Autor Thema: Polizeigewalt in den USA  (Gelesen 8525 mal)

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Offline Nikibo

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #180 am: 29. Oktober 2020, 17:30:24 »
Na ja .. Bildzeitung. Und 1 Schuss gegen 14? Alkohol gegen Krankheit? Kann man nicht direkt miteinander vergleichen, schon gar nicht hinsichtlich der Schußfreudigkeit.
Sind des Schäfchens Locken braun, lehnt es am Elektrozaun.

Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #181 am: 29. Oktober 2020, 17:44:43 »
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Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #182 am: 29. Oktober 2020, 17:52:16 »
Na ja .. Bildzeitung. Und 1 Schuss gegen 14? Alkohol gegen Krankheit? Kann man nicht direkt miteinander vergleichen, schon gar nicht hinsichtlich der Schußfreudigkeit.
Man war sich eigentlich inzwischen einig, dass Alkoholismus eine Krankheit ist. Na jetzt fangen wir aber an zu relativieren.

Die Debatte geht darum, dass man an Einzelbeispielen keine Grundhaltung festmachen kann. Gerade in Zeiten, wo man durch die klassischen Medien nicht mehr sachlich informiert wird.
Die wollen inzwischen fast alle eine Ideologie transportieren.  Die Bildzeitung ist da sogar eher weniger verdächtig.
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Offline Nikibo

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #183 am: 29. Oktober 2020, 18:55:26 »
Die Debatte geht darum, dass man an Einzelbeispielen keine Grundhaltung festmachen kann.
Ob Einzelbeispiel oder nicht - Du willst doch jetzt nicht allen Ernstes behaupten, die Grundhaltung der Polizei in den Staaten sei so harmlos wie die unserer Polizei.
Die Grundhaltung der USA Polizei sind Macht und Gewalt. Dagegen sind unsere in aller Regel die reinsten Gebetsbrüder. Ich staune immer wieder, was sich unsere an Pöbeleien mit einer für mich unfassbaren Geduld gefallen lassen und das ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Gleiches Verhalten in den USA würde wohl auf dem Friedhof für den Pöbler enden.
Sind des Schäfchens Locken braun, lehnt es am Elektrozaun.

Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #184 am: 30. Oktober 2020, 00:09:42 »
Ich staune immer wieder, was sich unsere an Pöbeleien mit einer für mich unfassbaren Geduld gefallen lassen und das ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Gleiches Verhalten in den USA würde wohl auf dem Friedhof für den Pöbler enden.
und die Pöblerin ?
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Offline Nikibo

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #185 am: 30. Oktober 2020, 07:52:01 »
und die Pöblerin ?
Ich bin erwachsen. Ich nutze unsere Sprache so, wie sie gedacht ist und vermeide Verunstaltungen mit diesen "-innereien".
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Offline DieFrau

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #186 am: 30. Oktober 2020, 08:06:46 »
Ibo, lass dich nicht auf die Ablenkung ein  ;)
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Online Yossarian

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #187 am: 30. Oktober 2020, 08:35:13 »
Der Pöbler und die Pöblerin, haben Pöbeln nur im Sinn.  ;D

und die Pöblerin ?

Noch billiger ging´s nicht?
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Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #188 am: 30. Oktober 2020, 08:58:24 »
Noch billiger ging´s nicht?

Just lie in the grass and look at the sky.

 
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Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #189 am: 30. Oktober 2020, 09:09:02 »
Ich nutze unsere Sprache so, wie sie gedacht ist und vermeide Verunstaltungen mit diesen "-innereien".

Ich merk's jetzt auch.
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Online Yossarian

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #190 am: 30. Oktober 2020, 09:36:54 »
Just lie in the grass and look at the sky.

Exakt. Andere pflanzen Apfelbäumchen.
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Online Araxes

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #191 am: 30. Oktober 2020, 19:47:33 »
Die Debatte geht darum, dass man an Einzelbeispielen keine Grundhaltung festmachen kann.

Die Grundhaltung erkennt man an der "Qualified immunity". Polizisten haben nichts zu befürchten, außer wenn eine klare Gesetzesverletzung vorliegt.

Man hat auch den Eindruck, daß diese Polizisten unsicher sind, Situationen nicht richtig einschätzen und dann eben zuerst schießen.

Da liegt dann auch der Unterschied zu dem von dir gebrachten Fall in Wuppertal. Der letzte Satz lautet: "Ein Polizist hatte zuvor vergeblich versucht, den Mann mit Muskelkraft niederzuringen."

Und genau das versuchen die US-Polizisten gar nicht erst. Oder es endet wie bei George Floyd.

Zitat
Die wollen inzwischen fast alle eine Ideologie transportieren.  Die Bildzeitung ist da sogar eher weniger verdächtig.

Nicht im Ernst.
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2020, 19:49:43 von Araxes »

Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #192 am: 30. Oktober 2020, 21:31:03 »
Zitat
Polizisten haben nichts zu befürchten, außer wenn eine klare Gesetzesverletzung vorliegt.
Mal zusammengefasst: Polizisten haben nichts zu befürchten, ausser wenn sie was zu befürchten haben.

Wenn keine klare Gesetzesverletzung vorliegt, sollen sie auch nichts zu befürchten haben. Das möchte ich für mich auch in Anspruch nehmen, warum also nicht der Polizist. Im übrigen sitzt der Täter im Floyd-Fall doch ein und sieht einem Urteil entgegen, was in seiner Unerbittlichkeit hier niemandem auferlegt würde.

Zitat
Man hat auch den Eindruck, daß diese Polizisten unsicher sind, Situationen nicht richtig einschätzen und dann eben zuerst schießen.
Dein "Eindruck" sollte für die Beurteilung der Fälle ganz nebensächlich sein.

Zitat
Da liegt dann auch der Unterschied zu dem von dir gebrachten Fall in Wuppertal. Der letzte Satz lautet: "Ein Polizist hatte zuvor vergeblich versucht, den Mann mit Muskelkraft niederzuringen."
In einigen von dir erwähnten Fällen fand vorher auch eine Rangelei und der Versuch einer Festnahme statt.
Dann müssen diese Fälle wohl auch zum Vorteil der Polizisten beurteilt werden.

Zitat
Nicht im Ernst.
Im Ernst. Die sind weniger verdächtig.
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Online Araxes

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #193 am: 30. Oktober 2020, 23:12:53 »
Mal zusammengefasst: Polizisten haben nichts zu befürchten, ausser wenn sie was zu befürchten haben.

Nein. Polizisten haben nichts zu befürchten, außer wenn eine klare Gesetzesverletzung vorliegt - und selbst das ist noch zu streng formuliert. Die liegt eben nicht vor, wenn z.B. ein Wegrennender erschossen wird. Im Grunde reicht es schon, daß das Opfer ein Messer hatte oder sich widersetzt hat. Damit kommt der Polizist schon davon. Und das ist dann eben anders als hierzulande.

Zitat
Im übrigen sitzt der Täter im Floyd-Fall doch ein und sieht einem Urteil entgegen, was in seiner Unerbittlichkeit hier niemandem auferlegt würde.

Er hätte ihn vielleicht nicht umbringen sollen.

Zitat
Dein "Eindruck" sollte für die Beurteilung der Fälle ganz nebensächlich sein.

Mein Eindruck entsteht durch das, was berichtet wird.

Zitat
In einigen von dir erwähnten Fällen fand vorher auch eine Rangelei und der Versuch einer Festnahme statt.

Eine Rangelei ist kein Grund, jemanden mit einem Dutzend Schüsse niederzustrecken. Auch nicht, wenn der Delinquent wegrennt und das Tasern ihn nicht aufhält. Aber der Polizist kann ihn dann eben erschiessen und wegen der "Qualified immunity" wird ihm nichts passieren. Es kommt fast nie zu einer Verurteilung. Siehe: Why it’s so hard to convict a cop of murder: just 5 in 15 years

"Suing police for damages is equally challenging. A 1982 U.S. Supreme Court ruling grants officers “qualified immunity” — a shield from liability with few exceptions. Even if police actions were obviously wrong, they cannot be sued successfully unless the courts had expressly condemned that conduct in the past."

Verstanden?

Zitat
Im Ernst. Die sind weniger verdächtig.

Wer die BILD "liest", disqualifiziert sich selber. Kein anständiger Konservativer fässt das Käseblatt an.
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2020, 23:14:29 von Araxes »

Offline maxim

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Re: Polizeigewalt in den USA
« Antwort #194 am: 31. Oktober 2020, 11:44:59 »
Nein. Polizisten haben nichts zu befürchten, außer wenn eine klare Gesetzesverletzung vorliegt - und selbst das ist noch zu streng formuliert.
Es gibt gute Gründe für eine Immunität,  die ja wie du selbst schreibst Ausnahmen hat. Und es ist ja nicht so, dass damit der Staat Immunität genießt. Jedenfalls ist das Gesetz demokratisch legitimiert.

Zitat
Und das ist dann eben anders als hierzulande.
Ja und das scheint wohl das Schlimmste daran, dass die Amerikaner nicht das deutsche Rechtssystem einführen.

Zitat
Er hätte ihn vielleicht nicht umbringen sollen.
Jetzt kann man ihn nicht mehr lebendig machen.


Zitat
Eine Rangelei ist kein Grund, jemanden mit einem Dutzend Schüsse niederzustrecken. Auch nicht, wenn der Delinquent wegrennt und das Tasern ihn nicht aufhält.
Jedenfalls gab es in Wuppertal offensichtlich auch eine Rangelei in deren Folge der Schußwaffengebrauch stattfand.

Zitat
Verstanden?
Was willst du, dass ich jetzt laut Jawohl brülle ?

Zitat
Wer die BILD "liest", disqualifiziert sich selber. Kein anständiger Konservativer fässt das Käseblatt an.
Wie? Ist man dann kontaminiert von soviel Sex and Crime?
Oder kann es sein, dass man dann eine Überdosis Realität tankt ?

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