Autor Thema: Alles Bio oder was?  (Gelesen 19458 mal)

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Offline Araxes

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #150 am: 20. September 2012, 19:33:34 »
Leider ist in der heutigen Zeit,durch Überbevölkerung,überdüngten Ackerböden und konventioneller Tierhaltung,schwierig zu guten-alten bäuerlichen Traditionen zurückzukehren.

Es ist ja auch ein riesiges Mißverständnis, daß Bio was mit diesem Klischee von bäuerlicher Tradition zu tun hat. So Leute wie Sarah Wiener und dieser schreckliche Mensch von ttt träumen wohl vom Bauern, der jede Kuh beim Namen kennt und mit Latzhose, Gießkanne und Strohhut rumrennt. Das ist aber alles Käse. In der Praxis müssen Bio-Bauern genauso modern und industrialisiert wirtschaften wie die ohne Bio. Der Unterschied ist am Ende auch nicht wirklich groß. Man kann sich streiten, ob man kranken Kühen Antibiotika gibt oder sie lieber notschlachtet. Anders kriegt man Bio auch gar nicht in den Mengen produziert, die man braucht, damit jeder Bio essen kann. Es sei denn, man ist so ein Öko-Chauvinist wie Sarah Wiener, die zwar davon redet, daß man "ein Vorbild für die ärmeren Schichten" sein muß, aber dagegen ist, Bio-Produkte im Aldi zu kaufen. Neulich bei Jauch. Die wollen sich Bio als Statussymbol nicht kaputtmachen lassen.

Und wenn man die Ökobilanz betrachtet, wird noch mal ein ganz anderer Schuh draus. Bio-Äpfel aus Neuseeland vs. konventionelle aus dem Havelland? Wer schneidet da besser ab?

Offline nigel48

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #151 am: 20. September 2012, 20:39:45 »
zum schuljahresbeginn hams an die erstkläßler bio-frühstücksdosen verteilt.
1 apfel, schwarzbrot und braune streichpampe in aludose.
in schwarzbrot ist so viel sirup wie in cola und das dosenzeug... ich kenn katzenfutter, dass besser riecht und aussieht ( wird nebenbei bemerkt auch besser kontrolliert)
I`M EASY, SO EASY....

Offline GiftUndGalle

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #152 am: 20. September 2012, 23:05:43 »
in schwarzbrot ist so viel sirup wie in cola

Nicht in jeder Sorte, und außerdem macht es jedenfalls besser satt als pappige Gummiadler.

Ich sehe das inzwischen so, dass ich eh eine Umweltbelastung bin.
Als homo sapiens      :.)
Ich kann aber was tun, möglichst wenig umweltbelastend zu sein.
Bspw. indem ich Wasser, Kartoffeln etc. aus der Region kaufe.
Und anderes mehrt. Kleinvieh macht auch Mist.

Der Rhein jedenfalls sieht nicht mehr so grausig aus wie in den 70ern.
Es gibt im Leben etwas wie die Hysterie am Ende des Frühlings. (E.M. Cioran)

Offline kevinran

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #153 am: 21. September 2012, 14:38:48 »
ich ess gar kein Bio - zumindest nicht weil es Bio ist.
Bei vielen Produkten sehe ich einen Vorteil wenn es nicht direkt bio ist.
Aber ist eine Frage der persönlichen Einstellung.

Offline Hangman

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #154 am: 21. September 2012, 20:58:01 »
Es ist ja auch ein riesiges Mißverständnis, daß Bio was mit diesem Klischee von bäuerlicher Tradition zu tun hat.


Nun ja,die guten bäuerlichen Traditionen währen bei mir:Von allem etwas,sprich:Anbau des Viehfutters,Obst und Gemüse.Also das rundum Sorglos-Packet  ;) Ich denke in sollchen Fällen,wird der Produzent schon drauf achten was und wie er düngt.Aber sowas wird wohl nicht mehr den finanziellen Erfolg bringen.Sondern eher die Spezialisierung auf Tier-Mast oder Getreide.Wir sind eigentlich von einem guten Weg abgekommen.

Ein Freund von mir sagte einst:Arme Leute Essen,ist heutzutage Fleisch.Und das stimmt.Der Fleischpreis schwankt zwar,aber er sinkt.Wenn man eine Zeitspanne von ca 30 Jahren zugrunde legt.Woran liegt das?Gier nach mehr Fleisch und Zaster?Ich denke schon.Aber man muss auch das Konsumverhalten berücksichtigen.Dazumal gab es vielleicht 1x in der Woche Fleisch(Meist der Sonntagsbraten  :D) Aber heute?Ist es devinitiv mehr.

Tja,und dann kam die Werbung im TV:Im Kinderriegel steckt ein Glas Milch,Smoothie decken den Obstbedarf eines Tages *Räusper* Viele glaubten/glauben den Versprechen der Werbung.Weil sie ja im TV laufen  ??? Ergo,konsumieren sie die Produkte,und verlieren ganz allmählich den Bezug zu ihrer Umgebung und der Natur.Und wiedereinmal hat ein grosser Konzern seine menschlichen "Schäfchen" manipuliert.

Bio zieht von der bandbreite der Themen einen grossen kreis.Nur ich hab so das Gefühl,dass es eher eine Schlange ist...die sich selbst in den Schwanz beist.
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Offline DüDo

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #155 am: 21. September 2012, 21:14:34 »
und seit tagen kursiert ein frühstückskeks im tv rum... wahrscheinlich so "wertvoll" wie ein knoppers, der pausensnack.


Offline Hangman

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Offline Araxes

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #157 am: 23. September 2012, 01:29:03 »
Nun ja,die guten bäuerlichen Traditionen währen bei mir:Von allem etwas,sprich:Anbau des Viehfutters,Obst und Gemüse.

Das geht ja schon mal nur mit genug Fläche und Mitarbeitern, womit das Klischee vom Peter-Lustig-Bauernhof ausfällt.

Zitat
Ich denke in sollchen Fällen,wird der Produzent schon drauf achten was und wie er düngt.Aber sowas wird wohl nicht mehr den finanziellen Erfolg bringen.Sondern eher die Spezialisierung auf Tier-Mast oder Getreide.Wir sind eigentlich von einem guten Weg abgekommen.

Wenn man dem Boden mit dem Anbau Nährstoffe entzieht, muß man auch wieder was reingeben, und das geht mit Düngen. Warum da nun Gülle mehr Bio sein soll als ein Stickstoff-Kunstdünger, scheint mir nicht offensichtlich. Helfen tut auf jeden Fall eine Fruchtfolge (u.a. Leguminosen). Aber dafür braucht man auch wieder Fläche. Und das ist auch ein guter Punkt bezüglich der angeblichen bäuerlichen Tradition. Albrecht Daniel Thaer hat die Fruchtwechselwirtschaft populär gemacht und mußte große Vorbehalte bei den Bauern überwinden. Die konnten davon erst überzeugt werden als Thaer auf seinem Gut damit weit bessere Ergebnisse erzielt hat als sie selbst. Deren Tradition sah eben anders aus. Das war um 1800. Sein Gut Möglin hatte ca. 500 ha. Die durchschnittliche Betriebsgröße heute ist etwa 56 ha. Wie macht man Fruchtfolge und Mehrfelderwirtschaft, wenn man nur so ein paar "Handtücher" besitzt? Jetzt frage mal Sarah Wiener, wie sie sich einen Bio-Betrieb vorstellt, mit 50 oder 500 ha?

"Bäuerliche Tradition" kann auch heißen, alles mit Pestiziden vollzusprühen, wenn man das "schon immer" so gemacht hat.

Zitat
Ein Freund von mir sagte einst:Arme Leute Essen,ist heutzutage Fleisch.Und das stimmt.Der Fleischpreis schwankt zwar,aber er sinkt.Wenn man eine Zeitspanne von ca 30 Jahren zugrunde legt.Woran liegt das?

Früher war Arme-Leute-Essen komplett fleischlos. Man gönnt sich jetzt das im Übermaß, was früher nicht erreichbar war.

Zitat
Gier nach mehr Fleisch und Zaster?Ich denke schon.Aber man muss auch das Konsumverhalten berücksichtigen.Dazumal gab es vielleicht 1x in der Woche Fleisch(Meist der Sonntagsbraten  :D) Aber heute?Ist es devinitiv mehr.

Selbst der Sonntagsbraten war eher was für die Wohlhabenden. War arm war, aß ein Mal im Jahr Fleisch.
« Letzte Änderung: 23. September 2012, 01:54:33 von Araxes »

Conte Palmieri

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #158 am: 23. September 2012, 09:31:34 »
Früher war Arme-Leute-Essen komplett fleischlos. Man gönnt sich jetzt das im Übermaß, was früher nicht erreichbar war.

Selbst der Sonntagsbraten war eher was für die Wohlhabenden. War arm war, aß ein Mal im Jahr Fleisch.
Immerhin hat schon Henri IV. (1589 - 1610) das Politikziel gesetzt, dass jeder Franzose am Sonntag ein Huhn im Topf haben solle.

Offline Hangman

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #159 am: 23. September 2012, 09:37:36 »
Das geht ja schon mal nur mit genug Fläche und Mitarbeitern, womit das Klischee vom Peter-Lustig-Bauernhof ausfällt.

Wenn man dem Boden mit dem Anbau Nährstoffe entzieht, muß man auch wieder was reingeben, und das geht mit Düngen. Warum da nun Gülle mehr Bio sein soll als ein Stickstoff-Kunstdünger, scheint mir nicht offensichtlich. Helfen tut auf jeden Fall eine Fruchtfolge (u.a. Leguminosen). Aber dafür braucht man auch wieder Fläche. Und das ist auch ein guter Punkt bezüglich der angeblichen bäuerlichen Tradition. Albrecht Daniel Thaer hat die Fruchtwechselwirtschaft populär gemacht und mußte große Vorbehalte bei den Bauern überwinden. Die konnten davon erst überzeugt werden als Thaer auf seinem Gut damit weit bessere Ergebnisse erzielt hat als sie selbst. Deren Tradition sah eben anders aus. Das war um 1800. Sein Gut Möglin hatte ca. 500 ha. Die durchschnittliche Betriebsgröße heute ist etwa 56 ha. Wie macht man Fruchtfolge und Mehrfelderwirtschaft, wenn man nur so ein paar "Handtücher" besitzt? Jetzt frage mal Sarah Wiener, wie sie sich einen Bio-Betrieb vorstellt, mit 50 oder 500 ha?

Passendes Agument :)!Ich muss gestehen,ich bin nur ein "normaler" intressierter Mann,dem das Thema nahe geht.Ergo:Werde ich da mal einige Sachen googlen   ;)

Ich glaube auch hier gilt:Wer die Zukunft ändern will,muss die Vergangenheit kennen.Wann sind wir von dem Weg abgekommen,nachhaltig zu produzieren?Ich denke es war wirklich ein langer schleichender Prozess.Der vielleicht mit dem ersten Kunstdünger begann,über die konventionelle Viehmast,und jetzt haben wir halt den genetisch veränderten Salat  ;).Aber ist den überhaupt eine Rückführung zur Nachhaltigkeit und zur ökologischen Nahrungsmittelproduktion möglich?Ich befürchte nein.Solang der Konsument sein Verhalten nicht ändert,sieht es schlecht aus.

Positiv anmerken sollte man:Es wird viel mehr hinterfragt,und der Konsument wird zunehmend kritischer (Ist ja schon mal ein Anfang...) Brüssel bemüht sich auch,und gestaltet die Zutatenlisten übersichtlicher (Kann man bei E-Nummern überhaupt von Übersicht sprechen  ????) Alles Tropfen auf einen heissen Stein,aber es ist ja bekanntlich der Wille der zählt.

Ich denke halt,es nutzt nichts mit dem Finger auf Politiker,Wissenschaftler und andere "Experten" zu zeigen.Diesbezüglich sollte man an seiner eigenen Nasenspitze anfangen,und sein möglichstes tun zum Schutz der Natur.Und am allerwichtigsten:Sollte man immer Neugierig bleiben,kritisch und mit offenen Augen durchs Leben stapfen  :D

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Online Korinthenkackerin

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #160 am: 23. September 2012, 11:44:35 »
...
Früher war Arme-Leute-Essen komplett fleischlos. Man gönnt sich jetzt das im Übermaß, was früher nicht erreichbar war.
...

Weil es gerade passt:

Just heute habe ich zum ersten Mal zum Frühstück Sojawurst gegessen und fand die gar nicht übel. Beim Nachlesen der Inhaltsstoffe fiel mir dann nur auf - und darüber habe ich mir noch niemals Gedanken gemacht -, dass die Prozentzahlen nur etwa die Hälfte beschreiben. Hier die Nährwerte pro 100 g: Eiweiß 10,0 g, Kohlenhydrate 3,7 g, Fett 26,5 g, Ballaststoffe 1,0 g, Natrium 0,8 g. Und der Rest?? Ist das nur Wasser? Gemüse? Nichts  ;D?  Auch die Gesamtbeschreibung der Inhaltsstoffe hilft nicht weiter: Tofu und Eiklar werden ja wohl der Position Eiweiß zugeordnet. Öl = Fett, Reismehl und Johannisbrotkernmehr werden bei den Kohlenhydraten mit drin sein. Salz = Natrium, Gewürze = Balaststoffe. Rauch? Der wiegt doch nix *g*. Bleiben Knoblauch und Zwiebeln. Da muss aber dann ganz schön viel drin sein  ;), es fehlen ja über 50 g. Wo ist mein Denkfehler? Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
(Alexander Freiherr von Humboldt)

Offline Araxes

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #161 am: 23. September 2012, 23:22:08 »
Ich glaube auch hier gilt:Wer die Zukunft ändern will,muss die Vergangenheit kennen.Wann sind wir von dem Weg abgekommen,nachhaltig zu produzieren?Ich denke es war wirklich ein langer schleichender Prozess.

Das war sogar ziemlich plötzlich mit der Erfindung der Dampfmaschine. Man stieg von Wasser und Holz als Energieträger auf Kohle um. Ich erinnere mich dunkel an meine Vorlesungen in Technikgeschichte, daß, so lange Holz als Energieträger genutzt wurde, in Europa sogar langfristig, also über Generationen angelegt, regenerativ gewirtschaftet wurde. Bzw. genau als diese regenerative Bewirtschaftung sich durchsetzte, die Dampfmaschine erfunden wurde und der Kohlebergbau im großen Stil losging.

Zitat
Der vielleicht mit dem ersten Kunstdünger begann,über die konventionelle Viehmast,und jetzt haben wir halt den genetisch veränderten Salat  ;).Aber ist den überhaupt eine Rückführung zur Nachhaltigkeit und zur ökologischen Nahrungsmittelproduktion möglich?Ich befürchte nein.Solang der Konsument sein Verhalten nicht ändert,sieht es schlecht aus.

Ohne eine gewisse Industrialisierung geht es nicht, aber das steht auch nicht unbedingt der Nachhaltigkeit oder gesunden Produkten im Weg.

Zitat
Ich denke halt,es nutzt nichts mit dem Finger auf Politiker,Wissenschaftler und andere "Experten" zu zeigen.Diesbezüglich sollte man an seiner eigenen Nasenspitze anfangen,und sein möglichstes tun zum Schutz der Natur.Und am allerwichtigsten:Sollte man immer Neugierig bleiben,kritisch und mit offenen Augen durchs Leben stapfen  :D

Ich glaube, wer selber kocht, bekommt ein anderes Verhältnis zu Lebensmitteln. Der ißt anders und kauft auch anders ein. Und das muß nicht teurer sein und auch nicht unbedingt Bio, sondern eben Zutaten, die schon unsere Großeltern kannten.

Offline Araxes

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #162 am: 23. September 2012, 23:24:37 »
Just heute habe ich zum ersten Mal zum Frühstück Sojawurst gegessen und fand die gar nicht übel. Beim Nachlesen der Inhaltsstoffe fiel mir dann nur auf - und darüber habe ich mir noch niemals Gedanken gemacht -, dass die Prozentzahlen nur etwa die Hälfte beschreiben. Hier die Nährwerte pro 100 g: Eiweiß 10,0 g, Kohlenhydrate 3,7 g, Fett 26,5 g, Ballaststoffe 1,0 g, Natrium 0,8 g. Und der Rest?? Ist das nur Wasser?

Das wird werden wohl Zutaten sein müssen, die nicht in diese Kategorien fallen. Wasser ist schon eine passende Vermutung.

Offline Hangman

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #163 am: 24. September 2012, 17:48:16 »
Das war sogar ziemlich plötzlich mit der Erfindung der Dampfmaschine. Man stieg von Wasser und Holz als Energieträger auf Kohle um. Ich erinnere mich dunkel an meine Vorlesungen in Technikgeschichte, daß, so lange Holz als Energieträger genutzt wurde, in Europa sogar langfristig, also über Generationen angelegt, regenerativ gewirtschaftet wurde. Bzw. genau als diese regenerative Bewirtschaftung sich durchsetzte, die Dampfmaschine erfunden wurde und der Kohlebergbau im großen Stil losging.

Vom Prinzip her,gut nachvollziehbar :)!Es mag zwar der geschichtliche Auslöser gewesen zu sein.Aber die Basis für die heutigen "Gepimpte Nahrungsmittel" sehe ich ganz wo anders:Nach der Industrialisierung,folgten 2 Weltkriege und andere Stichelein.Und grade die dadurch resultierende Nahrungsknappheit,förderte die kreativität der verantwortlichen Erfinder:Die Feldnahrung musste haltbarer gemacht werden,dass führte uA. zur entwicklung der heutigen Konservendose. Feldnahrung musste kompakt und sättigend sein,ergo wurden(Dank der eng gewordenen Getreidespeicher) erste Zusatzmittel beigemischt.Nach diesen kriegen,hält diese Nahrung auch Einzug in die normale Gesellschaft.

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Offline Hangman

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Re:Alles Bio oder was?
« Antwort #164 am: 24. September 2012, 17:54:29 »

Ohne eine gewisse Industrialisierung geht es nicht, aber das steht auch nicht unbedingt der Nachhaltigkeit oder gesunden Produkten im Weg.

Ich glaube, wer selber kocht, bekommt ein anderes Verhältnis zu Lebensmitteln. Der ißt anders und kauft auch anders ein. Und das muß nicht teurer sein und auch nicht unbedingt Bio, sondern eben Zutaten, die schon unsere Großeltern kannten.

Stimmt,ohne Industrie,ist die grosse Bevölkerung nicht zu sättigen.Die Frage ist aber:Kann man industriell nachhaltige Lebensmittel herstellen?ich persönlich denke,dass wird eng  ???

In diesem Punkt gebe ich dir recht!
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