Autor Thema: Trennung mit Kindern  (Gelesen 331 mal)

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Offline Madoromi99

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Trennung mit Kindern
« am: 05. August 2018, 21:49:22 »
Folgende Situation:
* 12 Jahre verheiratet, 2 Kinder (11 + 7)
* Etliche Konflikte (abendfüllend)
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* Vor ein paar Wochen eröffnet sie mir, dass sie einen Freund hat und mich nicht mehr liebt
(nachdem ich sie zur Rede stellte, weil sie an einem Samstag über Nacht nicht nach Hause kam)
* Trennung nach 12 Jahre mit Kindern?
* Der "Freund" hat ihr schon gesagt, dass er NICHT mit den Kindern leben will ....
aber sie scheint ziemlich "auf Droge" zu sein und will den nicht verlassen
Sie sucht einen Job, ist aber nicht berufstätig.
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Den Kinder zuliebe gibt's jetzt keinen Rosenkrieg und kein Machtgebaren.
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Was tun ?
1. Frage: Muss ICH bei einer Trennung 'raus?
2 Wohnungen + Unterhalt wird nicht funktionieren ...
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Szenario 1:
Innerhäusliche Trennung der Kinder wegen. Sie hat ihr Zimmer und kümmert sich weiter um alles.
(wie lange sowas halten kann, ist ein anderes Thema)
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Szenario 2: Ich ziehe aus.
Unterhalt für die Kinder ist kein Problem.
2 Wohnungen und Trennungsunterhalt kann ich mir nicht leisten.
Hab schon ausgerechnet, dass sich dann das Arbeiten nicht mehr lohnt.
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Szenario 3: Sie zieht aus.
Das Gleiche in Grün.
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Szenario 4: Sie zieht mit ihrem Freund zusammen plus Kinder
Aus "Liebe" wird er dem zustimmen.
Ein 60 Jahre alter Mann, der nie verheiratet war und keine Kinder hat.
Ich glaube, die Halbwertzeit ist nicht schwierig zu erraten...
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Leider denkt meine Frau sehr naiv und träumt von einer Zukunft mit ihrem Neuen.
Sie würde aber nie ihre Kinder dafür opfern, hält mich aber auch als Vater für sehr wichtig.
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Tja, jetzt die Frage in die Runde:
Was würdet ihr mir raten ... ?  :)

Offline Yossarian

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Re: Trennung mit Kindern
« Antwort #1 am: 05. August 2018, 22:04:54 »
* Der "Freund" hat ihr schon gesagt, dass er NICHT mit den Kindern leben will ....

Zitat
Szenario 4: Sie zieht mit ihrem Freund zusammen plus Kinder
Aus "Liebe" wird er dem zustimmen.
Ein 60 Jahre alter Mann, der nie verheiratet war und keine Kinder hat.

Zitat
Leider denkt meine Frau sehr naiv und träumt von einer Zukunft mit ihrem Neuen.
Sie würde aber nie ihre Kinder dafür opfern

Klingt für mich nach ner Tüte Chips, nem kalten Bier, zurücklehnen und abwarten.  8)

Zitat
Den Kinder zuliebe gibt's jetzt keinen Rosenkrieg und kein Machtgebaren.

Sehr gut. Halt das durch.

Zitat
1. Frage: Muss ICH bei einer Trennung 'raus?

Nicht, wenn Du die Kinder bei Dir behältst.

Wie sind die Eigentumsverhältnisse an Deiner Bleibe bzw. wer steht auf Mieterseite alles im Mietvertrag?

Zitat
Szenario 3: Sie zieht aus.
Das Gleiche in Grün.

Nicht, wenn die Kinder bei Dir bleiben. Sie wird dann den Kindern und Dir gegenüber unterhaltspflichtig.
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Offline Johnbob

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Re: Trennung mit Kindern
« Antwort #2 am: 06. August 2018, 08:15:04 »
Wenn du ausziehst, wirst du keine 2 Wohnungen bezahlen müssen.
Fakt ist, neben dem Kindergeld wirst du auch die Ex finanziell "unterstützen" dürfen.
Dies hängt von deinem Einkommen ab. Zuerst werden die jüngeren Kinder bedient, wenn dann noch Geld übrig ist, geht das an deine Ex bis du an deinem Mindestsatz angelangt bist oder du für alle 100% bedienen kannst.

Eine Innerräumliche Trennung ist je nach Paar eine gute Lösung für die Kinder, aber auch für euch?
Was ist wenn ihr Neuer kommt? Wirst du das akzeptieren können?
Eine strikte Trennung der Wohnung ist nichts schlechtes. Schau dass du Kontakt zu deinen Kindern behälst und du dich mit deiner "Noch-Frau" nicht zu sehr verkrachst, wenn es irgendwie in so einer Situation möglich ist.
Dass sie dich als Vater wichtig für eure Kinder sieht, ist schon mal ein gutes Zeichen.

Du solltest wissen was in Zukunft passieren wird und welche Möglichkeiten (Rechte & Pflichten) du hast.
So wirst du nicht vor vollendete Tatsachen gestellt und bei Diskusionen weißt du, was du dir gefallen lassen musst und was nicht.
Suche dir einen Anwalt für Familienrecht und investiere etwas Geld für eine Erstberatung. Sofern du eine Rechtsschutzversicherung hast, wird diese die Kosten für eine Erstberatung übernehmen.
Wenn nicht, siehe es als gut angelegtes Geld.
Besser ist es, umfassend vorbereitet zu sein. Hätte mir früher einiges an Kosten erspart.
Wenn du glaubst es wär nicht schwer, kommt von irgendwo ein Lump daher.