Autor Thema: Silberfisch und ich  (Gelesen 1901 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline ganter

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 11.732
Silberfisch und ich
« am: 23. Mai 2013, 01:28:16 »
G: Silberfische sind eine Plage. Na, ja eigentlich nicht, aber alle ekeln sich vor ihnen.
S: Wir sind Geschöpfe dieser Erde. Was willst du von uns?
G: alle finden euch eklig. Wie ihr so rumwuselt. Platt, bleich und glitschig.
S: Wir sind nicht glitschig. Fass mich an.
G: Igitt, im leben nicht.
S: Wir wollen leben. So wie alle anderen auch.
G: Mag sein, aber warum in meinem Gästeklo? Bleibt mir aus den Augen.
S: Geht nicht. In deinem Gästeklo sind Nahrung und Wasser.
G: Wie Wasser? Ihr lebt doch im feuchten.
S: So ein Quatsch. Zwischen Fliesen uund Estrich ist es staubtrocken. Wer erzählt denn solchen Scheiß?
G: Mir doch schnuppe. Ich mag euch nicht, also bleibt doch, wo ihr rumkreucht.
S: Dann verhungern und verdursten wir. Wir brauchen Wasser und Nahrung. Und die gibts bei dir im Gästeklo.
G: Da ernährt sich die Katze und lässt ab und an was liegen. Nix, was euch gehört.
S: Uns schnuppe.
G: Dann wird das nix mit friedlicher Ko-Existenz. Lasst ihr euch sehen, werd ich euch verfolgen.
S: Du bist einer, wir sind viele. Du kannst uns mal...
G: So einer bist du also. Du hast die Folgen zu verantworten.
S: Leck mich!

So, nun sind die Rollen also klar verteilt. Die Bösen, der Gute und trotzdem fühlt letzterer sich schlecht.
Gestern zum Bleistift. Da war das aufstrebende Jüngelchen. Hatte wahrscheinlich ne Freundin, vllt. sogar ne Verlobte und machte sich auf, Nahrung und Wasser für die Sippe zu beschaffen. Sie ruft ihm hinterher, er möge sich nicht vom Oarks (dem Feind der Silberfische) erwischen lassen und betet für seine Rückkehr. Im Dunkeln schleicht er sich an den Wassernapf, um das kostbare Nass zu bunkern. Da geht das Licht an. Schockstarre. Und bevor er sich wieder bewegen kann, erwischt ihn der Oarks. Das Ende einer hoffnungsvollen Liebe.
Doch es geht noch weiter. Nachdem er nicht zur vereinbarten Zeit zurückkehrte, jammerte seine Freundin herum, heulte, und so machte sich ihr Vater auf den Weg, nach ihm zu suchen. Der Rest ist Geschichte.

Und Oarks ist weiter auf der Jagd. Da gibt es die kiddies, nicht mal einen mm groß, die Jünglinge und die Alten. Alle fallen ihm zum Opfer, so er sie erwischt. Aber immer wieder gibt es Helden, die ihm entwischen und so zur Stärkung der Sippe beitragen.

Und so geht er weiter, der ewige Kampf zwischen Silberfischen und Oarks.
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

marple

  • Gast
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #1 am: 23. Mai 2013, 07:44:17 »
Silberfische sind deine Freunde. Sie ernähren sich von Hausstaubmilben und das in sagenhaften Mengen.

Solltest du aber an deinen Milben hängen, könnte Backpulver helfen. Hab ich mal gehört, müsste im net zu finden sein.

Offline Unikum

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3.696
  • Geschlecht: Männlich
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #2 am: 23. Mai 2013, 12:05:08 »
auch so einer der glaubt der planet gehöre nur dem homoindustrialis....ohne silberfische wären wir schon vor jahrtausenden verreckt.
Früher war alles besser, sogar die Höhlen waren größer.

Wer, wenn nicht ich?

Offline ElTorro

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1.112
  • Geschlecht: Männlich
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #3 am: 23. Mai 2013, 12:35:48 »
Die dürfen leben, wo sie wollen (wie übrigens alle anderen Insekten auch), nur nicht in meinem Haus bzw. auf meiner Terrasse.

Wir haben extra rundum Fliegengitter, damit wir nicht belästigt werden.

Yossarian

  • Gast
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #4 am: 23. Mai 2013, 13:03:57 »
Also in Wohnräumen oder dem Bad muß ich auch keine Silberfischchen haben. Die können sich von mir aus auf dem Dachboden oder wenn es denn sein muß in überschaubarer Zahl im Keller tummeln. Gelegentlich sehe ich mal ein vereinzeltes im Keller, wo Waschmascine und Trockner stehen; die scheinen die tendenziell feuchtere Luft dort zu mögen.

Offline Stachelhaut

  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 2.034
  • Geschlecht: Männlich
  • Danke für das Gespräch.
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #5 am: 23. Mai 2013, 13:55:26 »
Die Viecher sind relativ harmlos. Sie nagen aber, wenn sie nichts anderes finden, auch Klamotten, Schuhe und Teppiche an. Aus diesem Grund vergifte ich sie, wenn sie sich in meine Behausung vorwagen.
The union is behind us, we shall not be moved.

Offline ganter

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 11.732
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #6 am: 23. Mai 2013, 17:55:53 »
hab ich versucht, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass da Wachstums - und Vermehrungshormone den überwiegenden Bestandteil ausmachten. Seitdem jage ich sie auf offener Feldbahn. Aber sie sind schnell.
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

Offline Korinthenkackerin

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1.625
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #7 am: 23. Mai 2013, 18:58:50 »
Bei mir hausen auch welche im Gästeklo und auch im Bad (leider ohne Tageslicht). Das Mehrfamilienhaus, in dem ich wohne, hat sich ziemlich gesetzt, also genug Fugen, in denen sich die Tierchen verstecken können. Ich habe aufgegeben, sie bekämpfen zu wollen. Das mit den Hausstaubmilben wußte ich nicht, danke marple. Gegen die habe ich nämlich eine Allergie, dieses Wissen erhöht natürlich nun in Zukunft die Lebensdauer dieser Tierchen in meinem Haushalt  8).

Offline ganter

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 11.732
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #8 am: 02. Februar 2014, 00:25:05 »
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

Offline ganter

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 11.732
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #9 am: 17. März 2017, 00:57:13 »
offensichtlich gibt es einen aggressiven Verwandten
http://www.zeit.de/2017/10/insekt-papierfischchen-schaedling-forschung
"Männer definieren sich sowieso nicht über die Drogeneinwurfmenge."
"Im Vergleich zur bricom dürfte jede Wand einer öffentlichen Bedürfnissanstalt ein Quell unendlicher Weisheit sein...."
Bodo

Offline Kjeld

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1.097
  • Geschlecht: Männlich
  • "Ni dieu ni maître!"
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #10 am: 17. März 2017, 12:44:50 »
offensichtlich gibt es einen aggressiven Verwandten
http://www.zeit.de/2017/10/insekt-papierfischchen-schaedling-forschung

Von denen hätte ich gern ein paar. Kann man gut in Briefe an widerliche Anwälte stecken, auf daß sie denen dann Akten und Titel wegfressen.

Online Conte Palmieri

  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 2.198
  • Geschlecht: Männlich
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #11 am: 17. März 2017, 16:06:56 »
Von denen hätte ich gern ein paar. Kann man gut in Briefe an widerliche Anwälte stecken, auf daß sie denen dann Akten und Titel wegfressen.
Offenbar war einem von den widerlichen Anwälten der Link schon aufgefallen.
Zum Straucheln brauchts doch nichts als Füße.

Offline Kjeld

  • Supermann
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1.097
  • Geschlecht: Männlich
  • "Ni dieu ni maître!"
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #12 am: 17. März 2017, 17:01:42 »
Wir haben hier widerliche Anwälte?

Online Conte Palmieri

  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 2.198
  • Geschlecht: Männlich
Re: Silberfisch und ich
« Antwort #13 am: 17. März 2017, 17:05:24 »
Alarm aus.
Der Link llinkt wieder  ;)
Zum Straucheln brauchts doch nichts als Füße.