Autor Thema: und was wird aus Deutschland  (Gelesen 4791 mal)

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Offline Weisheitszahn

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und was wird aus Deutschland
« am: 18. September 2015, 18:16:09 »
Ich habe eigentlich erwartet, dass hier bei den Männern auch über Tagesthemen diskutiert wird.
Lese ich meine Tageszeitung, frage ich mich, wann man uns wohl die ersten Flüchtlinge zwangseinweisen wird.
Hab früher von meiner Verwandtschaft aus Hamburg gehört dass, nachdem Hamburg in Schutt und Asche lag, man das Pech haben könnte, dass da plötzlich eine ausgebombte Familie vor der Tür stand. OK , sicher mit Vorankündigung, aber dann waren sie da und man musste zusammenrücken.
Ich stelle mir das jetzt so vor, dass da plötzlich einer vom  Rathaus kommt und mir erzählt, wie viele Zimmer heute, meine Frau ist tot und meine Kinder sind aus dem Haus, leer stehen würden und ich doch sicher gern eine aus Syrien geflohene,  ausgebombte und schwer  traumatisierte Familie mit drei Kindern aufnehmen könnte. Ob ich da dann nicht besser mein Haus verkaufe und in eine Zwei Zimmer Wohnung ziehe?
Wie seht ihr das??
Und ich sag immer, es hätte schlimmer kommen können

Offline ganter

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #1 am: 18. September 2015, 18:36:25 »
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

Offline Weisheitszahn

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #2 am: 18. September 2015, 19:15:46 »
Wo war dass denn?
Na gut, dann eben nicht
Und ich sag immer, es hätte schlimmer kommen können

Offline grashopper

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #3 am: 18. September 2015, 19:21:58 »
Das war vor langen Jahren schon mal ein Thema und wird es auch wieder werden.

Wenn die Kapazitäten der Aufnahme von Flüchtlingen in ersten Notlagern, wo sie eh nicht lange bleiben können, erschöpft sind, geht es ans Eingemachte der schon vorhandenen Bevölkerung.

Ich selbst dürfte bei meinen 48 qm Stadtwohnung (1 ZKB inklusive 2 qm Balkon und 2 qm Abstellraum) wohl nicht damit rechnen müssen, dass mir eine Familie zugeordnet wird.

Was anderes könnte in der Heimat sein, in der ich einen Nebenwohnsitz habe und ihn nur alle paar Wochen lang mal nutzen kann.
Heißt, meine Eltern müssten damit rechnen. Genauso wie SchweSchwa, die eigentlich genügend Räume zur Verfügung hätten.

Wehren würden sie sich nicht, wenn es soweit kommen sollte. Aber wohlfühlen auch nicht, da die Privatatmosphäre mithin gestört wird.

Dafür wurden die Häuser nicht so geplant (also kein separater Eingang),  sondern für Kinder und spätere Pflegefälle (Eltern) gebaut.

Inzwischen bieten doch viele Deutsche Unterkünfte (gegen Bezahlung?) Räume ihres Hauses oder ihrer Häuser zur Unterkunft der Flüchtlinge an.

Was wäre aber bei Unterbringung via Zwang, wenn berechnet wird, dass zuviel "Raum" vorhanden ist und dieser eben zur Verfügung gestellt werden muss?

Das ist jetzt keine Kritik von mir, aber ich sehe da ein Problem auf DE und EU zukommen, das ggf. die Hilfbereitschaft enorm abnehmen könnte, wenn es nicht mehr um freiwillige Hilfe, sondern es um aufgezwungene Konditionen gehen wird.

Spätestens dann ist die Kacke am dampfen.

« Letzte Änderung: 18. September 2015, 19:24:30 von grashopper »
"draußen nur Kännchen" - Bodo

Offline Küchenchef

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #4 am: 18. September 2015, 19:23:48 »
Nur die Realität sieht mal wieder ein bisken anders aus, als es sich der gemeine Bildzeitungsleser so vorstellt. Wenn nämlich jemand der Stadt/Kommune anbietet, in seiner Wohnung/Haus ein ungenutztes Zimmer für Flüchtlinge bereitstellen zu wollen, dann wird dies nicht möglich sein, wenn die besagten Zimmer keinen eigenen Eingang, separate Küche und abgetrennte sanitären Einrichtungen haben. Zuviel Gemeinsamkeit ist unerwünscht weil die Verwaltung da nicht mehr mitkommt. Also nix mit Zwangseinweisung.  :P
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Offline Yossarian

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #5 am: 18. September 2015, 19:42:13 »
Wo war dass denn?

Echte Männer lesen sich in einem neuen Forum erst mal ein.  8)

Das war vor langen Jahren schon mal ein Thema

Wohnraumzwangsbewirtschaftung

Zitat
Was wäre aber bei Unterbringung via Zwang, wenn berechnet wird, dass zuviel "Raum" vorhanden ist und dieser eben zur Verfügung gestellt werden muss?

Das kann dem gemeinen Hartz-IV-Bezieher heute schon passieren, wenn das Jobcenter sagt, daß die Wohnung zu groß ist. Die einzige Möglichkeit zur Erhaltung des Heims ist dann, ein Zimmer unterzuvermieten (und sich die Miete als Einkunft auf das AlG2 anrechnen zu lassen).
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

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Offline Kjeld

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #6 am: 18. September 2015, 19:43:45 »
Nur die Realität sieht mal wieder ein bisken anders aus, als es sich der gemeine Bildzeitungsleser so vorstellt. Wenn nämlich jemand der Stadt/Kommune anbietet, in seiner Wohnung/Haus ein ungenutztes Zimmer für Flüchtlinge bereitstellen zu wollen, dann wird dies nicht möglich sein, wenn die besagten Zimmer keinen eigenen Eingang, separate Küche und abgetrennte sanitären Einrichtungen haben. Zuviel Gemeinsamkeit ist unerwünscht weil die Verwaltung da nicht mehr mitkommt. Also nix mit Zwangseinweisung.  :P

Schade für grashopper - keine Zwangseinweisung eines knackigen Syrers.  ;D

Offline Weisheitszahn

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #7 am: 18. September 2015, 19:44:53 »
Ich hatte es nicht aus der Bildzeitung und auch nicht gemeint, dass wir kurz davor stehen.
Heuer sollen es bis zu 1,2 Millionen werden. Für das nächste Jahr hat noch keiner eine klare Aussage gemacht. Wir wissen auch noch,  was Putin sich wirklich denkt und was er vor hat und was das für die Syrer heißt.
Was wir wissen, lesen oder sehen, ist die totale Überforderung, einen Innenminister, der mal wieder nix gebacken kriegt und eine Bundeskanzlerin, die Sprüche klopft!  Ich glaube nicht daran, dass sich in absehbarer Zeit etwas ändern wird, Registrierungen werden dauern und Abschiebungen auch nicht schneller vollzogen werden.
Und wenn wir glauben, dass Till Schweiger Räume schafft, dann gute Nacht Marie.
Von einer europäischen Lösung will ich garnicht erst anfangen.
Mag ja sein, dass die Regeln heute, wer auch immer sie wann aufgestellt hat, heißen, es soll ein separater Eingang und in sich abgeschlossene Wohneinheiten zur Verfügung gestellt werden. Die Fakten sehen zumindest in meinem Umfeld anders aus. Da wurden Turnhallen umfunktioniert und Betten aufgestellt und fertig.
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Offline Yossarian

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #8 am: 18. September 2015, 19:47:14 »
Und wenn wir glauben, dass Till Schweiger Räume schafft,

Der soll erst mal zu einem Logopäden gehen und was gegen sein Nuscheln tun.  :.)
« Letzte Änderung: 18. September 2015, 19:49:00 von Yossarian »
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Offline Weisheitszahn

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #9 am: 18. September 2015, 19:48:46 »
Echte Männer lesen sich in einem neuen Forum erst mal ein.  8)

Was willst mir denn damit sagen?

Wohnraumzwangsbewirtschaftung

Das kann dem gemeinen Hartz-IV-Bezieher heute schon passieren, wenn das Jobcenter sagt, daß die Wohnung zu groß ist. Die einzige Möglichkeit zur Erhaltung des Heims ist dann, ein Zimmer unterzuvermieten (und sich die Miete als Einkunft auf das AlG2 anrechnen zu lassen).

Ich dachte dabei eher an den gehobnn Mittelstand, an das Ehepaar ohne Kinder, weil die ausgezogen sind, und an große vielräumige Einfamilienhäuser.
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Offline Kulle

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #10 am: 18. September 2015, 19:49:37 »
..... Die Fakten sehen zumindest in meinem Umfeld anders aus. Da wurden Turnhallen umfunktioniert und Betten aufgestellt und fertig.
Du wohnst in einer Turnhalle?

Offline grashopper

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #11 am: 18. September 2015, 19:58:13 »
Gegenseitig helfen. Wie auch immer. Solange es nicht immens an die eigene Substanz geht.
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Offline Yossarian

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #12 am: 18. September 2015, 20:08:35 »
Gegenseitig helfen. Wie auch immer.

Solange es freiwillig geschieht.
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Offline Araxes

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #13 am: 18. September 2015, 20:35:02 »
Wenn die Kapazitäten der Aufnahme von Flüchtlingen in ersten Notlagern, wo sie eh nicht lange bleiben können, erschöpft sind, geht es ans Eingemachte der schon vorhandenen Bevölkerung.

Man wird Barackendörfer bauen. Mal sehen, ob das die Keimzellen zukünftiger syrischer Viertel werden.

Offline Weisheitszahn

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Re: und was wird aus Deutschland
« Antwort #14 am: 19. September 2015, 00:26:56 »
Du wohnst in einer Turnhalle?
Komme ich aus Syrien? Nein, aber der Altherrensport am Freitagnachmittag hat mir gefehlt
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