:51:25 »
Ihre Aussagen werden pauschal abgelehnt von Leuten, die das Buch gerichtet ist, die es aber nicht gelesen haben.

Also hat ihr tatsächlich niemand gesagt, daß sie hier gar nichts zu sagen hätte?

Zitat
Ich habe es auch nicht gelesen, weshalb ich mit inhaltlichen Stellungnahmen vorsichtig bin

Das empfiehlt sich immer.

Zitat
indessen weiß ich, worauf sei im großen ganzen hinaus will, weil ich vor einigen Monaten ein Interview im Deutschlandfunk gehört habe.

Und worauf will sie hinaus? Gibt es vielleicht ein Transskript des Interviews auf der Homepage des Deutschlandfunks?
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Re: Rassismus
« Antwort #28 am: 06. Januar 2021, 10:56:55 »
weil ich vor einigen Monaten ein Interview im Deutschlandfunk gehört habe.

Meinst Du das hier?
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Re: Rassismus
« Antwort #29 am: 06. Januar 2021, 11:23:49 »
Ich werde wegen meines Namens permanent gefragt, wo ich denn eigentlich wirklich herkomme / herstamme. Ich antworte darauf meistens mit Frankfurt, und gut isses. In 65 Jahren ist mir nicht einmal die Idee gekommen, ich könnte mich durch die Frage belästigt fühlen, oder sie könnte rassistisch / ausländerfeindlich / sonstwas sein.

In unserer Generation und etwas älter gibt es das Phänomen der "Besatzerkinder", (meistens nichteheliche) Kinder einer deutschen Frau und eines farbigen US-Soldaten. Wenn das mit Rassismus kokketierende Hasi sich wirklich mit Rassismus beschäftigen will, sollte es mal ein paar dieser Menschen interviewen, damit sie weiß, was das wirklich ist.

Diese Sorte Rassismus wurde übrigens nicht nur von weißen Männern ausgeübt, sondern noch viel lieber und intensiver von "anständigen, deutschen (Haus-) Frauen", die an diesen Kindern und ihren Müttern kein gutes Haar ließen und sie oft behandelten wie Dreck.

1955 genügte es in der deutschen Provinz schon, ein nichteheliches Kind einer Deutschen mit einem Ausländer zu sein, um Diskriminierung zu erleben.

Diese selbstverliebte Schneeflöckchengeneration nervt. Da gibt es keinerlei Maß und Realitätsbezug mehr. Das scheint mir alles nur noch wie ein großer Ich-bin-aber-am-diskriminiertesten / empörtesten / beleidigten.  :kotz

Die lustigste Diskriminierung erfuhr meine Mutter bereits bei meiner Geburt, als die Hebamme, die mitbekommen hatte, daß mein Vater Belgier ist, verwundert aufschrie, daß ich ja gar nicht schwarz sei. Die doofe Ziege setzte in ihrem immer noch 1000jährigen Hirn Belgien mit dem Kongo gleich und ging fest davon aus, daß sie da jetzt einen kleinen, schwarzen Buschmann in die Welt holen würde.  :evil
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