Mich bewegt, woher du heute die Kraft nimmst, wieder Vertrauen zuzulassen.
Vertrauen ist nichts, das ich je aufhörte zuzulassen.
Dieser Erfahrung zum Trotz.
Nicht dieser Mann schreibt meine Geschichte, sondern ich.
Völlig blauäugig bin ich nicht, aber mal ernsthaft: Wenn Kontrolle das ist, was meinen Partner davon abhält, mich zu betrügen - ist das wirklich die Art Beziehung/Ehe, die ich führen will?
Bist du auf Geschäftsreise in Madrid, bist du in Madrid. Weder will ich Fotos deines Hotelzimmers noch ein Facetime mit dir im Hotelbett fürs letzte gutnächtle.
Bist du auf Grosstantes 94. in Bottrop-Kirchhellen, dann bist du dort. Ich benötige kein Foto der Torte und auch keins von Serways in Bottrop Süde, wo du mit deinem Auto liegengeblieben bist.
Wenn du allerdings stattdessen deinen Penis in die Körperöffnungen der jüngeren Version deiner Mutter steckst, und dies herauskommt, finde ich das eher so mittel.
Ich mag Männer. Mag es Spass mit ihnen zu haben. Damit meine ich nicht den Sex allein, sondern das Helle, das Sorglose, das Lachen, die Unbekümmertheit, das Bekloppte - kurz, die Freude am jeweils anderen. Und geht es tiefer:
Ihm - dem anderen - Gutes tun, ihm zur Freude.
Das mochte ich. Das gefällt mir.
Mir war es wichtig zu zeigen, DU bist wichtig, nicht das, was du zu vermeintlich zu geben oder zu leisten hast.
Vielleicht bin ich besser im lieben, als im geliebt zu werden.
Keine Ahnung, ob das ausschlaggebend ist für mein Schicksal bzw die böse Erfahrung, die er mir beibrachte.
In unzähligen Sternennächten erfand er das Leben unserer Träume. Zeitgleich führte er mich in den Keller meiner Seele.
Gemalte Blumen duften nicht.
Umso kurioser, dass ich heute fast so lebe wie wir einst malten. Ein wenig Glück, ein wenig Mühe...
Die Callas sagte einst:
“I would not kill my enemies, but I will make them get down on their knees. I will, I can, I must.”
Ich sehe das ähnlich, aber ich will ihn nicht knieend vor meinen Augen sehen - nur wissen, dass er sich kriechend in sein Grab begibt.