Sich vor den Folgen der Katastrophe zu fürchten, ist also "Ideologisch"?
Das Gerede vom Großkapital ist ideologisch. Schon die Art so zu reden ist ein Klischee. Es ist intellektuell dünn und bequem: "Schuld sind die, gegen die ich schon immer war." Klimawandel als Vehikel der ideologischen Selbstvergewisserung.
Du wirst dich noch umschauen, Freundchen. Und die Angst vor der faschistischen Zukunft ist auch real.
Ach Quatsch. Die alte Bundesrepublik war viel rechter als die AfD. Das ist im Grunde die CSU der Achtziger.
Insbesonders für Leute, die selbst betroffen sind (Migranten, Linke, Schwule, Transpersonen), und nach den Äußerungen diverser AfD-Größen um ihr Leben fürchten müssen. Und natürlich auch für Leute, denen Betroffene nahe stehen.
Ich hatte neulich eine Diskussion mit Leuten, die für eine Ausstellung "Künstler gegen Rechts" oder so geworben haben. Die haben als Gefahr für queere Menschen und Juden einzig und allein den Rechtsextremismus gesehen. Die ziehen einfach immer das gleiche Programm durch, ohne Update. Auf Islamismus angesprochen haben die das mit Händen und Füßen abgewehrt. In der Praxis kommt die größere Gefahr aber von dort.
Das ist einfach historische Erfahrung. Mit der "deutschen Nation" hat es, seit sie auftritt, wiederholt fürchterlichen Ärger gegeben. Und jetzt geht es wieder los.
Fandest du die Kleinstaaterei von Monarchien und Kirchenstaaten besser? Dein Urteil gilt für ziemlich viele Länder, vielleicht sogar die Mehrzahl. Du hast ja keine rationale Lösung. Das Land auflösen? Oder weil das nicht geht, einfach nur hassen?
Was ist denn dein Vorbild?
Die Frage geht an dich. Welches Land ist denn bar jeder Kritik.
Deutschland ist nicht das schlimmste Land und nicht das beste und dabei kann man es belassen. Du bist ein Teil davon.