Autor Thema: Was mir wegen Corona auf den Keks geht  (Gelesen 54588 mal)

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Offline Kulle

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #480 am: 11. Mai 2020, 17:28:03 »
.....Die benutzen auch nicht diese selbstgemachten Masken und ich vermute, daß sie sie nicht mehrfach benutzen. Aber in Asien machen die das auch nicht komplett richtig. Die laufen draußen, wo man sie gar nicht braucht, mit der Maske rum, feuchten die dabei gut durch und gehen dann nach drinnen. Wechseln die dann die Maske? Ich glaube nicht......

Ich denke man trägt die Masken dort nicht wegen eventueller Infektionen, sondern hauptsächlich wegen Umweltverschmutzung, Smog, Abgase usw.

Offline simplemachine

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #481 am: 11. Mai 2020, 23:21:02 »
"Die Wirtschaft" hinterher genauso wieder "aufzubauen", wie sie war, ist ohnehin der falsche Plan. Ihr wisst alle, warum.

Das ist zwar richtig, nur sehen das "alle" bedauernswerter Weise wohl anders. Es gibt aktuell leider kein mainstreamfähiges Gegenkonzept. Geld muss fließen, Wirtschaft muss maximal wachsen, Aktienkurse müssen maximal steigen, Menschen müssen maximal konsumieren und wenn dafür kein Geld da ist, maximal auf Pump konsumieren. Dahin wollen so ziemlich alle schnellstmöglich zurück, weil alles andere Einschränkung bedeuten würde. Am Anfang der Krise haben ja einige darüber fabuliert, ob nun die Gesellschaft neu erstarkt und wertmäßig anders positioniert aus der Krise hervorgehen würde. Diese Chance ist aus meiner Sicht jedenfalls weitgehend vertan, die Gesellschaft ist noch nicht soweit. Die wiederholten Fragen, ob der sommerliche Badeurlaub in Gefahr sei, zeigt, ja, wo die Prioritäten nach Klopapier so sind.

Offline Conte Palmieri

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #482 am: 12. Mai 2020, 09:47:49 »
Spüre ich da Spuren unerwarteter Einsichten, oder täuscht mich das?
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Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #483 am: 12. Mai 2020, 11:38:29 »
"Die Wirtschaft" hinterher genauso wieder "aufzubauen", wie sie war, ist ohnehin der falsche Plan. Ihr wisst alle, warum.

Mich interessiert immer noch, was das jetzt für den pleitegegangenen Restaurantbesitzer, den Hotelier an der Ostsee oder den Betreiber eines Programmkinos, die private Musikschule oder den Privatzoo heisst. Ich fürchte, für die bewegt sich das zwischen sinnloser Einlassung und blankem Hohn.

Offline Conte Palmieri

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Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #485 am: 12. Mai 2020, 13:00:48 »
Wolltest du was sagen?

Offline Conte Palmieri

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #486 am: 12. Mai 2020, 13:01:46 »
Nein, du?
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Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #487 am: 12. Mai 2020, 13:09:44 »
Ich fürchte, für die bewegt sich das zwischen sinnloser Einlassung und blankem Hohn.

Natürlich.
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Offline Conte Palmieri

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #488 am: 12. Mai 2020, 13:12:59 »
Das ist natürlich nur eine Frage der Prioritäten. Oder auch des sog. "Wertesystems". Je nachdem wessen Wertesystem, auch "Ethik" oder "Hypermoral" genannt. Also zum Bleistift "Ethik des Geldes" oder "Hypermoral der Lebensschützer".


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Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #489 am: 12. Mai 2020, 13:14:00 »
Wie hättest Du es denn gerne?
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Offline Conte Palmieri

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #490 am: 12. Mai 2020, 13:16:40 »
Bevor ich jemanden sterben lasse, würde ich es vorziehen, einfach Geld zu drucken. Ich kenne das damit verbundene Problem, aber ich habe meine Prioritäten.
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Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #491 am: 12. Mai 2020, 13:22:29 »
Das ist natürlich nur eine Frage der Prioritäten. Oder auch des sog. "Wertesystems". Je nachdem wessen Wertesystem, auch "Ethik" oder "Hypermoral" genannt. Also zum Bleistift "Ethik des Geldes" oder "Hypermoral der Lebensschützer".

Es ist eine Frage der Verhältnismäßigkeiten, die schon immer eine Rolle gespielt hat. Es gibt auch ohne Corona Menschen mit Immunschwäche, die keine Kontakte mit Infektionskrankheiten haben dürfen, z.B. in der Chemo-Therapie. Nach deiner Logik müssten wir also sowieso immer im Lockdown sein, um die zu schützen, oder wenigstens bei jeder Grippewelle. Ich habe kein Problem, wenn du das bejahst, dann bist du konsistent und ich kann deinen Standpunkt verstehen. Ich kann ich nicht verstehen, wenn du nicht bereit ist zu erklären, welche Verhältnismäßigkeit für die Maßnahmen gelten soll. Am Ende ist es nämlich ein Aufrechnen von Interessen und das ist nicht einfach nur Geld gegen Leben.

So, jetzt darfst du dich wieder mit einem Einzeiler oder einem Link aus der Affäre ziehen.
« Letzte Änderung: 12. Mai 2020, 13:25:09 von Araxes »

Offline Conte Palmieri

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #492 am: 12. Mai 2020, 13:31:15 »
Du hast schon begriffen, dass die Situation vor dem Ausbruch der Pandemie eine andere war als heute?

Nein? Auch gut.

Dann kommen wir zum Grundsätzlichen. Da habe ich auch meine Grundsätze, aber eben auch Gründe nicht immer allzu laut zu sein damit.
Ja, ich will so viel Leben schützen wie möglich.
Das betrifft dann auch die Flüchtlinge auf dem Meer, die Kinder in den Kriegsgebieten, die Arbeiter in den Coltanminen, die Kindersoldaten im Kongo, die Rohingya, die Yesiden und die Palestinenser. Habe ich jemanden vergessen? Ja, natürlich.

Und wenn jemandem dann die wirtschaftliche Existenz einzelner in einem satten Sozialstaat wichtiger ist, dann hat er eben ein grundlegend anderes Wertesystem. Ein Hypermoral des Geldes womöglich.
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Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #493 am: 12. Mai 2020, 13:58:47 »
Du hast schon begriffen, dass die Situation vor dem Ausbruch der Pandemie eine andere war als heute?

Nein? Auch gut.

Für Risikogruppen im Grunde nicht.

Zitat
Dann kommen wir zum Grundsätzlichen. Da habe ich auch meine Grundsätze, aber eben auch Gründe nicht immer allzu laut zu sein damit.
Ja, ich will so viel Leben schützen wie möglich.
Das betrifft dann auch die Flüchtlinge auf dem Meer, die Kinder in den Kriegsgebieten, die Arbeiter in den Coltanminen, die Kindersoldaten im Kongo, die Rohingya, die Yesiden und die Palestinenser. Habe ich jemanden vergessen? Ja, natürlich.

Das wirkt so derart dick aufgetragen, daß ich dir das nicht abkaufe. Unter globalen Krisen tust du es nicht. Das ist die Hypermoral des Revoluzzers, dem Kollateralschäden für die gute Sache egal sind und dabei absichtlich nicht mehr auf Schicksale schaut. Die Weltverbesserung geht eben nicht ohne Opfer. Das müssen die einsehen.

Das ist doch alles nur eine die übliche Attitüde. Ich kann das nicht ernst nehmen.

Zitat
Und wenn jemandem dann die wirtschaftliche Existenz einzelner in einem satten Sozialstaat wichtiger ist, dann hat er eben ein grundlegend anderes Wertesystem. Ein Hypermoral des Geldes womöglich.

Sag den Leuten das ins Gesicht, am besten zu einem pleietengangen Hotelbsitzer. Sag ihm, daß sein Wertesystem des Gelds aus den Fugen ist und er lieber an die Rohyngia denken soll. Dein Wertesystem ist ziemlich aus den Fugen. Das stellt die Ideologie über alles. Du offenbarst den Zynismus, den du anderen vorwirfst.

Du schaffst es gut, Corona in dein Weltbild reinzupressen. Dazu dient die carte blanche des "satten Sozialstaats". Wunderbar. Verstricke dich damit aber bitte nicht in Widersprüche, denn Hartz4 gehört auch zu diesem "satten Sozialstaat" und das lehnst du ja bestimmt mit der üblichen Zwangsmaßnahmen-Rhetorik ab.
« Letzte Änderung: 12. Mai 2020, 14:03:27 von Araxes »

Offline Conte Palmieri

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #494 am: 12. Mai 2020, 14:04:38 »
Sag den Leuten das ins Gesicht, am besten zu einem pleietengangen Hotelbsitzer. Sag ihm, daß sein Wertesystem des Gelds aus den Fugen ist und er lieber an die Rohyngia denken soll. Dein Wertesystem ist ziemlich aus den Fugen. Das stellt die Ideologie über alles. Du offenbarst den Zynismus, den du anderen vorwirfst.
Ich werde ihm ins Gesicht sagen, dass ich ggf Geld drucken werde, um ihm zu helfen, und damit die Stabilität des Euro ein wenig gefährde, aber seinem Laden keine Menschenleben opfere. Ich denke, mit diesem Menschen werde ich einig.
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