Hat diese Art der Aufteilung euer Kind auf irgendeine Art und Weise negativ (positiv) beeinflusst?
Irgendwann mit 14 hat sie gesagt, sie fühle sich wie ein verborgtes Haustier und wollte hauptsitzlich beim Vater wohnen. Ich hab sie dann unregelmäßiger gesehen, meist ohne Übernachtung bei mir, sie mochte meinen Ex nicht. Aber wir hatten trotzdem engen Kontakt. Erst als ihr Vater wegen Heirat aus der Stadt rauszog, gabs Probleme: Sie (16) wollte nicht aus Berlin raus, aber auch nicht zu mir ziehen (wegen dem Kerl) und ging dann gegen meinen Willen, aber mit Unterstützung des Vaters, in ihre erste WG. Ich bin heute noch der Meinung, dass sie das letztendlich das Abi gekostet hat - zu früh keine Kontrolle mehr.
Aus heutiger Sicht fände ich eine Wochenendregelung von Anfang an besser. Mit zwei Zimmern, zwei Haushalten und Hin- und Herziehen haben Teenies ab der Pubertät Probleme: Sie müssen ihren ganzen geliebten Scheiss dauernd hin und her transportieren, Verabredungen sind blöder zu treffen, sie fühlen sich bei beiden Eltern irgendwie nur "zu Gast" und benehmen sich auch so: Haushalt? Ick doch nicht, ist doch deine Wohnung! Aufräumen? Ich kann ja auch wieder gehen! Erziehung? Papa/Mama sagt aber was anderes/ da darf ich aber/ du hast mir gar nichts zu sagen.
Teenies sind immer ein Problem, aber wenn du sie nur wöchentlich in die Finger bekommst, kriegst du gar keine Linie mehr rein.
Der Wochenendelternteil dagegen weiss von Anfang an, dass er "nur" Gastgeber ist. Das ist eine klarere Position.