@firster : Die Trinkgewohnheiten der Deutschen ändern sich. Das kannst du alleine daran festmachen, daß viele Brauereien dicht machen müssen. Der jährliche pro Kopf Bierkonsum in Deutschland geht doch jedes Jahr zurück. Wenn eine eher kleine, regionale Brauerei kein vernünftiges, trinkbares Alkoholfreies anbietet, können Sie sich gleich nach einem Insolvenzverwalter umsehen.
Veränderte Trinkgewohnheiten sind nur zum kleinen Teil daran beteiligt. Besonders großen Anteil haben die Herstellungskosten, Energie + Rohstoffe + Personal. Diese sind daran erheblich mehr beteiligt und die Margen großer Handelsketten drücken die Preise stark. Ich kaufe meines bei einer regionalen Brauerei und auch wenn es teurer ist, unterstütze ich gerne hiesige Unternehmen. Man erfährt doch ne ganze Menge, wenn man sich mit dem Unternehmer unterhält. Traurig, da hängen ganze Familientraditionen dran.
Auch diese stellen natürlich alkoholfreie Biere her. Sogar Bio-Biere gibt es mittlerweile. Frag mich nicht wie die schmecken, ich greife wie du, auf alkoholfreies Weizen zurück, oder mal ein Radler, wenn ich noch fahren muss. Übernimmt das meine Frau, dann darf es auch gerne ein normales sein. Zugedröhnt mit Bier oder anderen Alkoholika habe ich mich schon seit über 30. Jahren nicht mehr. Nicht nur wegen der Verantwortung, sondern weil ich dieses Gefühl und den anschließenden Kater nicht mag und nie mochte.
Für mich zählt Genuss, nicht massenhafter Konsum.
Nichtsdestotrotz gibt es in DE Millionen alkoholabhängige Menschen und weitere Millionen, die in riskanter Weise konsumieren. Das kommt dann aber aus dem Supermarkt und nicht von einer kleineren oder mittleren regionalen Brauerei.
Viele der jüngeren Generation greifen auf andere Genussmittel zu. Insbesondere diese Energiedrinks, die so richtig ungesund sind und die es früher noch nicht gab.
Auf jeden Fall, wird es in diesem Bereich noch weitaus größere Veränderungen geben.
Meine Erfahrung mit Bier/Alkoholausschank in Vereine, sowohl vor, als auch hinter der Theke haben dazu geführt, das ich mich ziemlich aus dem Verienslebe zurückgezogen habe. Die Sauferei in den Vereinen in denen ich Mitglied bin, war zumindest in meiner noch aktivieren Zeit unerträglich.
Ich bin zwar nicht in einem Verein, aber treffe mich regelmäßig mit Freunden in unserer Stammkneipe. Mal mit Frauen, mal ohne.
Hin und wieder sieht man dann schon einen, der an der Theke zu tief ins Glas geschaut hat. Fahren, wird der aber nicht mehr. Dafür sorgt schon der Wirt und seine Gattin.
Ist schon ganz nett, diese Männertreffen. Zwischendurch braucht man(n) auch mal Treffen nur unter unsereins. Da ist das Bier dann zweitrangig.
Ich meine wann hat man schon mal Gelegenheit, den vehement nach mehr Alk blökemden Bürgermeister, die örtlichen Grosskopferten und den Pfaffen samt Diakon abzuwatschen ?
Klingt interessant und Alkohol soll ja gesprächig machen. Schätze so manch einer hat sich da verplappert.
Gleichwohl, war die Entscheidung der Restaurantpächter um die es im Artikel geht nicht durchdacht.
Aber sowas von nicht...
Es passiert oft, dass man von sich auf andere schließt. Deshalb denke ich, das keine Provokation vorlag, sondern einfach eine nicht vollständige Migration. Wenn ich in ein Land emigriere, dass sich so exorbitant von meinem Heimatland unterscheidet, dann sollte man sich mit den hiesigen Gepflogenheiten auseinandersetzten, oder sich jedenfalls einen Reiseführer leisten. Dort hätten die Pächter nachlesen können, das Bier in einem unserer Bundesländer als "flüssiges Brot" beschrieben wird. Das hätte ihnen vielleicht zu denken gegeben.
Was ich mich allerdings frage ist, wieso die Pächter nicht auf die Idee gekommen sind, in ihrem Heimatland ein Restaurant innerhalb eines Vereines anzumieten.