Autor Thema: Was hilft (euch), um Reha/Physio-Übungen zu Hause konsequent durchzuziehen?  (Gelesen 343 mal)

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Offline Thestrongone

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Hey zusammen, ich bin jetzt seit ein paar Tagen aus der Reha zurück und merke gerade extrem, wie hart der Übergang in den Alltag ist. Dort hatte man einfach diesen festen Rahmen, die Therapeuten, die einem auf die Finger schauen, und feste Zeiten im Tagesablauf. Kaum ist man wieder zu Hause, schleicht sich sofort die Schludrigkeit ein. Bei mir scheitert es gar nicht am Wollen, ich weiß ja, wie wichtig das Ganze ist, um nicht wieder bei Null anzufangen, sondern schlicht an der Umsetzung. Entweder kommt der normale Wahnsinn dazwischen, man ist abends zu platt oder verschiebt es auf "später" und am Ende des Tages hat man wieder nichts gemacht. Ich versuche gerade herauszufinden, wie ich mir hier selbst Beine machen kann. Hat da jemand Empfehlungen oder Tipps für mich?

Offline Conte

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Morgens, gleich nach dem Aufstehen.
"Deutsch" laut Pass, aber von den shithole places in den "neuen Bundesländern" distanziere ich mich.

Offline Firster

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Kommt drauf an, weshalb du eine Reha brauchtest.

Ein chronisches Leiden leichter zu machen, oder nach einer OP ist schon ein Unterschied. Ein Burnout ist was anderes als eine langjährige Depression. Von dem einen kann man sich erholen und sollte das Erlernte in der Reha wenigstens hin und wieder umsetzen, dass andere verlangt mehr Aufwand, wenn man es irgendwann hinter sich haben möchte.

Grundsätzlich würde ich sagen, mehr Priorität auf das Wesentliche zu legen, auch und gerade im Alltag.

Wer rastet der rostet. Das merkste dann und sollte für jemanden, der sich gut fühlen möchte ein Ansporn sein. Mein persönlicher Favorit für Sport z.B. ist die Mittagszeit. Überall weniger los, was mir sehr entgegenkommt. Abends mag ich es mehr entspannter.
Denken ist wie Googeln, nur krasser.

Offline Thestrongone

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Morgens, gleich nach dem Aufstehen.

Stimmt daran hab ich auch schon gedacht, ich bin nur kein Frühaufsteher, das müsste icih mir dann defintiv angewöhnen, ich bleibe gerne bis kurz vor dem Verlassen vom Haus liegen. Da ist meine Frau ganz anders. Vielleicht kann si mir da helfen, eine routine aufzubauen. Oder es geht ja eigentlich auch vorm Schlafen gehen.

Offline Thestrongone

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Kommt drauf an, weshalb du eine Reha brauchtest.

Ein chronisches Leiden leichter zu machen, oder nach einer OP ist schon ein Unterschied. Ein Burnout ist was anderes als eine langjährige Depression. Von dem einen kann man sich erholen und sollte das Erlernte in der Reha wenigstens hin und wieder umsetzen, dass andere verlangt mehr Aufwand, wenn man es irgendwann hinter sich haben möchte.

Grundsätzlich würde ich sagen, mehr Priorität auf das Wesentliche zu legen, auch und gerade im Alltag.

Wer rastet der rostet. Das merkste dann und sollte für jemanden, der sich gut fühlen möchte ein Ansporn sein. Mein persönlicher Favorit für Sport z.B. ist die Mittagszeit. Überall weniger los, was mir sehr entgegenkommt. Abends mag ich es mehr entspannter.

Ich hatte eine OP am Knie, war schon länger notwenidig und habs jetzt endlich mal durchgezogen. Hab mich bisschen davor gedrückt, bin jetzt aber froh dass ich es gemacht habe. Rasten möcht ich eh nicht, will wieder aktiver werden im Alltag, fahre auch gerne Rad oder gehe gerne schwimmen. Da möcht ich schon dementsprechend wieder fit sein. Um die Mittagszeit ist glaub ich nichts für mich, wie ich schon geschrieben hab, entweder muss ich schauen dass ich es morgens hinbekomme oder eher abends. Bin da meistens aktiver, dafür kein Frühaufsteher.

Offline Firster

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Die Knie  :evil oh je...
Je nachdem wie alt du bist, kann ich dir nur ans Herz legen, dich um eine gute Beweglichkeit und möglichst um eine bleibende Schmerzfreiheit zu kümmern. Wenn man dir im Alter Gelenkverschleiß oder ähnliches diagnostiziert und du die Treppen nur noch mit Mühe hochkommst, ständig Schmerzen hast oder sie dir sogar im Liegen Probleme bereiten, dann wirst du das Fluchen erst noch richtig lernen.
Die Aussicht ist also nicht abwegig, wenn du schon eine OP benötigt hast.

Heißt für dich, mäßig aber regelmäßig. Wobei ich harte Sportarten ausklammern würde. Ein bisschen Laufen, Krafttraining und Wassersportarten wären wohl das Beste um auf Dauer deine Knie in Betrieb zu halten und gleichzeitig gezielt zu trainieren.

Wenn du also darüber nachdenkst, wie und wann du Zeit zum trainieren findest, dann denk daran, dass du in 20 Jahren noch Treppenstufen bewältigen willst und vlt. hin und wieder noch mal ein Tänzchen auf's Parkett legen willst.

Die Zukunft will gelebt und nicht durchlitten werden.
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Offline Thestrongone

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Die Knie  :evil oh je...
Je nachdem wie alt du bist, kann ich dir nur ans Herz legen, dich um eine gute Beweglichkeit und möglichst um eine bleibende Schmerzfreiheit zu kümmern. Wenn man dir im Alter Gelenkverschleiß oder ähnliches diagnostiziert und du die Treppen nur noch mit Mühe hochkommst, ständig Schmerzen hast oder sie dir sogar im Liegen Probleme bereiten, dann wirst du das Fluchen erst noch richtig lernen.
Die Aussicht ist also nicht abwegig, wenn du schon eine OP benötigt hast.

Heißt für dich, mäßig aber regelmäßig. Wobei ich harte Sportarten ausklammern würde. Ein bisschen Laufen, Krafttraining und Wassersportarten wären wohl das Beste um auf Dauer deine Knie in Betrieb zu halten und gleichzeitig gezielt zu trainieren.

Wenn du also darüber nachdenkst, wie und wann du Zeit zum trainieren findest, dann denk daran, dass du in 20 Jahren noch Treppenstufen bewältigen willst und vlt. hin und wieder noch mal ein Tänzchen auf's Parkett legen willst.

Die Zukunft will gelebt und nicht durchlitten werden.

Ja mir ists halt eben extrem wichtig mobil zu bleiben und das ohne schmerzen, das wäre meine größte angst, nicht mehr selbstständig zu sein und meinen Hobbys nicht nachgehen zu können. Ichh hab mir jetzt mal ein paar Übungen zurechtgelegt von der Reha noch und versuch die auch wirklich regelmäßig zu mcahen. meine Söhne haben jetzt auch angefangen, die Übungen einfach mitzumachen, um mich zu unterstützen und mit anderen gemeinsam macht es dann doch noch mehr Spaß. Trotzdem bin ich mir eben nie sicher, ob ichs jetzt richtig mache oder nicht. Und bald hab ich geplant mal wieder ins Schwimmbad zu fahren und mal zu schauen, wie es mir damit so ergeht, einfach langsam und in meinem eigenen Wohlbefinden, wie ichss dann halt schaffe. Außerdem hilft mir meine Frau zurzeit sehr beim Anziehen, ich hoffe das kann ich bald wieder allein.

Offline captain_future

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Wenn der Körper nicht funktioniert, wie man sich das wünscht, kann das echt belastend sein. Wünscht man keinem. Andererseits gibt es kaum jemanden, der älter wird und keine Zipperlein hat. Dementsprechend sehe ich es so, dass man sich halt damit arrangieren muss. Damit meine ich nicht, dass man es einfach hinnimmt, wenn man das Gefühl hat, dass es körperlich bergab geht. Sondern das man das pragmatisch sieht und das individuell Beste draus macht.

Eine Verwandte von mir hatte vor inzwischen über zwanzig Jahren einen Unfall infolgedessen sie erst eine Hüft-OP hatte, aber nachdem das zweimal nicht funktioniert hat, hat sie eine künstliche Hüfte bekommen. War in Summe viel Reha. Und ihr Gangbild war hinterher, nunja, nicht gut. Sie war zwar auch den Beinen, ist aber furchtbar gehatscht. Konnte auch keine längeren Strecken schmerzfrei gehen.

Es gab ne Phase, in der sie sich hat hängen lassen. Und ich denke, es ist legitim, wenn man nicht nur stark ist. Ich hatte damals vermutet, dass man ihr für immer ansehen würde, dass sie in der Hinsicht etwas beeinträchtigt ist. Sie hat sich aber irgendwann mit Physiotherapie und einem spezialisierten Fitnessstudio ihre Mobilität zurück erkämpft. Inzwischen ist sie über 60 Jahre alt und wenn sie zum Beispiel mit ihren Enkeln unterwegs ist, merkt man ihr nichts an. Sie ist lebenslustig und froh. Und erstaunlich gut auf den Beinen. Wenn man nicht weiß, dass da mal was war, sieht man es nicht mehr.

Ich würde deshalb sagen: Die Übungen unbedingt machen. Sich nicht demotivieren lassen, wenn man mal einen oder mehrere schlechte Tage hat. Jeder neue Tag bringt eine neue Chance es besser zu machen. Und ich denke, dass es sehr sinnvoll ist regelmäßig überprüfen zu lassen, ob man die Übungen auch korrekt ausführt. Schau, dass du ne Regelmäßigkeit reinbringst. Wenn etwas zur Routine geworden ist, ist es nicht mehr so zäh, sondern eher ne Selbstverständlichkeit. Wie Zähneputzen.

Offline Thestrongone

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Es zerrt sehr an den Nerven ja, ich würde einfach gerne wieder mal ein paar Fortschritte sehen aber dazu müsste ich auch alles richtig umsetzen und ich bin mir dabei einfach ziemlich unsicher. Das macht es noch schlechter, weil mein Kopf mir sagt, los du musst was tun, wie ein Teufelskreis so ein bisschen. Ich weiß ja natürlich auch, dass ich nicht mehr so wie mit 25 herumhüpfen kann und das man ab einem gewissen alter eben seine Wehwehchen hat. Das mit deiner Verwandten hört sich ziemlich schlimm an, sowas wünscht man keinem. Aber das ist natürlich erfreulich zu hören, dass sie die Kurve gekriegt hat und jetzt wieder gut auf den Beinen untewegs ist, super. Genau sowas wünsche ich mir auch, hat sie da in dem Fitnessstudio auch spezielle Übungen bekommen und war sie dort dann regelmäßig oder wie ist das abgelaufen, weißt du das? Ich bin auf jeden fall dabei mir eine routine aufzubauen, vielleicht kann ich die übungen mit irgendwas verknüpfen oder mir einfach jedes mal eine "Belohnung" geben, wenn ich sie gemacht habe. Vielleicht funktionierts dann ja.