Autor Thema: Muss der Beruf "erfüllen"?  (Gelesen 1397 mal)

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Offline grashopper

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Re: Muss der Beruf "erfüllen"?
« Antwort #15 am: 26. Juli 2017, 14:27:36 »

Die Idee, nur sechs oder neun Monate im Jahr zu arbeiten und den Rest des Jahres für sich zu haben, finde ich ziemlich gut.



Das wäre was Feines ;D Mal eine Zeit lang weg von der Meschpoke. Aber ich denke, die Rückkehr würde alles Gesunde, was man sich in der Auszeit geschaffen hat, kurzfristig wieder kaputt machen. Und jedes Mal wieder von Neuem anfangen? Ich weiß nicht......

Zitat

Koch auf einem Kreuzfahrtschiff halte ich jedenfalls für eine ziemliche Herausforderung. Da kannste nicht mal eben den Stift zu Aldi schicken, wenn die Milch alle ist.

Koch könnte ich eh nicht werden. Bin eher Esserin  ;D Aber organisieren für den Koch, dass er genug für das leibliche Wohl der gierigen Kreuzfahrtgäste hat, könnte ich. Da bin ich ganz selbstbewusst 8)
"draußen nur Kännchen" - Bodo

Offline Johnbob

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Re: Muss der Beruf "erfüllen"?
« Antwort #16 am: 27. Juli 2017, 09:21:35 »
Die Idee, nur sechs oder neun Monate im Jahr zu arbeiten und den Rest des Jahres für sich zu haben, finde ich ziemlich gut.
Ein Arbeitskollege arbeitete eine Zeit lang auf der AIDA als Mediengestalter.
Dort musste er haufenweise Überstunden schieben, hatte kaum Freizeit und die Freizeit nutzte er mehr um zu schlafen als an einem Pool zu liegen.
Nach den neun Monaten ist man so fertig, dass man den Rest des Jahres zur Erholung benötigt um die nächsten neun Monate zu überstehen. Kein Ponyhof!
Wenn du glaubst es wär nicht schwer, kommt von irgendwo ein Lump daher.

Offline Yossarian

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Re: Muss der Beruf "erfüllen"?
« Antwort #17 am: 27. Juli 2017, 09:57:21 »
Kein Ponyhof!

Hat auch niemand behauptet. Es ist klar, daß die Freizeit mit umso heftigerem Ranklotzen in der Arbeitszeit erkauft werden muß.
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— Jack Kerouac

Offline Korinthenkackerin

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Re: Muss der Beruf "erfüllen"?
« Antwort #18 am: 27. Juli 2017, 13:26:12 »
Zur Grundfrage:

Mich erfüllt mein Arbeitsplatz, weil ich einfach das Glück habe, mit einem tollen Chef und einem tollen Team zu arbeiten. Ich hatte mal ein kleines mobbendes Arschloch als Chef, da ging es mir nicht gut (zum Glück nur einmal in der Woche Labor, als mein Sohn noch sehr klein war). Ich glaube, wenn die Rahmenbedingungen stimmten, könnte ich auch eine Menge andere Berufe erfüllend finden. Das hängt bei mir immer sehr mit der Wertschätzung zusammen, die ich erfahre. Ich gebe ja seit 30 Jahren noch einen Nachmittag nebenbei Intrumentalunterricht in Vereinen, auch das erfüllt mich - hier bin ich in der Lage, die Schüler selbst auszusuchen und ich habe zur Zeit sehr nette Kinder plus netten Eltern, zu denen auch Freundschaften entstanden sind in den letzten Jahren. Wenn ich Kapazitäten hatte, einen neuen Schüler aufzufnehmen, hatte ich die Möglichkeit, zur Instrumentenvorstellungs-Veranstaltung zu gehen, bei welcher die Kinder alle Instrumente ausprobieren konnten. Wenn mir dort Eltern unsympathisch waren, hatte ich eben doch keine Zeit  8) oder ich habe der Vereinsleitung gleich mitgeteilt, welche Kinder ich "nehme". Letztes Jahr habe ich eine Schülerin außer der Reihe dazu genommen, die sich als extrem launisch entpuppte, von dieser habe ich mich jetzt in Rücksprache mit dem Verein getrennt. Sowas brauche ich nicht in meiner Freizeit (die mir in diesem Fall gut bezahlt wird). Wäre ich an einer städtischen Musikschule angestellt, ging das natürlich nicht, ich habe in der Hinsicht schon echtes Glück.

Ich bedauere alle, die einen Job ohne Wertschätzung, bzw. keinen Einfluss auf die Rahmenbedingungen haben.