Autor Thema: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber  (Gelesen 219822 mal)

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Online Yossarian

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2295 am: 12. August 2018, 20:31:13 »
Regierungsviertel, nicht Neukölln

Ich glaube, ich würde beides meiden.
"I came to a point where I needed solitude and just stop the machine of thinking and enjoying what they call living, I just wanted to lie in the grass and look at the clouds."

— Jack Kerouac

Offline Araxes

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2296 am: 13. August 2018, 01:08:03 »
Es gibt besseres. Ich war gestern auf dem Havelland-Radweg. Das war so überwältigend schön. Jedes der Dörfer da ist besser als Neukölln oder Berlin-Mitte.

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2297 am: 13. August 2018, 12:17:22 »
Im ganzen entwickelt sich das hier wohl zur Fress- und Sozialneiddebatte.

Das ist es im Grunde ja auch.

Hätten wir nicht die Arm/Reich-Schere, wegbrechende Mittelschicht etc., würde die Flüchtlingsdebatte, die ganze Migrationsdebatte, viel entspannter geführt. Die  Angst der Mittelschicht, in die Unterschicht abzurutschen bei gleichzeitiger Masseneinwanderung in die Sozialsysteme, das ganze garniert mit dem staatlich geförderten Integrationsunwillen vornehmlich der Türken, den wir uns hier seit drei Generationen angucken können...

... ist doch klar, dass der durchschnittliche Bild-Leser zum Fremdenfeind mutiert und zur AFD rennt. Wenn ihm der rechtmäßig als EU-Bürger zugezogene Zigeuner die Straße zumüllt, wettert er erstmal gegen die Flüchtlinge, überhaupt alles Fremde, da unterscheidet er nicht groß.

Den paar echten Kriegsflüchtlingen würde er gerne unter die Arme greifen, wenn auch mit dem mulmigen Gefühl, dass er nur die eh schon Privilegierten pampert, die sich den Dienst der Schlepperbande leisten können, während die echten Kriegsopfer immer noch da unten hocken und sich foltern und umbringen lassen. Jedoch sieht er sich in der Mehrzahl Wirtschaftsflüchtlingen gegenüber, die aufgrund mangelnder Qualifikation ihr Auskommen in Diebstahl, Drogenhandel und Erschleichung von Sozialleistungen suchen.

Nicht falsch verstehen, ich billige jedem Menschen, auch dem Witschaftsflüchtling, das Recht zu, zu versuchen seine Lage zu verbessern, ein gutes Leben zu führen usw. Von daher kein Vorwurf an ihn, wenn er das hier versucht.
Aber es kann ja nicht unsere Verantwortung sein, ihn das auf Kosten unserer Gesellschaft machen zu lassen. Und mit Kosten meine ich eher den sozialen Frieden, nicht unbedingt Euro, wir sind so reich, bislang können wir uns das wohl locker leisten.

Aber es kann ja nicht angehen, dass die deutsche Oma nach einem arbeitsreichen Leben abends beim Rente durch Pfandflaschen aufbessern dem Algerier beim Haschisch verticken in die Quere kommt, nachdem sie mittags an der Tafel von nem Rumänen aus der Schlage gedrängelt wurde. Wenn sie irgendwann nicht mehr kann, liegt sie sich in ihrer eigenen Scheiße die Arschbacken wund, weil zuwenig Pfleger da sind, während hundertausende von Gutmenschen für Flüchtlinge Pullover stricken und gebrauchte Fahrräder reparieren.

Da kann man schon sauer werden, auch ohne gleich Nazi oder Rassist zu sein. Genau da will ja Frau Wagenknecht mit ihrem Aufstehen-Dings einhaken. Bin gespannt, was dabei rauskommt.

Online Yossarian

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2298 am: 13. August 2018, 12:46:30 »
Bin gespannt, was dabei rauskommt.

Nix, fürchte ich.
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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2299 am: 13. August 2018, 13:37:45 »
Die Grünen waren auch mal ne "Bewegung", heute sind sie ne Establishment-Partei. Von daher würde ich Aufstehen schon ne Chance einräumen, vielleicht 40/60.

Ich zB bin enttäuschter Sozi, der eigentlich aus Protest Die Linke wählen müsste. Kann ich aber nicht, hauptsächlich wegen deren zum Himmel stinkenden Antisemitismus, k. A. was der Blödsinn soll, neuerdings aber auch wegen deren Haltung zur FlüchtlingsMigrationspolitik.

Soll heißen, für Aufstehen bin eigentlich genau Zielgruppe. Und ich kann mir nicht vorstellen, damit alleine zu sein, ich bin alles in allem nämlich ein ziemlicher Durchschnittstyp.


Online Yossarian

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2300 am: 13. August 2018, 14:35:21 »
Die Grünen waren auch mal ne "Bewegung"

Abgesehen davon, daß der Begriff "Aufstehen" schon rein grammatikalisch deutlich weniger Bewegung beinhaltet als "En Marche", hat Frau Wagenknecht bis jetzt noch nicht rübergebracht, was denn nach dem Aufstehen weiter passieren soll. Gehen wir dann zusammen irgendwo hin, wenn ja: Wohin; oder setzen wir uns nach dem Aufstehen einfach wieder (wie z.B. in der katholischen Kirche üblich), wenn Frau Wagenknecht das sagt? Ich weiß es nicht. Für mich klingt dieses "Aufstehen" sehr schwach, halbherzig und verzagt.

Zitat
heute sind sie ne Establishment-Partei. Von daher würde ich Aufstehen schon ne Chance einräumen, vielleicht 40/60.

Man muß zugeben, daß die frühen Grünen in ihren ersten Geburtswehen auch keinen wirklichen Plan hatten. Allerdings haben sie sehr früh die Machtgeilheit bekommen, was denen die Einsicht brachte, dem Wahlvolk irgendein Konzept verkaufen zu müssen. Turnschuhe und Blumentöpfe waren von den ersten Grünen im Hessischen Landtag schnell als wenig nachhaltiges Konzept zur Wählerbindung erkannt worden.

Zitat
Ich zB bin enttäuschter Sozi, der eigentlich aus Protest Die Linke wählen müsste. Kann ich aber nicht

Wählt DIE PARTEI. DIE PARTEI ist sehr gut.  8)

Zitat
Soll heißen, für Aufstehen bin eigentlich genau Zielgruppe. Und ich kann mir nicht vorstellen, damit alleine zu sein, ich bin alles in allem nämlich ein ziemlicher Durchschnittstyp.

Und wenn Ihr dann alle aufgestanden seid und so dumm rumsteht, dann passiert ganz genau was?
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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2301 am: 13. August 2018, 16:28:22 »
ICH stehe erstmal gar nicht auf, ich warte, bis die Namen der anderen 40 Initiatoren veröffentlicht werden. Die guck ich mir dann mal an. Wenn ich da Antisemiten finde, bin ich wohl raus bleib ich erstmal weiter sitzen und gucke, ob die sich da länger halten. Wenn ja, bin ich raus. (Ist das gleiche wie bei der AFD, die guck ich mir auch nicht näher an, solange die da offensichtliche Nazis dulden. Aber selbst ohne Nazis wäre das afaik wohl eher ne härtere FDP, da wäre ich also sowieso raus.)

Sollte ich aber eine glaubhaft ichsagmal zionistisch-judenfreundliche Bewegung vorfinden, stelle ich mich eventuell dazu und hoffe, dass mir genehme Konzepte der Umverteilung sowie zur Zuwanderung entstehen, welche der Bewegung einen derartigen Zulauf bringen, dass die SPD umdenkt, ihre Merkel-Stiefellecker rausschmeißt, sich auf ihre Grundsätze besinnt, integeres Personal aufstellt, und für mich wieder wählbar wird.

So zumindest mein ungefährer Gedanke.


Online Mattieu

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2302 am: 13. August 2018, 16:34:24 »
Für die "Aufstehen" Bewegung sind die Personen der Gründer das Problem. Wagenknecht und Lafontaine haben zeitlebens noch nicht allzuviel an Leuten gesammelt und werden das auch nicht.
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Offline maxim

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2303 am: 13. August 2018, 20:31:02 »
Offizielle Statements der AfD zum Thema scheinen mir ausnahmslos pro-israelisch. Das kann man zweifellos nicht von der Linken sagen (richtig erkannt von avarage guy) und ebenso nicht von großen Teilen der Jornaille. Militärische Stärke steht in D nicht hoch im Kurs.
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Offline maxim

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2304 am: 13. August 2018, 20:45:45 »
Wagenknecht steht schon mal für die Beibehaltung des Nationalstaats. Das ist schon mal ein Zeichen von Vernunft. Es ist daher zu hoffen, dass sie sich gegen die openborder-Ideologen durchsetzt. Wählbar ist sie für mich trotzdem nicht, denn Gleichheit zu schaffen, indem man alle gleich arm macht, ist nicht mein Ding.
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Offline maxim

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2305 am: 13. August 2018, 20:59:54 »
Die Franzosen tun es einfach.

So geht nationale Souveränität. Die werden niemals gegen nationale Interessen zum Wohle der EU handeln. Begreift man das in Berlin ?
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Offline maxim

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2306 am: 13. August 2018, 21:45:55 »
nur mal so , über panikmache und wahrheit :

https://www.stern.de/politik/deutschland/deutschland--no-go-areas--ortsbesuch-in-duisburg-marxloh-und-neukoelln-8206968.html
In Wahrheit ist DUI-Marxloh also eine geile Wohngegend. Und die Preise für Eigentumswohnungen !
5-Zimmerwohnungen (103 qm) für Kleingeld (27.000).

Nach den Hitler-Tagebüchern also die nächste heiße Enthüllung. Der Stern steht halt für Wahrheit.
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Offline Araxes

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2307 am: 14. August 2018, 01:15:37 »
Aber es kann ja nicht angehen, dass die deutsche Oma nach einem arbeitsreichen Leben abends beim Rente durch Pfandflaschen aufbessern dem Algerier beim Haschisch verticken in die Quere kommt, nachdem sie mittags an der Tafel von nem Rumänen aus der Schlage gedrängelt wurde.

Da bist du auf dem falschen Dampfer. Rumänen haben mit 80% eine ziemlich hohe Erwerbsquote. Und die "Oma nach einem arbeitsreichen Leben" bekommt auch auch nicht unbedingt so wenig Rente, wenn "arbeitsreich" bedeutet, daß sie einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob hatte. Es sind gerade die mit den vielen Unterbrechungen im Erwerbsleben, die kaum Rente kriegen. Am häufigsten Hausfrauen, wobei da geringe Rente nicht gleich prekär ist, denn da kann trotzdem Vermögen vorhanden sein. Man muß es sich erst mal leisten können, daß einer zu Hause bleibt. Die deutschen Rentner sind nach Alter die wohlhabendste Bevölkerungsgruppe.

So viel Geld besitzt der durchschnittliche Deutsche in jedem Alter

"Die 25- bis 34-Jährigen besitzen im Schnitt 21.570 Euro, die 35- bis 44-Jährigen 61.340 Euro, die 45- bis 54-Jährigen 110.200 Euro, die 55- bis 64-Jährigen 124.900 Euro."

Wenn Mitleid, dann mit jungen Alleinerziehenden, die nicht erben. Von denen wird aber nicht geredet. Wir sind eine Rentnerrepublik.

Zitat
Wenn sie irgendwann nicht mehr kann, liegt sie sich in ihrer eigenen Scheiße die Arschbacken wund, weil zuwenig Pfleger da sind, während hundertausende von Gutmenschen für Flüchtlinge Pullover stricken und gebrauchte Fahrräder reparieren.

Genau deshalb braucht man Einwanderung. Es werden immer wieder Flüchtlinge, die zum Pfleger ausgebildet wurden, abgeschoben. Völlig bescheuert.

Zitat
Da kann man schon sauer werden, auch ohne gleich Nazi oder Rassist zu sein. Genau da will ja Frau Wagenknecht mit ihrem Aufstehen-Dings einhaken. Bin gespannt, was dabei rauskommt.

Die will sich selber vermarkten.
« Letzte Änderung: 14. August 2018, 01:22:14 von Araxes »

Offline Araxes

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2308 am: 14. August 2018, 01:20:37 »
Ich weiß es nicht. Für mich klingt dieses "Aufstehen" sehr schwach, halbherzig und verzagt.

Da geht's darum, daß sie in ihrer Partei zu viel Gegenwind bekommt. Die Flügel bekämpfen sich da bis auf's Messer. Sie hofft vielleicht, eine neue Partei zu bekommen, die dann ganz auf sie zugeschnitten ist, ohne daß ihr Kipping und Riexinger dauernd reingrätschen. Sie würde sicher auch gerne populistischer sein und der AfD mit etwas mehr Ausländer-Neiddebatte Wähler wegnehmen.

Offline nigel48

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Re: Flüchtlinge, Auswanderer, Asylbewerber
« Antwort #2309 am: 14. August 2018, 02:42:49 »
https://www.facebook.com/andy.bartosh/videos/10215085773885177/

besser kann man nicht erklären, worum es geht.
I`M EASY, SO EASY....