Plaudereien > Planung von Anschaffungen
Heizung
Gianluca:
Ist ein bisschen komplexer das Thema.
Kondensat fällt an bei der Brennwerttechnik - Abwärmenutzung Abgas durch Rücklauf. Bei der geringen Menge/Leistung kann das Kondensat bedenkenfrei, ggf. mit Pumpe, über das übliche HT-Rohr in die Abwasserleitung geführt werden. Neutralisation erst ab 200 kW Kesselleistung erforderlich.
Eine Wärmepumpe (Luft/Wasser oder Wasser/Wasser) braucht Platz, da ohne Pufferspeicher das Teil nicht wirklich funktioniert (Taktung, nach kurzer Zeit verabschiedet sich der Kompressor). Gerade für Warmwasser eher ungeeignet, da höhere Temperaturen gefordert sind (Verkeimung, Hygiene). Heizungsseitig sollte ein System angeschlossen weren, dass mit geringen Vorlauftemperaturen auskommt, z.B. Fußbodenheizung. Bei den klassischen Heizkörpern mit 70/50° Auslegung (Vorlauf/Rücklauf) wird das eher nix.
Eine "normale" Niedertemperaturheizung kondensiert nicht, auch Brennwertgeräte nicht, sobald diese mit höheren Temperaturen betrieben werden. Dann ist zwar der höhere Wirkungsgrad futsch, aber sonst alles trocken. Hohe Temperaturen brauche ich bei extrem niedrigen Außentemp. oder zur Warmwasserbereitung.
Ob NT-Anlagen überhaupt noch zugelassen werden, weiß ich gerade nicht, mit Kleinanlagen beschäftigen wir uns nicht. Müsstet Ihr mal nachschauen.
Holzverbrennung wird zukünftig nicht mehr genehmigt.
Soviel von meiner Seite, während ich beim Doc auf nen PCR-Test warte.
nigel48:
( der vorbesitzer meine häuschen war klempner. - alle leitungen sind dümmstmöglich verlegt. sein vater war tischler. alle türen verschieden in jedem raum andere fenster...)
statt 120 zahl ich jetzt knapp 300 für gas. strom+ wasser... könnte nur noch kotzen.
Mattieu:
Wer jetzt eine Heizung plant, sollte zwingend auf regenerative Energiequellen setzen. Andere Energieformen - auch Holz, da landet man in der Feinstaubhölle - werden über kurz oder lang stark reglementiert oder überteuert.
Wärmepumpe geht entgegen der landläufigen Meinung auch im Bestandsbau, wenn einige Parameter beachtet und ggf. angepasst werden. Die momentan ziemlich hohe Förderung für einen Austausch , besonders vom Öl kommend, stecken sich leider die Fachbetriebe in die Tasche, ohne deren Bescheinigung leider keine Förderung kommt.
Gas ist nicht tot, wie einige meinen, da man mit der Kombi Solar oder Photovoltaik genehmigungs- und sogar förderungsfähig bleibt. Außerdem wird bald der Trend zum CO2-armen Biogas gehen, damit ist man dann auch mit Gas aus dem Schneider.
Wärmepumpen, vor allem die Luft-Wasser-Wärmepumpen, sind nur effizient und damit billig, wenn sie mit einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur betrieben werden und möglichst nicht in Taktung verfallen. Dazu braucht es im Heizungsnetz einen möglichst hohen Volumenstrom, der meist in alten Heizungshydrauliken nur mit viel Pumpenleistung und manchmal mit einhergehenden Fließgeräuschen an den alten Heizkörpern einhergeht. Flächenheizungen (Fußboden, Wand, Decke) sind bei geringen Vorlauftemperaturen auch von Vorteil, aber nicht zwingend. Man kann bedarfsweise alte Heizkörper gegen neue mit mehr Heizfläche (Typ 33) tauschen, und das muss gar nicht zwingend in jedem Raum sein.
Ob ein Haus bereits WP-tauglich ist, kann man ausprobieren, indem man bei niedrigen Außentemperaturen die Vorlauftemperatur schrittweise absenkt, bis der erste Raum zu kühl wird. Wenn die VL-Temperatur 40 Grad Celsius nicht überschreitet, kann man davon ausgehen, dass auch eine WP effizient betreibbar ist. Was natürlich immer hilft, egal bei welcher Heizungsart, ist eine gut gedämmte Gebäudehülle. Oberste Geschoßdecke, Rolladenkästen, Kellerdecke bringen viel und kann man selber machen, dann kämen gewerblich Dach, Fenster, Fassade, Haustür.
Man kann jedes Haus mit WP betreiben, zahlt aber tierisch drauf, wenn die WP nicht effizient läuft. Schließlich heizt man mit der Primärenergie Strom. Dafür ist eine vorhergehende akribische Planung und Heizlastberechnung unabdingbar. Das würde ich nie eine Heizungsbauer allein überlassen. Die bauen das ein, was sie kennen, was immer so gebaut wurde und die Bude doch immer noch warm gekriegt hat. Die Betriebskosten sind ihnen nicht so wichtig. Ich würde da zu einem TGA Fachplaner gehen, auch wenn der was kostet. Ein falsch dimensionierte Heizungsanlage kostet auf Zeit gesehen ein Vielfaches.
Yossarian:
--- Zitat von: Mattieu am 09. März 2022, 12:35:20 ---CO2-armen Biogas
--- Ende Zitat ---
Was genau ist das?
Ich habe Flüssiggas. Das war die ganze Zeit spotbillig, wenn man es auf dem Spotmarkt kaufte. Aber jetzt rennt der Literpreis wie beim Benzin.
Mattieu:
--- Zitat von: Yossarian am 09. März 2022, 12:59:22 ---Was genau ist das?
--- Ende Zitat ---
Biogas ist ein brennbares Gas, das durch Vergärung von Biomasse jeder Art entsteht. Es wird in Biogasanlagen hergestellt, wozu sowohl Abfälle als auch nachwachsende Rohstoffe vergoren werden.
Das Präfix Bio weist auf die „biotische“ Bildungsweise im Gegensatz zum fossilen Erdgas hin. Das Gas kann zur Erzeugung von elektrischer Energie, zum Betrieb von Fahrzeugen oder zur Einspeisung nach Aufbereitung als Biomethan in ein Gasversorgungsnetz eingesetzt werden.
Quelle: Wikipedia
--- Zitat von: Yossarian am 09. März 2022, 12:59:22 ---Ich habe Flüssiggas. Das war die ganze Zeit spotbillig, wenn man es auf dem Spotmarkt kaufte. Aber jetzt rennt der Literpreis wie beim Benzin.
--- Ende Zitat ---
Das wird bei allen Energieträgern in Zukunft so sein, bei einigen mehr, bei anderen weniger. Die Zauberformel heißt Senkung des Verbrauchs.
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