Autor Thema: Was mir wegen Corona auf den Keks geht  (Gelesen 40312 mal)

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Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1065 am: 18. November 2020, 23:21:47 »
Sie erwähnte dann aber, dass ihre Eltern letzte Woche bei ihr zu Hause gewesen seien, allerdings mit Maske.

Die hatten wohl nicht kapiert, daß die Maske nicht sie schützt, sondern andere. So langsam sollte man es aber mal hinkriegen, daß es genug N95-Masken gibt.

Aber was ist wohl einfacher, Restaurants zu schließen oder

o eine Produktion von N95-Masken aufzuziehen?
o eLearning-Plattformen zu etablieren und Schulen auszustatten?
o alle (!) Lehrer dazu zu bringen, sich in eLearning fit zu machen?
o Schulen mit Luftfiltern auszustatten?
o Gesundheitsämter auf zeitgemäße IT umzustellen?
o die Corona-App so zu bauen, daß sie was bringt? Kommt vielleicht mit einem Update im nächsten Frühjahr
o Behörden so mit IT fit zu machen, daß man Ämtergänge von zu Hause aus erledigen kann?

Was tut sich in den o.g. Punkten? Im Prinzip fast nichts. Ist eben schwieriger als Schließungen anzuordnen. Die Politik geht den für sie einfachsten Weg.

Offline ganter

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1066 am: 19. November 2020, 01:17:15 »
leider wahr
was mann so mitkriegt, sind Superspeader private Feiern, Fitnessstudios und Restaurants, wenn die Mindeststandards nicht eingehalten werden.
leider kostenpflichtig, aber die Überschrift trifft es schon
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/corona-ausbruch-in-den-usa-eine-hochzeit-und-sieben-todesfaelle-a-066ec237-9937-4b02-8f23-0e45912edfa2
eine Hochzeitsfeier mit 55 Gästen, von denen einer infiziert war, etliche angesteckt hat und eine Angesteckte im Altenheim trotz Symptomen arbeitete und etliche Bewohner und Mitarbeiter ansteckte. Von den Toten war keiner auf der Party...

Studien dazu
https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_88917524/corona-studie-aus-usa-ansteckungsgefahr-in-restaurants-doch-groesser-als-vermutet.html

Und es ist doch offensichtlich
Die ganzen Maßnahmen, die im Sommer ergriffen wurden, haben nichts gebracht, ansonsten würden die Infektionszahlen jetzt nicht durch die Decke schießen.

Ob alles, was jetzt beschlossen wurde, der Weisheit letzter Schluss sind, wird sich zeigen, doch ist die Pandemie wohl wirklich nur einzudämmen, in dem wir uns alle vereinzeln und auf den Impfstoff warten. Ansonsten können wir den Kranken auf dem Krankenhausflur beim Sterben zusehen.
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Bodo

Offline phoenix

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1067 am: 19. November 2020, 01:27:42 »
Da fehlt mir die Logik in mehreren Punkten:
1. gerade weil es immer wieder aufflammen wird, braucht man einen anderen Weg als den Lockdown
2. Die Maßnahmen sind nicht nur "ach so hart". Das ist eine unpassende Verniedlichung von jemandem, der vermutlich eben nicht mit seiner Existenz dranhängt.
3. Ich jammere nicht. Ich bin selber wenig betroffen, ich habe aber mal eine Pleite bei einem guten Freund miterlebt und ich weiß, wie der gelitten hat. Die schlimmste Phase war die als es nicht mehr weiterhin aber er noch nicht die Privatinsolvenz beantragen wollte. Da war er einem Zustand , der ihm nachts den Schlaf geraubt hat. Er ist dann lieber nachts draußen rumgelaufen, statt sich im Bett rumzuwälzen. Das kann keiner verstehen, der sich als Angestellter den Hintern breitsitzt.

1. Korrekt, es braucht einen anderen Weg als den Lockdown.
2. Anders und indirekter vielleicht, die Insolvenz meines AG zerstört meine Existenz ebenfalls heftig.
3. Hautnah miterlebt, Insolvenz ist  Mist, selbst mit einem blauen Auge und mit Rücklagen.

Dir müsste eigentlich auffallen, daß du dich mit dem Statement selber widerlegt hast. Wenn dir jedes Mittel zur Risikominimierung recht ist, dann solltest du all das sofort einstellen. Du verlangst von anderen eine Konsequenz, die du selber nicht hast. Liegt es daran, daß bei Corona andere für dich entscheiden?

Nein, Risikominimierung bestmöglich und selbstverständlich vor exponentieller Steigerung und vor dem Lockdown bereits eingestellt. 
Alles innerhalb der Regularien und mit gesundem Menschenverstand.

Netter Versuch.  :.)

Offenbar geht du mit der Kanzlerin nicht konform, die gesagt hat: "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut."

Wieder geirrt, meine (externen) physikalischen Kontakte sind an einer Hand abzählbar.

Also was denn nun? Kontaktbeschränkungen nur, wenn sie für alle gelten? Auch dann, wenn sie nicht zum Nutzen aller sind?

Gleiches Vorgehen, aber regional umgesetzt wo es erforderlich wird.

Es sind viel mehr als Corona je fordern wird. Insofern ist die Übertragbarkeit ein schwaches Kriterium. Sollte nicht eher die Anzahl der Opfer eins sein? Offenbar nicht. Warum?

Weil Krankheiten, die nicht übertragbar und nicht infektiös sind, die Bevölkerung nicht (expontentiell) in Pandamie Gefahr bringen?
« Letzte Änderung: 19. November 2020, 01:33:41 von phoenix »
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Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1068 am: 19. November 2020, 08:38:53 »
genau da fängt's im Grunde an, daß ich feststelle, daß ich selber verantwortungsvoller damit umgehe als die Alten bzw. eher noch älteren.

Die Alten, die ich kenne, gehen sehr verantwortungsvoll mit sich und ihrer Umwelt um. Ich weiß nicht, was für Alten Du so über den tag begegnest.

Zitat
Ich meinte die Rentner.

Ich bin Risikogruppe, weil ich 65 Jahre alt bin. Das hat nichts damit zu tun, ob ich berufstätig oder Rentner bin. Ich habe in einer Sache einen Kollegen auf der Gegenseite, der ist 86 und geht noch jeden Tag aufs Gericht, sein Gerichtsfach leeren. Von den Menschen, die im Alter noch arbeiten müssen, weil ihre karge Rente nicht zum Leben reicht, will ich erst gar nicht anfangen.
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Offline Korinthenkackerin

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1069 am: 19. November 2020, 19:38:12 »
Zum Thema: Was mir wegen Corona auf den Keks geht

Morgen früh um 8 Uhr hätte ein Maler mein Wohnzimmer streichen sollen. Ich habe die letzten drei Tage damit verbracht, alle Schränke und Bücherregale auszuräumen und alles vorzubereiten. Mein Sohn und sein Freund haben heute nachmittag die alten Schränke in mehreren Gängen in den Keller getragen. Heute Abend rief mich der Chef an und teilte mir mit, dass die Schwägerin des Mitarbeiters positiv getestet worden sei und die Ehefrau des Mitarbeiters Symptome hätte. Der Mitarbeiter selber und auch er (der Chef) seien bislang symptomfrei, sie hätten aber natürlich miteinander gearbeitet. Wir besprachen dann, dass wir noch ein paar Tage zuwarten. Mit der Lungenembolie im letzten Jahr bin ich echt nicht erpicht auf eine Infektion.
Nun werde ich also über das Wochenende in einem leeren Wohnzimmer/Flur verbringen, alles hallt ganz furchtbar, mein Gästezimmer quillt aus allen Nähten mit Kram und irgendwie ist es ziemlich ungemütlich  :(. Scheiß-Timing zur Zeit alles.  :.)
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Offline grashopper

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1070 am: 19. November 2020, 21:53:14 »
Eben ein Schreiben meiner PKV erhalten, dass ab 2021 rund 45 Euro mehr MONATLICH anfallen.
Grund: EU-Inflation und Corona. Kommt gut, wo ich jetzt Teilzeit mache und Mehrkosten wegen Heimatfahrten habe.
« Letzte Änderung: 19. November 2020, 22:45:03 von grashopper »
"draußen nur Kännchen" - Bodo

Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1071 am: 20. November 2020, 00:17:21 »
Weil Krankheiten, die nicht übertragbar und nicht infektiös sind, die Bevölkerung nicht (expontentiell) in Pandamie Gefahr bringen?

Also wenn die Verbreitung expontentiell ist, machen wir Panik und wenn sie einfach nur auf dauerhaft hohem Niveau ist, können wir das ignorieren?

Offline phoenix

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1072 am: 20. November 2020, 00:45:07 »
Also wenn die Verbreitung expontentiell ist, machen wir Panik und wenn sie einfach nur auf dauerhaft hohem Niveau ist, können wir das ignorieren?

Ich gebs auf, wenn Du den Unterschied zwischen der speziellen Corona Pandemie und den normalen Mainstream Zivilisationskrankheiten partout nicht machen willst, nehme ich das jetzt so als gegeben hin.
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Offline Araxes

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1073 am: 20. November 2020, 00:51:34 »
Ich gebs auf, wenn Du den Unterschied zwischen der speziellen Corona Pandemie und den normalen Mainstream Zivilisationskrankheiten partout nicht machen willst, nehme ich das jetzt so als gegeben hin.

Doch, ich kenne den Unterschied. Anscheinend verstehst du aber nicht, worum es mir geht. Man sieht an deiner Wortwahl aber schon, worauf es hinausläuft. Krebstote durch Rauchen sind eben "Mainstream". Das kennt man gut und daran ist man gewöhnt. Kein Grund zur Panik. Da muß man nichts machen. Exponentielles Wachstum ist Grund zur Panik.

Vielleicht muß ich dir was vorrechnen: Mal angenommen, die Pandemie wird ungebremst bis zum Maximum gesteigert. Dann werden sich etwa zwei Drittel der Deutschen anstecken. Davon werden etwa 0,3% sterben. Das sind 168.000. Rauchertote gibt es 120.000 - jedes Jahr. Fällt der Groschen?

Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1074 am: 20. November 2020, 08:55:32 »
Der Hessische Rundfunk meldet in den Nachrichten, daß zwei von drei Coronatoten in Hessen Bewohner von Alten- bzw. Pflegeheimen waren.
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Offline Yossarian

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1075 am: 20. November 2020, 10:46:49 »
Schießen vor Lesen.

Alles eine Frage der Prioritäten.  8)

Lesen macht dumm und gewalttätig. Kauft Waffen, um Euch vor den aggressiven Intellektuellen zu schützen.
« Letzte Änderung: 20. November 2020, 10:51:24 von Yossarian »
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Offline grashopper

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1076 am: 20. November 2020, 12:37:18 »
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Offline nigel48

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1077 am: 25. November 2020, 05:12:01 »



ich bin dafür, dass sonnenbrillen, schirmmützen, regenschirme/-kleidung verboten werden.
überhaupt, ich bin jetzt gegen alles.
ach scheiß drauf, ich klettere in meine tardis und flieg heim...
Man fährt an den See, um zu schwimmen - nicht wegen der Mücken, oder? - Lemmy Kilminster

Offline DieFrau

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1078 am: 25. November 2020, 05:35:24 »
ich bin dafür, dass sonnenbrillen, schirmmützen, regenschirme/-kleidung verboten werden.
überhaupt, ich bin jetzt gegen alles.
ach scheiß drauf, ich klettere in meine tardis und flieg heim...

Wenn Theater-/ Kinobesuch, Reisen nur noch mit Impfpass erlaubt ist, wird mich nicht wundern, wenn der Rest verboten wird.
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline nigel48

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Re: Was mir wegen Corona auf den Keks geht
« Antwort #1079 am: 25. November 2020, 06:48:34 »
24 min denken so kompackt wie...ein brühwürfel?...

https://youtu.be/S-4ueFvv3z0

bazon brock
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