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Small Talk / Re: Dayshift-Post
« Letzter Beitrag von ganter am 05. Januar 2026, 01:55:50 »ein freundliches Wesen schenkte uns einen Liter köstlichen Glühwein.
Ich half dem gänslein, diesem Liter Heißgetränk den Garaus zu machen, fiel ins Koma und träumte von unserem Weihnachtsbaum.
Der Samen, geerntet im Kaukasus, verbracht nach Dänemark, eingepflanzt in geweihter Erde, wuchs zu einer gewaltigen Nordmanntanne heran.
10 Jahre beherbergte sie Nützlinge, Schädlinge und Vögel. die sich in und an ihr tummelten. Sie hielt regen Kontakt mit ihren Verwandten, die um sie herum standen.
Nach 10 Jahren hörte sie auf einmal ungewohnte Geräusche. Motoren, Geschrei und das Kreischen der Kettensägen. Furchterfüllt erwartete sie ihr Schicksal. Ein stämmiger Mann in Grün setzte die Kettensäge an und trennte Baum von der Wurzel. Sie wurde durch den Wald geschleppt und auf einen Hänger verladen. Mit vielen ihrer gefällten Freunden landete sie in einem Nest in Mecklenburg. Aufgestellt in Reih und Glied wartete sie auf ihr weiteres Schicksal.
break
Nachdem mir ein bekannter Baumverticker erzählte, dass alle Bäume auf dem Hof verkauft werden und nie nix nachgeliefert wird, steh ich am 1. Baumverkauf gans vorne mit einer Weiblichkeit von meinem Hof auf dem Baumverkaufhof und hol mir die beste Tanne vons Welt. Eine freundliche Dame zeigte uns die besten Exemplare und schleppte einen Baum nach dem anderen an, aber wie so oft war der erste der Beste. Auf den aufgerufenen Preis von 45 Euro legte ich noch 5 Euro Schleppgeld drauf und alle waren zufrieden.
Der Baum wanderte in den bereitgestellten Ständer und wurde am 23. 12. vorschriftsmäßig geschmückt.
Am 24. wurden alle verpackten Geschenken darunter gelegt und im Rahmen der Bescherung wieder hervorgeholt.
Dann stand der Baum mehr oder weniger unbeachtet aber ab und an beleuchtet herum, bis am 04. 01. ein Gössel sich erbarmte und ihn vom Ballast befreite. Die Terrassentür ging auf und mit kurzem Hauruck landete er im Schnee. Dort wartet er jetzt auf seinen Transport zum Sammelplatz und wird von dort zur Kompostieranlage verbracht, wo er geschreddert und zu Düngemittel verarbeitet wird.
Ob er sich das gedacht hat, als er vom Keimling nach Dänemark verbracht wurde?
Ich half dem gänslein, diesem Liter Heißgetränk den Garaus zu machen, fiel ins Koma und träumte von unserem Weihnachtsbaum.
Der Samen, geerntet im Kaukasus, verbracht nach Dänemark, eingepflanzt in geweihter Erde, wuchs zu einer gewaltigen Nordmanntanne heran.
10 Jahre beherbergte sie Nützlinge, Schädlinge und Vögel. die sich in und an ihr tummelten. Sie hielt regen Kontakt mit ihren Verwandten, die um sie herum standen.
Nach 10 Jahren hörte sie auf einmal ungewohnte Geräusche. Motoren, Geschrei und das Kreischen der Kettensägen. Furchterfüllt erwartete sie ihr Schicksal. Ein stämmiger Mann in Grün setzte die Kettensäge an und trennte Baum von der Wurzel. Sie wurde durch den Wald geschleppt und auf einen Hänger verladen. Mit vielen ihrer gefällten Freunden landete sie in einem Nest in Mecklenburg. Aufgestellt in Reih und Glied wartete sie auf ihr weiteres Schicksal.
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Nachdem mir ein bekannter Baumverticker erzählte, dass alle Bäume auf dem Hof verkauft werden und nie nix nachgeliefert wird, steh ich am 1. Baumverkauf gans vorne mit einer Weiblichkeit von meinem Hof auf dem Baumverkaufhof und hol mir die beste Tanne vons Welt. Eine freundliche Dame zeigte uns die besten Exemplare und schleppte einen Baum nach dem anderen an, aber wie so oft war der erste der Beste. Auf den aufgerufenen Preis von 45 Euro legte ich noch 5 Euro Schleppgeld drauf und alle waren zufrieden.
Der Baum wanderte in den bereitgestellten Ständer und wurde am 23. 12. vorschriftsmäßig geschmückt.
Am 24. wurden alle verpackten Geschenken darunter gelegt und im Rahmen der Bescherung wieder hervorgeholt.
Dann stand der Baum mehr oder weniger unbeachtet aber ab und an beleuchtet herum, bis am 04. 01. ein Gössel sich erbarmte und ihn vom Ballast befreite. Die Terrassentür ging auf und mit kurzem Hauruck landete er im Schnee. Dort wartet er jetzt auf seinen Transport zum Sammelplatz und wird von dort zur Kompostieranlage verbracht, wo er geschreddert und zu Düngemittel verarbeitet wird.
Ob er sich das gedacht hat, als er vom Keimling nach Dänemark verbracht wurde?
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