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Erfahrungen mit Buchveröffentlichungen – Verlag oder Selfpublishing?

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lookcool:
Klingt, als wärst du genau an dem Punkt, wo’s spannend wird – nicht mehr nur Hobby, aber auch noch nicht volle Profi-Ambition. Und das ist ehrlich gesagt ein ziemlich guter Ort. Dieses „ich will nicht einfach alles in die Schublade legen, aber ich muss auch nicht sofort einen Bestseller landen“ – das öffnet Spielräume. Was ich von meiner Schwester mitgenommen hab: Am Anfang hilft’s, wirklich mal aufzuschreiben, was einem selbst wichtig ist. Sichtbarkeit? Gestaltungsspielraum? Community?

Wenn du sagst, du willst verstehen, was „danach“ noch kommt – dann wäre vielleicht ein erster Schritt, dir einfach mal ein Selfpublishing-Buch anzuschauen (nicht lesen, sondern richtig durchleuchten: Wie ist das Cover? Wie der Textsatz? Wie wirkt der Klappentext?). Und dann mal zu schauen, was davon dich abschreckt und was dich reizt. Und: Schreibgruppen sind Gold. Wenn du da die richtigen findest, bekommst du oft ehrliches Feedback, ohne dass gleich Erwartungen mitschwingen.

PacPac:
Naja ich sehe das trotzdem immer noch als Hobby. Ich kann definitiv nicht meine Arbeit hinschmeißen und nur mehr Schreiben. Also das ist mir dann doch zu unsicher. Selbst wenn da jetzt ein Verlag sagt, wir drucken das, kann man ja nicht wirklich seinen Job aufgeben und einfach mal hoffen. Also mir wäre das zu unsicher. Midlife-Crisis habe ich auch noch nicht, von daher bleibt wohl vieles wie es ist:)
Wichtig ist mir der nächste Schritt oder besser gesagt, die nächsten Schritte. Ich will sehen was da noch alles auf einen zukommt, was es da nach dem Schrieben noch alles zu tun gibt.
Und was habe ich davon? Ich weiß ja trotzdem nicht woher das Cover stammt, ob das ein Foto aus dem letzten Urlaub ist, ein Grafiker das so extra gemacht hat oder einfach irgendein Stock-Foto ist. Einblick erhält man so nicht wirklich.
Aber gerade wie ich das schriebe kommt mir eine Idee - man könnte nach Blogs suchen, in denen der Prozess beschrieben wird. In die Richtung könnte ich mal schauen.
Abschrecken würde mich jetzt nichts. Wenn man das machen möchte, wird man es auch machen müssen. Aber dazu muss man halt auch wissen, was alles auf einen zukommt.
Ja, der Tipp geht auch. Sich mal mit Menschen Treffen, die sich auf dem Gebiet besser auskennen und von Person zu Person reden.

Yossarian:

--- Zitat von: PacPac am 16. Juni 2025, 10:52:00 --- Sich mal mit Menschen Treffen, die sich auf dem Gebiet besser auskennen und von Person zu Person reden.
--- Ende Zitat ---

Arbeitstitel: Das persönliche Gespräch, eine zu Unrecht vergessene Kulturtechnik.  8)

lookcool:
@PacPac: Finde ich ehrlich gesagt ziemlich nachvollziehbar – diese Haltung „Ich will nicht alles über Bord werfen, aber ich will auch wissen, was da noch kommt“. Ist irgendwie der gesündeste Weg, weil’s weder träumerisch noch verbissen ist.

Und ja: Man unterschätzt, wie viele Mikroentscheidungen da nach dem Schreiben noch dranhängen. Deine Frage zum Cover – das ist echt typisch. Man sieht das fertige Ding und hat keine Ahnung, ob da ein halber Urlaub oder 10 Stunden Illustrator-Arbeit drinstecken.

Deine Idee mit den Blogs find ich gut, aber du sagst’s ja selbst: Man muss echt filtern können. Ich hab z. B. mit meiner Schwester nochmal gesprochen – sie hatte sich damals u. a. durch Verlagsblogs geklickt und meinte, beim Novum Verlag hätte sie damals einiges ganz gut aufbereitet gefunden.

Und was das Treffen mit anderen angeht: Unbedingt. Online ist super, aber ein echtes Gespräch, wo man zwischendurch auch mal fragt: „Wie hast du das eigentlich mit dem Impressum gemacht?“ – das ist Gold wert.

PacPac:

--- Zitat von: Yossarian am 16. Juni 2025, 15:31:07 ---Arbeitstitel: Das persönliche Gespräch, eine zu Unrecht vergessene Kulturtechnik.  8)

--- Ende Zitat ---

Und das wird noch viel schlimmer. Wenn man sich die jungen Leute anschaut, die haben ja teilweise gar keine Ahnung mehr wie man zwischenmenschlich kommuniziert. Jetzt mal ganz abgesehen von Grammatik und Ausdrucksweise. Da wird sicherlich keine neue Generation von Dichtern und Denkern herangezogen. Alles nur mehr online, Deutsch optional, Grammatik - was ist das?
Mit wem will man sich denn da noch unterhalten?
Und wenn da nichts nachkommt, wird sicherlich auch die Motivation weniger persönliche Gespräche zu ermöglichen (Veranstaltungen, Treffen,...)
Zumindest was neue Leute anbelangt, wird es da schwer einen persönlichen Austausch zu ermöglichen. Man bleibt dann halt unter sich, im gewohnten Umfeld. Das ist aber auch nicht sonderlich gut wenn es um den Pluralismus geht.

@lookcool An Verlage habe ich noch nicht wirklich gedacht, ich schau mir die mal an. Vielleicht helfen ja auch schon deren FAQ weiter. Wenn die natürlich noch mehr hätten, auch gut.

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