Die öffentliche Meinung kann mich mal. Bei mir war es aber so, daß die Nachtspeicheröfen als ich einzog völlig unterdimensioniert waren. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie für so viel Geld so gefroren wie im ersten Winter in meiner Hütte!
Ich hab auch schon mit Nachtspeichern gewohnt. Meine anfängliche Sorge bzgl. der Kosten hat sich später gelegt. Klar ist die Stromrechnung höher als ohne Stromheizung, aber dafür hat man keine anderen Heizkosten. Bei mir war es so, dass ich einen großen Teil des übrigen Stromverbrauchs - Waschmaschine, Spülmaschine, Duschen - ebenfalls auf den Nachttarif legen konnte, womit ich unter dem Strich nicht schlechter da stand.
In punkto Bequemlichkeit gibt es heute dafür ganz abgefeimte Regelungsanlagen, die nichts an Wünschen offen lassen. Ich hatte sowas noch nicht. Ich musste Wetterbericht hören und eine Nacht vorher die Speicherung einstellen. Tagsüber gab es höchstens noch ein Gebläse zum zuschalten. Oder halt den Kamin anmachen, den es gsd da auch schon gab.
Ich hatte Gas gewählt, weil in unserer Straße Gas gelegt werden sollte; dummerweise hatte es sich der lokale Anbieter dann wieder anders überlegt. Inzwischen bin ich froh um das Flüssiggas, den vom Spotmarkt gekauft ist es billiger als das Erdgas aus der Leitung.
Das wäre auch noch einer meiner Vorbehalte gegen Leitungs-Erdgas: Die Abhängigkeit vom Monopolisten Stadtwerke.
Seine Bude ist wohl so alt und schlecht isoliert wie meine. Da ist es dann eine Frage des Aufwandes. Mein Haus zu dämmen würde mich 20 Große kosten, dafür kann ich viel Flüssigas kaufen...
Ich wär mit gut 40 Tsd dabei, und rund 25 Tsd für ne gescheite Wärmepumpe. Und Sonne will ich auch noch nutzen, noch mal rund 10 Tsd drauf. Amortisierung so rund nach 30 Jahren, also gerade dann, wenn die Dämmfassade wieder hinüber ist und ich eh grad ins Altersheim übersiedelt bin.
Anfangs war ich noch Feuer und Flamme fürs Dämmen, heute bin ich kurz davor, es ganz zu lassen. Noch dazu, wo einem die Enev kaum noch Spielraum lässt - z.B. darfst Du nicht nur einen Teil der Wände dämmen oder mit geringerem k-Wert -, zum andern, weil durch unsachgemäße Dämmung erst richtig Schaden am Haus entstehen kann. Das wird aber erst in einigen Jahren so richtig publik werden, wenn die ersten schlecht gedämmten Häuser als Schimmelbaracken nicht mehr bewohnbar sind.
Ich mach nur,was am meisten hilft und/oder selber geht bzw einfach ist: Fenster, oberste Geschossdecke und Kellerdecke.
Das ist so ein Ding mit dem ich liebäugele, wenn meine Therme aus Altersschwäche die Grätsche macht.
Mein Kessel ist 15 Jahre alt und bald fällig. Das blöde ist, für eine neue Heizung musst man wegen der passenden Leistungsauslegung alles andere an Maßnahmen entweder festgelegt oder schon fertig haben. Erst ne neue starke Heizung und dann später mal Dämmen ist Blödsinn. Dann hat man ne überdimensionierte Heizung, die erstens zu teuer war und zweitens wegen der unwirtschaftlichen Betriebsweise auch noch Schaden nehmen kann.