Autor Thema: Dayshift-Post  (Gelesen 977813 mal)

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Offline Teppichporsche

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #195 am: 15. März 2010, 13:32:36 »
Die, die für die anderen das Futter herbeischafft.

Da bin ich mir nicht sicher. Falls ich Unternehmer wäre, wäre ich persönlich darauf bedacht keinen intellektuell etwas benachteiligten in die Führungsetage meines Unternehmens zu lassen. Das hätte wahrscheinlich negative Konsequenzen für mein Unternehmen. Genauso hätte es wahrscheinlich negative Konsequenzen für mein Unternehmen, eine Luftnummer als ... Moment mal. Ach jetzt verstehe ich!
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Groucho Marx

Offline Teppichporsche

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #196 am: 15. März 2010, 13:39:40 »
Darunter geht es nicht.

Danke!

"Es entsteht durch die Frage, wie sich die mentalen Zustände (oder der Geist, das Bewusstsein, das Psychische, die Seele)..."

Upps! Bewusstsein ist also ein mentaler Zustand. Na. Das ging aber hurtig!

"Auf dieser Basis muss jedoch die Frage beantwortet werden, wie das Bewusstsein materialistisch zu erklären ist."

Da bin ich aber jetzt mal gespannt.

Hm! Ich finde keine Definition von Bewusstsein. Vielleicht bin ich blind?
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Groucho Marx

Offline Teppichporsche

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #197 am: 15. März 2010, 13:43:48 »
Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstsein

"Bewusstsein (lat. conscientia „Mitwissen“ und agr. συνείδησις syneidesis „Miterscheinung“, „Mitbild“, „Mitwissen“, συναίσθησις Mitwahrnehmung und φρόνησις von φρονεῖν bei Sinnen sein, denken) ist der Besitz und die Empfindung mentaler Zustände wie Wahrnehmungen, Emotionen, Erinnerungen und anderer Vorstellungen, Gedanken aller Art und Formen wie Überlegungen, Beurteilungen, Einschätzungen und Bewertungen, Planungen oder Konzeptbildungen einschließlich der dazu nötigen Aufmerksamkeit oder Achtsamkeit."

Aha! Wieder mental. Was ist denn nun mental?

Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Mental

"    * Bezogen auf die allgemeinsprachlich "geistig" genannten kognitiven Fähigkeiten des Menschen bezeichnet „Geist“ das Wahrnehmen und Lernen ebenso wie das Erinnern und Vorstellen sowie Phantasieren und sämtliche Formen des Denkens wie Überlegen, Auswählen, Entscheiden, Beabsichtigen und Planen, Strategien verfolgen, Vorher- oder Voraussehen, Einschätzen, Gewichten, Bewerten, Kontrollieren, Beobachten und Überwachen, die dabei nötige Wachsamkeit und Achtsamkeit sowie Konzentration aller Grade bis hin zu hypnotischen und sonstigen tranceartigen Zuständen auf der einen und solchen von Überwachheit und höchstgradiger Geistesgegenwärtigkeit auf der anderen Seite.

    * Mit religiösen Vorstellungen von einer Seele bis hin zu Jenseitserwartungen verknüpft, umfasst „Geist“ die oft als spirituell bezeichneten Annahmen einer nicht an den leiblichen Körper gebundenen, nur auf ihn einwirkenden reinen oder absoluten, transpersonalen oder gar transzendenten Geistigkeit, die als von Gott geschaffen oder ihm gleich oder wesensgleich, wenn nicht sogar mit ihm identisch gedacht wird. Heiliger Geist wird in der christlichen Vorstellungswelt dagegen der als Person gedachte, symbolisch als Vogel oder als Auge dargestellte "Geist Gottes" genannt.
"

Den religiösen Krempel mal ausser Acht gelassen, ist das eine ganze Menge. ISt das auch das, was du (Conte) meinst?
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Groucho Marx

Offline Teppichporsche

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #198 am: 15. März 2010, 13:54:08 »
Aus http://www.philolex.de/bewusein.htm

"Was Bewußtsein ist, kann man sich am Besten an Hand unangenehmer Situationen klarmachen. Wenn ich Schmerzen habe, dann erlebe ich diese bewußt."

Schmerzen erlebe ich auch ohne Gedanken und Gefühle. Folglich bedingen Gedanken und Gefühle gerade nicht Bewusstsein!

Aber was ist Bewusstsein?
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Groucho Marx

marple

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #199 am: 15. März 2010, 13:54:42 »
Da können wir uns dann denken, welche von denen FDP wählen, und welche nicht.

Die, die für die anderen das Futter herbeischafft.

ICKE? Niemals.

marple

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #200 am: 15. März 2010, 13:56:56 »
Schmerzen erlebe ich auch ohne Gedanken und Gefühle.

Aber nicht ohne Bewußtsein. Sonst würden Narkosen irgendwie nicht wirklich Sinn machen.

Offline Teppichporsche

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #201 am: 15. März 2010, 14:08:43 »
Aber nicht ohne Bewußtsein. Sonst würden Narkosen irgendwie nicht wirklich Sinn machen.

Narkose ist ein super Beispiel:

Knieoperation; Lokale Anästesie;

Du schaust zu und kannst dir offensichtlich des Eingriffs nur mit Hilfer visueller Reize bewusst werden. Folglich ist Bewusstsein da, aber der mechanische (Schmerz) Reiz fehlt. Das hat aber grundsätzlich nichts mit dem Bewusstsein zu tun.

Dann Komplettnarkose:

Visueller und mechanischer Reiz fehlt. Heisst das jetzt, dass Bewusstsein fehlt?
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Groucho Marx

Conte Palmieri

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #202 am: 15. März 2010, 14:19:19 »
Narkose ist ein super Beispiel:

Knieoperation; Lokale Anästesie;

Du schaust zu und kannst dir offensichtlich des Eingriffs nur mit Hilfer visueller Reize bewusst werden. Folglich ist Bewusstsein da, aber der mechanische (Schmerz) Reiz fehlt. Das hat aber grundsätzlich nichts mit dem Bewusstsein zu tun.
Das zeigt nur, dass der Schmerzreiz nicht ins Bewusstsein weiter gereicht wird. Der Schmerz selber, als das, was Du spürst gehört zu den Qualia, die nur im Bewusstsein stattfinden.

Zitat
Dann Komplettnarkose:

Visueller und mechanischer Reiz fehlt. Heisst das jetzt, dass Bewusstsein fehlt?

Exakt.

Und in beiden Fällen wird die Narkotisierung durch planvolle Eingriffe ins Zentralnervensystem erreicht. Daher die Vermutung, dass es da einen Zusammenhäng gäbe

Offline Teppichporsche

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #203 am: 15. März 2010, 14:30:40 »
Daher die Vermutung, dass es da einen Zusammenhäng gäbe

Zusammenhang zwischen Reiz und Bewusstsein?

Wir reden da vielleicht aneinander vorbei!

Ich sage Bewusstsein unabhängig von Reiz?

Was sagst du?
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Groucho Marx

Conte Palmieri

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #204 am: 15. März 2010, 14:51:53 »
Zusammenhang zwischen Reiz und Bewusstsein?

Wir reden da vielleicht aneinander vorbei!

Ich sage Bewusstsein unabhängig von Reiz?

Was sagst du?
Ich würde die Frage anders stellen: Kann ein Bewusstsein unabhängig von Inhalten (die zu Beispiel Reize sein können) existieren?

Diese Frage halte ich in der Tat für komplett unbeantwortet. Vielleicht ist sie auch prinzipiell unbantwortbar, denn ein Bewusstsein ohne Inhalte hätte ja keine Möglichkeit mehr, ich bemerkbar zu machen, wäre mithin von der Bewusstlosigkeit nicht mehr zu unterscheiden. (Vielleicht ist es das, was Buddhisten mit Nirwana meinen, aber das frag' am besten einen Buddhisten selber.)

Offline Teppichporsche

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #205 am: 15. März 2010, 14:59:31 »
Ich würde die Frage anders stellen: Kann ein Bewusstsein unabhängig von Inhalten (die zu Beispiel Reize sein können) existieren?

Diese Frage halte ich in der Tat für komplett unbeantwortet. Vielleicht ist sie auch prinzipiell unbantwortbar, denn ein Bewusstsein ohne Inhalte hätte ja keine Möglichkeit mehr, ich bemerkbar zu machen, wäre mithin von der Bewusstlosigkeit nicht mehr zu unterscheiden. (Vielleicht ist es das, was Buddhisten mit Nirwana meinen, aber das frag' am besten einen Buddhisten selber.)

Die Art des Mediums -Sehnerven oder "Tastnerven"- ist offensichtlich nicht von Bedeutung. Damit rückt die Idee von zentralem Nervensystem aus dem Rampenlicht.

Reizübertragung geschieht ganz sicher auch bei einer Karotte, denn ohne Reize keine Reaktion auf Umwelt.

Warum sollte dann eine Karotte kein Bewusstsein besitzen?
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Groucho Marx

Offline nigel48

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #206 am: 15. März 2010, 15:07:36 »
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=400099157254

hab das leider nirgendwo sonnst gefunden.

der fängt bei einzellern an und leitet materialistisch weiter.

schräg wirds dann beim politischen bewusstsein, da war er dann wohl an die leine gelegt. rein sachlich hat er recht.

http://www.amazon.de/Zur-Begriffsbildung-Unterstufe-Paul-Klimpel/dp/B0026Z7K64/ref=sr_1_7?ie=UTF8&s=books&qid=1268660790&sr=1-7

gibt nichts qualitativ vergleichbares in den bürgerlichen wissenschaften. kritsch wirds wieder bei politik.

a. notwendig ist ein funktionierendes hirn und ein reizleiter system
b. notwendig ist wahrnehmung

dann kann sich der zustand bewusstsein bilden.


Man fährt an den See, um zu schwimmen - nicht wegen der Mücken, oder? - Lemmy Kilminster

Conte Palmieri

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #207 am: 15. März 2010, 15:11:44 »
Die Art des Mediums -Sehnerven oder "Tastnerven"- ist offensichtlich nicht von Bedeutung. Damit rückt die Idee von zentralem Nervensystem aus dem Rampenlicht.
Hä?

Seh- und Tastnerven gehören beide zum Zentralnervensystem. Und alles, was wir über die Physiologie von Bewusstseinsvorgängen wissen, lässt sich mit dem Zentralnervensystem in Verbindung bringen (zum Beispiel mit bildgebenden Verfahren im Hirn beim Abrufen von Erinnerungen).
« Letzte Änderung: 15. März 2010, 15:14:39 von Conte Palmieri »

Conte Palmieri

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #208 am: 15. März 2010, 15:14:05 »
a. notwendig ist ein funktionierendes hirn und ein reizleiter system
b. notwendig ist wahrnehmung

dann kann sich der zustand bewusstsein bilden.
Das sind notwendige, aber nicht hinreichende Bedingungen.
Denn damit ist noch nicht erklärt, warum ein Computer kein Bewusstsein haben sollte. Und mit dieser Frage wird es spannend.

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Re:Dayshift-Post
« Antwort #209 am: 15. März 2010, 15:24:33 »
Hä?

Seh- und Tastnerven gehören beide zum Zentralnervensystem. Und alles, was wir über die Physiologie von Bewusstseinsvorgängen wissen, lässt sich mit dem Zentralnervensystem in Verbindung bringen (zum Beispiel mit bildgebenden Verfahren im Hirn beim Abrufen von Erinnerungen).

Genau. Bei einem Zentralnervensystem, eben. Bei anderen Systemen ist das anders.

Reizübertragung geht offensichtlich auch anders (siehe unsere Karotte).

Mein Beispiel sollte sagen, dass die Reizübertragung zweitrangig ist. Der Reiz und der Empfang sind entscheidend.

Weisste was? Mir ist das sowas von Wurst, ob eine Karotte Schmerz empfindet oder nicht. Ich mach mir heute Abend Karottensalat...Massenmörder!
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