Autor Thema: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen  (Gelesen 8667 mal)

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Offline Kulle

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #150 am: 21. Mai 2017, 19:04:22 »
Ich würde die Maschine mal in einer anderen Umgebung testen. Es könnte nämlich auch die Elektroinstallation deiner Wohnung eine Katastrophe sein.
Warum ein fehlerhafter Geräteschalter den FI auslösen sollte ist mir nicht richtig klar. Oder gab es DDR-Geräte wo der Schalter auch den Schutzleiter mit schaltete?

Offline Kjeld

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #151 am: 21. Mai 2017, 19:14:09 »
Vielleicht gibt es im Schalter Kriechströme zu Erde.

Offline Kulle

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #152 am: 21. Mai 2017, 19:29:01 »
Vielleicht gibt es im Schalter Kriechströme zu Erde.
Alternative Realität?

Wie auch immer das gehen sollte, wäre es ein übelster Konstruktionsfehler und gehört entsorgt. Du hast demnächst ein Kind. Nimm das nicht auf die leichte Schulter. FIs müssen speziell im Nassbereich zuverlässig funktionieren.

Offline Kjeld

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #153 am: 21. Mai 2017, 19:33:07 »
Wie erklärst Du den beschriebenen Fehler, und wie kommst Du auf die Idee, die Elektroanlage könnte problematisch sein?

Offline Kulle

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #154 am: 21. Mai 2017, 19:54:59 »
Ein Geräteschalter schaltet entweder eine oder zwei Pole (Ja, es geht auch mehr). Die Erde ist IMMER ohne Unterbrechung bis in das Gerät/Gehäuse durchgeschaltet. Nur deshalb kann ein FI funktionieren. Nur damit kann er bei kleinsten Krieschstrom über Erde schnell auslösen.
Ein Schalter bewirkt keine Abweichung, selbst wenn er prellt, eine Differenz zwischen  L1 und Null. Wenn dabei eine Interaktion mit Erde stattfinden sollte ist es ein Konstruktionsfehler der entsorgt gehört.
Ist der Geräteschalter aber nicht die Ursache bleibt deine Elektroinstallation unter Verdacht.

Offline ganter

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #155 am: 22. Mai 2017, 00:41:20 »
Das Teil gehört in die Hände desjenigen, der sich mit so was auskennt. Vllt. hast du auf der Ecke so eine Rentnerband, die alte Sachen repariert. Bei ner Kaffeemaschine lohnt sich sonst der Aufwand nicht.
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

Offline Kjeld

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #156 am: 22. Mai 2017, 09:02:46 »
Ein Geräteschalter schaltet entweder eine oder zwei Pole (Ja, es geht auch mehr). Die Erde ist IMMER ohne Unterbrechung bis in das Gerät/Gehäuse durchgeschaltet. Nur deshalb kann ein FI funktionieren. Nur damit kann er bei kleinsten Krieschstrom über Erde schnell auslösen.
Ein Schalter bewirkt keine Abweichung, selbst wenn er prellt, eine Differenz zwischen  L1 und Null. Wenn dabei eine Interaktion mit Erde stattfinden sollte ist es ein Konstruktionsfehler der entsorgt gehört.
Ist der Geräteschalter aber nicht die Ursache bleibt deine Elektroinstallation unter Verdacht.

Was genau könnte an der Elektroinstallation fehlerhaft sein? Evtl. ist das Kabel zu der einen Steckdose kürzer als zu der anderen, und deshalb reagiert der FI bei der einen empfindlicher als bei der anderen?


Offline Mattieu

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #157 am: 22. Mai 2017, 10:07:19 »
Ist die Maschine kalt, passiert nichts. Ist sie warm, löst sie in einer Steckdose sofort den FI aus, in einer anderen erstmal nicht. In der anderen löst sie den FI aus, sobald man versucht, sie mit ihrem Ein/Ausschalter auszuschalten.

Ist das beides Mal derselbe FI-Schalter? Das spräche nicht unbedingt für Deine Hausinstallation.

Salopp gesagt, mist der FI-Schalter den über die Leitung ein- und ausgehenden Strom und schaltet ab, wenn dabei eine über seiner Empfindlichkeit liegende Differenz auftritt. Dann muss ein Teil des Stroms bestimmungswidrig woanders abfließen.

Wo steht die Kaffeemaschine bei der Benutzung, ist es ein eher feuchtes Umfeld? 
Scheiße ist, wenn der Furz was wiegt.

Offline Gilles1983

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #158 am: 23. Mai 2017, 11:56:19 »
Ich würde keine Experimente machen. Hat die Maschine ein Edelstahlgehäuse? Wenn ja dann wird`s noch gefährlicher, sofern ein Geräteschaden vorliegt.

Eine Geräteprüfung vom Fachmann mit einer VDE-Prüfung ist zu empfehlen.

Ich denke, es liegt am Gerät selbst.

Aber eine Installationsprüfung vom Fachmann ist nie verkehrt. Ein FI kann natürlich auch kaputt gehen.
Früher wurden in Häusern nur nachträglich FIs eingebaut. Oft nur einer, dann manchmal auch mit falschem Auslösestrom.
Eine Sterninstallation gab es dann auch nicht immer. Somit wurden die Steckdosen so angeschlossen, wie das Kabel halt grad verlegt wurde. Halbe Küche mit Bad, dann das halbe Bad mit dem Flur, dann vielleicht noch den Schutzleiter vernachlässigt. usw... Solche Murksereien tauchen leider oft viel zu spät auf.
"Denn wozu was überprüfen, was funktioniert und die ganze Zeit auch funktioniert hat?"  Klar, die Kabelverlegung kann man nachträglich nicht komplett abändern. Aber vieles kann man verbessern.

Von daher ist eine Prüfung der Hausinstallation vom Fachmann (und nur vom Fachmann) kein rausgeschmissenes Geld.

Die Gefahr vom Strom unterschätzen leider viele...

Offline Kulle

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #159 am: 24. Mai 2017, 21:32:46 »
Was genau könnte an der Elektroinstallation fehlerhaft sein? Evtl. ist das Kabel zu der einen Steckdose kürzer als zu der anderen, und deshalb reagiert der FI bei der einen empfindlicher als bei der anderen?

Kann ich dir nicht sagen. Mattieu hat da ein paar Fragen gestellt deren Antwort von Interesse wäre.
Wie neu ist eigentlich deine Wohnung? Hast du für Küche und Bad getrennte FIs? Neuere Installationen müssen wohl überall wo Nässe entstehen kann über einen FI abgesichert sein. Sicherheistgroßschreiber installieren auch fürs Kinderzimmer einen FI.

..... Von daher ist eine Prüfung der Hausinstallation vom Fachmann (und nur vom Fachmann) kein rausgeschmissenes Geld. ....

Das halte ich für die falscheste Empfehlung die man machen kann. Es laufen da zu viele Kurzschlussakrobaten rum die sich Fachmann nennen und VDE in der Tasche und trotzdem Müll erzählen und schlimmer Müll machen. Eine Kollegin von Freundin wollte letztens ihren neuen Herd nutzen. Angeschlossen vom Fachmann. Rums, war die Sicherung raus.

Offline Gilles1983

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #160 am: 26. Mai 2017, 08:22:19 »
Das halte ich für die falscheste Empfehlung die man machen kann. Es laufen da zu viele Kurzschlussakrobaten rum die sich Fachmann nennen und VDE in der Tasche und trotzdem Müll erzählen und schlimmer Müll machen. Eine Kollegin von Freundin wollte letztens ihren neuen Herd nutzen. Angeschlossen vom Fachmann. Rums, war die Sicherung raus.

Dann ist das keine Fachmänner ;-)
Was würdest du empfehlen? Selbst pfuschen?
Ich empfehle lieber einen seriösen "Elektrofachbetrieb"

Bei uns in der Gegend sind die ganzen Kurzschlussakrobaten bereits ausgestorben. Der ganze Mist aus den 80/90er bei fast jedem 2. Haushalt muss nun ausgebügelt werden... Über Arbeit können wir hier nicht klagen, aber es es auch zugleich erschrecken, was man hier täglich erlebt.

Bei FIs und Schaltkreisen kann man sich austoben, wenn man Geld übrig hat. Vieles macht natürlich auch Sinn obwohl die Vorschrift auch längst eingehalten wurde...

Solange die Leute glauben, sie kennen sich mit Elektrik sehr gut aus, nur weil sie eine Lampe an einer Lüsterklemme anschließen können, wird es weiterhin Pfusch geben.

Offline Kulle

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #161 am: 28. Mai 2017, 20:43:19 »
....Was würdest du empfehlen? Selbst pfuschen?....
Kjeld hat genug fundierte Kenntnisse über Elektroinstallation dass er selber eingreifen kann. Wenn das für dich "Pfusch" bedeutet dann bin ich der Oberpfuscher.

....Solange die Leute glauben, sie kennen sich mit Elektrik sehr gut aus, nur weil sie eine Lampe an einer Lüsterklemme anschließen können, wird es weiterhin Pfusch geben.
Ne Wechselschaltung sollte man auch verstehen, dann ist man zu 80% Elektriker.  8)

Offline Gilles1983

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Re: Und es tut immer gut etwas selbst zu machen
« Antwort #162 am: 29. Mai 2017, 08:32:01 »
Kjeld hat genug fundierte Kenntnisse über Elektroinstallation dass er selber eingreifen kann. Wenn das für dich "Pfusch" bedeutet dann bin ich der Oberpfuscher.
Ne Wechselschaltung sollte man auch verstehen, dann ist man zu 80% Elektriker.  8)

Woher weißt du das, dass er genug fundierte Kenntnisse hat?

"Was genau könnte an der Elektroinstallation fehlerhaft sein? Evtl. ist das Kabel zu der einen Steckdose kürzer als zu der anderen, und deshalb reagiert der FI bei der einen empfindlicher als bei der anderen?"

Aja...  :.)

"Ne Wechselschaltung sollte man auch verstehen, dann ist man zu 80% Elektriker."

Hat man das nicht innerhalb 5 Minuten begriffen? Was macht man dann nur mit den restlichen 3,5 Jahren Lehrzeit...


Zum Problem mit der Auslösezeit....

Dir ist doch sicher bekannt, dass ein Gerät einen Fehler haben L gegen PE oder N gegen PE.
Sobald einer der beiden Fehler vorhanden ist, löst der FI aus.
Frage: Angenommen du hast den Fehler L gegen PE und der FI löst aus. Was passiert, wenn du den Schukostecker in der Steckdose drehst und nochmal einen Probelauf startest?