Autor Thema: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg  (Gelesen 31788 mal)

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Offline maxim

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #15 am: 20. Juni 2013, 10:35:23 »
Danke für die Ratschläge.
Nachdem was sie mir an den Kopf geworfen hat, sind meine Gefühle für die Frau auf dem absoluten Nullpunkt.

Die Trennung ist wohl unvermeidlich (nach Kindstod wohl unvermeidlich). Die Kinder bleiben bei ihr - das ist für sie unverhandelbar. Ich werde die Kinder vermissen.

Ich halte noch ein Weile durch, bis Sie sich stabilisiert hat und dann suche ich mir eine Wohnung.


wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht

Conte Palmieri

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #16 am: 20. Juni 2013, 11:10:45 »
Such' Dir den Anwalt aber gleich. Gehe davon aus, dass sie das auch tut.

Yossarian

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #17 am: 20. Juni 2013, 11:22:36 »
Nachdem was sie mir an den Kopf geworfen hat, sind meine Gefühle für die Frau auf dem absoluten Nullpunkt.

Das mag sein. Vergiß dabei aber nicht, daß sie im weiteren Sinne "krank" ist und anders reagiert, als sie normal reagieren würde. Gefühle kommen auch wieder.

Außerdem seid Ihr eine Familie; da müssen Entscheidungen mit dem Kopf getroffen werden und nicht von den fehlenden Schmetterlingen im Bauch.

Ich will hier nicht klein reden, was Du durchmachst. Aber Ihr habt Kinder, deren Wohl über dem Euren steht und für die Ihr verantwortlich seid. Wenn Deine Frau da derzeit ein Totalausfall ist, mußt Du halt mehr ran.

Hast Du mal mit dem Gedanken gespielt, alleine therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mit der Situation besser fertig werden zu können?

Zitat
Die Kinder bleiben bei ihr - das ist für sie unverhandelbar.

Das entscheidet sie aber nicht allein. Im schlimmsten Fall hat das Familiengericht das zu entscheiden.

Überleg vor allen Dingen mal, ob Du überhaupt verantworten kannst, Deine kleinen Kinder bei ihr zurückzulassen! Ist sie denn derzeit überhaupt in der Lage, die Kinder ordnungsgemäß zu versorgen?

Yossarian

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #18 am: 20. Juni 2013, 11:24:19 »
wenn jemand rasend ist vor Wut und Hass.

Auf wen? Auf Dich?

Offline maxim

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #19 am: 20. Juni 2013, 16:47:25 »
Auf wen? Auf Dich?
Yep
Zitat
Das mag sein. Vergiß dabei aber nicht, daß sie im weiteren Sinne "krank" ist und anders reagiert, als sie normal reagieren würde. Gefühle kommen auch wieder.
Außerdem seid Ihr eine Familie; da müssen Entscheidungen mit dem Kopf getroffen werden und nicht von den fehlenden Schmetterlingen im Bauch.
Ich will hier nicht klein reden, was Du durchmachst. Aber Ihr habt Kinder, deren Wohl über dem Euren steht und für die Ihr verantwortlich seid. Wenn Deine Frau da derzeit ein Totalausfall ist, mußt Du halt mehr ran.
Schon klar. Ich jammer ja nicht. Sonst wird ja eher - im Sinne des Kindeswohls - zur Trennung geraten. Angeblich sind die Kinder von Eltern, die sich - zum vermeintlichen Kindeswohl - nicht getrennt haben langfristig eher verhaltensauffällig.

Zitat
Hast Du mal mit dem Gedanken gespielt, alleine therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mit der Situation besser fertig werden zu können?
Ich bin Realist und kann meine Kräfte einschätzen. Was meine Frau durchmacht ist die Hölle. Da wird sie viele Jahre dran knapsen. Ich kann das nicht auf Dauer kompensieren.
Zitat
Das entscheidet sie aber nicht allein. Im schlimmsten Fall hat das Familiengericht das zu entscheiden.
Ich werde hier keinen Rechtsstreit - bei dem ich eh schlechte Karten habe - vom Zaun brechen.
Zitat
Überleg vor allen Dingen mal, ob Du überhaupt verantworten kannst, Deine kleinen Kinder bei ihr zurückzulassen! Ist sie denn derzeit überhaupt in der Lage, die Kinder ordnungsgemäß zu versorgen?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dazu nicht in der Lage ist.
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Offline maxim

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #20 am: 02. Juli 2013, 19:39:55 »
Die Situation hat sich inzwischen auf niedrigem Niveau beruhigt. Wir wohnen weiter zusammen - ich benutze hier bewusst das verbum wohnen. Leider kann ich nicht immer den Gedanken unterdrücken, wie es auf Dauer weitergehen soll.
Der jetzige Zustand kann sich eigentlich nur halten, wenn es möglich ist, eine Art Freundschaft mit meiner Frau zu entwickeln ? Von meiner Seite steht dem nichts im Wege. Bin allerdings nicht optimistisch.
Wenn's zur Trennung kommt, muss ich sicherlich bis zur Rente allem Materiellem entsagen. 

 
 
 
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Offline grashopper

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #21 am: 02. Juli 2013, 20:19:50 »
Hast Du Dir denn mal Informationen darüber eingeholt, was Dir im Falle einer Trennung/Scheidung über bleibt?
Auf Dauer ist DAS ja auch keine befriedigende Lösung für Dich und die Familie.
"draußen nur Kännchen" - Bodo

Offline maxim

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #22 am: 03. Juli 2013, 17:59:53 »
Es bleiben gut 1000 EUR monatl. übrig. Zuviel zum Sterben zuwenig zum Leben. Ich hab jetzt die 50 erreicht, also eigentlich geht diese Option gar nicht. Meine Frau ist jetzt wohl auch nicht abgeneigt, das WG Modell zu leben. Trennen können wir uns, wenn die Kinder volljährig werden - so zumindest die Theorie. Im Moment kommt mir das auch vom Bauch her wie ein gehbarer Weg vor. Vor 10 Jahren wäre mir das noch unvorstellbar vorgekommen.
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Offline Iphigenie

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #23 am: 04. Juli 2013, 08:54:30 »
Aber dann bist du 66 Jahre alt, wenn dein jüngstes Kind volljährig ist.
Das sind immerhin noch 16 Jahre.

Kannst du deine Frau nicht dazu motivieren in einem Jahr wieder zu arbeiten?

Offline maxim

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #24 am: 04. Juli 2013, 16:31:38 »
Welchen Einfluß hat man als Ehemann schon auf seine Frau ?

Ich nehme an, sie wird sich irgendwann selber dazu durchringen.
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Yossarian

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #25 am: 04. Juli 2013, 17:30:01 »
Welchen Einfluß hat man als Ehemann schon auf seine Frau ?

Et vice versa.  8)

Offline Korinthenkackerin

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #26 am: 04. Juli 2013, 22:51:27 »
Es bleiben gut 1000 EUR monatl. übrig. Zuviel zum Sterben zuwenig zum Leben. Ich hab jetzt die 50 erreicht, also eigentlich geht diese Option gar nicht. Meine Frau ist jetzt wohl auch nicht abgeneigt, das WG Modell zu leben. Trennen können wir uns, wenn die Kinder volljährig werden - so zumindest die Theorie. Im Moment kommt mir das auch vom Bauch her wie ein gehbarer Weg vor. Vor 10 Jahren wäre mir das noch unvorstellbar vorgekommen.

Mein Partner hat durch die Unterhaltszahlungen noch etwas weniger als 1000 Euro übrig  :(. Trotzdem hat er seine Frau verlassen. Klar, er hat wenig Geld, aber manchmal ist das persönliche Lebensglück eben mehr wert als materielle Dinge. Er hat glücklicherweise Unterstützung durch deinen Vater, der ihm ab und an ein Scheinchen zusteckt. Mein Gehalt ist auch dürftig, trotzdem machen wir das Beste daraus. Klar ist es sicher netter, viel Geld zu haben. Aber ich selber würde wohl lieber mit wenig Geld leben, als mit meinem Ex in derselben Wohnung. Die Kinder werden schnell merken, dass da was nicht stimmt bei euch und klare Linien sind oft besser.

Offline Iphigenie

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #27 am: 05. Juli 2013, 08:54:59 »
Maxim, meinst du nicht, dass das Zusammenleben mit deiner Frau sich irgendwann auch auf deine Gesundheit niederschlagen wird?

1000 Euro ist zwar nicht viel, aber dafür wärst du frei.

Yossarian

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #28 am: 05. Juli 2013, 12:25:15 »
1000 Euro ist zwar nicht viel, aber dafür wärst du frei.

Es kommt natürlich nicht ganz wenig darauf an, welchen Lebensstandard man gewöhnt ist und wie weit man sich einschränken kann und will. Da muß jeder seine eigenen Prioritäten setzen, was er gewillt ist, an Unannehmlichkeiten im häuslichen Leben hinzunehmen, um einen gewissen materiellen Standard.

Nicht jedem ist es gegeben, wie Diogenes in der Tonne glücklich zu leben.

Offline Iphigenie

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Re: Mega-Lebenskrise ohne Ausweg
« Antwort #29 am: 05. Juli 2013, 13:52:22 »
Das stimmt natürlich.

Wobei man da aber doch vielleicht ein wenig in seiner Trennungskalkulation differenzieren sollte nach folgenden Kriterien:

- ob es sich bei finanziellen Verpflichtungen vertragliche Verpflichtungen handelt, die man dann mit 1000 Euro nicht mehr bedienen könnte
- oder ist es "nur" der Lebensstandard, den man durch Sparsamkeit einschränken müsste

Ersters wäre definitiv ein Kriterium (für mich), um die Ehe weiterzuführen.
Bei dem zweiten Punkt wäre (mir meine) Gesundheit mehr Wert als der Lebensstandard.