Autor Thema: Polyamorie  (Gelesen 970 mal)

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Offline Johnbob

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Polyamorie
« am: 12. April 2017, 13:53:38 »
Habe gerade eben diesen kurzen Artikel gelesen…
http://www.zeit.de/campus/2017/03/polyamorie-dreierbeziehung-kennenlernen

Ich finde es persönlich befremdlich so zu leben und sich so behandeln zu lassen. Lasse mir doch nicht auf der Nase rumtanzen.
Anscheinend kommt diese "Flexibilität" bei den Jugendlichen bzw. der Generation immer mehr in Mode.
Allein schon bei dem Satz: "Ich hatte gestern total tollen Sex mit Julian". Ich würde das Kotzen bekommen und mich auf mein noch nicht vorhandenes Motorrad setzen und abdüsen.

Wie seht ihr das? Bin ich da zu spießig oder nicht offen genug für sowas?
Entweder Monogamie ansonsten besser gar nichts.
Wenn du glaubst es wär nicht schwer, kommt von irgendwo ein Lump daher.

Offline Yossarian

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Re: Polyamorie
« Antwort #1 am: 12. April 2017, 14:11:31 »
Naja, ich habe den Artikel jetzt nicht gelesen, aber Monogamie ist eine kulturelle Angelegenheit, keine biologische.

Mir wär das auch zu anstrengend, besonders die Aussicht auf mehr als eine Schwiegermutter.

Aber Polygamie ist in vielen Kulturen gängige Praxis, und auch die Mormonen verzichten nicht aus grundsätzlichen Erwägungen inzwischen darauf, sondern weil sie keine Lust mehr haben, deshalb mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Polyandrie gibt es auch, wenn auch im Verschwinden begriffen, und die Sprüche à la "Wer einmal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment" sind auch noch nicht so lange her.

Soll doch jeder machen, was er will, solange er volljährig ist und alle Beteiligten einverstanden.



"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Offline DieFrau

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Re: Polyamorie
« Antwort #2 am: 12. April 2017, 14:20:10 »
Tja, in manchen Kulturen ist das ein Alltag, ein Mann mit mehreren Frauen und umgekehrt. Ist halt ein Überbleibsel der Fortpflanzungstrieb nochmal in irgendeiner Ideologie bzw. Religion hübsch verpackt.

Wie seht ihr das? Bin ich da zu spießig oder nicht offen genug für sowas?
Entweder Monogamie ansonsten besser gar nichts.

Wenn spießig, dann bist nicht der einzige. Ich denke, das entscheidende ist, welcher Stellenwert der Sex für einen hat.

Ich kann das weder für mich noch für meinen Partner vorstellen oder akzeptieren. Ich bin eben zu spießig  :P

Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

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Re: Polyamorie
« Antwort #3 am: 12. April 2017, 14:51:28 »
Für mich wäre das auch nix, ein bisschen Besitzanspruch gehört für mich zu einer Beziehung dazu. Und bis zu einem gewissen Grad ist Eifersucht ist ja auch irgendwie ein Liebesbeweis.

Zitat
aber Monogamie ist eine kulturelle Angelegenheit, keine biologische.
Lebenslange Monogamie bestimmt, aber sicherzustellen, dass man sich möglichst nur für den eigenen Nachwuchs vor den Säbelzahntiger wirft, könnte auch genetisch programmiert sein. Sich selbst monogam zu verhalten, macht für Männer biologisch keinen Sinn, das von den Frauen einzufordern, hingegen schon. Und Frauen wollen ja auch, dass sich der Kerl nur für sie und ihre Blagen vor den Säbelzahntiger wirft und nicht noch für die von drei anderen.
Soll heißen, die eigene Monogamie ist keine biologische Angelegenheit, sie vom Partner einzufordern, vielleicht doch. Hält aber nur solange an, bis die Blagen selber vorm Säbelzahntiger wegrennen können.

Was unsere übersozialisierten Jüngelchen heutzutage alles mit sich machen lassen, kann ich jedenfalls nicht mehr nachvollziehen. Na ja, wenn die sich schon in polygame Beziehungen zwingen lassen schmeißen sie sich auch nicht mehr vor Säbelzahntiger. Oder vor Gruppenvergewaltiger an Hauptbahnhöfen zu Silvester.

Offline DieFrau

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Re: Polyamorie
« Antwort #4 am: 12. April 2017, 15:03:15 »
Für mich wäre das auch nix, ein bisschen Besitzanspruch gehört für mich zu einer Beziehung dazu. Und bis zu einem gewissen Grad ist Eifersucht ist ja auch irgendwie ein Liebesbeweis.

Besitzanspruch?....die Eifersucht als Liebesbeweis?...und das alles auf Einforderung? :.)

Hmmm, diese Einstellung hat der Ex gehabt. Das war der Beziehungskiller für mich.


Zitat
Oder vor Gruppenvergewaltiger an Hauptbahnhöfen zu Silvester.

Was hat das, hier in diesem Thread zu suchen?
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Re: Polyamorie
« Antwort #5 am: 12. April 2017, 15:21:54 »
Besitzanspruch?....die Eifersucht als Liebesbeweis?
Na ja, im normalen westlich zivilisierten Rahmen natürlich. Wenn du alleine um die Häuser ziehst, soll dein Kerl dir natürlich nicht gleich aufs Dach steigen, aber er darf doch zumindest mal fragen, wer denn noch so alles dabei war. Oder wäre es dir lieber, wenn ihn das alles gar nicht interessiert?

Zitat
Was hat das, hier in diesem Thread zu suchen?
Fiel mir eben gerade so dazu ein. Hab mal was von einer Disse in Russland gehört, wo Gruppen vom gleichen Typus Ähnliches versucht haben soll und dafür gleich kräftig von den einheimischen Herren aufs Maul gekriegt hat. Solche Reaktionen sind von unseren weichgespülten Jünglingen wohl nicht zu erwarten, die manikürten Fingernägel könnten brechen oder der Hipsterbart zerzausen.
Ist jetzt ziemlich polemisch, ist mir schon klar, aber durch die fast ausschließlich weiblich gepägte Erziehung ist da schon ne Menge manchmal notwendiger Männlichkeit verloren gegangen. Und solche sich ihrer Männlichkeit nicht mehr wirklich bewussten Jungs lassen sich dann auch in die Polyamorie quatschen, wenn die Alte fremdficken will.

Offline DieFrau

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Re: Polyamorie
« Antwort #6 am: 12. April 2017, 15:31:41 »
Na ja, im normalen westlich zivilisierten Rahmen natürlich.

Das ist mir jetzt neu. Also der westliche Mann hat seiner Partnerin gegenüber Besitzansprüche. Aha  :.)

Zitat
aber durch die fast ausschließlich weiblich gepägte Erziehung ist da schon ne Menge manchmal notwendiger Männlichkeit verloren gegangen. Und solche sich ihrer Männlichkeit nicht mehr wirklich bewussten Jungs lassen sich dann auch in die Polyamorie quatschen, wenn die Alte fremdficken will.

Und als Ausgleich für die verlorene Männlichkeit wird der Besitzanspruch ausgeübt. Es wird immer interessanter, mit dir.
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Re: Polyamorie
« Antwort #7 am: 12. April 2017, 15:43:26 »
Du versuchst jetzt aber auch ein wenig krampfhaft, mir den frauenfeindlichen Chauvi unterzuschieben, oder?

Wenn man mit Besitzanspruch den eingeforderten Verzicht auf Fremdverkehr und ähnliche, in die Richtung gehende Verrichtungen meint, dann ja, dann hat der Mann in einer westlich geprägten Standardbeziehung diesen Besitzanspruch. Die Frau natürlich auch an den Mann.


Zitat
Und als Ausgleich für die verlorene Männlichkeit wird der Besitzanspruch ausgeübt. Es wird immer interessanter, mit dir.
Wird er eben gerade nicht, lies nochmal. Aufgrund verlorener Männlichkeit lässt Mann sich überhaupt auf diesen Polyamorie-Scheiß ein, zuminderst nach meiner persönlichen, zugegebenermaßen nicht weiter verifizierten Theorie.

Offline DieFrau

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Re: Polyamorie
« Antwort #8 am: 12. April 2017, 16:00:46 »
Du versuchst jetzt aber auch ein wenig krampfhaft, mir den frauenfeindlichen Chauvi unterzuschieben, oder?

Definitiv nein. Aber du scheinst den Tripp deiner Frau noch nicht verdaut zu haben, was dir mich eingeschlossen keiner übel nehmen darf. Es braucht Zeit.

Zitat
Wenn man mit Besitzanspruch den eingeforderten Verzicht auf Fremdverkehr und ähnliche, in die Richtung gehende Verrichtungen meint, dann ja, dann hat der Mann in einer westlich geprägten Standardbeziehung diesen Besitzanspruch. Die Frau natürlich auch an den Mann.

Ich finde den Begriff unpassend. Ein Mensch ist niemanden Besitz außer sich selbst.

Zitat
Wird er eben gerade nicht, lies nochmal. Aufgrund verlorener Männlichkeit lässt Mann sich überhaupt auf diesen Polyamorie-Scheiß ein, zuminderst nach meiner persönlichen, zugegebenermaßen nicht weiter verifizierten Theorie.

Die Polyamorie ist ein neuer Konstrukt wie vor schlagmichtot wieviel Thausend Jahren das Konstrukt Familie neu war.
Die Familie löst sich langsam auf, biologischer Bund ist nicht mehr existenziell, da wird adoptiert. Heiraten muss man nicht mehr, es gibt die eingetragene Partnerschaft, auch mit Kinder. Gleichgeschlechtlich wurde auch anerkannt, auch mit Kinder. Jetzt geht's weiter mit der Polyamorie.
« Letzte Änderung: 12. April 2017, 16:03:21 von DieFrau »
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

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Re: Polyamorie
« Antwort #9 am: 12. April 2017, 16:12:07 »
Aber wie ich vorhin geschrieben habe, es kommt drauf an, was mann/Frau von Sex hält. Ist der Sex eine Exklusivität, kann man die Polyamorie nicht hinnehmen. Ist er nicht, dann wird wild durch die Gegend gepoppt.

Frage an dich, fragst du die Frauen vorher ob sie paralleles am Laufen haben? oder ist es dir egal, ihr habt ja nur Sex-Beziehung. Wenn es dir egal ist, dann lebst du auch irgendwie Polygam.
« Letzte Änderung: 12. April 2017, 16:14:47 von DieFrau »
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
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Re: Polyamorie
« Antwort #10 am: 12. April 2017, 16:59:46 »
Ich frage nicht generell vorher, ob sie was Paralles laufen haben. Ich würde fragen wenn ich meinte, da könnte vielleicht was Ernsteres draus werden. Das kann vorher, nachher oder mittendrin sein.

Also klar, natürlich lebe ich polygam (zumindest theoretisch, rofl), aber nicht polyamor. Ein Riesenunterschied.

Und wenn sich das Mann/Frau-Verhältnis weiter so in die Richtung entwickeln sollte (beide Geschlechter betonen ihre äußeren Geschlechtsmerkmale immer deutlicher, im Verhalten gleichen sie sich immer mehr an usw.), sich nicht nur die Geschlechterrollen, sondern auch die Geschlechter selbst langsam auflösen (Genderscheiße), weiß ich nicht, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Auf alle Fälle gefällt mir persönlich das gar nicht, obwohl ich eigentlich ein doch ziemlich toleranter Typ bin. Aber das muss es ja auch nicht unbedingt.
Ist jetzt nicht so, dass ich die Frau hinterm Herd sehen will, aber irgendwie ist jetzt auch mal gut mit Emanzipation der Verweiblichung des Mannes, man kann's auch übertreiben. Geh mal durch die Fußgängerzone oder klick dich durchs Unterschichtenfernsehen, haufenweise Kastrierte ala Glööckler und wie sie alle heißen, scheißegal ob schwul oder nicht. Natürlich gibt's auch ordentlich Machos, aber so richtig ernst nimmt die auch keiner mehr.
Im Gegenzug seh ich aber keine Kampflesben mit Kurzhaarschnitt und Holzfällerhamd. Kurz: die Gesellschaft verweiblicht immer mehr. Zumindest unsere westliche. Ist vielleicht ja auch gar nicht schlecht, sofern ihr die ich sag mal weniger aufgeklärten Gesellschaften irgendwann auch dahin kriegt. Weniger Kloppe, mehr Intrigen, weniger Kriege, mehr Geheimdienste, oder irgendwie so.
Aber wohlfühlen tu ich mich persönlich damit eher nicht so, bin wohl schon ein Dinosaurier.



(Und btw., ersetze Besitzanspruch mit Exklusivität, dann ham wirs doch ;) )

Offline DieFrau

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Re: Polyamorie
« Antwort #11 am: 12. April 2017, 18:21:07 »
(Und btw., ersetze Besitzanspruch mit Exklusivität, dann ham wirs doch ;) )

Schon besser  :)

Zitat
Also klar, natürlich lebe ich polygam (zumindest theoretisch, rofl), aber nicht polyamor. Ein Riesenunterschied.

Das ist meine Meinung nach die Vorstufe. Ein Polygam kann nicht Polyamor werden, weil ihm den Grunsatz fehlt.( ich verzichte auf der/die, weil es sehr mühsam wird mit der Schreiberei, also es gilt für beide Männlein wie Weiblein)


Bisserl OT, sorry John  ;)
Zitat
Geh mal durch die Fußgängerzone oder klick dich durchs Unterschichtenfernsehen, haufenweise Kastrierte ala Glööckler und wie sie alle heißen, scheißegal ob schwul oder nicht. Natürlich gibt's auch ordentlich Machos, aber so richtig ernst nimmt die auch keiner mehr.
Im Gegenzug seh ich aber keine Kampflesben mit Kurzhaarschnitt und Holzfällerhamd. Kurz: die Gesellschaft verweiblicht immer mehr. Zumindest unsere westliche.

Das ist überall so, nicht nur in der westliche. Vielleicht noch nicht so ausgeprägt aber vorhanden.
Ich habe oder besser gesagt hatte eine Cousine, sie ist zu er geworden, in einer arabischen/islamischen Kultur wäre sie von der Gesellschaft abgestoßen, vielleicht auch getötet. Nun ist die ganze Familie ausgewandert und in der USA schaut es anderes aus. Mir ist schon immer aufgefallen wie sich gekleidet und benommen hat, wie ein Mann, ich habe es aber nie angesprochen, was geht mir das an....nicht.

Machos nimmt keiner ernst, weil sie für nichts tauglich sind. Nicht weil sie männlicher sind und männlich nicht mehr begehrt ist.

Zitat
Aber wohlfühlen tu ich mich persönlich damit eher nicht so, bin wohl schon ein Dinosaurier.

Musst du nicht, es gibt noch genug Dinos mit denen du deiner Ansichten austauschen kannst.
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Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat!...Einstein

Offline Johnbob

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Re: Polyamorie
« Antwort #12 am: 12. April 2017, 21:36:56 »
Bisserl OT, sorry John  ;)
Kein Thema! Nur zu, ich finds interessant  ;D
Wenn du glaubst es wär nicht schwer, kommt von irgendwo ein Lump daher.

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Re: Polyamorie
« Antwort #13 am: 13. April 2017, 10:20:03 »
Zitat
Das ist überall so, nicht nur in der westliche. Vielleicht noch nicht so ausgeprägt aber vorhanden.
Ich habe oder besser gesagt hatte eine Cousine, sie ist zu er geworden, in einer arabischen/islamischen Kultur wäre sie von der Gesellschaft abgestoßen, vielleicht auch getötet. Nun ist die ganze Familie ausgewandert und in der USA schaut es anderes aus.

Hä? Die USA würde ich jetzt mal eher dem westlichen Kulturkreis zuordnen. Dass Transsexuelle in allen Kulturen vorkommen ist ja nicht weiter verwunderlich, ist ja ein biologisches Phänomen. Aber das sowas nicht nur toleriert wird (was okay ist), sondern missbraucht wird, um die real existierenden Unterschiede zwischen den zwei althergebrachten Geschlechtern wegzudiskutieren, ist doch eindeutig ein westlich dekadentes Phänomen. Bald werden Arbeitgeber berklagt, weil sie für als intersexuell koprophage Einhörner definierten Geschlechter keine eigenen Toiletten einrichten.

Aber zurück zum Thema.

Ein Polygam kann nicht Polyamor werden, weil ihm den Grunsatz fehlt.

Da komm ich nicht mehr mit.

Meiner Meinung nach ist das Polyamorie-Gedöns ein weiterer Auswuchs der Verweiblichung der Gesellschaft. Ich behaupte mal, kein normaler Mann käme von sich aus auf die Idee. Ein Kerl, der sich wirklich ohne innere Konflikte darauf einlässt, hat entweder ein deutlich überdimensioniertes Selbstbewusstsein, oder die Alte ist ihm so ziemlich egal. Von sich aus geht ein Mann lieber fremd und hofft, dass er nicht erwischt wird. Aber weil das ziemlich anstregend werden kann, kommt ihr Frauen mit dem Polyamorie-Klamauk und probiert einfach mal, wie weit ihr eurer verweiblichtes Bübchen noch knechten könnt.

Ich nehm's euch gar nicht mal übel. Ihr seid lange genug an der kurzen Leine gehalten worden und jeder nimmt sich, was er kriegen kann, haben wir Männer ja auch lange genug gemacht. Aber irgendwann müssen wir echt mal die Notbremse ziehen.
In Beziehungsfragen geht's um Emotionen, da kann man sich nicht kopfmäßig für irgendwelche "Grundsätze" entscheiden. Und Emotionen widerum sind trieb-, hormon- oder was weiß ich sonstwie biologisch gesteuert, von daher behaupte ich mal, Dinge wie männlicher Besitzanspruch, Exklusivität, Eifersucht und so weiter sind naturgegeben und nicht wegzudiskutieren, zumindest nicht, ohne sich innerlich zu verbiegen.

Der Mensch ist wohl von Natur aus nicht besonders monogam, aber wenn einem an dem Partner wirklich was liegt, verkneift man sich die Fremdfickerei einfach. Oder man steigt aus der Beziehung aus. Ist natürlich alles nicht einfach, aber das Leben ist kein Ponyhof.

Offline Conte Palmieri

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Re: Polyamorie
« Antwort #14 am: 13. April 2017, 10:31:09 »
Soll doch jeder machen, was er will, solange er volljährig ist und alle Beteiligten einverstanden.
Richtigst.