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Autor Thema: Gasheizung  (Gelesen 207 mal)
Mattieu
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« Antworten #15 am: 26. Juli 2010, 13:39:55 »

Die öffentliche Meinung kann mich mal. Bei mir war es aber so, daß die Nachtspeicheröfen als ich einzog völlig unterdimensioniert waren. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie für so viel Geld so gefroren wie im ersten Winter in meiner Hütte!

Ich hab auch schon mit Nachtspeichern gewohnt. Meine anfängliche Sorge bzgl. der Kosten hat sich später gelegt. Klar ist die Stromrechnung höher als ohne Stromheizung, aber dafür hat man keine anderen Heizkosten. Bei mir war es so, dass ich einen großen Teil des übrigen Stromverbrauchs - Waschmaschine, Spülmaschine, Duschen - ebenfalls auf den Nachttarif legen konnte, womit ich unter dem Strich nicht schlechter da stand.
 
In punkto Bequemlichkeit gibt es heute dafür ganz abgefeimte Regelungsanlagen, die nichts an Wünschen offen lassen. Ich hatte sowas noch nicht. Ich musste Wetterbericht hören und eine Nacht vorher die Speicherung einstellen. Tagsüber gab es höchstens noch ein Gebläse zum zuschalten. Oder halt den Kamin anmachen, den es gsd da auch schon gab.


Ich hatte Gas gewählt, weil in unserer Straße Gas gelegt werden sollte; dummerweise hatte es sich der lokale Anbieter dann wieder anders überlegt. Inzwischen bin ich froh um das Flüssiggas, den vom Spotmarkt gekauft ist es billiger als das Erdgas aus der Leitung.

Das wäre auch noch einer meiner Vorbehalte gegen Leitungs-Erdgas: Die Abhängigkeit vom Monopolisten Stadtwerke.


Seine Bude ist wohl so alt und schlecht isoliert wie meine. Da ist es dann eine Frage des Aufwandes. Mein Haus zu dämmen würde mich 20 Große kosten, dafür kann ich viel Flüssigas kaufen...

Ich wär mit gut 40 Tsd dabei, und rund 25 Tsd für ne gescheite Wärmepumpe. Und Sonne will ich auch noch nutzen, noch mal rund 10 Tsd drauf. Amortisierung so rund nach 30 Jahren, also gerade dann, wenn die Dämmfassade wieder hinüber ist und ich eh grad ins Altersheim übersiedelt bin.
Anfangs war ich noch Feuer und Flamme fürs Dämmen, heute bin ich kurz davor, es ganz zu lassen. Noch dazu, wo einem die Enev kaum noch Spielraum lässt - z.B. darfst Du nicht nur einen Teil der Wände dämmen oder mit geringerem k-Wert -, zum andern, weil durch unsachgemäße Dämmung erst richtig Schaden am Haus entstehen kann. Das wird aber erst in einigen Jahren so richtig publik werden, wenn die ersten schlecht gedämmten Häuser als Schimmelbaracken nicht mehr bewohnbar sind. 

Ich mach nur,was am meisten hilft und/oder selber geht bzw einfach ist: Fenster, oberste Geschossdecke und Kellerdecke.


Das ist so ein Ding mit dem ich liebäugele, wenn meine Therme aus Altersschwäche die Grätsche macht.

Mein Kessel ist 15 Jahre alt und bald fällig. Das blöde ist, für eine neue Heizung musst man wegen der passenden Leistungsauslegung alles andere an Maßnahmen entweder festgelegt oder schon fertig haben. Erst ne neue starke Heizung und dann später mal Dämmen ist Blödsinn. Dann hat man ne überdimensionierte Heizung, die erstens zu teuer war und zweitens wegen der unwirtschaftlichen Betriebsweise auch noch Schaden nehmen kann.

« Letzte Änderung: 26. Juli 2010, 13:44:02 von Mattieu » Gespeichert

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« Antworten #16 am: 26. Juli 2010, 14:36:37 »

Ich hab auch schon mit Nachtspeichern gewohnt. Meine anfängliche Sorge bzgl. der Kosten hat sich später gelegt. Klar ist die Stromrechnung höher als ohne Stromheizung, aber dafür hat man keine anderen Heizkosten. Bei mir war es so, dass ich einen großen Teil des übrigen Stromverbrauchs - Waschmaschine, Spülmaschine, Duschen - ebenfalls auf den Nachttarif legen konnte, womit ich unter dem Strich nicht schlechter da stand.

Eine fünfköpfige Familie wäscht, duscht und spült nicht nur nach 22.00 Uhr, das kannste vergessen. Abgesehen davon war die Nachtspeicherheizung in meiner Bude einfach Scheiße konzipiert und absolut unterdimensioniert.

Zitat
In punkto Bequemlichkeit gibt es heute dafür ganz abgefeimte Regelungsanlagen, die nichts an Wünschen offen lassen. Ich hatte sowas noch nicht. Ich musste Wetterbericht hören und eine Nacht vorher die Speicherung einstellen. Tagsüber gab es höchstens noch ein Gebläse zum zuschalten.


So kenne ich das auch.

Zitat
Ich wär mit gut 40 Tsd dabei, und rund 25 Tsd für ne gescheite Wärmepumpe. Und Sonne will ich auch noch nutzen, noch mal rund 10 Tsd drauf. Amortisierung so rund nach 30 Jahren, also gerade dann, wenn die Dämmfassade wieder hinüber ist und ich eh grad ins Altersheim übersiedelt bin.

Lohnt einfach nicht. Hütte bewohnen, so lange es geht. Dann sollen Deine Nachkommen zusehen, daß sie die Bude abreißen und was anderes draufstellen.

Zitat
die Enev

Bitte wer?

Zitat
z.B. darfst Du nicht nur einen Teil der Wände dämmen oder mit geringerem k-Wert

Wer will mir das verbieten? Auf welcher Rechtsgrundlage?

Zitat
zum andern, weil durch unsachgemäße Dämmung erst richtig Schaden am Haus entstehen kann. Das wird aber erst in einigen Jahren so richtig publik werden, wenn die ersten schlecht gedämmten Häuser als Schimmelbaracken nicht mehr bewohnbar sind. 

Ich kenne jetzt schon Leute, die frisch gedämmte Wohnungen in ursprünglich schlecht isolierten Wohnanlagen gekauft haben und jetzt in einer Wolke von Sporen leben. Sind jedenfalls nette Streitwerte...

Zitat
Ich mach nur,was am meisten hilft und/oder selber geht bzw einfach ist: Fenster, oberste Geschossdecke und Kellerdecke.

Habe ich auch bzw. bin ich dabei: Kellerdecke von unten und Dachboden mit Styropor.

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« Antworten #17 am: 26. Juli 2010, 15:08:18 »

Eine fünfköpfige Familie wäscht, duscht und spült nicht nur nach 22.00 Uhr, das kannste vergessen. Abgesehen davon war die Nachtspeicherheizung in meiner Bude einfach Scheiße konzipiert und absolut unterdimensioniert.

Bei mir war's keine 5-köpfige Familie und der Nachttarif ging von 20 bis 8 Uhr, mit Unterbrechung von 23 bis 3 Uhr. Abends nach acht und morgens vor acht Duschen war kein Problem, genauso wenig das Waschen und Spülen über Zeitschaltuhr.


Bitte wer?

Energie-Einspar-Verordnung = EnEV


Wer will mir das verbieten? Auf welcher Rechtsgrundlage?

Dir verbieten weiß ich nicht, aber Zuschüsse gibt es nur noch bei restriktiver Umsetzung der höchsten Anforderungen. Die EnEV macht durchaus Vorgaben, wie energetische Maßnahmen auszugestalten und durchzuführen sind.
Fachbetriebe, die zu geringeren energetischen Anforderungen z.B. Fassaden renovieren, können ihr Empfehlungssiegel verlieren.
In meiner Nachbarschaft sind einige Fassaden veraltet und müssten zumindest gestrichen werden. Die Besitzer machen aber nichts, weil eine Sanierung auch energetische Maßnahmen enthalten muss, wenn es über einen Prozentsatz x der Gesamtfläche hinausgeht. Oder sie streichen eben nur eine halbe Wand pro Jahr oder so.



Ich kenne jetzt schon Leute, die frisch gedämmte Wohnungen in ursprünglich schlecht isolierten Wohnanlagen gekauft haben und jetzt in einer Wolke von Sporen leben. Sind jedenfalls nette Streitwerte...

Eine befreundete Architektin, die sich auf das Sanieren von Altbauten verlegt hat, kann da auch ein Lied von singen. Und tut es leider auch ständig in meiner Gegenwart. Na ja, wer weiß, vor was die mich alles bewahrt.


Habe ich auch bzw. bin ich dabei: Kellerdecke von unten und Dachboden mit Styropor.

Ich hab den ganzen Keller voll mit Styropor, kann mich nicht richtig aufraffen, den mal an die Decke zu bringen, zumal auch noch einige Leitungen und Lampen vorher umgelegt werden müssen.
Klebst Du oder dübelst Du?


Im Dach hab ich Zwischensparrendämmung, mit Mineralwolle statt Styropor wegen besserer Brandschutzklasse. Übrigens ist das auch ein Fall, in den mir die EnEV reinreden könnte, ich hab nämlich nicht die jetzt vorgeschriebene Dämmdicke von 22 mm bei 35 W/m². Dazu müsst ich erst mal die Sparrentiefe vergrößern. Egal.
Muss noch die Dampfbremsfolie drauf. Ich hab alles da, aber null Bock. 


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« Antworten #18 am: 26. Juli 2010, 15:21:47 »

Dir verbieten weiß ich nicht, aber Zuschüsse gibt es nur noch bei restriktiver Umsetzung der höchsten Anforderungen.

Dann scheiße ich auf die Zuschüsse.

Zitat
Ich hab den ganzen Keller voll mit Styropor


Willkommen im Club. mehr als ein Drittel der Kellerdecke hab ich noch nicht gemacht, aber das zeug liegt schon seit über einem Jahr rum.

Da die Stehhöhe in meinem Keller bescheiden ist kann ich auch nicht wirklich dick dämmen; ich wil da ja nicht ständig gebückt rumlaufen müssen. Unterm Wohnzimmer hab ich 5 cm, ansonsten nur 3 cm. Das ist entsprechend leicht und hält bombenfest, auch wenn es nur geklebt ist.

Den Dachboden habe ich, nachdem das Dach neu gedeckt worden war lose mit 10 cm dicken Styroporplatten ausgelegt. Wen es mich überkommt, mach ich im Herbst vielleicht noch eine Lage drauf.
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« Antworten #19 am: 28. Juli 2010, 11:07:45 »

wir haben uns auch eine gasheizung angeschafft und die ersparnis macht sich schon bemerkbar. jetzt kommt demnächst noch eine solaranlage auf´s dach und dann reicht es auch erstmal mit den ausgaben. hoffentlich amortisiert sich das alles so, wie ich mir das vorgestellt habe...
« Letzte Änderung: 30. Juli 2010, 02:40:16 von sibbdipp » Gespeichert
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